17. Jahrestag der Wiedervereinigung !

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 3. Oktober 2007.

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Wie denke ich über die Wiedervereinigung

Diese Umfrage wurde geschlossen: 2. November 2007
  1. Ist mir egal

    3 Stimme(n)
    10,7%
  2. War unnötig, 2 Staaten wäre besser

    6 Stimme(n)
    21,4%
  3. Hätte langsamer vollzogen werden müssen

    2 Stimme(n)
    7,1%
  4. Hauptsache Feiertag

    2 Stimme(n)
    7,1%
  5. Ohne Alternative, ist aber noch ein langer Prozess

    14 Stimme(n)
    50,0%
  6. Ist schuld am Solidaritätszuschlag !

    3 Stimme(n)
    10,7%
  1. batrat

    batrat Wolpertinger

  2. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Es ist eh ein gegriffenes, willkürlich gewähltes Datum.

    Der 9. Nov. wäre passender gewesen.

    Dieses Datum ist allerdings durch die sogenannte Reichskristallnacht auch schon belegt.
     
  3. batrat

    batrat Wolpertinger


    Und zur Fragestellung ?
     
  4. maceddy

    maceddy New Member


    In diesem Land ist doch schon jeder Tag und jeder Buchstabe belegt.

    Das waren noch Zeiten als man sich im Mitropa in Ostberlin mit 5 Mark in der Tasche den Bauch füllen konnte. Oder mit 50 DM = 200 DDR Chips war man der Discoking in Ostberlin.

    Ich fand die Mauer nicht so schlecht, Berlin (West) war früher einfach sicherer


    Und immer am Sonntag aus dem Intershop im Grenzübergang Friedrichstraße die GÜNSTIGEN KIPPEN gekauft.

    maceddy
     
  5. Altermac50

    Altermac50 New Member

    Erst wenn es keine "Wendeverlierer" mehr gibt, kann man von einer wirlichen Einheit reden. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die gesammte Politik den Kopf in den Sand steckt ob der Probleme der wirtschaftlich Schwächsten in "diesem unserem Lande"
    (siehe Hartz 4) und dann erstaunt zusammenschreckt wenn sich diese - wohl auch aus Kalkül - in den Wahlen extrem rechts orientieren. Den Solidaritätsbeitrag müsste man nicht abschaffen, sondern in die Strukturschwächsten Regionen pumpen und nicht in die ostdeutschen "Boomtowns" um einzelne Vorzeigestädte zu produzieren anhand derer man dann von dem Erfolg der Wiedervereinigung reden kann.
     
  6. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Ich halte die Frage damit für beantwortet.
     
  7. Holloid

    Holloid New Member

    Schönes Wetter , bis 10 Uhr ist kaum ein Auto gefahren (jetzt fahren sie alle zum Essen) Einfach schön Ruhig.
    Deutschland ist mir egal . Es hatte seine Chance . Bei der Wiedervereinigung hätte was neues enstehen können . Eine neue Idee des Zusammenlebens , mehr Demokratie , mehr Gerechtigkeit . Aber alles blieb beim alten...nur etwas mehr Kapitalistischer. Aber alle wollten ja an die Blühenden Wiesen glauben ,und ein Westauto vor der Tür stehen haben . Jetzt haben sie Hartz 4.
     
  8. maceddy

    maceddy New Member

    stimme Dir zu....

    Der Osten ist doch fast so geblieben wie es war, die Vorzeigestädte wurden ein wenig größer und die vergammelten Orte stinken noch mehr.


    maceddy
     
  9. maceddy

    maceddy New Member


    .....ich höre die Worte doch fehlt mir der Glaube, nur der Optimist sieht die Sonne im Keller scheinen.
    Da baut eine Firma im Westen 200 Arbeitsplätze ab, im Osten baut dann die Firma mit Steuergeldern 30 Arbeitsplätze auf und das Verkauft die Politik als Fortschritt im Aufbau OST.

    maceddy
     
  10. MacBelwinds

    MacBelwinds New Member

    Ich sehe noch die Begeisterung der Montagsdemos, die ich als Student aus Göttingen mehrmals besucht habe. Wer das hätte aufhalten wollen, hätte sich schon sehr anstrengen müssen.

    Ich empfinde es aber heute als unfair, wenn die "Ossis" heute maulen (Umfrage: 22% wollen die DDR zurück), obwohl der Wiedervereinigungswunsch so und in keiner anderen Form ja stark von ihnen selbst gekommen ist! Die "Wessis" haben noch Anfang 1989 nur zu etwa 5% an die Wiedervereinigung gedacht oder diese erhofft. (Ich war einer davon!)

    Die Parteien der Wiedervereinigung (CDU, CSU, FDP, DSU, DA) haben dann 1990 für die Einheit in Ost und West sehr klare und unmissverständliche Wähleraufträge erhalten. Hinterher ist man immer klüger und kann heute sagen, dass nicht alles optimal verlaufen ist...

    Fazit: es gab keine Alternative(n).
     
  11. batrat

    batrat Wolpertinger

    Es gibt also Leute, die tatsächlich 2 Staaten für realistisch halten. :crazy:

    Und einen, der eine langsamere Wiedervereinigung wollte. :augenring


    Wie hätte sich wohl die Mehrheit der damaligen DDR-Bevölkerung angesichts dieser Ideen verhalten ? :confused:
     
  12. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Es gibt weiterhin Gerüchte, dass Kohl bei der Wiedervereinigung gedopt gewesen sein soll und sie aus diesen Grund rückgängig gemacht werden soll.

    Was mich ärgert an der ganzen Geschichte ist, dass sie eine Menge Betrüger reich gemacht hat. Und dass sich viele aus dem Osten nach alten Zeiten zurück sehnen, hat sicher wenig mit der „anheimelnden“ Diktatur aber sehr viel mit dem damals sicheren Arbeitsplatz zu tun (auch wenn er, wenn es weiter gegangen wäre mit der DDR, nicht mehr sicher gewesen wäre). Das kann ich nachvollziehen und es ginge vielen von uns nicht anders.
     
  13. batrat

    batrat Wolpertinger

    Und ich dachte immer "Pfälzer Saumagen" http://de.wikipedia.org/wiki/Pfälzer_Saumagen#Geschichte
    wäre legal . :eek:
     
  14. comtom1

    comtom1 New Member

    Ich finde das war keine echte "Vereinigung" von gleichberechtigten Partnern - sondern mehr eine Übernahme der DDR durch uns aus der BRD.
    Mal ohne "Ostalgie" - aber viel ist von der DDR bei uns nicht angekommen, das meiste wurde schnurstracks auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen und durch unserer Gesetze, Vorschriften, Vor- und Einstellungen ersetzt.
    Zumindest wirtschaftlich war die DDR wohl pleite und damit ein reiner Übernamekandidat - Gesellschaftspolitisch hätte man aber das eine oder andere retten sollen.
    Vielleicht hätte ein wenig mehr Zeit beim Vereinigungsprozess gut getan.

    Ist nun aber so wie es ist und wir müssen alle das beste draus machen. :nicken:
    (Doziermode aus)
     
  15. maceddy

    maceddy New Member


    Die Bürger der DDR wurden doch gut bezahlt, 1 DM für 1 Aluchip war doch ein guter Handel für den DDR Bürger, da kann man als Zahler doch ein wenig entgegenkommen erwarten.


    maceddy
     
  16. comtom1

    comtom1 New Member

    Aj joh - der Umtauschkurs war schon zweifelhaft :frown: - aber das war ja nun nur eine einmalige Sache - und ob sich die Neubürger mehr einbringen, beteiligen und anstrengen sollen ist ja ein ganz spezieller Punkt ... Da kommen dann so Sachen wie mangelnde Produktivität der Ostbürger etc. ins Gespräch.
    Aber ob die Leute fauler oder dümmer sind als wir Wessis ? :shake:

    Ich kanns mir nicht vorstellen und auch nicht bestätigen - habe selbst Verwandschaft drüben - und die entspricht den gängigen Vorurteilen zumindest nicht.
     
  17. maceddy

    maceddy New Member


    In der Firma hatten wir eine Umbautruppe, alle aus der DDR, den konnte man beim gehen die Fußnägel schneiden.


    maceddy
     
  18. comtom1

    comtom1 New Member

    Bei uns im Büro arbeiten einige Kollegen deren Ursprünge in der DDR liegen.
    Kann das bei keinem der Herrschaften bestätigen - nur eine teilweise recht ausgeprägte Neigung zum Jammern und der Dialekt sind als Unterschied feststellbar. Arbeiten tun die Jungs sauber und zügig. (hatten ja auch Zeit zur Anpassung)
    Mag ja sein das am Anfang die Leute am Anfang im alten Trott weitergemacht haben. Wer nur das Minimum als Gegenleistung bekommt (unabhängig davon wie man sich bemüht) gibt auch nur das Minimum an Leistung ... und bei dem einen oder anderen ist das wohl auch zur Gewohnheit geworden :meckert:

    Kann das sein, das wir auch mal so unsere lieb gewonnenen Vorurteile pflegen ?
     
  19. Hop Singh

    Hop Singh New Member

    Der grüne Pfeil zum rechts abbiegen. Am meisten ärgert mich, das jetzt, wo der Kapitalismus keinen Gegner mehr hat, die Kapitalisten alle Hemmungen fallen lassen und sich benehmen wie Säue.
     
  20. comtom1

    comtom1 New Member

    Nur der Pfeil ist bisschen wenig - und ja, seit es das große Feindbild nicht mehr gibt feiert der Manchesterkapitalismus fröhliche Urstände ! :cry:
    Müssen wir eben gucken wir wir das "Raubtier" in Zaum halten ;)
     

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