2 Platten am ATA100?

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von sinar23hr, 3. Februar 2005.

  1. sinar23hr

    sinar23hr New Member

    Hallo allerseits,

    ich hab schon im Fotum gesucht, finde aber nicht so recht eine Antwort.
    Wir haben hier einen MDD 867Dual und 1000Dual. Wie ist das nochmal, wenn ich zwei Platten an den internen ATA-Anschluss stecke? Teilt der Bus die Geschwindigkeit oder kann er beide Platten mit voller Geschwindigkeit ansteuern?
    Ist es vielleicht sinnvoller eine am 100er und eine am 66er anzuschliessen?

    Vielen Dank schonmal an alle.
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Geräte am selben IDE-Kanal teilen sich die Bandbreite.

    Spielt in Deinem Fall aber kaum eine Rolle, da IDE-Platten selten über 50MB/s (sustained) liefern und zudem Dein Mac die Daten eh nicht schnell genug durch das Betriebssystem bringt.

    Beim Kopieren im Finder sind 25MB/s schon sehr gute Werte.

    Gruss
    Andreas
     
  3. Macziege

    Macziege New Member

    Beide an einem Strang anschließen. Da die Platten ja immer alternativ angesprochen werden, behindern sie sich auch nicht. In meinem MDD 867Dual funktioniert das ohne Probleme.
     
  4. Pahe

    Pahe New Member

    Hallo,

    wollte nur noch loswerden, dass eine Platte als Master und die andere Platte als Slave gejumpert werden müssen.

    Gruß
    Pahe
     
  5. petervogel

    petervogel Active Member

    bei den MDDs solten die platten auf "cable select" stehen.
     
  6. petervogel

    petervogel Active Member

    PS: ich habe drei platten in meinem MDD und habe die nach dem einbau mit dem speedtest tool der macwelt getestet. es ist völlig egal an welchem bus die dinger hängen, denn bei mir waren sie in etwa alle gleich schnell. sind alles ATA 100 hitachi platten mit 7200rpm.
     
  7. terriehome

    terriehome New Member

    Hallo sinar,
    mein Tipp, steige doch auf S-ATA 150 um. Ist die Zukunft und du kannst das ganze gejumpere und getakte vergessen. Habe in meinem 1250 MDD 2 Super-Platten drin samt PCI-S-ATA Karte und das System läuft einfach prima. Sowie die Kohle vom Auftrag im Haus ist, wird ausgemistet und alles auf S-ATA umgestellt und als Systemplatte kommt was rein????
    Na ne Raptor natürlich, kannst dann jeden G5 wegschmeissen bei dem irren Datenfluss.

    Gruss aus dem Schneeberg
    terriehome
     
  8. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Das mit der S-ATA finde ich ebenfalls eine gute Idee - falls Du Deinen MDD noch ein Weilchen betreiben möchtest. Die Frage, die sich da aber bei mir stellt und die ich mangels Erfahrung nicht beantworten kann: Kann der Mac von einer S-ATA-Platte über einen PCI-Adapter starten? Ich mag mich nur erinnern, dass das bei SCSI nicht ganz so einfach war. Auch da ist ein Adapter dazwischen.

    Ansonsten können sich die Platten, die am selben Strang hängen, sehr wohl behindern: Wenn von Platte A nach Platte B kopiert wird, sorgt der Finder, der ja multithreaded ist, für gleichzeitigen Zugriff auf beide Platten.

    Aber wie gesagt: 100er-IDE ist dafür schnell genug, die Platten und das Betriebssystem selber begrenzen die Transferrate pro Platte auf unter 50MB/s. Übrigens auch bei S-ATA.

    Gruss
    Andreas
     
  9. Macziege

    Macziege New Member

    Du brauchst für S-ATAPlatten einen S-ATA-PCI-Controler, in How To... wird eine Anleitung für den Einbau angeboten.
     
  10. terriehome

    terriehome New Member

    Hallo, klar habe ich eine meiner 2 S-ATA Platten als System laufen und es bootet top, auch unter OS9 gibt es keine Probleme. Wie gesagt, das ganze System läuft sehr gut und ruhig. Habe eine 400 GB + 160 GB S-ATA, sowie 2 "normale" 160 GB in dem guten MDD eingebaut Alles sehr leise und unaufällig, bin so was von zufrieden. War der billigste Mac und tut seinen Dienst wie wir es wollen.

    Nun wünscht meine Holde mehr Speicher für die Bilder (verdammte Digitalkameras, alles wir geknipst!) und so muss ich reagieren. Kommt dann noch eine 400 GB für Bilder rein und, wie gesagt, die Raptor fürs System. Die beiden alten Platten fliegen raus (schon des Platzes wegen).

    Sicher ist die Übertragungsrate durch den Bus gebremst, meine 400er Hitachi kann auch viel mehr, aber die wahnsinns Zugriffszeit der Raptor von 4,5 ms wird mir ja nicht genommen! Das, so meine ich, ist die wahre Beschleunigung des Systems. Mein Sohn hat sie schon in seinem XP, atemberaubend schnell, der Index seines Rechners hat sich von ca 7000 auf 40000 erhöht!

    Zugriff, das ist es. Nix kochende Doppelprozessoren mit Lüftern wien Windrad, 64 bit son Quatsch, gibts gar keine Programme für, alles Mache und Geldschneiderei. Nein, das Wahre ist die Zugriffszeit auf die Festplatte. Zig tausend mal in der Sekunde greift der Rechner auf die FP zu und die Geschwindigkeit potenziert sich! Glaubt es mir, bin schon 30 Jahre im Geschäft und kenne mich da ein wenig aus...

    Gruss
    terriehome
     
  11. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Darf ich Dir ein ganz kleines bisschen wiedersprechen? ;)

    Zugriffszeit in Ehren, spielt aber nur bei Computern eine Rolle, die als Fileserver fungieren. Nur da hast Du 1000ende Zugriffe pro Sekunde auf Millionen Dateien, die immer wieder wo anders liegen.

    Auf allen anderen Rechnern bestimmt die Arbeit, die auf dem Computer erledigt wird, ob die Platte eine relevante Rolle auf die "spürbare" Perfomance spielt. Wo z.B. Videodateien in der Grösse von Gigabytges gelesen und geschrieben werden müssen, spielt nur die reine Datentransferrate und die I/O-Performance des Prozessors bzw. dessen Anbindung an das RAM eine Rolle. Das selbe gilt für Grafik-Anwendungen. Auch hier werden einzelne, grosse Dateien bearbeitet.

    Zugriffsgeschwindigkeit spielt auf einem solchen Einzelplatzrechner kaum eine Rolle, da Unix zudem noch eine sehr ausgeklügelte, mehrstufige Cache-Struktur aufweist und das Filesystem darauf ausgelegt ist, so viele Daten wie möglich im RAM zu halten.

    Gruss
    Andreas
     
  12. terriehome

    terriehome New Member

    Hallo AndreasG,
    du hast bestimmt recht was das ganze theoretische angeht - aber die Praxis sieht ganz anders aus. Habe diesen Zugiffs-Effekt schon oft erlebt: im Quadra 950, neue Platte mit 15 ms Zugriff eingebaut (die alte 370 MB war gestorben), ich dacht ich hätte nen neuen Rechner, hat dann auch noch 2 Jahre länger gehalten. Einen G3 266- neue 30 GB mit 9 ms eingebaut, eine Offenbarung, konnten den noch ein Jahr länger als Hauptrechner nehmen (die RAM waren dann zu klein für die Anwendungen, aber sonst, top) und genau so wird es mir/uns mit dem guten MDD gehen, wenn die Raptor werkelt...
    Bestimmt.

    Gruss
    terriehome
     
  13. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Die eingebauten Platten älterer Macs loteten dessen Hardware meist nicht aus, da Apple jeweils Reserven vorgesehen hat bzw. die damals original von Apple verbauten Platten nicht die besten und schnellsten Modelle waren. Das habe ich selber auch mehrfach erlebt. Der Geschwindigkeitszuwachs kam aber nach meinen Messungen immer von der Datentransferrate.

    Unter OS9, das viel direkter und "dümmer" auf die Platte zugreift, spielt die Zugriffsgeschwindigkeit aber eine etwas grössere Rolle als unter OSX. Denn OS9 puffert die Zugriffe auf die Platte viel weniger intelligent. War schliesslich auch kein Unix.

    Ich selber habe in meinem G5 eine U160-SCSI-Platte mit 10'000 Umin und einer Zugriffszeit von 4.5ms. Spürbar schneller ist die doch schon relativ alte Platte nicht als die modernen S-ATA-Platten, wenn ich damit Video- oder Bildverarbeitung mache. Hätte ich hingegen eine Datenbank-Applikation, würde ich das auf der SCSI laufen lassen.

    Ich habe die SCSI eigentlich nur noch im G5, weil SCSI auch heute noch deutlich zuverlässiger ist als der billige (S)-ATA-Müll. ;)

    Gruss
    Andreas
     

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