Aaaaahhhh! Hiiiiiilfeeeeeee! Ich glaubs einfach nicht!

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von frisco68, 1. Juli 2003.

  1. frisco68

    frisco68 New Member

    News zu
    http://forum.macwelt.de/forum/showthread.php?s=&threadid=71095
    (Warum IT-Typen Macs rausschmeissen wollen...=)

    Ihr erinnet euch - oder lest nach. Es gab doch einen Aktenvermerk des IT-Leiters bez. Mac.
    Nun gab es ein Gespräch mit dem "Boss" = Bürgermeister.

    Was jetzt kommt finde ich den absoluten Hammer:
    Um zu klären ob der Mac an besagter Stelle "richtig" ist oder durch einen Win-PC ersetzt werden soll, soll nun von einer "Consulting-Firma" geklärt werden!

    Glaubt man den sowas??? Sind die denn total behämmert?????
    Was kostet der Spaß? Kann man sich für die Kohle nicht gleich ein paar neue G5 anschaffen?
    Auf den Tipp, daß man doch Partnerfirmen dazu befragen sollte, die ja eben mit den ganzen Daten arbeiten/drucken müssen, hieß es, daß die "voreingenommen sind, weil die auch Macintosh benutzen"..... Was soll man dazu sagen??

    Ich frag mich echt wie bescheuert manche Typen sind.... Wie bescheuert muß/kann eine Stadtverwaltung sein?


    :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    um das Problem anzugehen, würde ich vor der Konsultation der Consultingdingenskirchen undsoweiter einen Ausschuß bilden, der in einzelnen Unterausschüssen die Thematik angeht, ein Papier erstellt, in dem die ganze Angelegenheit einem Fachunterausschuß übergeben, beraten, an den Ausschuß zurückverwiesen wird und die Empfehlung enthält, einen Spezialisten mit der Lösung zu beauftragen. Der soll ein Gutachtenerstellen, das zu dem Ergebnis kommt, eine Consultingfirma mit der Aufgabe zu beauftragen, zu klären, inwieweit oder auch nicht, es Sinn macht, eine Konferenz abzuhalten, die sich mit den Grundsatzfragen des IT-Bereiches zu befassen um zu klären, ob dieser komplizierte Sachverhalt überhaupt und im Besonderen künftig noch in Fachausschüssen beraten werden sollte oder ob man nicht besser die politischen Richtlinien ändert um in Zukunft... äh, bessere Voraussetzungen, äh, für derartige Fragen undsoweiter - jetzt habe ich keine Lust mehr.
     
  3. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Schicke den Vorfall doch an den Steuerzahlerbund! Oder schreib' hier mal die eMail-Adresse des Bürgermeisters rein, mal sehen, was dann passiert ;)
     
  4. Spiderman

    Spiderman New Member

    Howdy Frisco,

    also handelt es sich doch weniger um den IT'ler allgemein, als mehr um einen depperten Bürokraten, oder?
    Solche Dumpfbacken gibt es halt immer und überall, gerade in Verwaltung und Bürokratie...
     
  5. safari

    safari New Member

    Problem ist ja: Bei öffentlichen Verwaltungen will keiner die Verantwortung tragen. Ich kenne das Spiel mit Gutachten bis ins Nirvana ebenfalls. Mit einem Gutachten/Empfehlung einer Fachfirma (was man auch immer darunter verstehen mag) sind die sog. Entscheidungsträger auf der sicheren Seite. Insbesondere wenn der Bürgermeister involviert ist ;) Der politische Gegner pennt nämlich bei solchen Sachen nicht. Geht es trotz Gutachten in die Hose - tja, wie sollte so ein armer Kommunalpolitiker bzw. Verwaltungsmann das erkennen wenn selbst die sog. Fachleute daneben liegen - bloß keine Verantwortung übernehmen - so etwas führt nämlich i.d.R. zum Karriere-Knick *g*
     
  6. maiden

    maiden Lever duat us slav

    und wenn weiterhin Zweifel bestehen, erstellt man ein weiteres und ein weiteres und ein weiteres Gutachten. Und wenn die alle zum gleichen Ergebnis kommen und es dem politischen Gegner nicht schmeckt, fordert der noch ein Gutachten. Diesmal aber von einem Gutachter, von dem man vorher weiß zu welchem - angenehmeren - Ergebnis er kommt. Dann hat man vier Gutachten, die die eine Ansicht stützen und eins, das diese Ansicht widerlegt. Aber dieses eine letzte soll dann Maß der Dinge sein. Das gefällt natürlich wiederum der anderen Seite nicht und man denkt über weitere Gutachten nach.

    So schauts in Bremen aus, wenn man um die Schutzwürdigkeit des Hollerlands als Nasturschutzgebiet diskutiert.
    Vier unabhängige und von verschiedenen Gutachtern erstellte Gutachten unterstreichen die absolute und notwendige Schutzwürdigkeit. Aber die Deppen um Neumann und Perschau wissen es besser. Schließlich ist speziell der Perschau ein ausgewiesener Naturexperte, zieht er doch nach eigenem Bekunden sein geballtes Fachwissen um die komplizierten Vorgänge in der Natur im Allgemeinen und im Hollerland im Speziellen aus seinen sonntagnachmittäglichen Spaziergängen mit Frau und Hund. Und weil er, ebenfalls nach eigenem Bekunden, deshalb keine Belehrung nötig hat - schon gar nicht von Leuten, die ihr Berufs- und Privatleben dem Studium biologischer Vorgänge in der Natur widmen, und weil er es besser weiß als all die Bio-Professoren, ist ein weiteres Gutachten notwendig. So vergeht die Zeit. So verschleudert man Geld. War der Mann nicht Finanzsenator?
     

Diese Seite empfehlen