An die Foto-Profis: Filter und Weißabgleich

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von MacLars, 30. März 2006.

  1. MacLars

    MacLars New Member

    Hi Leute,

    ich habe mir vor kurzem die KonicaMinolta Dynax 5D gekauft und bin hellauf begeistert! Nun habe ich mir einen Skylight-Filter u.a. als Objektivschutz gekauft. In einem Buch zur Kamera schreiben die Autoren, daß solche Filter für die Dynax 5D entbehrlich wenn nicht sogar schädlich sind, da sie angeblich den Weißabgleich der Kamera stören können. Ich habe bislang allerdings keine Probleme oder farbstichige Bilder gehabt. Die Autoren empfehlen einen UV-Sperrfilter als Objektivschutz.

    Wie ist Eure Meinung dazu? Kann ein Skylight-Filter den Weißabgleich stören?

    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Lars
     
  2. gschwieb

    gschwieb Member

    Ich besitze seit kurzem auch die Dynax 5D und bin genauso begeistert wie Du. Ich habe mir zum Schutz des Objektives (Sigma DC 18-200) einen Skylight-Filter (Stufe 1 A = sehr leichter Warmton im Gegensatz zu Stufe 1B = stärkerer Warmton) zugelegt. Ich habe bislang zumindest keine störenden Effekte in Bezug auf den automatischen Weißabgleich bemerkt, bin aber genau wie Du auch an den Erfahrungen anderer Dynax 5D Nutzer interessiert.
     
  3. cblasi

    cblasi New Member

    Hi Guys,

    ich habe eine Dynax 7D mit div. Objektive unter anderem ein Minolta 18-200 3.5-6.3 was das Äquivalent zum Sigma vom gschwieb ist. Beim Kauf der D7D riet man mir zum
    Skylight-Filter, und nicht zum UV Filter, aus analog Zeiten, habe ich immer ein Skylight Filter benutzt, und wie ihr auch, habe ich aus einem D7D Buch gelesen, mann sollte kein Skylight Filter an D-SLR benutzen,was mein Händler als "Bullshit" bezeichnete, was in diesen Bücher steht, also kaufte ich den Filter für das 18-200er

    Als ich von Januar-März in New Zealand war, musste ich feststellen, dass mein Händler "Bullshit" erzählt hatte, meine D7D lag immer mit dem Weißabgleich mehr als nur daneben!

    Zum Glück merkete ich es noch in NZ, und korrigierte die Bilder von Hand, was mit der Minolta SW sehr einfach ist, und kaufte mir dort ein UV Filter.

    Als ich wieder hier war, bin ich zu meinem Händler, zeigte ihm die Bilder, daraufhin machte er selbst einige Tests, und gab mir das Geld für den Filter zurück :D

    Kann sein das die D5 anders mit einem Skylight Filter umgeht als meine D7, nur an meiner kommt kein Skylight Filter mehr drauf :teufel:

    Christiano
     
  4. MacLars

    MacLars New Member

    Hi Christiano,

    vielen Dank für diese Hinweise. Ist also doch was dran. Ich denke mal, die 5D wird sich ähnlich verhalten.

    Ich werde am Wochenende mal meinen Fotohändler damit konfrontieren...

    Lars
     
  5. gschwieb

    gschwieb Member

    Auch meinerseits herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht von cblasi. Ich habe interessehalber mal im Minolta-Forum geschaut. Zu diesem Thema gibt es etliche emotionshafte Debatten. Tendentiell sind wohl Skylight-Filter nicht empfehlenswert. Auch über den Sinn und Zweck von UV-Filtern wird angesichts der heutigen Qualität von Objektiven kontrovers diskuttiert. Im Wikipedia heißt es hierzu:
    "In der Praxis benötigt man UV-Filter für diesen Zweck jedoch kaum, da das in Summe dicke Glas der Objektive UV-Strahlung bereits ausreichend sperrt........Die Hauptaufgabe eines UV-Sperrfilters ist daher in den meisten Fällen der Schutz des Objektives, da ein Filter nicht nur leichter als die Frontlinse eines Objektivs auszuwechseln, sondern auch viel preiswerter ist.
    UV-Sperrfilter haben den Nachteil, dass sie Licht, das von der Frontlinse reflektiert wird, wieder in das Objektiv zurückreflektieren und somit zu unschönen Lichtpunkten bei Gegenlichtaufnahmen führen können. Dieser bildverschlechternde Einfluss kann bei hochwertigen Filtern jedoch vernachlässigt werden." Soweit Wikipedia; Ähnliches siehe auch dort:
    http://www.kefk.net/Fotografie/Filter/Typen/UV-Sperrfilter/index.asp

    Übrigens gibts natürlich auch noch reine Schutzfilter (zur Umgehung der dt. Sprache auch gern "Protections"-Filter genannt); alle 3 Filterarten kosten bei guter Qualität etwa das gleiche; was dann nicht unbedingt für die Schutzfilter spricht.
    Aber natürlich könnte man auch auf Filter völlig verzichten und die Streulichtblende als ausreichend betrachten; dann hat man die einen Nachteile nicht mehr; dafür m. E. andere.
    Tja und nun: Skylight-Filter wohl eher nein; bleibt die Entscheidung zwischen "keinem" Filter und UV-Filter.
     
  6. cblasi

    cblasi New Member

    Hi Guys,

    ich benutzt die UV Filter an allen Objektive nur als Schutzt gegen Kratzer, weil einfach eine Reparatur zu Teuer ist ;)

    Also lieber mit als ohne :cool:

    BTW, was für SW nutzt ihr am Mac um die RAW's zu bearbeiten ?

    Minolta SW unter Mac OS X ist sie mehr als nur ....., unter Windows dagegen mag ich sie :confused:

    Christiano
     
  7. gschwieb

    gschwieb Member

    Ich nutze Photoshop CS 2 (nicht nur für RAWs). Soll übrigens mit Hilfe des kostenlosen Converters auch mit CS funktionieren (habe ich irgendwo mal gelesen).
     
  8. MacLars

    MacLars New Member

    Ich nutze auch CS2. Die kostenlose Adobe Software DNG Converter konvertiert das Minolta-RAW in ein plattformunabhängiges RAW, das dann auch andere RAW-fähige Programme öffnen können. Für CS2 gibt's auch ein Plug-In für Minolta

    Lars
     
  9. cblasi

    cblasi New Member

    sorry, ich meinte mehr "RAW Workflow" :embar:

    Aperture, Lightroom, DxO etc. etc.

    Adobe Lightroom Beta finde ich am besten


    Christiano
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Kein Filter. Es sei denn, Du würdest einen wirklich, wirklich, wirklich sehr guten nehmen, aber der kostet dann nicht viel weniger als das Objektiv, das er schützen soll. Da geben sich die Kamera-/Objektivhersteller größte Mühe mit der Vergütung ihrer Linsen und nehmen teure Glassorten dafür, und was machen die Benutzer? Den billigsten Skylight- oder UV-Filter aus dem Blödmarkt vorne drauf! Jede Glas-Luft-Übergangsfläche kostet Licht, verringert den Kontrast und führt zu Reflexen, selbst wenn sie aufwendig vergütet ist. Je weniger davon, um so besser.

    Ich fotografiere seit ich 11 Jahre alt bin (und das ist eine Weile her) und trage immer eine kleine Kamera bei mir - und habe ausser den Objektivdeckeln noch nie einen "Schutzfilter" verwendet, und habe in der ganzen Zeit noch keinen einzigen Kratzer in eine Linse gemacht. Ein paar Dellen in die Filtergewinde, wenn man mal irgendwo anstösst, ein paar Macken in die Gehäuse, wenn man die Kamera auf rauhen Boden oder Felsen legt, aber sonst nix.

    Oder hat hier jemand von den "mit-Filter-seine-Objektive-Schützer" tatsächlich schonmal den Filter als Rammschutz eingesetzt?

    Ciao, Maximilian
     
  11. fotoheide

    fotoheide New Member

    Betrachte mit einem gewissen Schmunzeln die ernsthafte Diskussion über dieses Thema. Es kommt mir so vor, wie wenn jemand seine Heckscheibe schwarz anstreicht und beklagt, dass er nichts mehr sieht, und ob jemand einen Rückspiegelhersteller kennt, der dieses Problem beheben kann. Skylights sind eingefärbt und werden daher vom WB berücksichtigt. Man kann im privaten Bereich sicher damit leben und mit der SW korrigieren. Im professionellen Betreich, wo ja auch für die Druckvorstufe farbrichtig gearbeitet werden muß, werden bei uns nur noch Polfilter verwendet. Zum Schutz sagt der Beitrag von Maximilian genau das Richtige. Beim Arbeiten immer Gegenlichtblende (schützt vor unabsichtlichen Stössen) und beim Transport Gegenlichtblende umdrehen, Deckel drauf - fertig.
    Der RAW-Converter ist auch eine Preisfrage. Wir verwenden hauptsächlich Capture One Pro (unserer Meinung nach noch immer der Beste) und fallweise Photoshop CS2. Konvertieren und archivieren in DNG ist für einen späteren Wechsel des Raw-Converters sicher eine gute Idee.
    Wichtiger aber als der ganze technische Schnick-Schnack, ist noch immer die Freude und das "Sehen".

    Servus, Gert Heide
     
  12. cblasi

    cblasi New Member

    Nun, wir führen hier keinen Glaubenskrieg aller " Nikon vs. Canon ", und ich glaube auch nicht uns das wir uns als Profis bezeichnen.

    Mir ist nämlich lieber, wenn der Filter einen Kratzer abbekommt als mein Objektiv, so unwahrscheinlich das auch sein mag.

    BTW, UV Filter die Bildqualität beeinträchtigen hat mir noch niemand belegen können.



    Capture One LE werde ich mal anschauen, danke für den Tipp

    Christiano
     
  13. petervogel

    petervogel Active Member

    ich habe auf allen objektiven, die ich mit auf location nehme, UV filter drauf. ist für mich eher ein staub und dreckschutz als ein kratzschutz. es ist besser den staub und dreck von einem filter zu entfernen, den man auch schnell ersetzen oder abnehmen kann, als ihn auf der frontlinse zu verreiben. das gibt nämlich im laufe der zeit auch ganz feine kratzer in der linse und mindert die bildqualität. die frontlinse kann man zwar auch ersetzen lassen, ist aber nicht ganz billig.

    einen qualitativen unterschied habe ich noch nicht gesehen. benutze aber auch immer gegenlichtblenden/ kompendium und wenn die nicht reichen, dann wird das restliche streulicht mit einem schwarzen karton abgehalten.

    bin aber auch nicht der equipment und software freak, der alles bis zum geht nicht mehr austestet, um das letze quäntchen qualität herauszukitzeln. irgendwo hört es bei mir nämlich auf mit der technikspielerei.
    wenn das motiv super ist, dann kann das ruhig 5% weniger qualität haben, da mit UV filter oder mit CS2 anstatt capture one, etc, etc.......denn auf das motiv kommt es ja an, oder?

    PS:die uv filter, die ich verwende kosten etwa 80,- euro das stück, also schon was besseres.
     
  14. marfil

    marfil New Member

    hallo zusammen,
    mal wieder ein thema für mich....

    also- ein skylight-filter ist definitiv für jede art von digitalfotografie ungeeignet!

    skylightfilter werden je nach hersteller verschieden eingefärbt, um einen leicht warmen farbton zu erzeugen, der früher unter verwendung verschiedenen filmmaterials (beispielsweise kodachrome 25) ganz angenehm war.

    leider ist es so, dass digitalkameras auf filter besonders alergisch reagieren, da es an jeder glas/luftfläche zu einer lichtbrechung kommt, die keinesfalls erwünscht ist (da vor allem lichtstrahlen mitunter auch so abgelenkt werden, dass sie nicht mehr senkrecht auf den sensor fallen, was dem gar nicht gefällt). :teufel:
    die objektive sind mittels der linsenvergütung so abgestimmt, dass kein filter erforderlich ist- besser gesagt- dass jeder filter die qualität beeinträchtigt (auch sehr teure)
    extreme beispiele für negative einflüsse kann man mit polarisationsfiltern erleben.

    was den weißabgleich anbelangt, kann es ebenfalls zu beeinträchtigungen kommen, da etliche kameras über einen zusätzlichen meßsensor verfügen, der aussen am kameragehäuse angebracht ist- also die messung durch das objektiv nicht berücksichtigt!!! (nikon, olympus...).
    ein durch einen filter verursachten farbstich kann man nicht mehr befriedigend auskorrigieren, da sich dieser auf alle 3 farbkanäle auswirkt!!!

    was die raw-converter anbelangt, gibt es derzeit nur 2 sinnvolle:

    acr 3,3 und capture 1 (wobei ich acr 3,3 bevorzuge).

    leider habe ich noch keinen mac (kommt erst im sommer) und weiß daher auch nicht, was da alles funktioniert- aber sollte jemand den "test" der rawconverter im letzten fotomagazin gelesen haben- vergeßt den schnell!!!!!!

    gerade der "raw-shooter" von pixmantec ist absolut untauglich (katastrophale detailaufbereitung, treppenstufen ohne ende). :cry:


    mfg, martin

    www.fifo.at

    http://www.workshop-photographie.com/trainer.htm
     

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