An die Gestalter und Drucker - Druck/Binden Diplomarbeit - Was nehmen?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von critical_man, 1. Juni 2007.

  1. critical_man

    critical_man New Member

    Hallo zusammen,

    da hier der Wahrscheinlichkeit nach doch einige Mediengestalter, Drucker und Gestalter im Forum sind, wollte ich die Experten unter euch mal um ein paar Anregungen bitten.

    Ich muss demnächst meine Diplomarbeit drucken und binden lassen.

    Nachdem ich mich in Word mit dem schreiben noch ärgere, will ich das ganze im Nachhinein (hoffentlich reicht die Zeit) mit Adobe InDesign nochmals richtig setzen.

    Deshalb frage ich mich so langsam, wie das Ganze professionell gedruckt und gebunden werden kann. Mir schwebt was sehr hochwertiges vor, nur was nehmen ?

    Ein Leistungskurs im Abi war bei mir Gestaltungs- und Medientechnik, deshalb bin ich seit da etwas wählerischer und anspruchsvoller geworden in dem was ich anderen vorsetze. Gerade bei der Diplomarbeit muss meiner Ansicht nach der Eindruck und das Erscheinungsbild perfekt sein.

    Deshalb:

    - welche Bindung? Was gibts da hochwertiges?
    Ich will eben keine so Lapper-Bindung mit Klarsichtfolie aus dem Copy-Shop um die Ecke, sondern was haptisch und visuell wirklich ansprechendes und hochwertiges.

    - Papiersorte? Stärke etc..?

    Für ein paar Anregungen wäre ich euch dankbar.
    Bevor ich eine Druckerei kontaktiere, wollte ich mich mal schlau machen.

    Wir haben bei uns im Hause auch eine eigene Kreativ-Abteilung für die Firmen-Publikationen, Bröschuren, Werbungen etc... Davor wollte ich aber mal ein paar Anregungen sammeln.


    Für eure Hilfe wäre ich dankbar..
    Mfg
     
  2. Giacomo Seingalt

    Giacomo Seingalt New Member

    Servus,

    da die Auflage ja wahrscheinlich klein ist, empfehle ich:

    Daten: Unbedingt ein professionelles Layout-Programm (Quark, InDesign)verwenden. Aus Word kommt nach wie vor Murks heraus (insbesondere Bilder !). Die meisten Druckereien haben Druckvorgaben, lesen, so machen !

    Druck: Verwende ein Digitaldruck-Verfahren. Digital angesteuerte Farbkopierer nennen zwar manche auch so, ist aber kein ausreichend gutes Verfahren, da tonerbasiert. Echte Digitaldruchverfahren (z.B. Scitex Indigo) arbeiten mit flüssigen Farben und kommen dem Offset zumindest sehr nahe. Außerdem können Bilderdruckpapiere zum Einsatz kommen.

    Papier: Bilderdruckpapier, glänzend oder matt, 120g.

    Bindung: Lass es von einem Buchbinder machen. Das ist teurer, aber auch das einzig Wahre.

    Grundsätzlich: Nutze die Zeit und fordere (beliebige) Muster von der Druckerei an, möglichst auch von dem Papier, das Du verwenden möchtest. Schau, dass die Buchbinderei möglich in Deiner nähe ist. Ein Besuch beim Buchbinder ist zu empfehlen, er zeigt Dir dann, was er machen kann.
    Ideal ist, wenn Du die Papiermuster mitnimmst - aber ein Bilderdruckpapier sollte er in jedem Fall verarbeiten können - im Unterschied zu den meisten Copy-Shops.
     
  3. critical_man

    critical_man New Member

    Hallo,

    vielen Dank für deine Infos.
    Ja, die Auflage wird sehr klein sein... So um die 6 Stück rum wahrscheinlich.

    Da bin ich mal gespannt, wie es kostentechnisch aussieht - aber ne Diplomarbeit schreibt man ja auch nur ein mal..

    Word bringt einem mit Bilder echt an den Rand der Verzweiflung, man kann nichts richtig setzen und stets wird alles durcheinander gewürfelt, wenn man irgendwo einen Satz ändert.

    Deshalb setz ich wahrscheinlich auf InDesign, um das endgültige Layout zu entwerfen. Hab schon öfters was damit gemacht, nur im Handling mit Fußnoten etc. wird es wohl ein wenig fummelig werden..

    Ich habe vor das einen Buchbinder machen zu lassen, ja. Jetzt muss ich nur mal recherchieren, wo in meiner Umgebung einer zu finden ist.
    Auf die richtige "Hülle" sollte man da meiner Meinung nach schon Wert legen.
     
  4. w8ing4xs

    w8ing4xs Insasse

    Rein interessehalber:
    Für welche Fachrichtung schreibst Du denn die Diplomarbeit, dass sich ein solcher Aufwand lohnt?

    CNR: Wahrscheinlich haben sich die Zeiten geändert, aber "damals" kam es mehr auf den Inhalt als auf ein perfektes Layout und eine Wahnsinnsbindung an...

    LaTeX als "Layout"-Programm und selbst Word reichten dicke und man benötigte keinen DTP-Fachmann, um 'mal 'ne Diplomarbeit zu schreiben. OK, OK, ich spreche natürlich nur für naturwissenschaftliche Diplomarbeiten und Dissertationen, in anderen Bereichen mag das ja anders sein (daher auch meine Frage).
     
  5. critical_man

    critical_man New Member

    Da geb ich dir vollkommen Recht. Der Inhalt ist natürlich zuerst einmal das Wichtigste überhaupt. Darauf werde ich mich (und hab ich mich) logischerweise 100 Prozent konzentriert.

    Ich bin angehender Wirtschaftsinformatiker, um die Frage nach der Fachrichtung zu beantworten ;-)

    Wenn der Inhalt aber passt und ich mit dem endgültigen schreiben fertig bin, kümmere ich mich um das äußere Erscheinungsbild. Das soll nicht irgendwie "blenden" oder den Inhalt beeinflussen, sondern dem ganzen eben die passende "Hülle" geben.

    Bei anderen Hausarbeiten hab ich mich schon genug über Word geärgert, weil bei abschließenden Änderungen und Korrekturen die Bilder und Bildunterschriften regelmäßig in alle Winde verstreut wurden.
    Wenn ichs dann nun schon in InDesign am Schluss neu setze, dann mach ichs richtig (wenn ich mir die Mühe damit eh mache)..
     
  6. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Das ist eine Einstellung, die ich in meiner Eigenschaft als Drucker nur voll unterstützen kann. Stellt sich mir nun allerdings die Frage, warum Du es nicht gleich so gemacht hast?
    Wenn Du nun aus der Word-Datei ein vernünftiges PDF schreibst, sollte die Druckerei damit auch kein Problem haben, vorausgesetzt es wird digital produziert. Das kann ich Dir auch nur empfehlen. Mittlerweile gibt es auch sehr gute Produktionssysteme, die mit Toner arbeiten (also wie ein Farblaser) und dabei hervorragende Qualität liefern. Such Dir dafür ein schönes Lasercopy-Papier aus. Eine gute Druckerei hat davon auch eine anständige Auswahl. Spar dir vorallem die viel zu teure Produktion auf einer Indigo (gestrichenes Papier brauchts wirklich nicht) und überlass den Rest dem Buchbinder. Der hat es hauptsächlich in der Hand, wie Deine Arbeit dann aussieht.
     
  7. critical_man

    critical_man New Member

    Zum reinen Abfassen der Arbeit hab ich Word benutzt, weil ich hier im Unternehmen nicht immer die Möglichkeit habe, an eine Maschine mit InDesign zu kommen. Mein MBP wollte ich auch nicht jeden Tag hier hin schleppen und dann wieder nach Hause...

    Deshalb hab ich mir beim schreiben an sich weniger Gedanken um die Darstellung gemacht, sondern dem Inhalt die volle Aufmerksamkeit geschenkt. Im abschließenden Schritt dachte ich mir, dass ich dies in InDesign dann gut aufbaue.

    Ich denke auch, dass der Buchbinder da schlussendlich den größten Einfluss auf die Gesamtqualität haben wird.

    Dann werde ich mich in der nächsten Woche mal durch unserer Kreativ-Abteilung Kontakt zur Druckerei herstellen und mal in Richtung Digitaldruck schauen.

    Danke für die Tipps!
     
  8. Giacomo Seingalt

    Giacomo Seingalt New Member

    Da bin ich anderer Meinung.
    PDFs aus Word kann man machen; und wenn man's dann ausgeben will, dann purzeln dann die PostSriptfehler ... und rien ne va plus.
    Und was die Farben betrifft - pfft - sicher, hat man nur Balken-Diagramme und Tortenstücke, dann ist das vielleicht auch nicht wichtig.

    It's only Colorcopy, but I like it.
     

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