An die live-erprobten Musiker im Forum:

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von bsek, 26. Oktober 2005.

  1. bsek

    bsek New Member

    hi, bin auf der Suche nach einer Vorlage eines Vertrages "Veranstalter-Band" - hat jemand eine 08-15-Textdatei, in der alle wesentlichen Punkte eines solchen Vertrages festgehalten sind?

    Wäre Super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

    Gruss
    b.s.e.k
     
  2. Apple IIGS User

    Apple IIGS User Und Mac-Anwender ;-)

    Musik-Engagements-Vertrag

    Musikfolgebogen
    für die GEMA.

    Im letzten sind die auf dem Konzert vorgetragenen Lieder aufgelistet.
    Was genau da einzutragen ist, ist mir jedoch nicht bekannt.

    Das Ausfüllen d. Musikfolgebogens ist Sache des Veranstalters, ihr könnt ihn dabei jedoch unterstützen, da ihr wißt, was ihr vortragen wollt.
     
  3. schnabbel

    schnabbel New Member

    Und die GEMA besteht auch nicht unbedingt darauf (diese Erfahrung habe zumindest ich gemacht). Ich glaube, die sind froh/zufrieden wenn man überhaupt was anmeldet.
     
  4. D3000

    D3000 New Member

    Nur mal am Rand: Wenn man nicht bei dem Abzockerverein (Gema) anmeldet ists für am selben Abnd auftretende Bands und Veranstalter wesentlich einfacher und freundlicher und man muss auch nicht diese albernen Bögen ausfüllen und in Streit geraten, wer jetzt dieses oder jenes Lied geschrieben hat...

    Wir sind zum Beispiel neulich auf unseren Spritkosten sitzen geblieben weil die doofe Kinderband ihre Lieder bei der gema gemeldet hatte und der Veranstalter dafür eine Pauschale zahlen musste, so dass kaum etwas überblieb.

    Ich verstehe auch den Sinn der Gema für Bands, die nicht dauernd im Radio laufen und Ihre Platten hauptsächlich bei Konzerten verkaufen überhaupt nicht. Vielleicht kann das jemand kurz erläutern.
     
  5. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    stimmt, ich bekomme jedes jahr eine rechnung von denen über 0,00 €.
    diese zerreiß ich dann ganz fix und bin froh, nicht mehr mit mit denen zu tun zu haben wie bisher.

    einen vertrag habe ich leider nicht mehr. :D
     
  6. macknife

    macknife Member

    Es sind halt diejenigen, die auf der Bühne stehen nicht immer auch diejenigen, die die Stücke komponiert haben. Dein Beispiel kann ich nachvollziehen, einen Verein, der sich um die Rechte der Urheber kümmert als Abzockerverein zu titulieren finde ich aber etwas fragwürdig. Niemand zwingt eine Hobbyband in die GEMA einzutreten, das Hauptproblem sehe ich für Leute, die auf verschiedenen Baustellen arbeiten; Hier gibt es die Ausschließlichkeitsklausel: Einmal Mitglied in der GEMA, sind automatisch alle meine Werke GEMApflichtig. Wenn ich also mal einen kleinen Hit gelandet habe, der mir meinen Mitgliedsbeitrag wieder reinspült - schön für mich. Wehe aber, ich will dan - z.B. für eine Website - nebenher GEMAfreie Musik produzieren - einzelne Werke aus der GEMA rauszuhalten ist -wenn überhaupt - nur unter großen Anstrengungen möglich.

    MtK

    edit: Du kannst einem Veranstalter auch -für die GEMA schriftlich - erklären, dass deine Band an diesem Abend ausschließlich eigene, GEMAfreie Stücke spielt und dass er daher für euren zeitlichen Anteil keine Pauschale zahlen muss, was sich dann in die Gagen- oder Spesenabrechnung einarbeiten lässt.
     
  7. macknife

    macknife Member

    Habe mir gerade den Mustervertrag aus der ersten Antwort angesehen:

    Achtung: Wenn die Band nicht als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) angemeldet ist und als solche auftritt, müssen die Namen und Adressen aller Bandmitglieder einzeln aufgelistet werden.

    MtK
     
  8. Apple IIGS User

    Apple IIGS User Und Mac-Anwender ;-)

    Der Musikfolgebogen ist vor allem dann interessant, wenn du fremde Stücke nachspielst. Es geht hier schließlich um die Einnahmen der Autoren.

    Wenn du eigene Stücke vorträgst, bekommst du diese Einnahmen von der GEMA wieder ausgezahlt.

    Du willst dich doch schließlich auch ernähren, oder? :crazy:

    Im Gegenteil, die GEMA sucht GEZIELT nach nicht-angemeldeten Veranstaltungen und dann sind doppelte Gebühren fällig.

    Schön, wenn du dann nachweisen kannst, daß du GEMA-freie Stücke vorgetragen hast :D
     
  9. createch2

    createch2 New Member

    Ich kenne als Veranstalter eine Menge Bands die GEMA gemeldet sind und auf ihrem Konto bei der GEMA weniger null dastehen haben. Zurecht kann man diesen Verein als fragwürdig bezeichnen.
    Daß es eine Institution gibt, die die Rechte der Autoren vertritt und finanziell eintreibt stell ich mal außer Frage und halte es auch für gerechtfertigt.
    ABER man kann ja mal die entsprechenden Musiker fragen wieviel von diesen GEMA einnahmen beim Komponist ankommen? Da siehts nämlich traurig aus. Die GEMA ist genau so ein Wasserkopf wie die Öffentlich Rechtlichen die erstmal von dem ganzen Geld ihre eigenen horrenden Kosten begleichen und das was übrigbleibt streuen wir unters Komponistenvolk. Mag sein das Topstars von dem Kuchen recht viel abbekommen, aber Otto nomal Musiker nicht.
    Für Veranstalter: Man kann GEMA Mitarbeitern pauschal ein Hausverbot erteilen.
     
  10. macknife

    macknife Member

    Der Verwaltungsaufwand der GEMA liegt bei etwa 10%, dies ist sehr gut zu verschmerzen. Unter Null kann man dann herauskommen, wenn man als Band selbst Veranstalter ist und seine eigenen Stücke anmelden muss. D.h., man zahlt meinetwegen 100€ Pauschale und erhält 90€ wieder. Daher lohnt es sich für Bands, die ihre eigenen Stücke nur live spielen und nicht von anderen Bands nachgespielt werden meistens nicht, in die GEMA einzutreten. Wann der Break-Even Punkt erreicht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Viele treten der GEMA auch aufgrund des weit verbreiteten Irrglaubens bei, nur die Mitgliedschaft sichere einem die Urheberschaft - das ist Blödsinn. Meine Werke sind von dem Moment an geschützt, in dem ich sie komponiere. Die GEMA Mitgliedschaft macht es mir höchstens leichter, im Falle eines Streits um Plagiatvorwürfe meine Urheberschaft zu beweisen. Dies ist aber auch ohne Mitgliedschaft möglich und umgekehrt schützt diese dennoch nicht vor langwierigen Zwisten.

    MtK
     
  11. D3000

    D3000 New Member

    So habe ich das kennengelernt. So kam ich auf "Abzockerverein".

    Außerdem ist es recht umständlich, denen beizukommen, wenn sie einen Fehler gemacht haben und mal wieder nach einem selbstorganisierten Konzert wo nichts gemapflichtiges lief hunderte Euro einfordern. Das habe ich schon zweimal erlebt.

    Und dass man für eigene Lieder, die man auf der eigenen Website kostenlos anbietet Geld zahlen muss ist ja auch eher beknackt.

    Ich kann auf jeden Fall jedem raten, der sich im eher kleinen bis mittleren Erfolgssegment befindet, nicht der Gema beizutreten.
     
  12. macknife

    macknife Member

    Eben. Meine Rede. Die GEMA tut aber letztenendes nur das, wofür es in jedem Staat auf der Erde eine Organisation gibt: Die Inkassogeschäfte für Komponisten erledigen, die sich nicht um jede einzelne Verwertung ihres geistigen Eigentums selber kümmern können. Dies tut sie allerdings mit deutscher Gründlichkeit und entsprechendem Bürokratieaufwand. Dass sie dafür ein wenig Geld einbehält ist nur recht und billig und im Vergleich zu Konzert- und Eventagenturen, die gerne nochmal 100% der Bandgage für die eigene Kasse auf den Preis draufschlagen, angemessen.

    MtK
     

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