Apple G4 und Gedanken...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von iMG, 26. November 2002.

  1. iMG

    iMG New Member

    Ich lese letzthin immer wieder gewisse Themen und Denkanstösse betreffend G4 oder IBM PowerChip (oder wie das Ding auch heissen mag)...

    Aber etwas macht mich zum nachdenken:

    3.33 e-10 (P4 3Ghz)
    1.00 e-09 (G4 1Ghz)

    -> OP/Sec (korrigiert mich falls falsch)

    Wenn alle Photoshopgurus; Soundingenieure; Adobeakrobaten bemängeln dann kann ich das net so ganz verstehen!

    Um in einer Firma etwas Produktives zu erstellen, oder um ein gutes Produkt auf den Markt zu setzen braucht es (Herrgottnochmal!!) mehr als nur pure Rechenleistung. Die Summe des Gesamtem bestimmt das Resultat und das am Ende resultierende Produkt.

    Das ist in etwa dasselbe wenn eine Firma komplett auf das "bestverkaufte" Produkt setzt und letztendlich erfasst dass mit den "Exoten" mehr Geld zu verdienen ist.

    Was macht dann der Manager, Direktor?

    Er versucht das "Ganze", von der Entwicklung bis zur Herstellung zu verbessern. Um das zu erreichen sind mehre Faktoren voneinander abhängig...

    Das einfachste ist den Mitarbeiter zu motivieren. Ob jetzt "Hans" während dem rechnen den Kaffee einnimmt, oder "Fritz" danach den Tee einnimmt ist doch eigentlich (meiner Meinung nach!) egal.

    Der bestimmende Faktor ist und bleibt der Mensch. Und bei diesen paar Rechenoperationen fällt das nun nicht so ins Gewicht.

    Prozesskosten, Herstellungskosten, Investitionsverhalten, Durchlaufzeiten der Firma und und und ... und irgendwo ist immer der "Faktor Mensch" ...

    Und der Rest sind Preferences!

    Wie, warum, ob, weshalb und deswegen, das Produkt machen wir....

    In dem Sinne; Schöne Nacht noch ...
     
  2. noah666

    noah666 New Member

    Und genau aus diesem Grund habe ich es aufgegeben auf Threats wie "APPLE VOR DEM UNTERGANG", "APPLE VOR GROSSEN PROBLEMEN", "APPLE vs. DELL vs. ALDI", etc.pp. zu antworten.
    Zum einen bin ich deiner Meinung, dass jede Rechenleistung nichts bringt, wenn vor dem Bildschirm eine Flachpfeife sitzt. Um ein inovatives Produkt, eine Brilliante Idee zu entwickeln brauche ich keinen Cray, manchmal reicht ein PB Wallstreet.
    Klar, um Bilder mit 80 GB zu rendern brauche ich einen starken Rechner, aber wenn ich Bilder dieser Größe bearbeite, dann habe ich irgendwo ein Problem.
    Ich kann diese Dateien auch verkleinern und bearbeiten, was sehr viel wirtschaftlicher ist, als einen Rechner für 30k Euro zu kaufen.

    Der andere Grund, warum ich diesen "Weiterentwicklungsoverkill" nicht nachvollziehen kann, ist die Tatsache, dass am falschen Ende entwickelt wird.

    Die Programme werden nicht besser, sondern nur Rechenintensiver.
    Um einen Brief zu schreiben brauchte ich auf meinem 4/86 vom Powerknopf drücken bis zum fertigen Ausdruck etwa 10 Minuten. (30s zum Hochfahren, 15s zum Öffnen von Word, 8min zum tippen, 45s zum Fehlerkorrigieren, 30s zum Ausdrucken). Auf meinem PII brauchte ich aber schon 12 min 30s(2min30s zum hochfahren, 45s zum Starten von Word, 6min zum tippen, 1min30s für das Rechtschreibprogramm, 1min15s zum Seiteneinrichten, 30s zum Drucken).

    Obwohl die Rechner immer schneller werden, werden Programme stets so geschrieben, dass sie den Rechner bis an seine Grenzen belasten. Warum brauche ich für Office 2000 eine Grafikkarte die 16,7 Mio Farben darstellen kann ? Ergibt das irgendeinen Sinn ?

    Allerdings würde sich wohl auch niemand neuere Rechner kaufen, wenn nicht die Systemanforderungen künstlich hoch gesetzt würden (siehe QuarzExtreme bei OS X, oder die Systemanforderungen von WinXP)

    Das restliche "mein Rechner ist schneller als dein Rechner" ist Polemik. Die Frage ist nicht, was der Rechner kann, sondern die Frage ist, ob ich erstens mit dem Rechner auch fähig bin das zu tun was ich will (kommt man mit der Bentzeroberfläche zurecht, kommt man mit den Programmen zurecht) und zweitens, ob die Programme dem Rechner auch gestatten seine Hardware zu nutzen.
    Dies wird leider bei den sogn. "Benchmarks" total vergessen.

    Dort werden Dateien mit Photoshop bearbeitet, die im Alltag wohl niemals in dieser Größe anfallen würden, nur um dann zu sagen, das der eine Rechner 4,345s langsamer ist als der andere.

    Wie du sagtest, nicht die Leistung des Computers entscheidet, sondern die Arbeitsweise.

    mfg Noah
     
  3. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    die leute werden aber trotzdem nachdenklich, wenn pcs die hälfte kosten und doppelt so schnell sind. die geschwindigkeit eines rechners ist immer noch ein verkaufsargument, so war es immer und so wird es bleiben.
    im video- und 3-d-bereich hat der pc den mac längst abgehängt und dort kann ein schneller rechner enorm zeit sparen.

    aber die taktrate ist nicht das einzige was den marktanteil niedrig hält, den rest ist apple allein schuld (wenig werbung, preise, service in deutschland...)
     
  4. Macowski

    Macowski New Member

    Vielleicht mußte Steve Bill einwilligen in Dtl. wenig Werbung zu machen? *Achselzuck*
     
  5. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    nein, das ist eher unwahrscheinlich, ausserdem kümmert sich steve nicht besonders um das was bill sagt, wenn es nicht von vorteil für ihn ist.
     
  6. Aschie

    Aschie New Member

    >Der bestimmende Faktor ist und bleibt der Mensch.

    Ist richtig. Jede Maschine ist nur so gut, wie der Mensch, der sie bedient. Irgendwer hat es neulich hier im Forum gesagt: "Mozart hatte auch keinen P4."
    Aber die meisten Leute interessieren sich halt nur für die absoluten Zahlen, sonst nichts. Was davor ist und was danach kommt, iss völlich wurscht.

    >Klar, um Bilder mit 80 GB zu rendern brauche ich einen starken Rechner, aber wenn ich Bilder dieser Größe bearbeite, dann habe ich irgendwo ein Problem.

    Nicht ganz. Ein DinA3-Farbfoto in druckbarer Qualiät für z. B. ein Hochglanzmagazin hat etwa 80MB. Nur zur Info.

    Grüße
     
  7. Macowski

    Macowski New Member

    Ich dache da nur an den Aktiendeal aus den 90ern.
     
  8. billy idol

    billy idol New Member

    >Nicht ganz. Ein DinA3-Farbfoto in druckbarer Qualiät für z. B. ein Hochglanzmagazin hat etwa 80MB. Nur zur Info.<

    er sagte aber GB...
     
  9. johngo

    johngo New Member

    @ iMG

    Völlig unüberlegt, die Gedanken!

    Einen schnellen Rechner braucht - in der
    Regel - der professionelle Anwender.

    Und da steht zuerst der Preis und der Termin!
    Und die Frage nach dem System kommt hintendrann.

    So, nun einfach mal nachdenken! Du forderst Kreativität
    und Qualität! Wenn ich nun aber 80% meiner Zeit
    mit dem öffnen und konvertieren von Dateien
    verbringe, dann bleibt mit 20% Zeit eben genau diese
    auf der Strecke. Ich mache sehr viel Photoshop-Arbeiten.
    Und es sind weit mehr davon über 80MB, als darunter.
    Hauptsächlich wegen der - von Dir geforderten -
    Qualität.

    Gruss

    johngo
     
  10. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    der deal ist geschichte und die aktien waren ohne stimmrecht seitens bill.
     
  11. eman

    eman New Member

    >bin ich deiner Meinung, dass jede Rechenleistung nichts bringt,..
    >Das restliche "mein Rechner ist schneller als dein Rechner" ist Polemik...

    Das trifft sich großartig, noah666. Ich glaube Du bist genau der Richtige, um mit mir zu tauschen: Ich habe einen G3 BW 350 Mhz und hätte gerne im Tausch Deinen G4 933Mhz... Na wie wär's?
    ;-)
     
  12. Aschie

    Aschie New Member

    Oh. Stimmt. Hatte mal wieder Tomaten auf den Augen. Habe tatsächlich auch noch niemand getroffen, der 80GB-Bilder braucht.

    Grüße
     
  13. Macowski

    Macowski New Member

    ;-) umso verdächtiger.
     
  14. eman

    eman New Member

    @iMG

    > Der bestimmende Faktor ist und bleibt der Mensch. Und bei diesen paar Rechenoperationen fällt das nun nicht so ins Gewicht...

    Du hast absolut Recht. Die paar Millisekunden, die die Rechenpower bringt, kann man eh nicht messen....
    Also tauschst Du Deinen Mac gegen meinen BW 350 Mhz? Noah666 habe ich schon gefragt, der hat anscheinend keine Lust. Ich frage mich nur warum??
     
  15. iMG

    iMG New Member

    "Völlig unüberlegt die Gedanken"
    -> Deshalb sagte ich ja auch "korrigiert mich falls nötig" :)

    Aber was mich stutzig macht ist das mit dem 80%igen zeitverbrauch den die Festplatte und der Prozessor herumrödelt...

    Aber das stimmt; Qualität sollte immer den Vorrang haben.
     
  16. MacZeit2

    MacZeit2 New Member

    Nur welche Firma macht sich noch Gedanken darüber, wie User besser arbeiten könnten. Na... Genau, Apple! Apple kann es sich (zwar etwas eingeschränkter, wie in den Goldenen Zeiten) leisten, immer noch verrrückte Ideen umzusetzen, wie z. B. den Cube. Viele werden zwar vom Markt nicht angenommen, dafür fließen sie in andere Produkte (oder Konkurrenten) ein. Sowenig Apple für den LowEnd Markt macht (Aldi People), soviel machen sie für die Zukunft. Ein 3 GHz Prozessor ist nur ein Motor, der Rest ist noch viel wichtiger. Der erste Mac war kein Geschwindigkeitswunder, nur mal so zur Info...
     
  17. johngo

    johngo New Member

    Das macht Dich stutzig?

    Die 80zig Prozent waren natürlich nur ein Beispiel.
    Aber selbst dieses ist nicht so weit her geholt, wie
    Du jetzt glauben magst.

    Ich gebe Dir ein Beispiel aus der "Praxis".
    Laien gehen oft davon aus, das Arbeit grundsätzlich
    logisch und optimal vorbereitet auf den Tisch bzw.
    Desktop des Anwenders kommt. Dem ist mitnichten
    so. Im Gegenteil! Je schneller und billiger die
    Rechner werden, desto weniger wird die Arbeit
    optimal vorbreitet und desto wichtiger ist es, das
    die Systeme einem (speedtechnisch) nicht im Wege
    stehen.

    Zum konkreten (hier fiktiven) Beispiel: Der Kunde
    braucht ein "gutes" und "passendes" Hintergrund-
    motiv um "Heute Abend" auf der Messe seine Rede
    vor den Business-Gästen abzuhalten. Priorität hat
    eindeutig die Qualität. So - nun steht um 14:00 Uhr
    ein Kurier vor der Tür und hat 15 CDs in der Hand
    mit dem gesamten Backup-Material (z.B.) der
    aktuellen Produktfamilie. 15x10 Motive sichten,
    eines bearbeiten, ausdrucken und zur Messe verschicken!
    Dies alles nach hohen qualitativen Kriterien. Das
    heisst: Die Motive "öffnen", den Favoriten "optimal"
    bearbeiten, das ganze auf einen Grossformatdrucker
    rippen, drucken, schneiden und verpacken.
    Und ab damit - zur Messe.

    80% der Arbeitszeit wäre technischer Job, in dem
    die Geschwindigkiet die Hautrolle spielt ... und trotzdem
    hatte Qualität die oberste Priorität.

    Denn - glaube mir - wenn der Geschäftsführer seine
    Rede vor einem zweitklassigen Motiv halten muss, dann
    rollen am nächsten Tag Köpfe.

    Ich hoffe, ich konnte die Notwendigkeit von Qualität und
    gleichzeitig Geschwindigkeit so einigermassen rüberbringen.

    Gruss

    johngo
     
  18. MacZeit2

    MacZeit2 New Member

    100 % müßte Vorbereitung sein, dann klappt es auch mit einem Zeichenbrett.
     
  19. immi666

    immi666 New Member

    zur geschwindigkeits - debatte:
    90% meiner arbeit fordert den umgang mit PHOTOSHOP.
    ich muss sagen: je schneller die kiste, desto besser!
    für mich gibt`s da kein gegenhalten mit argumenten wie:
    auf langsamen kisten denkst du mehr über arbeitsschritte
    nach, weil du sonst `ne menge zeit verlierst! also fordert
    ein alter G3 die denkfähigkeit & kreativität! *g*
    je schneller der rechner ist, desto eher bin ich fertig mit
    einem job & kann mich dem nächsten widmen.
    das apple sich mehr auf taktzahlen konzentrieren sollte,
    dass bestimmt der konsument! die nachfrage bestimmt
    das angebot, das ist in diesem falle FAKT!
    auch wenn viele user 3 GHrZ nicht ernsthaft brauchen,
    so muss deren wunsch rechnung getragen werden,
    dass sie bekommen, was sie brauchen.....
    schliesslich will apple ja etwas verkaufen, oder?
     
  20. MacZeit2

    MacZeit2 New Member

    MacWorld 2003 :)
     

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