Apple: Gefeiert wie ein Popstar

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von 2112, 26. September 2002.

  1. 2112

    2112 Raucher

    AUS WIRTSCHAFTWOCHE HEUTE
    http://www.wiwo.de/wiwowwwangebot/fn/ww/sfn/buildww/index.html

    Apple: Gefeiert wie ein Popstar
    Nach fünf Jahren des Stillhaltens marschiert Apple jetzt wieder gegen den Erzrivalen Microsoft.
    Die junge Frau macht ein Gesicht, als sei auf ihrem Frühstücksteller gerade ein Frosch gelandet. Dann erzählt sie, wie ihr Windows-PC den Großteil ihrer Studienarbeit im Datennirvana verschwinden ließ und dass sie deswegen zu Apple konvertiert sei. Ich heiße Ellen Feiss und bin Studentin, schließt die junge Frau den Werbespot, und die 1200 Zuschauer im Palais des Congrès johlen.
    Bei den nächsten Worten johlt die Halle noch lauter. Ich heiße
    Steve Jobs, und ich bin CEO. Der Gründer und Chef von Apple hat ein Heimspiel in Paris. Auf der Apple Expo, der größten europäischen Apple-Messe, feiern ihn seine Fans wie einen Popstar. Der Moment ist gekommen, um die PC-User zu evangelisieren, ruft Jobs. Die Halle tobt.
    Sie ist wieder da, die alte Rivalität mit Microsoft. Fünf Jahre lebte man mehr oder weniger friedlich nebeneinander her, jeder profitierte vom anderen: Die damals hochmarode Apple bekam von Microsoft eine Geldspritze von 150 Millionen Dollar und die Zusicherung, dass die Softwarepakete Office und Internet Explorer auch in Zukunft für den Mac erscheinen würden. Microsoft hielt auf diese Weise einen Konkurrenten am Leben, um ein gewichtiges Argument gegen die Monopolvorwürfe der Kartellbehörden vorbringen zu können. Jobs und Bill Gates besiegelten das Ganze mit einem fünfjährigen Kooperationsvertrag.
    Jetzt ist Apple über den Berg, Microsoft hat die neuesten Versionen der Mac-Software abgeliefert, der Kartellprozess ist quasi entschieden, der Kooperationsvertrag abgelaufen, Microsoft hat den Anteil an Apple verkauft. Die Computerwelt ist wieder so, wie sie einmal war: fein säuberlich geteilt zwischen Mac-Fans und den anderen.
    Seit der schweren Krise Mitte der Neunzigerjahre, als Apple haarscharf am Bankrott vorbeischrammte, konzentrierte sich das Unternehmen auf drei Bereiche: den Bildungsmarkt (Computer für Schulen und Universitäten), den Bereich der Kreativen und auf jene Kunden, denen der Umgang mit einem herkömmlichen PC zu mühsam war. Damit ist Apple bis heute gut gefahren: Der Niedergang wurde gestoppt, Apple verdient Geld und ist neben Dell der einzige PC-Hersteller, der in den vergangenen Jahren nie Verluste schrieb.
    Doch jetzt werden die Nischen zu eng für den Computerhersteller aus Cupertino: Der PC-Markt ist generell rückläufig. In der Rezession gerät Apple als Hochpreisanbieter besonders stark unter Druck. Im Bildungsmarkt macht sich der Konkurrent Dell breit, und im Massenmarkt ist Microsofts Windows XP gut angekommen. Um nicht in der Nische zerquetscht zu werden, muss Jobs den Ausbruch wagen, solange Apple stark ist. Also geht er die Windows-User frontal an.
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    Ob Apple Aussicht auf Erfolg bei den Windows-Nutzern hat, lesen Sie ab morgen in der Ausgabe 40 der WirtschaftsWoche.
     
  2. Napfekarl

    Napfekarl Napfkuchen-Erfinder

    Gekauft.

    Du arbeitest aber nicht für die WW?
     
  3. charly68

    charly68 Gast

    warum kauf ich mir dann ne dose???
     
  4. RaMa

    RaMa New Member

    irren ist menschlich...
    irre sein auch ;-)
     
  5. MacMock

    MacMock New Member

  6. 2112

    2112 Raucher

  7. apoc7

    apoc7 New Member

    Da wollte ich mir doch die Ausgabe 40 der WiWo kaufen, und nirgends ist diese zu finden... weder in Schwäbisch Gmünd, Leinzell, Göggigen, Ellwangen noch Abstgmünd oder Aalen.

    Muss nächste Woche mal in Göppingen, Ebersbach, Reichenbach, Esslingen oder Stuttgart suchen...
     
  8. Zerwi

    Zerwi Wiederhergestellt

    Ganz ruhig, Junge! Habe die WW gestern gekauft, den Artikel kannste von mir nächste Woche haben. By the way: Ein sehr, sehr guter Artikel, sehr objektiv und überhaupt nicht Apple-kontra wie üblich.

    Gruß,
    Zerwi
     

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