Apples Adressbuch – Kompatibilität

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von meisterleise, 3. Mai 2004.

  1. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Habe gestern festgestellt, dass das »Adressbuch« als einzige klägliche Exportfunktion sog. vCards bereitstellt. Doch weder Entourage noch Outlook können damit etwas anfangen und auch sonst keine TExtprogramme.
    Meine Frage und Sorge ist deshalb, ist das Programm überhaupt mit irgend etwas kompatibel oder sollte man besser die Finger davon lassen, weil man seine Adressen sonst in kein Programm importiert kriegt?
     
  2. Olley

    Olley Gast

    ähhhhhhh zieh doch mal ne vcf aus apple's adressbuch auf entourage....
     
  3. DieterBo

    DieterBo New Member

    kompatibler gehts gar nicht :D
     
  4. meisterleise

    meisterleise Active Member

    > zieh doch mal ne vcf aus apple's adressbuch auf entourage

    mmh – mit Entourage aus dem OfficePaket 2001 unter Classic geht's nicht und als Import bietet Entourage auch keine vCards an. Zu alt mein Entourage?

    Und wie sieht's mit Textprogrammen aus? Wie kriege ich die Adressen aus Adressbuch ins Word?
     
  5. oli

    oli New Member

  6. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Genau, oli!
    Da haben wir, was diesem Programm mal wieder fehlt.

    Es geht mir manchmal einfach nicht in meinen Kopf rein, was Apple sich dabei gedacht hat, wenn sie fundamentale Funktionen einfach aus ihren Programmen weglassen und die ganze Welt ignorieren.

    Ich finde Mail und Safari usw. ja wirklich nett gemacht und sie haben bei mir auch schon andere Programme abgelöst.
    Aber manchmal ist die Denke von Apple einfach nur irre.
     
  7. SRALPH

    SRALPH New Member

    aber dafür gibt es doch dann freeware und shareware, sonst heisst es wieder: für den mac gibt es keine software

    und über die kompartibilität von microsoft wollen wir doch erst gar nicht sprechen :D

    RALPH:confused:
     
  8. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Stimmt - sehe gerade, dass Entourage auch keine unterschiedlichen Exportformate anbietet.
    Aber Entourage kann es sich wohl eher leisten als Adressbuch.
     
  9. SRALPH

    SRALPH New Member

    weder der eine noch der andere hat dazu das recht!

    wobei es bei entourage sogar schlimmer ist, weil es

    1. vom software-unternehmen nummer 1 kommt

    2. du dafür extra bezahlt hast.

    RALPH

    p.s. schick doch einfach dein anliegen als feedback an apple!
     
  10. kawi

    kawi Revolution 666

    Also vielleicht mal was Grundsätzliches zum Thema vCard und *.vcf und der befürchteten "Nicht Kompatiblität"

    vCard ist ein System und Plattformunabhängiger und übergreifender STANDARD der weder von Apple, noch von Adressbuch und auch nicht von Microsoft festgelegt wurde und daher auf kein bestimmtes Anwenderprogramm oder Hersteller limitiert ist!
    vCard ist ein weltweiter Standard der vom IETF als Normenvorschlag angenommen wurde und wird und der den Austausch zwischen Programmen, Geräten und zusätzlicher Kommunikationshardware wie Handys, SmartPhones, Organizer und PDAs gewährleistet

    => http://www.lexitron.de/main.php?detail=true&eintrag=1111

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    VCF ist die Abkürzung für "Virtual Card File".
    Es handelt sich dabei um ein standardisiertes Datei-Format für "vCards", virtuelle Visitenkarten.
    Wie eine herkömmliche Visitenkarte enthält eine vCard Adressdaten, zum Beispiel Namen, Postanschrift, private und geschäftliche Telefon- und Faxnummer(n) sowie E-Mail- und Internet-Adresse(n). Sie kann außerdem die Zeitzone und die geografische Position des Wohnorts oder Firmensitzes ihres Inhabers angeben. Neben diesen aus Text bestehenden Informationen kann eine vCard auch Multimediadaten wie (Portrait)-Fotos, Firmenlogos und Audio-Dateien enthalten. In die vCard eingebettete Audio-Dateien können zum Beispiel dafür verwendet werden, die korrekte Aussprache des Namens wiederzugeben oder die Adressdaten auch Sehbehinderten zugänglich zu machen.


    vCards dienen dem "Personal Data Interchange" (PDI; Dt.: "Austausch von Personen-Daten").
    Im Internet können vCards zum Beispiel (anstelle einer Signatur) an E-Mails angehängt oder in sie eingebunden werden.
    Falls die entsprechende Anwendung VCF-konform ist, ist es auch möglich, Web-Formulare per "drag & drop" auszufüllen.

    Elektronische Visitenkarten können zum Beispiel auch drahtlos - etwa über eine Infrarot-Schnittstelle (IrDA) - zwischen "Handheld devices" übertragen werden, also zum Beispiel von einem Organizer (PDA) an ein Mobiltelefon. Auch das "Wireless Application Protocol" (WAP) für Internet-Anwendungen auf Kleinst-Computern und Handys sieht die Übertragung von vCards vor.
    Die vCard eröffnet auch Anwendungsmöglichkeiten in der "Computer Telephony Integration" (CTI; Dt.: "Integration von Computer und Telefonie"); zum Beispiel in Videokonferenzen und für Call-Center. So können digitale Visitenkarten in Tele-Konferenzen ausgetauscht werden, die etwa im "Integrated Services Digital Network" (ISDN) oder mit Hilfe von so genannten "Digital Simultaneous Voice and Data"-Modems (DSVD modems) ausgeführt werden, also mit Hilfe von Geräten, die die gleichzeitige Übertragung von Sprach- und Computerdaten über das Telefonnetz ermöglichen.

    vCard ist eine eingetragene Marke des "Internet Mail Consortium" (IMC) und bezeichnet sowohl den technischen Standard als auch die elektronische Adresskarte selbst. Die technischen Spezifikationen der vCard wurden zunächst von einem Konsortium mit dem Namen Versit entwickelt, dem die Unternehmen Apple Macintosh, AT&T, IBM und Siemens angehören. Im Jahre 1996 übergab Versit die weitere Entwicklung des "Virtual Card Format" an das "Internet Mail Consortium" (IMC).
    Das "Virtual Card Format" in Version 3.0 wurde von der "Internet Engineering Task Force" (IETF) als Normenvorschlag angenommen.

    vCard Version 3 ist in zwei Teilen standardisiert worden; der MIME-Typ für vCards in RFC 2425 und die Struktur des "Virtual Card Format" in RFC 2426.
    vCard ist mit dem Verzeichnisdienste-Protokoll X.500 der "International Telecommunications Union" (ITU; früher: CCITT) vereinbar. Der vCard-Standard macht Gebrauch von dem im X.500-Protokoll vorgesehenen Objekt mit der Bezeichnung "Person".

    Software-Entwicklern stellt das "Internet Mail Consortium" eine Entwicklungsumgebung für Anwendungsprogramme zur Verfügung, die das VCF nutzen, nämlich das "Personal Data Interchange - Software Development Kit" (PDI-SDK).


    Das "Virtual Card File" ist im wesentlichen eine Text-Datei mit beispielsweise folgender Struktur:

    begin: vcard
    n:Nachname;Vorname
    tel;cell:Mobiltelefonnummer
    tel;fax:Faxnummer
    tel;work:geschäftliche Telefonnummer
    x-mozilla-html:FALSE
    url:Internet-Adresse
    adr:;;Straße;Ort;Bundesland;Postleitzahl;Staat
    version:2.1
    email;internet:E-Mail-Adresse
    fn: Angezeigter Name
    end: vcard


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  11. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Danke kawi, für den Unterricht! ;)
    Ich habe ja auch gar nichts gegen vCards (nur dagegen, dass ich sie nicht in andere Programme reinbekomme, aber vielleicht stelle ich mich ja auch nur a bissl doof an)

    Aber eine zweite Exportfunktion hätten sie doch noch dabeipacken können, oder?
     
  12. artes

    artes Gast

    Also bei mir gehts. Hab ich eben probiert.

    Übrigens speichere ich alte Adressen als vCard ab, damit sie im Adressbuch nicht stören. Sie befinden sich im Dokumente - Ordner. Bei Bedarf kann ich sie doppelklicken und Entourage öffnet sich.
     
  13. Thunderblade

    Thunderblade New Member

    Die Handys hier sprechen auch alle prima vCard, ist sehr nett wenn man nur mal eben einen Kontakt rüberschieben will :)
     
  14. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    … wie binde ich ein Audio in eine vCard bzw .vcf ein?
    Nix Hilfe, nur dieses:
    Arbeiten mit vCards
    Eine vCard oder "virtuelle Karte" ist ein Standardverfahren zum Datenaustausch zwischen Programmen. Das Programm "Adressbuch" kann vCards erstellen und lesen. Wenn ein weiteres Programm auf Ihrem Computer das Format vCard unterstützt, können Sie auf diesem Weg Adressen importieren und exportieren.
    Weiterhin können Sie anderen Personen Ihre eigene Karte im vCard Format senden. Diese Personen können mithilfe der vCard Informationen in ihr Adressbuch oder ein anderes Programm aufnehmen.
    Mit vCards können Sie zudem Adressen in den Kontaktinformationslisten auf Ihrem iPod hinzufügen.
    Zum Erstellen einer vCard bewegen Sie eine Visitenkarte aus dem Adressbuch Fenster heraus.
    Wenn Sie Ihrem Adressbuch die vCard einer anderen Person hinzuzufügen wollen, bewegen Sie die vCard in das Adressbuch Fenster.
    Zum Erstellen einer einzelnen vCard mit mehreren Einträgen bewegen Sie mehrere Karten aus dem Adressbuch Fenster heraus.
    Sie können auch mithilfe von Befehlen im Menü "Ablage" mit vCards arbeiten.
    Das Programm "Adressbuch" unterstützt auch LDIF (Lightweight Directory Interchange Format). LDIF ist ein ASCII-Dateiformat, das verwendet wird, um Informationen auszutauschen und die Synchronisierung dieser Informationen zwischen LDAP (Lightweight Directory Access Protocol)-Servern zu ermöglichen. Sie können keine Informationen aus dem Adressbuch in das Format LDIF exportieren. Sie können sie nur importieren. Das Adressbuch kann vCards importieren und exportieren.
     

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