Bald PPC-Mainboards von IBM?

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von Christoph Meyer, 24. März 2004.

  1. Christoph Meyer

    Christoph Meyer New Member

  2. Macci

    Macci ausgewandert.

    Nix da, Steve Jobs wird sich nicht wieder auf eine Clone-Produktion einlassen, d.h. auf den Teilen wird kein MacOS laufen. Die werden als Linux- bzw. UNIX-Maschinen ausgeliefert und höchstwahrscheinlich gehts sowieso nur um den Einsatz in Serversystemen.
     
  3. Christoph Meyer

    Christoph Meyer New Member

    Die Frage ist ja, ob er verhindern kann, dass jemand auf IBM-PPC-Maschinen, die meinetwegen mit LinuxPPC ausgeliefert werden, MacOsX drüberinstalliert.
     
  4. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    Natürlich kann APPLE (wieso reden alle immer nur von Jobs, bloss weil der Mann CEO ist?) das verhindern. Ein OS X-Installer wird die Hardware einfach durchprüfen und bei Nichtvorhandensein eines speziellen ROM-Chips einfach den Dienst verweigern.

    Apple wird einfach keine Clones mehr zulassen, denn damit würden die Gewinne durch das Hardwaregeschäft wegbrechen. Man hätte vielleicht in den 80ern ernsthaft darüber nachdenken sollen, ob man Lizenzen an Drittanbieter austeilt, aber jetzt ist es einfach zu spät dafür, was ja auch die gescheiterte Clone-Phase in den 90ern deutlich gezeigt hat.
     
  5. Christoph Meyer

    Christoph Meyer New Member

    1. kann man den Check nur in neu auf den Markt gebrachte OS-Versionen einbauen.
    2. gibt's vielleicht wieder Hacks, die das aushebeln. Wäre nicht das erste Mal.
    Eine andere Frage ist der Massenmarkt, da wäre eine neue Strategie von Apple angebracht.
    Bei weltweit 2% Marktanteil wird's langsam kritisch. Schau dir mal das Angebot für Lexika fürn Mac an.
     
  6. Macci

    Macci ausgewandert.

    Der Check ist jetzt schon drin. Versuch doch mal, Panther auf einem nicht unterstützten Mac (beige G3) zu installieren. Und sollte XPostfacto das mit den IBM-PPC-Boards können, dauert es keine drei Tage und Apple holt die Juristenkeule raus. Da ist schon andere Software vom Markt verschwunden (iCommune z.B.)
     
  7. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    zu 1 und 2: siehe Posting von Macci, der hat mal wieder Recht.
    Der Massenmarkt ist bei Apple schon lange kein Thema mehr. Man möchte offensichtlich im Computerbereich in der eigenen kleinen Nische leben - ganz unabhängig was wir als User davon halten mögen. Um im Massenmarkt aktiv zu sein bräuchte es einen hochgetakteten Rechner im Towerformat mit G5 drin und allen möglichen und unmöglichen Schnittstellen zum Preis eines Aldi-Rechners. Das werden wir bei Apple nicht mehr erleben schätze ich.
     
  8. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    Wird nicht gehen... Apple ASIC ;)
    Warum funktioniert denn kein BeOS mehr auf den Macs ;)

    Gruss
    Kalle
     
  9. WoSoft

    WoSoft Debugger

    Wie der Rechner von IBM auch immer aussehen mag, ein Mac wird sich darauf nicht clonen lassen. Dafür sorgen nicht umgebahre Unterschiede in der Hardware.
    Wie jeder Computer hat auch der Mac einige Chips an Bord, in denen Programmcode permanent gespeichert ist. Beim PC heißt das BIOS, beim Mac gibt es so was ähnliches, aber natürlich Apple-typisch vöiig anders.

    Beim Mac heißt es Boot-ROM. Hier steckt der Code, der die Hardware initialisiert, um sich dann langsam Richtung OS-Start hochzuarbeiten Der Boot-ROM gliedert sich in 3 Teile.

    POST-Code
    Der Post-Code enthält zum großen Teil den tradidionellen Mac-ROM-Code. Es beginnt mit dem Code, der die Hardware prüft, initialisiert und eine rudimentäre Device-List aufbaut (was man später im Profiler sieht). Hier werden auch der Prozessor, die Chip-Sätze und die ASICS initialisiert (Apple-typsche Schaltkreise).
    Hier gibt es sogar einen Debugger/Diagnose-Einstieg, aber nichts für den Normal-User. Der hört von hier nur den Boot- oder die Error-Beeps

    Weiter gehts bei Open Firmware.
    Hier stecken die meisten Unterschiede zu den Vorgämger-Modellen, und auch die Gründe, warum ein neues OS nicht auf älteren Rechnern läuft.
    Hier wird die Device-List verfeinert, so dass das OS damit arbeiten kann und auf dieser Basis auch die Interrupt-Tabelle gefüllt.
    Die Open Firmware kann Block-Devices (Festplatten/CDs) lesen und deshalb steht hier der Boot-Code für das OS, das heißt, den Start-Code von der HD/CD holen. Ist übrigens zum großen Teil der alte Tool-Box-Code aus Urzeiten aber dafür mit Apple-Patent. An dieser Stelle stehen auch hardwar-typische Treiber.

    RTAS
    heißt Run Time Abstraction Service und entspricht dem BIOS, steckt aber im RAM. Das OS greift auf RTAS zu, um beispielse den NV-RAM zu lesen, den Timer, PCI-Karten etc.
     
  10. D_Stahl

    D_Stahl Active Member

    Es gibt schon Boards mit PPC-Prozessoren auf denen aber nur Linux läuft. Nix mit Mac OS.
     
  11. WoSoft

    WoSoft Debugger

    Stimmt, fiel mir auch wieder ein. Habe aber mal gelesen, dass Apple eine Sonderversion des PPC hat in der Art mit Altivec aber dafür weniger Cache.
     
  12. mausbiber

    mausbiber New Member

    Vielleicht ne dumme Frage aber.....

    Wäre es nicht möglich das ROM auszulesen und dann einem Clone die Identität eines Macs zu geben???

    Bei dem Amiga-Emulator UAE gibt es ja die Möglichkeit das ROM eines Original-Amigas auszulesen und es dann als File auf den MAC/PC zu bringen.

    Ist das zu einfach gedacht?
     
  13. Marks.

    Marks. New Member

    ... auf den Pegasos-Boards (AmigaPPC-Board) auch das Mac-OS-X installiert werden können und lauffähig sein.
    Nur preismäßig sind die nicht interessant - mit der Leistung unterhalb des eMac und in den geringen Stückzahlen, die dort hergestellt werden.
    Und ich glaub, die IBM-PPC-Mainboards werden sooo günstig auch nicht sein. Muss man ja mal überlegen, man müsste ja alles dazukaufen und allein das Betriebssystem kostet denn ja über 100 Euro.
     
  14. Macci

    Macci ausgewandert.

    wahrscheinlich, denn alle Emulationen reichen nur bis zum letzten Prozessor vor dem G3...
     
  15. WoSoft

    WoSoft Debugger

    Es kommt darauf an, wie der Code geschrieben ist. Wenn absolut adressiert wird, muss das ROM in einem bestimmten Adressbereich liegen, der auf einem anderen Rechner schon belegt sein kann. Dann muss man noch ein so genanntes Mapping dazwischen hängen, was wiederum voraussetzt, das man den ROM-Code gut kennt. Dafür muss der disassembliert und dann analysiert werden. Viel Arbeit für Profis mit soliden Mac-Kenntnissen.
    Auf dem Amiga sah es in dieser Hinsicht besser aus, der hatte/hat noch viele Anwender, die das System so gut kennen, dass sie jedes Byte mit dem Vornamen ansprechen können.
     
  16. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    IBM kennt sicher ziemlich gut die Spezifikationen des Chipsatz, aber dürfen das Wissen bestimmt nicht anwenden ;)

    Gruss
    Kalle
     

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