Bestehendes WindoofsXP-System auf Intel Mac portieren - möglich?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von SeBiG, 19. Oktober 2009.

  1. SeBiG

    SeBiG Member

    Hallo Forum,

    ich bitte um Feedback zum Thema "Windoofs-Installation" auf einem Intel-Mac für einen SWITCHER bzw. eine SWITCHERIN ( = meine Freundin! ;-).

    Nach langen Jahren ist es mir endlich gelungen, meine Freundin zu belabern (bzw. mit der Performance meines eigenen Computers gegenüber dem Ihren so zu beeindrucken! ), so dass ihre neue Kiste zuhause diesmal nicht der jüngste ALDI-PC, sondern ein gebraucht sehr günstig erworbener, bildschöner (weil weisser) iMac 24" ist. :)

    Ich habe ihr die Kiste natürlich slicky eingerichtet (noch Leopard, der Schneeleopard soll erst mal seine Kinderkrankheiten bzw. Risiken und Nebenwirkungen der Drittanbieter-Software ausräumen) damit der Umstieg ein Erlebnis (und keine Enttäuschung) wird.

    Nun steht natürlich für Häs'chens klopfendes Herz noch die Frage im Raum, ob sie im Zweifelsfall noch mal auf ihre Windoofs-XP-Partition zurückgreifen kann. Sollte ja eigentlich gehen, oder?

    Ich habe mir ein externes Gehäuse für ihre (vormals) interne PC-Platte besorgt und die heute da reingefummelt - mounted auch ordnungsgemäss, aber booten kann man davon natürlich nit.

    Da ich selber noch einen G5 besitze (mit dem ich sehr zufrieden bin - bzw. es WÄRE, wenn Apple nicht rigoros alle Brücken zu seiner eigenen Vergangenheit hinter sich einreissen würde - mit dem letzten Betriebssystem wurde die Classic-Emulation abgeschafft, auch für die Rechner, die diese von der Prozessor-Architektur her noch unterstützen, mit dem neuen Betriebssystem wird jetzt auch gleich diese gesamte Prozessor-Generation auf die Abschussliste gesetzt...) habe ich mich mit dieser Thematik bislang noch nicht auseinandergesetzt (bzw. auseinandersetzen MÜSSEN) und hoffe auf ein paar Tips und Hinweise aus dem Forum.


    Soweit wie ich mich da reingeschnuppert habe, tritt für mich grundsätzlich jetzt erst mal die Frage auf: --->

    - MUSS die Sinnlos-Partition auf jeden Fall auf der internen HD sein?

    Bootcamp bietet zur Einrichtung einer solchen ja grundsätzlich nur die intern im iMac verbaute Platte an. Kann das echt sein, dass man Windows nicht (so es denn sein muss) auch von 'ner externen HD booten kann??

    So wie ich den Vorgang weiterhin verstanden habe, müssen mit einer speziellen Treiber-CD noch diverse Apple-Treiber nachinstalliert werden (ich vermute - hoffentlich richtig? - damit das Onkel-Billie-System mit den Hardware-Komponenten, die in einem Mac so verbaut sind, auch arbeiten kann).

    Das klingt für mich alles danach, als wären wir deshalb gezwungen, ein komplett neues System zu installieren und neu aufzusetzen.

    Oder hat irgendjemand hier Ideen bzw. Erfahrungswerte, wie man das (bereits komplett mit aller Software eingerichtete) System meiner Freundin, auf 'ner externen HD so umgepatcht bekommt, dass es vom iMac zu booten ist?

    Für Tips und Anregungen wie immer dankbar = SeBiG
     
  2. MACaerer

    MACaerer Active Member

    Also, um die Kardinalfragen zu beantworten:
    1. Um ein Win-System auf ein Bootvolume zu bringen, musst du es von der System-CD/DVD installieren. Kopieren oder Klonen einer bestehenden Installation funktioniert nicht. Mir ist auch unter Windows kein Programm wie der CCC oder SuperDuper bekannt, mit dem das gehen könnte.
    2. Das Win-System muss auf der internen HD installiert werden. Das liegt aber nicht an BootCamp, sondern daran, dass Windows generell nicht von einer externen HD startet.
    3. Was geht ist die Installation von Windows mit einer virtuellen Maschine wie Parallels oder VM. Da in dem Fall der Mac mit dem MacOs startet, kann das Image mit der virtuellen Maschine auch auf einer externen HD liegen.

    MACaerer
     
  3. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hi SeBig,

    ich verwende WinClone um Windows-Partitionen zu sichern und wiederherszustellen.
    Da immer wieder Bekannte und Verwandte mit verseuchten Rechnern oder defekten Platten kommen habe ich in diesem Bereich einiges an Erfahrung sammeln können.

    Stecke deine Win-Platte in ein externes Gehäuse und starte Winclone. Wenn Du genug Platz auf der internen Platte hast kannst Du das Image darauf legen, ansonsten auf eine weitere externe Platte oder auf ein Netzwerk-Share.

    Leider bootet Win nur von der ersten internen Platte. Deshalb muß Du mit Boot-Camp eine ausreichend große Partition erstellen (leider funktioniert ein Resize mit dem beiligenden NTFS-Resize nicht immer).

    Dies machst Du mit dem Boot-Camp Einrichtungs-Assistenten welcher Dich am Schluß auffordert die Win-CD (min. SP2!) einzulegen.

    Du bootest WinXP von CD, formatierst die Boot-Camp-Partition mit NTFS und brichst nach der Formatierung die Installation mit F3 oder hart über den Ausschalter ab.

    Danach wird mit Win-Clone die alte installation zurückgesichert.
    Beim ersten Booten erfolgt ein erzwungener Checkdisk, welcher zu durchzuführen ist ist.

    Beim Transfer auf einen anderen Rechner ist Win wegen der Treiber sehr kritisch.
    Oft klappt es wenn man beim Booten von Win mit F8 in den abgesicherten Modus (nur notwenige Treiber laden) wechselt. Dann die OSX-DVD einlegen und die Boot-Camp Treiber Installieren.

    Sollte die nicht klappen bleibt nur der manuelle Transfer der Dateien aus dem Winclone Bundle (Finder - Paketinhalt annsehen, Windows.dmg öffnen) oder direktes kopieren von der alten Platte.

    Alternativ bieten Parallels und Co die Möglichkeit eine native Win-Installation in eine VM zu konvertieren. Ich habe dies aber noch nicht mit einer extern angeschlossenen Platte getestet.

    Bei Fragen oder Problemen bitte melden.

    LG

    Volker
     
  4. Wh1tey

    Wh1tey New Member

    Solltest du dich für die Nutzung von Parallels als virtuelle Maschine entscheiden (was ich dir grundsätzlich sehr empfehlen kann! :D) solltest du dir unbedingt das neue Switch-to-Mac-Paket von Parallels ansehen. Das ist genau für solche Fälle gemacht und gestaltet den Umzug von Windows auf Mac so einfach, wie es nur geht. Die Geräte werden per USB verbunden, der Rest passiert quasi von selbst. Noch dazu sind einige Videos dabei, um Umsteigern zu helfen. Zwar nehme ich an, dass du deiner Freundin schon einiges erklärt hast, aber vielleicht helfen ihr die Videos ja noch zusätzlich.

    Hier gibts jedenfalls zusätzliche Infos: http://www.parallels.com/de/products/desktop/stm/
     
  5. MACaerer

    MACaerer Active Member

    WinClone ist doch ein Mac-Programm. Kann man damit eine Windows-Installation von einem PC kopieren? Wie funktioniert das denn?

    MACaerer
     
  6. SeBiG

    SeBiG Member

    Thx MacCaerer, hi Domino (the doctor is in! ;-).

    Danke auf jeden Fall schon mal für die interessanten Einsichten; WinClone klingt gut - und sogar Freeware! :)

    Problematisch ist (und bleibt) für mich der Umstand, dass es die interne Platte sein MUSS, von der gebootet wird (und hå? wieso eigentlich? Auf'm PC kann ich über das BIOS einstellen, von welcher HD der Kollege zu booten hat - und apropos btw: kriege ich für'n Mac auch sowas wie ein BIOS, wenn ich eine Windoofs-Partition boote und dann schnell genug irgendwas wie DEL oder F8 oder so drücke?) - der iMac von meiner Freundin hat intern "nur" 250 GB; ich habe beim SetUp die Daten-Riesen to come (iTunes Music Library & iPhoto Gallery) bereits auf ein externes Medium (1 TB Pladde) ausgelagert, damit dem System auf jeden Fall noch genug Platz zu kreuchen bleibt und die Sinnlos-SystemPartition von meiner Freundin ist bereits über 300 GB groß... :-6

    Ja klaaar kann man eine größere Platte intern verbauen, aber vor der kunstvollen Architektur des Innenlebens von so 'nem iMac habe ich nach Lektüre des Assembly Manuals den angemessenen Respekt entwickelt, vor allem vor der elektrostatischen Folie, in die alles eingewickelt ist - wenn die einmal versehentlich einen Riss bekommen hat, dann hilft auch kein Schraubenzieher und kein Lötkolben mehr... :-7

    Aus diesem Grund denke ich, werde ich mir meine ersten Erfahrungen mit einem native vom Mac gebooteten Sinnlos-System lieber mal für einen anderen Rechner aufheben, als ausgerechnet den von meiner Freundin (der soll LAUFEN - und nicht zur Experimental-Wiese verkommen).

    "Parallels & Co." klingt gut - ist Parallels denn die VM, die Du empfehlen würdest, Domino? Was ist mit "CrossOver" und "VMware Fusion", von denen hört man ("aus der Ferne") ja auch allerhand Gutes?

    Ich würde das dann ggf. gern auf diese Weise mal ausprobieren.
     
  7. SeBiG

    SeBiG Member

    Wh1tey, das klingt sehr interessant - allerdings gruselt mir ein wenig vor dieser "seamless integration" zwischen Windoofs und dem MacSystem... Was mir im Moment vor Augen steht, ist ein hübscher kleiner Pferch, in dem das Windows-Schäfchen meiner Freundin friedlich vor sich hingrasen kann, bis es irgendwann mal den Weg allen Zuchtfleisches geht... >;-) < fffhhüüüüit - - - CLANG!! >

    Auf meinem G5 finde ich (abgesehen von dem Snarchtüten-Tempo) VirtualPC eigentlich sehr schön - das Windoofs hat seine "eigene" Partition und kriegt nur dann Zugriff auf Bereiche der MacPartition(en), wenn ich ihm diesen über "Shared Folders" gestatte - und das läuft dann streng kontrolliert ab.

    Der Grund, warum ich beim IntelMac meiner Freundin darüber gedacht hatte, XP native zu booten, ist natürlich die Vorstellung, dass eine Emulation immer langsamer ist als das native Programm.

    Vielleicht könnt ihr mich diesbzgl. eines besseren belehren?


    Thanx so far = SeBiG
     
  8. MACaerer

    MACaerer Active Member

    Da hast du schon recht, eine Emulation l&#228;uft zwangsl&#228;ufig etwas langsamer. Im Falle einer virtuellen Maschine wie Parallels oder VM trifft das kaum zu, der der Code ja nativ auf der CPU l&#228;uft. Lediglich das MacOs ist im Hintergrund aktiv und verwaltet die Hardware. Schwierigkeiten kann es allerdings bei sehr hardwarenah programmierten Win-Programmen geben (z. B. 3D-Spielen). Da kann es sein, dass sie nicht oder nur eingeschr&#228;nkt laufen.

    MACaerer
     
  9. DominoXML

    DominoXML New Member

    Wie MACaerer sagt ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit in der VM nahe der einer nativen installation. Wenn Du die VM auf eine externe Platte legst kann die langsamere Anbindung (FW,USB) ausbremsen. Spiele d&#252;rften ja beim alten iMac eh nicht das Haupteinsatzgebiet sein.

    Bez&#252;glich der Frage nach dem besten Tool gibt es keine eindeutige Antwort.
    Crossover ist keine Virtualisierung sondern eine Emulation. Hier mu&#223; genau gepr&#252;ft werden welche Programme ben&#246;tigt werden und ob diese auch laufen.
    Ich habe Crossover auf einem Mac Mini im Einsatz um ein paar kleine Tools starten zu k&#246;nnen, als echter Win-Ersatz taugt es nur bedingt.

    Ein Vergleich zwischen VMWare, Parallels und VurtualBox (kostenlos) ist etwas m&#252;&#223;ig. Jeder Kandidat hat spezifische Vor- und Nachteile. Ich nutze Parallels auf einem alten weissen iMac mit 3GB RAM und bin sehr zufrieden.

    Tja, eigentlich w&#228;re ne neue Platte f&#228;llig. Ich habe diese in meinem iMac 5,1 selbst gewechselt. Ist definitiv nur versierten Schraubern zu empfehlen. An die neuen Modelle traue ich mich wegen der Glasscheibe nicht ran.

    Ich sollte auch noch darauf hinweisen, da&#223; es nicht so einfach ist ein geeignetes HD-Modell auszusuchen. Ich hatte erst eine schnelle 1TB Hitachi eingebaut, welche mich mit ihren Vibrationen genervt hat. Nun habe ich eine WD Green 1,5 TB drin. Die ist leise aber nicht besonders flott und braucht wohl wegen dem nicht 100&#37;-ig kompatiblen Power-Management einige Sekunden um den Ruhezustand zu beenden.


    Solltest Du mit dem Gedanken spielen eine neuen Platte einzubauen w&#252;rde ich Dir empfehlen vom Mac-H&#228;ndler deines Vertrauens einen Kostenvoranschlag f&#252;r eine passende Platte incl. Einbau einzuholen.
     
  10. DominoXML

    DominoXML New Member

    WinClone ist im Prinzip eine Oberfläche für eine Sammlung von OS-Tools zum erstellen von Partions-images.

    Wie funktioniert es? Im Prinzip werden in ein Winclone-file die Tools wie NTFS-Resize etc. gepackt und die zu sichernde Partition dateiweise in ein DMG geschreiben.

    Beim Wiederherstellen werden dann die notwendigen Dateien zurückgeschrieben und diverse befehle auf der Partition ausgeführt um diese in "die richtige Form" zu bringen.

    Funktioniert sehr gut. Ich habe schon öfter sich in der Auflösung befindliche Platten (gekühlt) zumindest noch ein Mal sichern können bzw. Viren, welche nicht im laufenden Betrieb entfernt werden konnten direkt aus dem DMG entfernt.

    Wobei letzteres eher für das Retten nicht gebackupter Daten sinnvoll ist, da ein infiziertes System generell platt und neu aufzusetzen ist.
     
  11. MACaerer

    MACaerer Active Member

    Ah, die Hintergrund-Informationen zu WinClone sind hochinteressant. Ich kenne WinClone natürlich und sichere damit auch meine BootCamp-Partition. Meine Frage zielt allerdings in eine andere Richtung. Wenn ich den Sinn des Treads richtig verstanden habe, geht es darum eine bestehende Installation von einen Win-PC auf einen Mac zu übertragen. Um den Klon zu erstellen bräuchte man doch eine Win-Application. WinClone ist allerdings eine Mac-Application, die auf einem PC nicht läuft.

    MACaerer
     
  12. MacS

    MacS Active Member

    Vorsicht beim Clonen bei unterschiedlicher Hardware. Clonen klappt bei Windows in den meisten F&#228;llen nur, wenn die Ziel-Hardware gleich mit der Quelle ist!

    Im Gegensatz zum Mac, gibt es eine riesige Anzahl von verschiedenen Mainborads unterschiedlicher Hersteller. Dazu 2 verschiedene Prozessoren (AMD & Intel), die nicht in allen Teilen gleich sind. Weiterhin die unterschiedlichen GraKas, die mit den Mainboards kombinierbar sind. Das alles muss durch entsprechende Treiber angepasst werden, die bei der Installation entsprechend der vorhandenen Hardware auf die Platte geschrieben werden.

    Wenn du ein zuverl&#228;ssiges System haben willst, bleibt nur die Neuinstallation von Windows und der anschlie&#223;enden &#220;bertragung der Anwenderdaten!
     
  13. DominoXML

    DominoXML New Member

    Hi,

    ich gebe MacS recht. Clonen von Win-Partitionen auf andere Hardware ist sehr problematisch, klappt aber zuweilen wenn keine spezifischen Mainboard-Treiber installiert sind. (Starten im Save-Mode)
    Es soll hier auch nicht verschwiegen werden, daß mit den üblichen Risiken und Nebenwirkungen zu rechnen ist. :nicken:

    Ich hätte hier keine allgemeine Empfehlung aussprechen sollen... :cry:

    Ich hatte das letze Mal Erfolg mit einer Reparatur-Installation nach dem Clonen.
    http://www.informationsarchiv.net/forum/topic47956.html
    War um einiges schneller als alles händisch neu draufzuziehen.


    @MACaerer

    Naja klappt nur mit dem Mac und einer externen Gehäuse.

    BTW: Hab gerade einen abgerauchten Win-Rechner (Intel) von einer Freundin hier stehen. Frage mich grade, ob ich nicht mal versuchen sollte das Image von einem AMD Rechner zurück zu sichern.

    Melde mich wieder. Notfalls muß ich ein bisserl Spott ertragen…

    LG

    Volker

    P.S.: Ohne Backup macht man besser eh nichts.
     
  14. DominoXML

    DominoXML New Member

    Ich hab das Image von einem Rechner mit MSI Board, AMD CPU und NVidea GPU von 2003 auf einen Rechner mit Gigabyte Board, Intel CPU und ATI GPU zurückgespielt.

    Mit F8 im abgesicherten Modus gestartet (Screenshot) und dann manuell die Treiber "reingefummelt".

    Scheint zu laufen. Bin mir nicht sicher ob die Vorgehensweise empfehlenswert ist.

    Habe noch ein paar mehr Bilder geschossen, bin aber jetzt zu müde.
    Reiche ich bei Interesse nach. :sleep:
     

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