BitTorrent

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Dirndl-Hasi, 6. Dezember 2010.

  1. Dirndl-Hasi

    Dirndl-Hasi New Member

    Guten Tag auch,

    mit WikiLeaks-Downloads lerne ich gerade BitTorrent-Downloader kennen.

    Wenn ich's richtig verstehe, lade ich erst die datei .torrent runter, die klein ist. Dann nehme ich den Downloader, in meinem Fall "Vuze 4.5.1" für Mac OS 10.4. "BitTorrent 4.1.1" stürzt ab.

    Wo ist jetzt der Vorteil gegenüber anderen Downloads? Das soll doch nun wesentlich schneller gehen. Aber bei mir (Dorf-DSL 768 kBit/s) ist der Torrent-Download auch nur wie alles andere 80 MBit/s.

    Ich habe die Upload-Rate auf "50 %" gestellt. 50 bis 90 % geht. Die Upload-Statistik wackelt so bei 300 B/s rum.

    Wat nu? Danke!

    PS: Beim Versuch, die Diplomatic Cables bei WikiLeaks (CH, NL, DE) zu laden, kommt nix. Hat das was mit meiner Blödheit oder mit Überlastung zu tun? Geht das bei Euch? Wie groß ist denn DIE Datei dann (full site in single archive)?

    http://213.251.145.96/cablegate.html
     
  2. TomPo

    TomPo Active Member

    als .7z-Archiv ~2,9MB
    ausgepackt ca. 68,9 MB / 1721 Objekten
    Downloadzeit: wenige Sekunden
     
  3. TomPo

    TomPo Active Member

    Die .torrent-Datei ist nur so klein, weil sie auf die eigentlichen Daten verweist, ähnlich einer Alias-Datei. Darin sind enthalten: aus wievielen Paketen der Torrent besteht, Paketgröße, wie groß die Quelldatei ist usw. Es ist also im Prinzip nur eine Info-Datei. Im Prinzip genügt es, den Link zu kopieren (Befehl+c) und in den Client einzufügen. Bei einigen Clients gelingt es auch, diesen via copy&paste rein zu ziehen.

    Torrents liegen als heruntergeladene Dateien auf den Rechnern der User, die diese Datei 'gezogen' haben. Darum spricht man auch im Allgemeinen von P2P (Peer-to-Peer-Netzwerk / Filesharing).

    Die Einstellungen in deinem Torrent-Client spielen eine eher untergeordnete Rolle. Ausschlaggebend ist immer, wie viele User maximale Power an Upstream eingestellt haben. Je höher die Raten beim Einzelnen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mit voller Kanne auch saugen kannst. Wurde die Datei erst kürzlich eingestellt, muss man sich mit Wartezeiten oder geringerem Traffic begnügen. Eben weil die Datei/en erst mal verteilt werden müssen.
    Leider sind aber viele Torrent-User Egoisten, die nur mal schnell was herunterladen, und sich dann verabschieden. Auf diese Art und Weise bricht in der Regel der Datenstrom zusammen und es verbleiben nur noch relativ geringe Kapazitäten.

    Je mehr Seeder/Peers und Leecher im Torrent-Client "sichtbar" sind, je größer ist die Chance, mal einen relativ schnellen Download hinlegen zu können. Man kann durchaus Torrents erwischen, die auch mal über 1000 KB/s und > gehen.

    Bitorrent ist nicht so der Renner, ebenso wenig wie Vuze. Der Vorgänger (Azureus) war mal gut. Ich finde, der ist mächtig überladen. Versuch mal uTorrent oder auch µTorrent (ist das gleiche) oder Transmission. Wobei ich erst genannten bevorzuge, ist einfach flinker als Transmission. Auch die GUI gefällt mir bei dem einfach besser; ist aber halt alles Geschmackssache.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2010
  4. Dirndl-Hasi

    Dirndl-Hasi New Member

    Aha, vielen Dank! Konnte mich nicht früher bedanken, weil ich technisch gestern irgendwie nicht ins Forum gekommen bin...

    Jetzt konnte ich auch ein paar Torrents von WikiLeaks laden und versteh durch Dein anderes Posting auch, wie das geht bzw. was das überhaupt bedeutet. Verwirrt war ich auch, daß das "Archiv" schon 2,9 MB groß ist, was ja schon recht viel ist für "Verweise", und die Daten dann 69 MB.

    Kurz gesagt: Die 69 MB waren tatsächlich bei meinem 768er DSL innerhalb weniger Sekunden da. Toll...

    Daß das vorher gar nicht geklappt hatte, kann ja auch an einer WikiLeaks-Überlastung gelegen haben.

    Der Tip µTorrent ist gut, da versteh ich den Beginner's Guide jetzt besser nach Deiner "Einführung". Ich suche nur noch nach einer Version für Mac OSX 10.4.

    Danke nochmal.

    Gruß
    Katharina
     
  5. TomPo

    TomPo Active Member

  6. Dirndl-Hasi

    Dirndl-Hasi New Member

    Also, meine Versuche breche ich jetzt mal ab und frage nochmal:

    Mein Dorf-DSL ist so etwas in der Nähe von 768 kBit/s
    Ein regulärer Download von YouTube geht mit rund 85 KB/s.
    Das ist wohl dasselbe.

    Ein BitTorrent-Download (mit zugelassenem Upload) von WikiLeaks (265 MB) dauert 50 Minuten. Kann ich nicht rechnen? Wo ist denn da der Vorteil eines Torrents? Das ist doch keinen Deut schneller.

    Bin mal gespannt...
     
  7. dimoe

    dimoe New Member

    Da Du jetzt mit der vollen Download-Rate die Dein Anschluß bietet (768kbit/8 = 96kByte/sec) die Datei laden kannst, geht es natürlich nicht schneller.
    256MB x1024 =262.144kB / 85kB/sec = 3.084 sec = 51 Minuten

    Die torrents sind aufgekommen, als die Musik-/Film-/Software-Tauschbörsen populär wurden:
    Eine große Datei ist in viele Teile gesplittet, jeder der schon Teile heruntergeladen hat, bietet die sofort wieder zum Download an, so daß die Datei nicht von einem einzigen Server geladen werden muß.

    Vielleicht könntest Du die Datei aber nicht so schnell laden, wenn sie nur von einem Server käme, der vielleicht gerade von den Amerikanern blockiert wird (ist natürlich reine Vermutung - die kämpfen doch immer für die Freiheit).
     

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