Blinde Piloten im Kampfjet

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Macziege, 23. August 2004.

  1. Macziege

    Macziege New Member

    Die Französische Luftwaffe setzt in ihren Kampfjets blinde Piloten ein, denn wenn sie auf Sichtflug gehen, sehen sie nichts!
     
  2. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ad 1: So ein Jet fliegt mit etwa 600 km/h über die Prärie. Die zurückgelegte Strecke in der Sekunde lässt sich leicht ermitteln.

    Ad 2: Bis der Pilot rausgefunden hat, ob er einen Mückenschiss auf der Kanzel hat oder ob da ein Ultraleichtflieger rumturnt, ist das tragische Unglück schon geschehen.

    Ad 3: Militärische Tiefflugstrecken sind europaweit auf jeder aktuellen Fliegerkarte eingezeichnet und auch im zivilen Bereich veröffentlicht. Man kann also vor Flugantritt ein wenig Kartenstudium betreiben und diesen Strecken fernbleiben.
     
  3. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Man sollte solche Karten auch mal für geistige Tiefflieger einführen. :rolleyes:
     
  4. Paparatze

    Paparatze New Member

  5. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Nicht wirklich. In Deutschland (und in Frankreich sowieso) ist auch ausserhalb der bevorzugten Tieffluggebiete (von denen _einige_ auf _manchen_ Karten verzeichnet sind) jederzeit mit militärischen Tiefflügen zu rechnen.

    Um das Kollisionsrisiko zu verringern, gilt seit einigen Jahren in Deutschland die Vorschrift, dass das Höhenband zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe von 500 ft (ca. 150 m) über Grund oder Wasser und 2000 ft zu _meiden_ ist, sofern es die Wetterbedingungen und die Luftraumstruktur zulassen.

    In anderen Ländern (Italien z.B., vielleicht auch Frankreich, da müsste ich jetzt nachschauen) _dürfen_ Ultraleichtflugzeuge (UL) nicht höher als 500 ft fliegen, d.h. sie befinden sich _immer_ innerhalb des Tiefflugbandes (70 -150 ft). Zu Kollisionen _muss_ es also praktisch von Zeit zu Zeit kommen. Und um ein UL vom Himmel zu holen, braucht es mit einem Jet gar nicht kollidieren, durch seine Luftverwirbelungen zu fliegen reicht völlig aus.

    ciao, maximilian
     
  6. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wobei bei Tiefflughöhen natürlich solche Geschwindigkeiten keinerlei Reaktion des Piloten bei unvorhersehbaren Problemen mehr zulassen und absolut tödlich sind. Aber selbst bei 600 km/h bleibt dem Piloten, der den Großteil seiner Konzentration darauf verwendet, nicht mit landgestützten Hindernissen zu kollidieren, kaum mehr die Möglichkeit der Reaktion auf ein verirrtes Ultraleichtflugzeug, das selbst MIT Radar nur schwer erkennbar gewesen wäre.
    Von Blindheit der Piloten kann überhaupt keine Rede sein.

    Einem Autofahrer macht man ja auch nicht zum Vorwurf, daß er bei freier Autobahn am Sonntagmorgen bei Tempo zweihundert einen unvorhersehbar plötzlich auf die Fahrbahn laufenden Spaziergänger umnietet.
     
  7. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    *klugscheiß*

    Hinzu kommt noch die Geschwindigkeitsaddition. Will sagen: Ist Flugzeug A z. B. mit 1000 km/h und Flieger B mit 200 km/h unterwegs, haben wir eine Annäherungsgeschwindigkeit von bereits 1200 km/h, was ein schnelles Ausweichen für beide (!) noch unrealistischer werden lässt.
     
  8. Macziege

    Macziege New Member

    Bleibt die Frage zu klären, wer sich zur falschen Zeit am falschen Ort befunden hat. Darüber wurde ja noch nicht berichtet.
     
  9. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Hätte dort ein Überflugverbot für Militärmaschinen bestanden, würde man gewiss nicht behauptet haben, „dass die Piloten vorschriftsmäßig auf Sicht geflogen seien“. Schließlich wäre dieser Umstand unwichtig, hätten die Jets gesperrte Korridore durchflogen. Ähnlich grotestk wäre es, zu behaupten, der Wagen sei innerorts vorschriftsmäßig mit 50 km/h gefahren, als er die Oma auf dem Zebrastreifen plattgebügelt habe. ;-)

    Aber warten wir mal die Untersuchungen ab.
     
  10. Macziege

    Macziege New Member

    Das vorschriftsmäßig kann sich aber auch auf "Sicht" beziehen.

    Stutzig macht mich, dass nicht dabei stand, dass sich der Kleinflieger falsch verhalten hat. Man ist doch sonst immer schnell dabei, den Kleinen die Schuld zu geben, um jeglicher Haftung zu umgehen.
     
  11. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Natürlich bezieht sich das „vorschriftsmäßig“ auf den Sichtflug. Aber wäre es nicht absurd, die Legalität des Sichtflugs bei der (einmal angenommenen) Illegalität des Fluges selbst überhaupt zu erwähnen? (vgl. Oma-Bsp.)
     
  12. druckpilz

    druckpilz New Member

    fliegen ist viel zu gefährlich.:crazy:

    ich sag doch : schwimmen (im nichtschwimmerbecken) und walken (aber nicht nordisch wegen den stöcken)

    in der firma kollidiere ich aber auch öfters mit überfliegern mit eingeschränkter sicht...

    lebe ist gefäährlisch ! :eek:
     
  13. Macziege

    Macziege New Member

    Klar, wäre das absurd.
    Aber das wird sich wohl erst alles noch herausstellen, wenn das zuständige Flugüberwachungsamt seine Untersuchungen abgeschlossen hat.
     
  14. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Drum schrub ich auch: „Aber warten wir mal die Untersuchungen ab.“ :klimper:
     
  15. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Aus einem berufeneren Munde konnte dies nun nicht kommen. :cool:

    P. S.: Weiterhin eine gute Besserung, die bei der Krankenschwester aber im Sauseschritt verlaufen sollte. :klimper:
     
  16. druckpilz

    druckpilz New Member

    ja hast recht.
    :D
     
  17. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Aber schwarze Pflaster sind zur Heilung gaaanz schlecht. :embar:
     
  18. druckpilz

    druckpilz New Member

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