Da fiebern er und andere schon richtig ...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von pewe2000, 15. April 2011.

  1. pewe2000

    pewe2000 New Member

    http://www.tagesschau.de/ausland/strompreiseeu100.html

    Das ist schon komisch, dass alle Befürworter der Atomkraft ständig die Preiserhöhungskeule schwingen. Man möchte natürlich auch wenn der Strom sonstwie erzeugt wird, die gleichen hohen Gewinne machen wie zuvor mit den AKW. Da hat man sich ohne Konkurrenz und echten Wettbewerb nun mal dran gewöhnt. Und die Arschkriecher aus der Politik eilen herbei und nicken bedeutungsvoll.
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Vergiss nicht die "keine Ahnung"-Arschlöcher aus dem Volke, ohne die dieses Herrschaftssystem nicht möglich wäre!
     
  3. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Wer hat denn keine Energie-Aktien?
     
  4. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Die Konzerne wehren sich ja auch mit Händen und Füßen dagegen, dass die Energieversorgung dezentralisiert wird. Selbstverständlich auch gegen jede Art von Konkurrenz.
     
  5. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Da gibt es zwei Strategieen, wie Strompreise reguliert werden können.

    Die eine ist der Wettbewerb. Wie das nicht funktioniert, konnten wir seit Jahren nun miterleben.

    Die Alternative ist ein regulierter STrommarkt. Da würde es genügen, wenn die Leitungsnetze in öffentlicher Hand wären.
    Ab das ist z. Z. - wohlgemerkt z. Zeit - politisch nicht durchsetzbar bzw. erst dann, wenn Sinn und seine Spießgesellen im ökonomischen Umerziehungslager ist.
     
  6. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Gegen das Geld und seine Lobbyarbeit kommste nicht an. Dein »z.Zt.« wird sehr, sehr lange andauern.
     
  7. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Klar. Bei der SPD rechne ich mit einem Zeitraum von 10 - 15 Jahren, bis die wieder wählbar sein werden.

    Der demokratische Sozialismus er durch die DDR-Stalinisten mit Hilfe der Springerpresse derart diskreditiert, dass das auch noch 20- 30 Jahre dauern wird, bis der reflektorische Antikommunismus aus dem Hause Springer nicht mehr auf fruchtbaren Boden fällt.

    Danach - könnte ich mir so vorstellen - kommt die Vergesellschaftungsdiskussion allerdings mit Macht, weil der Markt dann unsere Gesellschaften und Ressourcen völlig ruiniert hat.
     
  8. McDil

    McDil Gast

    Du glaubst also, dass es in 10-15Jahren so etwas wie "Sozialdemokratie" noch geben wird? Ich habe angesichts der Übermacht des "Imperiums" Zweifel, ob es überhaupt noch eine politische Kraft geben wird, die als "Links" gelten kann.
     
  9. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Ja. Evtl. ist das dann auch eine politische Wiedergeburt, die sich aus den Staaten der jetzigen sogenannten 3. Welt speist.

    Wie man gerade in N-Afrika gesehen hat, ist die Idee der Freiheit nicht dauerhaft unterdrückbar.
     
  10. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Es funktioniert einfach zu gut, mit dem Schaubild des faulen Parasiten, der dem Volk das Blute aussaugt, als dass sich da eine echte Solidarität ausbilden könnte:

    »Wir müssen wettbewerbsfähiger werden, daher müssen die Lohnnebenkosten runter. Die Steuern sind so hoch, weil die Harz-IV-Parasiten den Hals nicht voll genug bekommen.«

    Dazu noch das entsprechende Lehrprogramm im Fernsehen, wo das Volk den Quotenharzer bestaunen kann … fertig ist die Laube. Ein kohärentes Weltbild, hübsch verpackt, monokausal, verständlich und leicht weiterzugeben. Und das Beste: Der Quotenharzer bekommt auch gleich noch beigebracht, wie er sich zu verhalten hat!
     
  11. McDil

    McDil Gast

    Ja leider. Sogar bei Leuten, denen ich selbständiges Denken zugetraut hatte, habe ich dieses bequeme Zerrbild einer Gesellschaft aus Blutsaugern und ausgesaugten Leistungsträgern schon vorgefunden. Es ist wirklich deprimierend! Und in den "Leitmedien" dominiert (zumindest in meiner Wahrnehmung) eine Berichterstattung, die solchen Fehleinschätzungen ständig neue stützende Argumente liefert.
    Ob sich diese Lohnschreiber darüber im Klaren sind, dass eine derart unausgewogene Eigentumsverteilung, wie sie angestrebt wird, keine Grundlage für ein nachhaltig stabiles gesellschaftliches System sein wird?
     
  12. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Wie würden dann aber die wissenschaftlich-technische Intelligenz unterschätzen. Politische Ideen lassen sich zeitweise suspendieren aber selten beerdigen.

    Das wird auf dem bisherigen Weg noch so eine Zeit lang weitergehen. Aber auf Dauer ist das keine Basis und das wird die Gesellschaft auch merken und dann handeln.
     

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