Damit hinterher keiner sagen kann "Ich hab es nicht gewusst"

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 5. Januar 2011.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

  2. McDil

    McDil Gast

  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das sind wir doch längst! Fragt die vom Seeheimer Kreis oder den Sinn.

    :eek:)
     
  4. McDil

    McDil Gast

    Die Lötzsch ist sowas von blöde – oder sie hat Geld gekriegt für dieses politische Selbstmordattentat.

    Die Reaktion von Herrn batrat ist hinsichtlich von Lötzschens Breitenwirkung sehr vielsagend.

    Siehe auch
     
  5. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Der Begriff Kommunismus bewirkt hier in der Breitenwirkung immer noch den Effekt, dass nahezu jeder meint, dass damit die Verhältnisse im ehemaligen Ostblock gemeint sind. Nur: Das war die extremste Form des Kommunismus in seiner autoritärsten Ausprägung. Das war Stalinismus. Etwas nuanciert, aber Stalinismus.

    Das solch ein dämliches autoritäres Regime nicht mal im Ansatz demokratische Wahlen überstehen kann, vesteht sich doch von selbst.

    Insofern ist die Kommunismuskeule ziemlich überflüssig, weil wir erst einmal definieren müssten, was aus unserer heutigen Sicht Kommunismus ist, inwieweit Privateigentum an Produktionsmitteln überhaupt vergesellschaftet werden muss.
    Desweiteren ist der Klassenbegriff völlig ungeklärt.
    Selbst die alte UZ, das Sprachrohr der alten DKP, hat sich da immer sehr zurückgehalten.

    Also: Was soll so'n Schiet? Das befeuert nur die Vorurteile der Bekloppten und des politischen Gegeners.
     
  6. McDil

    McDil Gast

    Beim Begriff "Kommunismus" besteht bei vielen Zeitgenossen eine massive Denkblockade. Möglicher Weise eine Spätfolge der McCarthy-Ära in USA. Damals wurde jene Paranoia geboren, die sich zum Substrat des kalten Krieges entwickelt hat: Es entstand eine extreme Polarisierung der Standpunkte bis hin zur Gesprächsunfähigkeit auf politischer Ebene.
     
  7. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Dies fiel auch in die Zeit des Kalten Krieges, der besonders in der BRD auf fruchtbaren Boden fiel, hatte doch nach dem 2. WK in der Konferenz von Jalta das deutsche Reich auf die heutigen Grenzen festgelegt wurde.
    Dazu kam die deutsche Teilung und die Erfahrung der Heimatvertriebenen, dass mit der Roten Armee teilweise alles andere als Gut-Kirschen-essen war (fataler Hetzaufruf von Ilja Ehrenburg, der die Übergriffe auf die flüchtende deutsche Zivilbevölkerung ideologisch rechtfertigte). Insofern fielen die Warnungen vor dem Kommunismus in Westdeutschland auf sehr fruchtbaren Boden.
    Das alles zusammen mit enormer publizistischer Begleitung hat hier den Antikommunismus quasi zur Staatsdoktrin werden lassen.

    Dennoch ist eine solche Diskussion völlig unsinnig und passt in die Landschaft wie ein Frack zum Schwein.

    Mir würde schon eine Diskussion mit der Zieldefinition demokratischer Sozialsmus reichen. Da wäre schon viel gewonnen. Gegenüber den jetzigen zunehmend marktradikalen Zuständen.
     
  8. nanoloop

    nanoloop Active Member

    Ihr seid alle alt…
     
  9. nanoloop

    nanoloop Active Member

    …und Kommunisten…
     
  10. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Klar doch. Wir zünden jeden Morgen unsere 1. kubanische Zigarre mit einem Fidibus aus der Bibel an.
    Danach sagen wir im Chor das Kommunistische Manifest auf.
     
  11. nanoloop

    nanoloop Active Member

    …oder Kommunistinnen…
     
  12. nanoloop

    nanoloop Active Member

    …, gell?
     
  13. McDil

    McDil Gast

    STAMOKAP :crazy:
     
  14. vulkanos

    vulkanos New Member

    Als Student war ich Mitglied einer maoistischen Splittergruppe. Das war Manipulation und Gehirnwäsche in einem, gepaart mit Gesinnungsterror, Rechthaberei und der unglaublichen Gabe, weder zuhören noch abweichende Meinungen - wie gering auch immer - tolerieren zu können. Faschismus in rotem Gewand - übelst!

    Jede Ideologie bzw. Religion, die glaubt, das Paradies auf Erden errichten zu wollen, hat letztlich nur die Hölle hervorgebracht (frei nach Novalis). Die Geschichte strotzt nur von solchen Beispielen.
     
  15. McDil

    McDil Gast

    Der marktradikale Kapitalismus ist dafür ein ebenso hervorragendes Beispiel.
     
  16. McDil

    McDil Gast

  17. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    Weil die namenlos gehalten werden.
     
  18. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ich persönlich glaube nicht daran das eine klassenlose Gesellschaft wirklich , bzw. Ein real praktizierter kommunismus funktionieren kann. Erstens gab es bisher keine akzeptable Umsetzung ( oder weiß jemand ein Beispiel) und zweitens neigen wir Menschen dazu unser persönliches glucksempfinden stark im Vergleich zu anderen Menschen zu sehen. D. H. Solange es mir nur ein bisschen besser geht als meinem Nachbarn halte ich mich für glücklich, ohne unten gibt's kein oben - dieses streben nach Gleichheit ist in meinen Augen utopisch.
    Freilich würde mir als aufgeklärtem Mitteleuropäer der Schampus nicht mehr schmecken wenn draußen an der Türe die Hungerleider kratzen, von daher ist es sch wichtig drauf zu achten das die Unterschiede nicht allzu sehr auseinanderklaffen. Insofern glaube ich weiterhin an die " soziale Marktwirtschaft" diehat immerhin über Jahrzehnte hinweg relativ gut funktioniert. Die jüngeren Entwicklungen müsste man halt wieder ein wenig korrigieren, nicht einfach aber sicher möglich (auch ohne sich auf eine schöne, aber eher unrealistische Idee zurückzubesinnen.)
     
  19. vulkanos

    vulkanos New Member

    Der Kapitalismus an sich hat niemals von sich behauptet, eine Heilslehre zu sein (nur seine unausrottbaren Apologeten), sondern ein System des Wettbewerbs, u.U. bis aufs Messer. Dabei bleiben, so zynisch es auch klingen mag, eben etliche auf der Strecke. Dass dies so hingenommen wird, ist systemimmanent. Es wird einfach in Kauf genommen, also braucht man auch kein weiteres Wort darüber verlieren.

    Der Kommunismus wie der Faschismus hingegen versprachen glorreiche Zeiten für jene, die an ihn glauben. Da hier aber die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit derart groß ist/war, sah man sich eben bemüssigt, auf die unzähligen Opfer dieser Systeme hinzuweisen.

    M.E. gibt es nur einen dritten Weg, den zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Aber wie sieht er aus ... und sind wir in unserer geistigen Entwicklung schon so weit, diesen Pfad einschlagen zu können?
     
  20. McDil

    McDil Gast

    Der Grund für die "Erfolgsgeschichte" Kapitalismus ist m.E. die Tatsache, dass er nur die niedersten Instinkte der Menschen in Anspruch nimmt. Alle "Weltverbesserungsideen" setzen ein mehr oder weniger großes Niveau von Einsicht und Solidarität voraus.

    Deshalb führt der Kapitalismus auch früher oder später unausweichlich in eine gesellschaftliche und ökologische Katastrophe.
     

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