das Embargo und die Folgen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maiden, 8. März 2003.

  1. maiden

    maiden Lever duat us slav

    aus dem Spiegel

    Öl kann man nicht trinken

    Aus Bagdad berichtet: Markus Deggerich

    Der Tod macht keine Geschäfte mit der Zeit. Er kommt langsam oder schnell, auf leisen Füßen oder mit einem lauten Knall. Aber für Samran ist klar, dass er kommt. Bald. Er gehört zu den vielen zivilen Opfern des Embargos gegen den Irak.
    Samran spürt, dass seine Zeit abläuft
    Bagdad - Wenn Samran nicht in einem möglichen Irak-Krieg umkommt, wird ihn der Krebs aufzehren. Der Sechsjährige hat Leukämie und den kleinen Vorteil, dass sich seine Eltern die Behandlung im Bagdader Saddam Center noch leisten können, die privat bezahlt wird. Dennoch ist auch dort die Versorgung mit Medikamenten, Geräten und Wissen durch das Embargo, dem der Irak unterliegt, so schlecht, dass die Überlebenschancen für Schwerkranke gegen Null tendieren.

    Die humanitäre Situation im Irak ist ohnehin angespannt. Zwar geht es vielen Irakern immer noch besser als Menschen in anderen Ländern. Doch sollte es zum Krieg kommen, droht eine Katastrophe, nachdem zwölf Jahre Embargo das Land bereits ausgezehrt haben. Über 60 Prozent der 22 Millionen Menschen hängen vollständig von den Nahrungsmittelrationen ab, die der Staat für seine Lieferungen im Rahmen des Uno-Programms "Öl für Nahrungsmittel" einkaufen kann.

    Seit 1996 darf der Irak unter Uno-Kontrolle eingeschränkt Öl exportieren. 59 Prozent der Einnahmen gehen an die Provinzen, um Lebensmittel zu importieren, 13 Prozent erhält der autarke kurdische Norden, mit 25 Prozent wird der Kompensationsfonds bestückt aus dem Reparationszahlungen des Kuweit-Krieges geleistet werden und vier Prozent behält die Uno für ihre Arbeit im Irak.

    Alle sind müde

    Bereits zwei (Berichtigung: drei) Uno-Leiter des Programms "Oil for food" haben aus Protest gegen das Embargo ihr Amt hingeschmissen: Sie hatten vor Ort erlebt, welche Folgen, die Isolierung des Landes für die Menschen hat. "Ich habe mir die Frage auch schon oft gestellt, ob ich es aufgeben soll", sagt Francis Dubois, der nun seit vier Jahren in Bagdad das Programm für die Uno verantwortet. "Alle sind müde. Die Menschen und die Offiziellen".

    Der quirlige Franzose wird wütend, wenn er darüber nachdenkt, welche Nebenwirkungen das Embargo hat - und was ein Krieg anrichten würde. Das Problem ist, dass das Embargo den Irak zu Recht abschneiden soll von allen Lieferungen, die irgendwie für die Produktion von Waffen benutzt werden können. Weil aber vieles, was im medizinischen oder technischen Bereich etwa für den Bau von Kläranlagen oder die Produktion von Medikamenten gebraucht wird, theoretisch auch militärisch verwendet werden kann, blutet das Land aus.

    Das Embargo hat absurde Ausmaße angenommen: Der amerikanische Lieferservice UPS weigert sich Pakete zuzustellen, europäische Universitäten dürfen ihren irakischen Kollegen ihre wissenschaftlichen Studien nicht zur Verfügung stellen, wer Fremdsprachen lernen will, muss das mit zusammengeklebten Kladden aus den sechziger Jahren machen, jeder Bleistift braucht wegen seines Bleigehalts (Berichtigung Graphit) eine Genehmigung.

    Im Irak wurde viel wieder aufgebaut nach seinem Angriff auf Kuweit und dem Gegenangriff der USA 1991. Doch weil es beispielsweise an Technik für Kläranlagen fehlt sterben Kinder in Massen an Durchfall durch das Dreckwasser. Eine halbe Million Kubikmeter Abwasser laufen täglich ungefiltert in den Wasserkreislauf, der diesen Namen nicht mehr verdient.

    Nicht Lösung, sondern Problem

    Während die Staatsführung weiter ihre Spielchen spielt, verstehen die Menschen immer weniger, warum sie unter dem Uno-Programm, das ihnen helfen soll, zu leiden haben. "Sie betrachten uns nicht mehr als Lösung, sondern als Teil des Problems", beschreibt Dubois den Stimmungswandel.

    Doch unabhängig von dem Embargo droht bei einem Krieg ein völliger Zusammenbruch des ohnehin fragilen Systems. Die staatliche Verteilungskette für Nahrungsmittel wird dann nicht mehr funktionieren. An den heutigen 45.000 Verteilerstellen überall im Land dürften dann nur die verschlossenen Türen leerer Lager zu finden sein.

    Saddam City, das Armenviertel im Norden der irakischen Hauptstadt, versinkt bereits jetzt im Dreck. Entlang der stinkenden Straßen leben rund zwei Millionen Menschen in löchrigen und wackligen Verschlägen, die in dunkler Brühe schwimmen.

    Francis Dubois hat im Irak eines der kultiviertesten Völker kennengelernt.
    Im Kriegsfall dürften als erstes die Strom- und Wasserversorgung zusammenbrechen. Saddam Hussein wird eine Ausgangssperre verhängen, um Aufstände zu verhindern, aber auch, um eine Massenflucht zu unterbinden, denn mit fünf Millionen Zivilisten als Geiseln dürfte es den USA schwerer fallen, Flächenbombardements anzuordnen. Hofft Hussein.

    Fünf Millionen Geiseln

    Die Menschen werden zu Gefangenen in ihren wackligen Häusern und müssen überleben mit dem, was sie haben - Tage? Wochen? "Die Menschen haben keinerlei Reserven, um sich auf einen Krieg einzustellen", sagt der Deutsche Alexander Christoff, von der Hilfsorganisation "Architekten für Menschen in Not" in Bagdad, der einzigen Nichtregierungsorganisation. Einige graben bereits in ihren Hinterhöfen, um Brunnen anzulegen. Manchmal stoßen sie dabei ironischerweise auf Öl.

    Christoff fürchtet neben Hunger, Durst und Krankheiten auch die Bomben. Die irakische Führung hat aus Berechnung Militär oder Regierungs-Einrichtungen oft mitten in zivilen Wohngebieten platziert - selbst wenn die Bomben noch so präzise gesteuert werden, die "Kolateralschäden" sind programmiert.

    Zehn Prozent der Leistungskraft

    Die medizinische Versorgung besitzt im Schatten des Embargos bereits jetzt nur zehn Prozent ihrer ursprünglichen Leistungskraft - im Krieg würde sie kollabieren. Einige Krankenhäuser können unter normalen Umständen bis zu zwei Wochen autark arbeiten - wenn sie nicht mit Tausenden Kriegsverletztenr klar kommen müssen.

    Viele Hilfsorganisationen legen ihre Lager mit Lebensmitteln und Medikamenten nur in Nachbarländern an. Weil Anarchie und Bürgerkrieg in Bagdad nicht ausgeschlossen sind, müssten sie mit Plünderungen und bürgerkriegsähnlichen Szenarien rechnen und ihr eigenes Leben riskieren. Bis zu zwei Millionen Menschen könnte noch die Flucht ins Ausland gelingen - der Rest sitzt fest ohne Hilfe von außen.

    Reich der Finsternis vorgegaukelt

    Dubois gehört zwar zu der Sorte Mensch, die auch dann noch Licht sieht, wenn alles in Dunkelheit versinkt, aber wenn er an den möglichen Krieg und die Begründung für den Waffengang denkt, gefriert sein charmantes Lächeln: "Im Ausland herrscht ein völlig falsches Bild vom Irak." Er will zwar nicht über die Regierung reden, aber "hier lebt eines der großzügigsten, kultiviertesten, außergewöhnlichsten Völker, die es gibt", sagt er.

    Der Weltöffentlichkeit werde ein Reich der Finsternis vorgegaukelt, das so nicht existiere. "Und vor allem die Journalisten sind Teil einer großen Propagandamaschine geworden", klagt Dubois. Es werde eine Stimmung erzeugt, die eine Eigendynamik entwickelt und einen Krieg unausweichlich macht: "Den Irak wegen Verbindungen zum internationalen Terrorismus anzugreifen wäre schlicht falsch. Das ist Unsinn."

    Samran weiß nichts über internationalen Terrorismus, Öl, die Achse des Bösen oder eine Weltordnung. Er versteht auch nicht, was mit ihm passiert. Er spürt nur, dass seine Zeit abläuft. Nicht genügend Medikamente und Zeit, um in Würde und schmerzfrei zu sterben.
    .....................................
    vielleicht führt auch diese Information beim ein oder anderen zu einem Sinneswandel, was die Auswirkungen des Embargos angeht.

    Es sei nochmal daran erinnert, daß die USA in 98 Prozent aller Fälle im Sanktionsausschuß der UNO Einspruch gegen die Lieferung dringend benötigter Güter im Wert mehrerer Milliarden US-Dollar erhoben hat, diese damit blockiert und damit direkt schuldig ist am Tod vieler Menschen im Irak. In den restlichen 2 Prozent hat GB Einspruch erhoben.
     
  2. Giadello

    Giadello New Member

    Tscha ... der hc würde jetzt sagen: "Und? Weiß ich doch schon alles". Trotzdem ist so eine geordnete Zusammenschau immer noch besser als 100 Einzelinfos, die irgendwo im Langzeitgedächtnis abhängen. Deshalb: Danke.
    Über die geplante US-Propaganda ("Reich des Bösen") schrieb ja schon u.a. die TAZ - vieles habe ich in Deinem "Informationen"-Spiegel-Artikel wiedergefunden. Auch natürlich alles schon längst bekannt, sozusagen Allgemeingut.
    --

    Welchen Zweck haben die "Berichtigungen" im Text?
     
  3. immi666

    immi666 New Member

    mehr braucht man nicht dazu zu sagen.....
    :-(
     
  4. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Öl für Lebensmittel' hat und wieviel davon für die Ausstattung der Paläste (oder der Armee) abgezweigt wird, hält sich mein Mitleid für den Irak (nicht für die betroffenen Menschen) in Grenzen."
     
  5. Giadello

    Giadello New Member

    Ach, würdest Du? Da wir schon beim Würd(/g)en sind: wo würdest Du denn den Trennstrich zwischen Irak und irakischer Bevölkerung ziehen?
    Und: was nützt vorhandenes Geld, wenn lebenswichtige Gerätschaften nicht eingeführt werden DÜRFEN? Da steht nichts von "kein Geld", sondern: "Verbot".
     
  6. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Der Trennstrich verläuft zwischen der "Nomenklatura" und dem Rest - gut erkennbar am Zugang zu den Palästen.

    Und "lebenswichtige Gerätschaften" sind was und für wen lebenswichtig?
     
  7. maiden

    maiden Lever duat us slav

    lebensnotwendig für die Menschen natürlich! Scheinbar hast Du den Artikel nicht verstanden. Die UNO kontrolliert die Güter und die Verteilung. Sie wird in ihren Berichten wohl kaum den neuen Mercedes für Saddams Sohn Udai für lebensnotwendig einstufen, wenn es ihn denn gibt.

    Macixus, Du scheintst nicht akzeptieren zu wollen, daß es darüber genug Informationen gibt, die allerdings, so vermute ich, nicht Deinen erwarteten Vorstellungen entsprechen dürften.

    Hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

    In den ersten drei Phasen des Programms "Öl für Nahrungsmittel" von Dez. 96 bis Juni 98 standen der Regierung in Bagdad für die Versorgung der Bevölkerung von damals 21 Millionen im gesamten Land jeweils pro Halbjahr nur 1,8 Milliarden Dollar zur Verfügung. Das sind pro Kopf 118 Dollar pro Jahr.
    Davon mußten Medikamente, Nahrungsmittel, Elektrizität, Wasserversorgung und Ausbildung finanziert werden. Für 32 Cent PRO TAG.
    Menschen die pro Tag weniger als einen Dollar zur Verfügung haben, leben nach offizieller Darstellung der UNO in absoluter Armut.
    Zwischenzeitlich stiegen die Einnahmen infolge höherer Ölpreise.
    Der IRak hat in den ersten sechs-Monats-Phasen Öl im Wert von jeweil 2,6 Milliarden US-Dollar verkauft.
    Nach den vom Sicherheitsrat festgelegten Bestimmungen erhielt Bagdad für die Versorgung der Menschen in der Zentralregion im Süden zunächst lediglich 54, später 59 Prozent der Erlöse aus den Öl-Einnahmen.

    Die Behauptungen der USA und GB, wonach an der katastrophalen Lage der irakischen Bevölkerung nicht das Sanktionregime der UNO sondern das Regime in Bagdad Schuld sei, ist Unsinn und durch nichts belegt.
    Die Verteilung der in den Irak gelieferten humanitären Güter, die von Irak im Voraus bezahlt werden müssen,, also etwa Lebensmittel und Medikamente, werden von den im Irak vertretenen UNO-Organisationen selbst durchgeführt und, soweit dabei lokale Behörden, Organisationen oder Einzelpersonen beteiligt sind, streng überwacht. An Nahrungsmitteln kommen so knapp 100 Prozent, an Medikamenten etwa 95 Prozent bei den Empfängern an. Das Verteilsystem wurde seither weiter verbessert.

    Von den im Irak benötigten und im Ausland bestellten Mengen an Medikamenten gelangen aber weniger als 75 Prozent in den Irak. Bei medizinischen Geräten, ohne die die Krankenhäuser oft lebensrettende Operationen und Behandlungen nicht durchführen können, liegt die Quote sogar nur bei knapp 50 Prozent. Dazu kommt noch, daß in vielen Fällen so manche ausländische Firma meint, sie könne dem Irak unter Ausnutzung der durch das Sanktionsregime verursachten erschwerten Rahmenbedingungen Waren schlechter Qualität andrehen und nach Erhalt 100 Prozent des Kaufpreises abtauchen. Allein im Jahre 1999 haben etwa 6 Prozent der in den Irak gelieferten medizinischen Güter die Qualitätskontrolle nicht passiert.

    Bei Geräten und Ersatzteilen für die Reparatur von Trinkwassersystemen und anderen lebenswichtigen Einrichtungen der zivilen Infrastruktur erreichen sogar nur rund 25 Prozent der tatsächlich bestellten Waren den Irak.

    Die Blockade der Lieferungen humanitärer Güter, von denen Gesundheit und Überleben der irakischen Bevölkerung abhängen, erfolgt im UNO-Sicherheitsrat in New York.
    Für die Blockade einer Lieferung in den Irak ist es ausreichend, daß nur ein Mitglied des Sanktionsausschusses Einspruch einlegt.

    IN 98 PROZENT ALLER BLOCKADEN, DIE SEIT DEZEMBER 1996 VOM SANKTIONSAUSSCHUSS VERFÜGT WURDEN, KAM DIESER EINSPRUCH VON DEN USA.

    Zumeist mit der Begründung, die von Bagdad bestellten Güter, darunter Nierensteinzertrümmerer für die Krankenhäuser, seien auch militärisch nutzbar.
    Die restlichen 2 Prozent der Einsprüche kamen von Großbrittanien.
    Im Juli 2002 waren humanitäre Güter im Gesamtwert von 5 Milliarden US-Dollar blockiert.

    Lebensnotwendige wichtige humanitäre Güter, die im Dezember 1996 von Bagdad bestellt worden waren, sind zum Teil heute noch nicht geliefert worden, weil die USA diese Lieferungen blockieren.
    In der Zeit von 1989 bis 2000 gab es im gesamten Irak nur eine einzige funktionierende Röntgenanlage. Die Lieferung neuer Anlagen wurde trotz aller Versicherungen der UNO an den Sanktionsausschuß, für die rechtmäßige Verwendung zu sorgen, nicht genehmigt.
    ........................................

    Die UNO hat also einen sehr genauen Überblick darüber, was lebensnotwendig ist und was nicht. Sie kontrolliert peinlich genau, wohin die Güter gehen. Und sie weiß sehr genau, was den Irak wirklich erreicht und was durch die Blockade der USA den Irak nicht erreicht.

    Nimm das bitte zur Kenntnis, auch wenn es nicht in Dein Weltbild passen sollte. Falls Du Interess an noch mehr Informationen dazu hast:

    Autor: Hans von Sponeck
    ehemaliger Leiter des UN-Hilfsprogramms.
    Von ihm gibt es genug Publikationen zum Thema im Internet. Ein sehr aufschlußreiches Buch von ihm:
    IRAK Chronik eines gewollten Krieges

    Wird Dir aber wohl nicht gefallen. Dennoch - es sind nun einmal unwidersprochene und bestätigte Tatsachen
     
  8. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

  9. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Immer das gleiche mit Dir.
    Weder Autor noch Inhalt des Buches sind Dir bekannt, aber Du erlaubst Dir ein Urteil.
    Und selbst wenn im Vorwort "selten so intensiv manipuliert" zu lesen ist.
    Wer sagt Dir, daß es NICHT so ist. Wer sagt Dir, daß es NICHT stimmt? Dein Verstand, der Verdacht, Dein Weltbild? Was macixus? Klär uns auf. Welche Informationen hast Du, die dagegen sprechen? Her damit!

    Die LEiter des Hilfsprogrammes geben ihre Berichte regelmäßig an die UNO weiter. Natürlich wird ein von Sponeck in einem Buch genau das Gegenteil dessen behaupten, was in seinen Berichten steht. Und es dürfte Dir entgangen sein, daß die Leiter der Hilfsprogramme direkt und vor Ort arbeiten. Wer will die Zustände und realitäten besser kennen als sie.
    Du vielleicht, macixus? Du mit Deiner Weisheit? Oder wer? Sag es uns. Vielleicht weißt Du ja mehr darüber und kannst uns aufklären.

    Ich habe Dir an anderer Stelle schon einmal zu erklären versucht, daß wer sich öffentlich äußert, sich der Gefahr aussetzt, widerlegt zu werden, da seine Behauptungen überprüfbar sind.
    So auch hier. Und bisher ist weder widersprochen noch widerlegt worden.
    Die Vorgänger von Sponeck haben seine Angaben gestützt und sind im Übrigen aus den gleichen Gründen aus Protest zurückgetreten.
    Nimm es zur Kenntnis, auch gegen Dein Weltbild.

    Im übrigen führt Andreas Zumach in diesem Buch ein Interview mit dem ehemaligen leiter des UNO-Hilfsprogramms Hans von Sponeck.
    Wenn Du also Zweifel an der Aufrichtigkeit seiner Angaben hast, dann widerlege sie oder erschüttere sie zumindest argumentativ. Bring Gegenargumente, mit denen man was anfangen kann. Deine dünnen Statements, die die Wahrhaftigkeit des Inhalts in Zweifel ziehen sollen, sind zu durchsichtig, haben zu wenig Substanz.
    Setz Dich mit dem Inhalt auseinander und urteile dann über den titel oder das Vorwort. Setz Dich mit dem Inhalt auseinander und erlaube Dir dann ein Urteil.
    Du ziehst permanent die Wahrhaftigkeit von Leuten in Zweifel, die Du nicht kennst und die Du nicht liest. Einzig, weil ein Vorwort oder Auszüge aus deren Publikationen nicht Deinem Weltbild entspricht, oder Du zwischen den ersten Zeilen "Scheuklappen" VERMUTEST.

    Welche Argumente setzen Dich auf diesen hohen Thron?
     
  10. gratefulmac

    gratefulmac New Member

  11. Harlequin

    Harlequin Gast

    Es ist traurig, dass es immer noch Leute gibt, die Massenmord unterstuetzen, Realitaeten aus ideologischer Verbohrtheit nicht zur Kenntnis nehmen wollen und nachher dann behaupten, sie haetten von nichts gewusst.
    Auch heute mordet das Embargo wieder 120 Kinder.

    .
     
  12. Giadello

    Giadello New Member

    maiden, laß es ruhig. hc hat einen Zeit-Artikel gefunden, der Skepsis gegenüber dem Buch hegt - das reicht ihm erstmal, um Dich vermeintlich wieder auf Sand laufen zu lassen. Daß diese Skepsis eher dem Tonfall als dem Inhalt des Buches geschuldet ist; daß mithin dar keine inhaltliche Kritik am Buch geübt wird - das interessiert Euch anscheinend gar nicht, wenn Ihr Euch wieder seitenlang an(p)fla(u)men könnt.

    Daß auch die ZEIT tendenziös sein kann stellt sie des öfteren zur Schau, aber das nur am Rande...
     
  13. gratefulmac

    gratefulmac New Member

  14. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    *g*

    Am besten, man bleibt gleich bei der untendenziösen taz - aber das auch nur am Rande.
     
  15. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wo bleiben Deine Argumente?
     
  16. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Ich habe keine.

    Aber das weißt du doch schon.
     
  17. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    >In the food sector, the nutritional value of the monthly food basket distributed countrywide has almost doubled since 1996, from about 1,200 to over 2,200 kilocalories per person per day.<

    Stammt aus gratefulmacs UN-Link...und nicht aus der Roten Fahne.
     
  18. Giadello

    Giadello New Member

    hc:
    Wie sagte akiem? "Read my lips" oder, etwas weniger lyrisch: lies genau. Ich sagte: "auch".
    Die TAZ (nicht: "meine") macht wenigstens deutlich, daß sie tendenziös ist. So mancher Autor schießt dabei eher mal ein Eigentor - aber das passiert auch der FAZ und der SZ, deren behauptete Seriösität sie auch nicht vor Schnitzern und Ausrutschern bewahrt. Allerdings bleiben gute Artikel gleich gut, egal, wo sie publiziert werden und egal, was Du oder ich von der Zeitung halten. Der taz-"Hundesohn" (mein "Mittwochswort"-Link, auf den ich mich bezog)gehört zu den guten.
     
  19. maiden

    maiden Lever duat us slav

    eier hier nicht rum. Bring endlich was substanzielles, wenn Du die Glaubwürdigkeit von Leuten in Zweifel ziehst.
    Deine lauwarmen Einwürfe sind ein Armutszeugnis für Dich und Deinen Standpunkt.
     
  20. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    eben

    bleiben wir sachlich.

    Bei den vielen Threads zum gleichen Thema habe ich langsam den Eindruck , das es gar nicht um Bush/Saddam und was wird daraus, geht , sondern ...

    ich weiß nicht ?

    *ratlos*
     

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