Datenschützer gegen WinXP

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von eman, 27. Juli 2001.

  1. eman

    eman New Member

    Eine weitere Klage gegen WinXP wurde in den USA eingereicht. Seltsam dabei ist, dass die Kläger so tun, als hätte MS eine Verpflichtung gegenüber dem Kunden und diese ein Anrecht darauf, dass MS faire, ehrliche und funktionierende Software anbietet. Kein Mensch zwingt sie XP zu benutzen! Micosoft kommen diese Klagen sehr gelegen, implizieren sie doch, dass an Windows kein Weg vorbei ginge. Das ist kostenlose Werbung. Die Datenschützer würden MS viel schmerzlich treffen, wenn sie anstatt ein vermeintliches Recht einzufordern einfach mal darauf hinweisen würden, dass es außer Win auch noch andere vollwertige Betriebsssysteme gibt.
     
  2. zeko

    zeko New Member

    Dummheit oder pure Ignoranz???
    Klingt aber auch ein wenig nach geschicktem PR-Management seitens MS.
     
  3. SRALPH

    SRALPH New Member

    hi eman,
    was nützt es denn,wenn man auf apple hinweisst,wenn doch selbst apple-user die produkte von billy ausschliesslich nutzen?
    RALPH
     
  4. gizmo

    gizmo New Member

    bist du darüber im klaren, wieviele mac-user billy-programme nicht nutzen...?
     
  5. SRALPH

    SRALPH New Member

    leider kenne ich mac-user,die jahrelang schon mac-user sind und das komplette billy programm auf ihrem mac fahren und im forum gibt es auch sehr viele,die immer wieder sagen,billy's stuff ist das "beste".....
    ich möchte diese mac-user nur mal dann sehen,wenn sie mac os x und ie nutzen wollen,der unter mac os x KEIN java mehr unterstützt,dann ist der ie doch auf einmal auf dem gleichemm niveau wie iCab-also eine beta-version!!!!!
    aber wir werden auch wieder dafür rechtfertigungen hören....
    RALPH
     
  6. eman

    eman New Member

    >......wenn doch selbst apple-user die produkte von billy ausschliesslich nutzen?

    Das könne sie auch ruhig tun, dagegen ist nichts einzuwenden. Es geht hier vielmehr um die PC-User, die immer so tun als gäbe es nur Microsoft. Ich habe das öfter in der c't gelesen, wo sich die Leser über XP schon im Vorfeld aufgeregt haben, wegen der Registry etc. Da fragt man sich doch: Wenn sie es so scheiße finden, warum wechseln sie dann nicht?
    Im Server-Bereich hat ja schon länger ein Umdenken stattgefunden. Ok, in Richtung Linux. (Dazu auch eine schöne Geschichte, deren Link ich heute schon mal gepostet habe http://www.onlinekosten.de/news/artikel.php3?id=6440 )
    Fehlt nur noch das Umdenken bei den "Desktop"-Usern.....
     
  7. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Ich halte es für unrealistisch, alle Windows-User dazu zu bewegen, auf Windows zu verzichten. Das würde bedeuten, Millionen PCs umzukonfigurieren - auf was eigentlich? auf welchem Betriebssystem laufen denn alle die Windows- und teilweise noch DOS-Anwendungen? Und MAC OS zu benutzen würde bedeuten, MACs zu kaufen. Glaubt jemand ernsthaft, mittelständische und Großbetriebe würden sich diesen Stress machen?
    Man sollte sich dagegen mal fragen, ob man wirklich jedes neue Update unbedingt braucht oder ob es nur das zwanghafte Dabeiseinwollen ist, was einen von einem Update ins andere treibt.
    Ich benutze zum Beispiel noch immer MAC OS 9.04. Da laufen alle Programme, die ich brauche, sehr gut, Abstürze sind inzwischen äußerst selten geworden. Warum muss ich also unbedingt auf OS X umsteigen? Wenn ich die vielen Horrormeldungen hier im Forum höre, die sich auf OS X beziehen, habe ich das Gefühl, Steve benutzt all die vielen MAC-Fans als Betatester und lässt sie auch noch dafür bezahlen. Kennt ihr die Geschichte von Tom Sawyer, der den Gartenzaun streichen musste, seine Freunde einspannte und sogar noch daran verdiente? Steve ist ganz schön clever - Tom Sawyer ist übrigens auch sehr sympatisch und er ist der Hoffnungsträger in der Story, der Vergleich passt also ganz gut. Okay, ich gestehe zu, dass es Avantgardisten gibt, die von der ersten Stunde an dabei sein wollen und damit den Entwicklungsprozess fördern, aber für das Gros der Anwender gilt das nicht.
    Für die Windows User würde das bedeuten: Windows 2000 ist das beste Windows, dass es je gab, es kann alles, was ein professionelles System können sollte und läuft stabil, wenn man nicht dauernd daran herumpfriemelt und experimentiert. Warum also updaten und sich Microsofts paranoider Absicherungsstrategie unterwerfen? Das gilt auch für Office XP. Der Markt ist immer noch das beste Regulativ für solchen Unsinn. Wenn Billy merkt, dass er sich mit seiner Strategie nicht durchsetzen kann, wird er sie ändern.
    Ich hatte so ein Problem schon einmal mit der Texterkennung OmniPage (Windows-Version). Da gab es eine Version, wo ich bei jeder (!!!) Installation telefonisch oder übers Internet einen Schlüsselcode anfordern musste. Ich war wohl nicht der Einzige, der sich beschwerte und mit der nächsten Version hatte das Programm einen normalen CD-Key wie andere Programme auch.
     
  8. eman

    eman New Member

    Hi HirnKastl,
    ich mus Dir in vielen Punkten recht geben. Es ist unrealistisch, alle Win-User von ihrem System wegzubringen. Und man muss tatsächlich nicht jedes Update, -grade mitmachen.
    Der Kunde hat - wie auch Dein Beispiel OmniPage zeigt - Macht, die er aber nur selten zu nutzen weiß. Und eine Variante seiner Möglichkeiten wird in diesen Diskussionen nie erwähnt: Der Umstieg auf ein anderes System. Diese Option scheint in der öffentlichen Meinung nicht vorhanden zu sein. Ich habe mal in einen Leserbrief gelesen, wie sich jemand "auflehnt", so nach dem Motto: MS kann mir gar nix! Ich werde einen Teufel tun und angeben welche Komponeneten ich warum eingebaut habe! Ich werde nur nach der Reg-Nummer fragen, basta!...
    Toll. Sehr aufrührerisch. Aufmucken, sich aber im gleichen Atemzug der Sache fügen. Der Leser empfand sich wohl sehr libertär. Cool wäre es aber gewesen, wenn er zu Schluss gesagt hätte, dass er sich unter diesen Umständen einfach einen Mac kauft. Auch basta!
    Sicher können viele Firmen nicht einfach umsteigen und auch viele Endverbraucher wollen einfach beim PC bleiben (Spiele). Aber ein großer Teil von denen, die ohne weiteres umsteigen könnten, weiß noch nicht mal dass es einen Mac (oder andere Alternativen) gibt. Und die ganzen Klagen gegen MS dienen dazu, diesen Eindruck zu verstärken...

    Die Sache mit OSX sehe ich auch etwas kritisch. Daten sammeln ist ja gerade hoch im Trend. Apple leistet dazu auch seinen Beitrag mit der automatischen Softwareaktualisierung. Klar dass dabei erst die Festplatte durchgeschnüffelt werden muss. Aber is ja praktisch, gell?
    Mit OSX wird noch ein anderer Weg eingeleitet. Es ist einfach knackbarer als das alte OS. Behaupte ich jetzt einfach mal so. Für Unix gibt es massenhafte Tools zum hacken, wärend das Classic OS gerade bei sicherheitsrelevanten Netzten (Armee, BKA etc) sehr beliebt war, einfach wegen der Seltenheit der Eingriffsmöglichkeiten. Aber ich bin mal gespannt, wie sich OSX bis dahin entwickelt hat, wenn 9.x ausgediehnt hat.

     
  9. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Hallo eman,
    du hast Recht, wenn du sagst, dass viele Kunden ihre Macht nicht kennen und schon gar nicht nutzen. Ich habe mir vor eineinhalb Jahren einen MAC gekauft und es nicht bereut. Es arbeitet sich sehr angenehm mit dieser Maschine. Trotzdem bin ich vor allem beruflich viel mit Windows-PCs beschäftigt. Wenn ich mir vorstelle, dass die vielen Leute, die damit arbeiten, ihre ganzen Geschäftsvorgänge auf MACs umstellen sollen, sehe ich schwarz. Man muss sich auch in der MAC-Welt daran gewöhnen, dass Vielfalt erstrebenswert ist, weil sie das Geschäft belebt - mir hat Apple Works zum Beispiel nicht gereicht (Kompatibilität mit Geschäftspartnern), was hab ich also gemacht? Office 2001 gekauft und schon bin ich kompatibel mit der PC-Welt. Dieses Office-Paket kann mehr, als ich jemals brauchen werde. Die wesentlichen Fehler kenne ich inzwischen auch. Wenn ich denke, dass ein neues Office höchstens neue Assistenten, Knöpfchen und Verblödungsfunktionen bringt, warte ich seelenruhig so lange, bis ich einen echten Grund habe, upzudaten. Mit MAC OS X mache ich es auch so. Warum geben wir den Hard- und Softwareherstellern nicht das Gefühl, dass wir auf halbgare Hard- und Software pfeifen, dass wir, wie in jedem normalen Geschäft, einwandfreie Ware zum fairen Preis haben wollen? Aber da ist das Verlangen nach Neuem, die Sehnsucht nach dem vermeintlich Besseren, die uns immer wieder in die selbe Falle tappen lässt ...
     
  10. Xboy

    Xboy New Member

    @SRALH

    -....der unter mac os x KEIN java mehr unterstützt,dann ist der ie doch auf einmal auf dem gleichemm niveau wie iCab-also eine beta-version!!!!! -

    Hast du nich mitbekommen, dass der IE für OS X nur ne REVIEW-Version ist???

    Ich bin stolz sagen zu können, dass mein Mac Viren.. ÄHM MICROSOFT FREI meinte ich narütlich ist!

    Liebe Grüsse,

    Mario
     
  11. eman

    eman New Member

    Hi HirnKastl,

    >Man muss sich auch in der MAC-Welt daran gewöhnen, dass Vielfalt erstrebenswert ist, weil sie das Geschäft belebt ...

    Deswegen habe ich auch nichts dagegen, dass MS-Produkte genutzt werden. "Office" ist Standard, warum auch nicht?
    Aber bei einem Marktanteil von Apple-Systemen, der bei 3% liegt kann man auch nicht gerade von "Vielfalt" sprechen, sondern eher von "Einfalt" (in jedem Sinne) und Monokultur seitens MS. Ich schätze, dass selbst die Microsoft-Produkte besser wären, wenn man Abwanderung zur Konkurrenz befürchten müsste. So aber kann MS schalten und walten wie es möchte, denn der Kunde bleibt treu.
     
  12. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Hallo eman,
    ich stimme dir zu. Also, wie kann man es den Langweilern in der PC-Welt schmackhaft machen, mal was Neues zu probieren, ein wenig Mut aufzubringen, die Hard- und Software umzurüsten und das Gefühl zu genießen, etwas Tolles geschafft zu haben? Wie kann man ihnen klar machen, dass so etwas das Selbstwertempfinden steigert und das Gefühl vermittelt, ein gewisses Maß an Unabhängigkeit und innerer Freiheit gewonnen zu haben, indem man sich von festgebackenen Vorstellungen befreit hat? Ein Tritt in den Hintern wird nicht reichen, Apple und die Softwarefirmen müssen schon attraktive und einfach zu realisierende Angebote machen, damit der Kunde sich eben mal ein anderes System gönnt, so wie er es zum Beispiel auch mit seinem Auto tut.
     
  13. MACrama

    MACrama New Member

    review?
    ich denke du meinst preview... ;-)

    ra.ma.
     
  14. MacJester

    MacJester New Member

    Hab ne Zeitlang IE benutzt... habs aber gestern Rausgekickt, weil dieses verf***** ding Java anscheinend nicht so perfekt beherrst...
     
  15. Xboy

    Xboy New Member

    @ ra.ma

    Ja, ja!! Sollte PREVIEW heissen, seit meine Tastatur abgesoffen ist, klemmt das P manchmal!

    Sorry,

    Liebe Grüsse, Mario
     
  16. SRALPH

    SRALPH New Member

    hi e-man,
    wie soll man dem jemand erklären,dass es ohne billy nicht mehr geht,nur weil die menschen nicht verstanden haben,sich zu wehren?
    wenn eines tages das betriebssystem "windows" in all seinen formen für den endverbraucher wirklich ein gewinn ist,dann werde ich aufhören gegen die geschäftspolitik von "microsoft" zu kämpfen,weil es dann für den nendverbraucher keinen nachteil mehr gibt,aber die gegenwart sind leider völlig anders aus und da werde ich auch mac-user zum umdenken bewegen,denn wenn es eines tages nicht mal mac os geben sollte,dann hat die menschheit verloren.....!
    ich habe immer hoffnung,dass es eines tages alle menschen verstanden haben,welche möglichkeiten ein system hat,was für uns menschen förderlich statt hinderlich ist und in diesem sinne halte ich immer meinen kopf hoch!
    RALPH
     
  17. SRALPH

    SRALPH New Member

    s benutzen oder findest du die deutsche bank,der konzern der "frankfurter allgemeine".....ein kleines unternehmen?
    so lange billy boy alternative konzerne durch seine dominanz unterdrückt und der endverbraucher dadurch einen nachteil hat,so lange müssen die produkte dieses konzernes unterdrückt werden und für uns normale user gibt es wirklich viele sehr gute alternativen weit weg von billy's stuff,aber der einzelne muss sich dafür auch die zeit nehmen und nicht nur das ihm "hingeworfene fressen" schlucken,damit meine ich,dass er mal auch andere tools ausprobiert...aber meine meinung sollte doch allmählich bekannt sein....
    RALPH
     
  18. zeko

    zeko New Member

    >>Deswegen habe ich auch nichts dagegen, dass MS-Produkte genutzt werden. "Office" ist Standard, warum auch nicht?<<

    Heute hat mich Outlook (Wintel-Version) wieder mal geärgert, und da ist mir dein Posting eingefallen.
    Ich verstehe wirklich nicht wie solch "Schrott-Programme" mehr oder weniger zu einem "Standard" werden können.
    Ist es vielleicht, weil sie ein "Eigenleben" entwickeln und generell das tun was sie wollen???

    Haben wir diesen ständigen Drang nach Dingen wie "Tamagochis"?

    Schon mal in Frontpage probiert die Textmarke hinter eine Tabelle zu platzieren?
    Keine Chance - und es arbeiten so viele schon mit dem Programm. §*"@*&*
    Oder, in Word (bzw. auch Outlook) gewisse Formatierungen los werden, die man nicht mehr haben will?

    Beispiel:
    Ein im Outlook erstelltes eMail wird als Entwurf gespeichert. Dann erstellt man ein neues eMail-Dokument und markiert den Text im eMail, das man als Entwurf gespeichert hat und kopiert den Inhalt in das neue eMail.
    Bei gleicher Schrift(grösse, etc.) sind plötzlich die Abstände zwischen den Zeilen auf das doppelte angewachsen. Wobei dies sowieso einem eigenen Gesetz folgt und mich "rasend" macht!

    Beispiel2:
    Angenommen die Schriftart für ein "Standard-Dokument" ist auf Tahoma eingestellt, und man öffnent also ein Standard-doc (normal.doc), fängt an zu schreiben, bekommt plötzlich Lust auf die Schriftart "Verdana" (oder egal was), so hat man aber Pech gehabt. Denn "alles markieren" und die neu gewünschte Schriftart auswählen nützt zumindest in EINER (der letzten) Zeile nichts.

    Ich kann wetten, dass dies im OfficeXP genauso, für meine Begriffe "Fehlerhaft" weiterbesteht.

    Hal lässt grüssen
     
  19. eman

    eman New Member

    >Ich verstehe wirklich nicht wie solch "Schrott-Programme" mehr oder weniger zu einem "Standard" werden können....

    Windows ist Standard. VHS ist/war Standard. Audio-CDs sind Standard.
    Das sagt noch nichts über die Qualität aus.
     
  20. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Hallo RALPH,
    du hast natürlich recht, es gibt sicher auch ein paar Großunternehmen, mittelständische Betriebe und eine Menge private Nutzer auf der Welt, die MACs benutzen und Freude daran haben, aber bei dem relativ kleinen Marktanteil, den Apple hat, können es nicht so schrecklich viele sein, auch wenn die Deutsche Bank dabei ist. Und es führt nun mal kein Weg daran vorbei, dass die Umstellung der EDV auf andere Geräte mit einem anderen Betriebssystem für die meisten ein Mordsstress ist. Das tut man als Unternehmen nur, wenn es sich lohnt, weniger aus idealistischen Gründen.
    Ich denke, die Software-Firmen haben eine Chance, Billys Macht zu brechen, indem sie parallel zu ihren Entwicklungen für die Windows-Welt auch für MAC und Linnux produzieren, was natürlich zunächst noch nicht so viel Gewinn abwirft, weil der Markt so klein ist. Es könnte sich jedoch lohnen, die Software billig oder sogar kostenlos abzugeben, damit der Markt sich schneller vergrößert. Wenn ich weiß, dass ich all die schöne Software auch für MAC und Linnux zu billigen Preisen haben kann, muss ich nicht zwangsläufig zu Windows greifen um auf der "sicheren" Seite zu sein, dann kann ich mein System nach anderen Gesichtspunkten auswählen. Aber das wäre nur eine Schiene. Auch die Hardware-Hersteller sollten mehr auf Vielfalt setzen und sich nicht so eindimensional auf Windows konzentrieren. Es dämmert ja langsam, dass Hardware für den MAC nicht unbedingt teurer sein muss als für den Windows-PC.
    Es gibt ein paar Firmen, die das schon erkannt haben und danach handeln. SUN hat zum Beispiel das Office Paket STARWRITER aufgekauft und gibt es für Linnux-Rechner kostenlos ab. Von Corel gibt es ähnliche Bestrebungen. Aber das reicht noch lange nicht, um Billy das Fürchten zu lehren und ihn dazu zu bringen, seine Strategie zu ändern.
    HirnKastl
     

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