Datensicherung auf DVD

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von wolefolf, 16. Januar 2004.

  1. wolefolf

    wolefolf New Member

    Liebe Leute,

    Habe schon etliches negatives über das Thema gelesen.:angry:
    Welche Alternative habe ich? Oder sind die neueren Brenner inzwischen besser geworden?
     
  2. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Also die Hersteller der beschreibbaren DVDs protzen inzwischen damit, dass ihre Medien eine Lebenserwartung von 200 Jahren erreichen sollen: Das müßte für eine sichere Datenablage eigentlich ausreichen, oder?

    Alternativen sind nach wie vor nur Magnetbänder diverser Formate, die erstens prinzipbedingt nicht viel länger als 10 Jahre lagerfähig sind, und für die es zweitens (nach meiner Einschätzung) aufgrund der vielen konkurrierenden Formate bei gleichzeitig geringen Stückzahlen in 10 Jahren ohnehin keine Lesegeräte mehr geben wird.

    ciao, maximilian
     
  3. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Die Lebensdauer der DVD ist weniger das Problem. Heikel ist die gegenwärtige oft schlechte Brennqualität auf DVD-R/+R bzw, -RW/+RW-Medien.

    Leider hat man als Anwender (noch) keine Möglichkeit, nach dem Brennen festzustellen, ob die Scheibe nun gut oder schlecht gebrannt wurde. Lesbar kann sie nämlich auch dann sein, wenn die Qualität schlecht ist.

    Nur führt dann bereits das kleinste Stäubchen oder Kratzerchen dazu, dass die DVD unlesbar wird, weil die Fehlerkorrekturmechanismen bereits voll ausgereizt sind.

    Bei guter Brennqualität hingegen gibt es viel Reserve für Fehlerkorrektur, d.h. treten Lesefehler auf, können die korrigiert werden.

    Der wirklich sicherste Datenträger ist zur Zeit die MO-Disk (Magneto-Optical). Diese Disks sind gut gegen Verschmutzung geschützt (in einer Catridge) und sind zudem absolut unempfindlich gegen Hitze, Licht und Magnetfelder. Ich selber verwende MO-Disks seit Jahren (kürzlich gerade auf 2.3GB aufgestiegen) und bin damit sehr zufrieden. Alle MO-Formate sind zudem vollkommen abwärtskompatibel. Einziger Nachteil: Relativ langsam beim Schreiben (ca. 1MB/s).

    Etwas besser als DVDs sind DVD-RAM. Die sind zumindest in einer Schutzhülle (Catridge) drin. Allerdings ist die Schreib-/Leseleistung eher dürftig und zudem ist die DVD-RAM nicht sehr verbreitet.

    Von Bändern würde ich abraten, es sei denn, es geht um duzende oder hunderte Gigabytes. Dann sind Magnetbänder eh die einzige Möglichkeit zur Datensicherung. Die Nachteile der Bänder sind aber gravierend: Sehr empfindlich gegen Magnetfelder, Bandsalat, Schmutz. Magnetbänder müssen deshalb bei einem seriösen Backup-Konzept immer doppelt oder mehrfach (inkrementell) geführt werden und zudem von Zeit zu Zeit verifiziert und umkopiert werden.

    Gruss
    Andreas
     
  4. wolefolf

    wolefolf New Member

    Genau mein Problem.:klimper:
    Pro Tag ca 1-4 CD-s aber wer hat schon jeden Tag Zeit zu brennen.
    Die MO sind ne gute Idee. Gibts blos kaum noch.
    Habe zwar ein 2,3-er Laufwerk. Es fehlen die Cartridges.
     
  5. AndreasG

    AndreasG Active Member

    :confused: Wieso soll es die kaum noch geben? 2.3GB ist ja erst letzte Jahr rausgekommen, 4.3GB ist in den Startlöchern. Medien bekomme ich für umgerechnet 22 Euro (2.3GB), 1.3GB sind etwas billiger, lohnt sich preislich aber nicht, wenn man ein 2.3GB-Laufwerk hat.

    Wo ist denn Dein Problem?

    Gruss
    Andreas
     
  6. Tambo

    Tambo New Member

    Ne Alternative wären externe Festplatten; ich weiss Andreas mag IDE nicht besonders:wink:

    Ich halts jedoch so: intern alle files 1 x gespiegelt, plus zusätzlich eine externe.
    Sind die Platten dann voll, werden sie ausgetauscht, die beiden vollen wandern ins Archiv... zusätzlich jede KundenCD einfach ein mal mehr gebrannt.
    DVD als backup wurde mir zu zeitaufwendig...
     
  7. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Na ja, habe mich mittlerweile an iDE gewöhnt. Aber meinen beiden SCSIs vertraue ich schon ein wenig mehr ;)

    Backup auf IDE-Platten ist natürlich super einfach - zwar nicht gerade billig, aber wenn es wirklich viele Daten sind, relativiert sich das natürlich.

    Nachteil: HDs sollte nicht allzu lange ungenutz gelagert werden (max 1/2 Jahr habe ich mal gelesen), dann müssten sie zumindest mal wieder hochdrehen können. Weiterer Nachteil: IDE wird durch Serial-ATA abgelöst und die neuen G5 haben nur noch S-ATA. Wie also alte Platten anschliessen? Ok, über externe Gehäuse und FiWi müsste das noch klappen, stimmt ;)

    Ich finde aber: Wichtiger noch als die Frage, worauf man seine Backups macht ist, dass man überhaupt "backupt".

    Gruss
    Andreas
     
  8. Tambo

    Tambo New Member

    Die Festplatten sind mittlerweile günstig, rechne mal aus: 120 GB-Platte (100 € ) gegen 30 DVDs (gute Qualität) da bleibt nicht mehr viel Luft fürs Brennen, zusammenstellen, Katalogisieren der DVD...

    Das mit dem rumliegen wäre mir neu, meine Recherchen haben ergeben, dass das nix macht.... -->S-ATA, behalte später den G4MDD als server... 4 Platten, Grösse bis 380 MB...

    Gruss, tAmbo

    Nachtrag:

    Mache das nun seit ein paar monaten so, ist das einfachste und schnellste backup.
    Vorteile:
    -Datensicherheit bevor 4.2 GB angesammelt sind..
    -Die letzten 100 Gigas sind jederzeit im Zugriff, anstelle in der DVD-Box suchen (trotz iVMP)
     
  9. Tambo

    Tambo New Member

  10. wolefolf

    wolefolf New Member

    Mein Problem besteht in erster Linie darin, daß es ein gewachsenes CD-Archiv gibt, wo jeder daraufzugreifen kann, wenn er mal was sucht (Mit jeder sind so 7-10 Grafiker in der Agentur gemeint).:crazy:
    Also bleibt ja fast nur DVD-RAM übrig, denn lesen sollte die jeder können:confused: ?
    Als Server ist demnächst ein G4 8?? MHz mit OSX 10.3 Server im Einsatz, wobei das Raid auf ca. 600 GB :D hochgefahren wird.
     
  11. petervogel

    petervogel Active Member

    tambo, bei deiner strategie würde mich persönlich aber folgendes bedenklich machen:
    es soll für festplatten wirklich nicht so toll sein, wenn sie nie laufen. ob es viel bringt die dinger alle paar monate in ein gehäuse zu bauen und sie dann für eine stunde laufen zu lassen?
    festplatten können von heute auf morgen kaputt gehen. was machst du, wenn so eine platte plötzlich nicht mehr lesbar ist? dann sind gleich 120 oder mehr GB an daten hinüber. um halbwegs sicher zu sein müssten dann die älteren daten auf zwei platten gespiegelt archiviert werden. das wird dann schon etwas teuerer und im grunde genauso teuer, wie wenn man seine daten je 2x auf dvds brennt. letztere variante finde ich sicherer, da selbst wenn beide dvds eines backups nicht mehr gelesen werden könnten, man nur 4+ GB an daten verloren hätte und nicht gleich 100+ GB.
    just my 2 cents:wink:
     
  12. Tambo

    Tambo New Member

    @wolefolf

    Dss umbrennen auf DVD ist ziemlich zeitaufwendig; da wäre ne CD-Kopie einfacher, und dann nur einen Satz rausgeben, der zweite ist im safe. Mit iVMP katalogisieren, da lässt sich die jeweilige CD bei jedem Bild erkennen, iVMP-Kataloge auf jedem Rechner
    --> jeder darf nur von den kopien ausleihen
     
  13. petervogel

    petervogel Active Member

    warum auf dvd umbrennen? ich lasse meine cds so wie sie sind und brenne jetzt auf dvd. hatte halt vorher keinen dvd brenner.
     
  14. Tambo

    Tambo New Member

    Peter: ok, ein bestimmtes Restrisiko bleibt:

    Habe 2 interne, reine Datenplatten, die werden abgegelichen, beim shoutdown.
    auf eine externe FW platte wird nochmals abgeglichen. 2 Platten (mit tiffs, RAW und psd) kommen dann ins Archiv. Plus noch die Kunden-CD, (tiffs only) da es einfach ist schnell noch ne weitere Kopie zu brennen. Das müsste doch reichen...

    >warum auf DVD> bezog sich nicht auf Dich; Dein posting kam rein, als ich meine Antwort schrieb.....
     
  15. petervogel

    petervogel Active Member

    naja, wenn du die tiffs extra auf cd hast, dann haste es ja dreifach gemobbelt:wink:
    sollte wohl reichen, um auf nummer sicher zu gehen.
    es gibt jetzt von lacie glaube ich eine terrabite platte. wie wäre es mit zwei von denen?
     
  16. Tambo

    Tambo New Member

    bei LaCie kann man nicht x welche Platten reinhängen, -->hat mir zumindest der techniker gesagt... Firmware und so gschichten...
     
  17. MacELCH

    MacELCH New Member

    Am Mac mach ich es per externer FW Platte Lacie 250 GB. Ansonsten wöchentliches Netzbackup im Institut meiner allgemeinen Daten , täglicher Netzbackup meiner Email und aktuell bearbeiteten Sachen.

    An der SGI hab ich ein DDS4 Bandlaufwerk (leider ebenfalls relativ langsam ca. 2 h für 40 GB). Bisher keine negativen Erfahrungen damit gehabt, allerdings kann es passieren, daß die Tapes nicht an anderen Laufwerken funktionieren - sehr häufig hatte ich Probleme von SGI auf Linux.

    Wegen der Geschwindigkeit würde ich auch eher eine FW400 oder FW800 Platte einsetzen.
     

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