Den Radsport kann man vergessen ...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von pewe2000, 16. Februar 2011.

  1. pewe2000

    pewe2000 New Member

  2. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Dass Radsport ein Dopingsport ist, ist ja nichts Neues. Aber dass immer wieder Menschen die Glotze einschalten, um sich das anzusehen oder sogar hinfahren, um live dabei zu sein, wenn diese Drogenabhängigen die Berge hinaufrasen... :shake:
     
  3. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Onkel pewe, bitte nenne mir einen Leistungssport mit halbwegs guten Verdienstmöglichkeiten, bei dem _nicht_ pharmakologisch optimiert wird. Findste das nicht selber albern, was du da treibst? Das erinnert mich an die Kollegen, die sich über Fingerabdrücke auf dem iPad beschweren.
     
  4. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    »Inhärent« trifft es recht gut: »Dem Leistungssport ist Doping inhärent.
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich glaube, dass es keine Sportart gibt, die verseuchter ist als der Radsport. Mir ging es aber um das Skandal-Urteil: wie viele daran beteiligt sind und das fast ein ganzes Land dabei mitmacht. Das zumindest ist in Deutschland anders, da werden Dopingbetrüger eher geächtet. Und das ist gut so.
     
  6. MACaerer

    MACaerer Active Member

    Doping mit Clenbuterol bringt wohl am ehesten etwas bei Leistungssportlern in Ausdauersportarten. Der Radsport ist dafür wohl das Paradebeispiel, aber auch im Ski-Langlauf gibt es genügend negative Beispiele. Warum zum Teufel gibt man das Doping nicht endlich frei? Dann können sich die Doper wenigstens keine Vorteile gegenüber den "sauberen" Sportlern erschleichen. Dadurch würde sich die ganze Doperei als ad absurbum erweisen.

    MACaerer
     
  7. maximilian

    maximilian Active Member

    Dann gäbe es halt gar keine „sauberen“ Sportler mehr, denn die wären chancenlos. Wer sich zukünftig aufgrund von Talent und Neigung für eine Karriere als Leistungssportler entscheidet, würde damit eine erhebliche Reduzierung seiner Lebenserwartung, verbunden mit lebenslangen, unangenehmen Nebenwirkungen der Dopingmedikamente in Kauf nehmen. Das würde Leistungssportler wieder zu einer Art von Gladiatoren machen. Eigentlich ein großer Schritt zurück, wie ich finde.

    Ich glaube eher, dass nur drastische Maßnahmen wirklich helfen. Die Aussicht auf eine lebenslange Sperre für den ertappten Sportler und ein lebenslanges Berufsverbot für seinen Arzt würde vielleicht abschreckender wirken als die Pipistrafen, die denen momentan drohen. Wenn ich bei meiner Arbeit irgendwelchen unerlaubten Blödsinn mache, nehmen sie mir auch meine Lizenz weg. Und zwar für immer. Juristisch scheint das also durchaus möglich zu sein.
     
  8. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Also wenn ein Schreiner besoffen ist, wird ihm zwar gerne mal gekündigt. Aber Berufsverbot gibt das keines. Könnte also mit deiner Tätigkeit zusammenhängen …
     
  9. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Also von mir nicht. Ich steh’ dem sehr teilnahmslos gegenüber.
     
  10. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ich wage zu behaupten das das heute schon Realität ist. Im American Football scheint großer Konsens zu herrschen das dieser Sport, so betrieben wie es heutzutage üblich ist (inkl. Steroidnutzung und heftiger Medikation um auch mit Schmerzen/Entzündungen/Verletzungen im allg. spielen zu können) keineswegs gesund und die Gefahr nach ein nur wenigen Jahren als Invalide daraus hervorzugehen hoch ist. Das wird zuweilen auch als Rechtfertigung für die hohen Gehälter herangezogen – Jedes Jahr muss sich hier lohnen da keiner weiss wie lange er den Zirkus durchhalten kann.

    Ich bin aber auch der Meinung das eine Freigabe von Doping keine Lösung ist da bald nicht mehr die sportliche Leistung sondern nur noch der Grad an Lebensverachtung gemessen werden wird. Die Skrupellosesten werden gewinnen, so lange bis sie tot vom Fahrrad fallen, auf dem Rasen umkippen oder im Wassergraben ersaufen.

    Doping muss verboten bleiben. Wenn es den Sportverbänden daran gelegen wäre das wirklich weitestgehend zu unterbinden (Ganz wird ja nie möglich sein) dann müssen sie eben nur noch gewissenhafter kontrollieren (Kostet halt Geld und bringt, im Erfolgsfall, nur Verdruss – kein Wunder das die Motivation da stets gering ist)
     
  11. maximilian

    maximilian Active Member

    Natürlich hängt das mit meiner Tätigkeit zusammen, was denn sonst? Weil meine Tätigkeit eben in mancher Hinsicht dem Leistungssport nicht unähnlich ist, habe ich diese Parallele auch gezogen. Wenn ich bei dem Versuch erwisch werde, mir mit unerlaubten Hilfsmitteln meine körperliche und gestige Leistungsfähigkeit an die merkwürdigen Arbeitszeiten anzupassen, dann ist ab diesem Moment für mich die Karriere zuende. Warum um alles in der Welt soll das bei einem Berufssportler anders sein?
     
  12. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Vielleicht weil er keine Passagiere auf seinem Radl befördert?!
     
  13. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Hätte auch verheerende Folgen, wenn so ein Radsportist an ein Hochhaus fährt. Explosionen, Feuersbrünste, zerschmetterte Körper allerorten!
     
  14. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Doping funktioniert doch nur, wenn es nicht alle machen, es verboten ist. Weil sich dann Einzelne dadurch Vorteile verschaffen können. Im Radsport sind das natürlich keine Einzelnen, sondern da hat man das Verbot quasi schon abgeschafft, sind Nichtdoper die Ausnahme. Nur hat letztlich keiner etwas davon, weil die Letzten Letzte bleiben, hoch bis zum Ersten, der Erster bleibt. Einen Unterschied gibt es natürlich: Das krasse Spiel mit der eigenen Gesundheit und der Lebenserwartung.
     

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