Der absolute Energiewahnsinn

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Macziege, 15. September 2004.

  1. Macziege

    Macziege New Member

    mal auf den Punkt gebracht.

    Wie lange soll das noch weitergehen?
     
  2. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Hoffentlich noch länger!!

    Ich zahle lieber erheblich mehr für meinen Strom und finanziere so eine ernsthafte Suche nach neuen Lösungen für unser Energie-Problem.
    Wenn ich mir ansehe wie Amerika und vor allem China mit Energieerzeugung und auch -Verbrauch umgehen wird mir speiübel!
    Da lass ich mich lieber auslachen!
     
  3. CosmoVitelli

    CosmoVitelli New Member

    ziemlich schwacher Artikel. Energie wird in den nächsten Jahren knapp und teuer. Das ist das Fazit des Weltenergiekongresses. Man geht von einem zusätzlichen Bedarf von 40-50% aus. Was ist dann für eine Volkswirtschaft fatal wenn sie nach Möglichkeiten sucht und diese dann auch einsetzt um aus der Abhängikeit von fossilen Brennstoffen heraus zu kommen. Ich möchte mal diese Schwachmatenrechnungen sehen, die den Verlust von Arbeitsplätzen ermitteln.
    Cosmo
     
  4. Macziege

    Macziege New Member

    Man muss die Sache doch auch mal relativieren. Natürlich sollte man Alternativen zur fossilen Energien suchen und auch ausprobieren. Doch das relativ kleine Deutschland mit dem relativ kleinen Bevölkerungsanteil kann doch, auf die Masse gesehen, alleine nichts ausrichten. Wenn alles sinnvoll und nicht nur ideologisch durchgeführt und geplant würde, könnte man eine gewisse, im geeigneten Rahmen durchgeführte Vorreiterrolle ja noch akzeptieren. Wenn ich aber sehe, wie bereits heute schon die Landschaften verschandelt werden durch Energieerzeuger, dessen Wirkungsgrad die Energie unbezahlbar macht, darf man doch wohl auch die Frage nach dem Sinn des ganzem Stellen.

    Verteuern darf man die Energie nicht, sonst wandert die Industrie ab, also werden die Steuerzahler belastet um das Geld für die erforderlichen Subventitionen hereinzubekommen. Das Geld fehlt dann wieder für den ohnehin schon zu schwachen Konsum.

    Würde man z.B. die Länder in sonnenstarken Regionen mit Solartechnik unterstützen, statt mit Geld, wäre das meines Erachtens ein richtiger Weg.

    Würden große, bevölkerungsreiche Ländern unseren Weg mitgehen, könnte dich Changengleichheit ja noch gesichert sein. Da das nicht geschieht, wird unsrem Land, von den verantwortlichen Politikern Schaden zugefügt, und das verstößt gegen den Eid, den sie beim Amtsantritt geleistet haben.
     
  5. Singer

    Singer Active Member

    Prozesse, die den Planeten vergiften und die Atmosphäre zerstören, müssen gestoppt werden - Arbeitsplätze hin oder her. Da haben die Generationen vor uns auf unsere und unserer Kinder und Enkel Kosten mit Ressourcen geaast und mit Müll und Emissionen nicht geknausert. Wenn jetzt Länder wie China einen ähnlichen Weg einschlagen, wird es zappenduster.

    Mehr Aufwindkraftwerke braucht die Welt:

    Klar verschandeln sie die Landschaft, aber man bekommt nicht Krebs von ihnen. Kein tödlicher Müll, der die Volkswirtschaften noch der überübernächsten Generationen belastet, kein CO²-Ausstoß. Wären ideal für Schwellenländer mit viel Wüste; es läßt sich halt nur recht wenig Geld damit verdienen, denn einmal gebaut laufen diese Dinger einfach so vor sich hin; die Wartung ist nicht sonderlich personalintensiv…

    http://www.energieinfo.de/eglossar/node6.html

    Der Artikel ist schon was älter; mittlerweile wird in Australien eine große Anlage dieses Typs gebaut.
     
  6. donald105

    donald105 New Member

    Ganz recht. Ich lade dich ein, am niederrhein die braunkohlegruben zu besichtigen.
    Wobei- die verschandeln die landschaften nicht. Da gibt es keine landschaft mehr.
     
  7. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Natürlich nutzen Investitionen in neue Energieformen mir Heute und vermutlich auch nächstes Jahr noch überhaupt nichts (im Gegenteil, sie kosten ja einiges an Geld). Aber wenn ich nur auf MEINEN unmittelbaren Vorteil aus bin und dentsprechend handeln würde, dann bräuchte ich auch keine Mülltrennung vorzunehmen, kein Benzin zu sparen und mich auch sonst nicht weiter um Ökologische Belange scheren. In meiner Lebenszeit wirds mich wahrscheinlich eh nicht mehr treffen.
    Verantwortlich handeln bezieht sich eben auch auf die Zukunft, und ich kann Menschen, die über einen zeitlichen Horizont von 10 Jahren hinaus denken nur beglückwünschen und unterstützen!

    Sollen andere sich auf Gedeih und Verderb der Konjunktur und dem Konsum unterordnen, irgendwann werden Sie sich den Strom für Ihre 13 HIFI-Mini-Anlagen und 6 Fernsehgeräte nicht mehr leisten können!
    (Das soll jetzt gar nicht so Öko Rüberkommen, ich bin durchaus ein Hifi-Fetischist, aber das Konsum-Argument geht mir in unserem Wohlfahrtsstaat einfach total auf den Senkel)

    China hätte mit seiner schieren Masse (Geld und Menschen) die Chance eine eine gänzlich neue Industrie, mit z.B. Hydrogen-angetrieben Fahrzeugen aufzubauen und Ihr Milliardenvolk auf verträglichere Weise Mobil zu machen. Leider wird aber die schnellere, billigere und vor allem ökologisch und auch ökonomisch katastrophale Lösung bevorzugt und zur Umsetzung gebracht. Das Land rüstet sich (mit freundlicher deutscher Unterstützung, scheinheiliges Pack!) mit Millionen von Benzinmotoren aus, beschleunigt so den weltweiten Verbrauch von fossilen Brennstoffen und katapultiert den C02 Ausstoss in ungeahnte Höhen...
    Wir mit unseren 2,3 Autos (die Hälfte davon sind 3l Hubraum SUV-Monster von kindischen Vorstadtabenteurern) pro Einwohner können uns leider nicht hinstellen und und mit dem Finger zeigen. Das einzige was wir guten Gewissens tun können und auch sollten, ist mit aller Kraft (Nämlich Geld, der einzigen von der wir im Internationalen Vergleich genug haben) an Lösungen zu arbeiten!

    Ich pfeif auf Chancengleichheit heute, ich will lieber verhindern das meine Kinder (die da noch kommen sollten;-) in einem Weltkrieg Ihre letzten Kanister Erdöl verteidigen müssen.
     
  8. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ökonomie geht vor Ökologie!

    Basta!

    Scheiߒ der Hund auf die für uns negativen Folgen.

    Wenigstens ist MacZiege konsequent.
     
  9. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo,

    irgendjemand scheint ein aktuelles Interesse daran zu haben, dieses Thema in allen Medien hochkochen zu lassen.
    Warum ausgerechnet jetzt, ist mir absolut schleierhaft, die Preisentwicklung bei den Energiekosten fängt so langsam an, selbst unwirtschaftliche erneuerbare Energiequellen rentabel zu machen. Und wenn die uns ständig vorgerechneten Kosten für das Amerikanische Irak-Verbrechen auf die eroberten Öl-Barrels umgelegt würden, wäre es inzwischen schon günstiger, den Strom mit Tretmühlen zu erzeugen, die von voll bezahlten Top-Managern angetrieben werden.

    Egal - weil ich erst kürzlich zum selben Thema (die angeblich "hochsubventionierte" Windenergie) in einem anderen Forum schon eine Antwort geschrieben habe, und mich ungern wiederhole, zitiere ich mich jetzt einfach selbst:


    x y <x.y@a.b> wrote:

    > Naja, in erster Linie liefern sie hochsubventionierten Strom,

    ... die auf unbestimmte Zeit in die Zukunft verschobenen Kosten für die Beseitigung der langfristigen Folgen unserer heutigen Stromerzeugung mit Kohle, Kernkraft und Öl/Gas werden um Größenordnungen über den Subventionen liegen, die wie heute für Wind- und Sonnenernergie ausgeben.

    > ... der leider auch immer eine zusätzliche konventionelle Stromversorgung
    > nötig macht,

    Dieses "leider" ist leider richtig und wird sich nur durch eine (noch zu entwickelnde bzw. zu perfektionierende) Speichertechnologie beseitigen lassen.

    > ... weil die Stromerzeugung von Windrädern höchst ineffezient ist und
    > ungleichmäßig.

    Ersteres: Falsch. Unter den "regererativen", "alternativen", "additiven" (oder wie immer man sie nennen mag) Stromerzeugungsverfahren ist die Windenergienutzung die effizienteste. Ein Windenergiekonverter an einem günstigen Standort (Küste!) kann den zu seiner Herstellung erfoderlichen Energieaufwand in weniger als einem halben Jahr "einfahren" und liefert ab diesem Zeitpunkt "Gratisstrom". Ein photovoltaischer Solarkollaktor dagegen braucht zwischen 8 und 10 Jahren, um nur den Strom zu erzeugen, der zu seiner Herstellung erforderlich war. Erst nach dieser Zeit produziert er einen Stromüberschuss.

    Zweitens: (ungleichmäßig) Größtenteils richtig, wobei die Gleichmäßigkeit hier je nach Standort stark variiert,

    > Insofern wären die Subventionen in Sonnenenergie und Geothermik m.E.
    > besser investiert,

    Sonnenenergie ja, soweit sie der Erzäugung von Wärme dient, denn hierbei
    erreicht sie bei geringen Anlagenkosten eine hohe Effizienz. Nein, wenn es um die Stromerzeugung geht. Geothermik läßt sich wirtschaftlich und energieöknomisch sinnvoll nur an ganz wenigen Standorten in Deutschland nutzen.

    > erstens ist das wohl effizienter (Physiker mögen mich aufklären,
    > wenn dies eine Fehlinformation ist ;-)),

    Was das "effizienter" angeht: Siehe oben. "Physiker" bitte ich, durch "Ingenieur" zu ersetzen.

    > zweitens wird halt die Landschaft nicht zerstört

    Um mit photovoltaischen Solarkollektoren den Strom eines mitteleren Windenergiekonverters zu erzeugen, müßte man etwa einen Hektar Land mit schräggestellten Kollektoren belegen. Was dabei die größere Landschaftszerstörung ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

    > (von Aspekten wie Vogelflug, Schattenwurf usw. mal ganz
    > abgesehen).

    Vögel sind nicht so dumm, wie allgemein behauptet wird, sie können Flugzeugen, die sehr viel schneller fliegen als sich die Rotorblätter eines Windenergiekonverters drehen, sehr geschickt ausweichen! Und der Schatten eines 60 Meter hohen und 50 cm dicken Betonmasten ist im Mittel 30 Quadratmeter gross und wandert im Lauf des Tages über ein großes Gebiet - also nicht der Rede wert.

    > Früher wurde ja mal der Bau von Sonnenkollektoren auf privaten
    > Häusern gefördert, ebenso wie Geothermikanlagen.

    Das wird es heute noch. Sowohl die wirklich sinnvollen thermischen Solarkollektoren (Wärmegewinnung), als auch photovoltaischen Solarkelloktoren (Stromerzeugung, Stichwort: 100.000-Dächer-Programm als auch Geothermikanlagen (im privaten Bereich sind das sog. "Wärmepumpen mit Erdwärmetauscher") werden in Deutschland staatlich gefördert.

    > Das wurde ausgerechnet von den Grünen abgeschafft,

    Fehlinformation! Siehe oben.

    > Ich persönlich kann mit der Verschandelung durch die Windräder nur sehr
    > schwer leben und hoffe wirklich inständig, daß irgendwer
    > mal beschließen möge, daß die Dinger ausnahmslos abgerissen werden.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass die Vorteile (echter Gratis-Strom mit geringsmöglichen Nebenwirkungen) die Nachteile bei weitem überwiegen und freue mich über jeden neu gebauten Windenergiekonverter.
    Die einzige Art, Strom noch ökonomischer und ökologischer zu erzeugen ist die Einschränkung des persönlichen Stromverbrauches, aber dabei machen die meisten unserer Mitmenschen leider nicht mit.


    Viele Grüße, Maximilian
     
  10. Macziege

    Macziege New Member

    Schamberger hat aber auch recht. Nur geht er davon aus, dass das Deutsche Modell beispielhaft für andere Nationen wäre. Um das zu erreichen, müssten unsere Politiker viel mehr tun, als sie es bis heute getan haben.

    Gerade China als Beispil anzuführen, erscheint mir allerdings als etwas fragwürdig. Die Bevölkerung Chinas ist nämlich nicht reich. Sie kann es sich nicht leisten, die noch teuren umweltfreundlichen Techniken zu nutzen. Da sind wir und andere Staaten gefordert, durch Forschung und Knowhow-Tranzfer bestimmte Vorleistungen zu erbringen.

    Es gilt doch in erster Linie, vor allem die großen Industrienationen, vor allen die USA in diesem Sinne zu überzeugen. Nur das ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Und dann ist doch die Frage gestattet, ob wir auf dem richtigen Weg sind!
     
  11. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das Dumme ist halt, wenn der Nachbar seinen Strom schmutzig erzeugt und dadurch billiger anbieten kann, dann kaufen die meisten diesen billigen Strom. Das ist leider nicht anders als mit den Käfighühnern.

    Ich esse seit vielen Jahren freilaufende Hühner (wenn ich welche esse) und kaufe auch nur deren Eier. Bin aber mit diesem Verhalten der einzige in meinem Bekannten- und Freundeskreis. Die lächeln milde über mich.

    Immer daran denken, MacZiege, wir haben nur diese eine Erde!

    Schmutzige Unvernunft mitzumachen, weil sie billiger ist, zeugt von keinem großen Verstand.
     
  12. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Das ist ja gerade das worüber mansich aufregen kann!
    Ich denke der Durchschittliche Einwohner kann sich auch kein normales Benzin-Auto leisten. Möglich gemacht wird die derart schnelle Mobilisierung der Chinesen nur durch die Förderung der Regierung. Und eben diese könnt ja z.B. Beispiel sich etwas mehr Zeit lassen und in umweltfreundliche Techniken investieren als in schnelle und billige Auslaufmodelle. Aber da ist es müssig sich drüber zu unterhalten, man wird ja sowieso nicht gefragt.

    Wichtig ist eigentlich nur, das eigene Verhalten nicht vom (Fehl-) Verhalten Anderer abhängig zu machen. Wenn man in die Rechtfertigung verfällt, dass es immer jemanden gibt der Schlimmeres verbricht, ist Hopfen und Malz verloren.
     
  13. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Nur weil es Arschlöcher gibt, die ihren Müll im Wald und im Meer verklappen muss man dieses doch nicht nachmachen, nur weil es billiger ist. Grandios finde ich auch, dass es vornehmlich die Parteien mit dem „C“ im Namen sind, die Gottes Schöpfung dermaßen achten, dass sie gerne auf Jahrtausende ihre Geschenke in ihr hinterlassen. Und das die Energiegewinnung durch Kernenergie sicher ist, wissen wir ja seit Three Mile Island, Harrisburg, Tschernobyl, Tokaimura und, und, und. Lustig find' ich auch immer wieder, dass behauptet wird, die Kernenergie sei so eine saubere Energieform. Als würde das Uran plötzlich im Reaktor entstehen. Interessierte mögen gerne einmal das Netz nach dem Stichwort „Uranbergbau“ durchsuchen.
     
  14. Malcolm_X

    Malcolm_X New Member

    Nette kleine Kolumne aus bekannter Hand. Leider stehen sich
    sogleich die radikalen Ansichten gegenüber. Ich darf allen Beteiligten
    als Lektüre dieses Buch empfehlen.

    <http://www.edition-steinherz.de/Die_Bucher/Olwaffe/olwaffe.html>


    mfg

    Wissen ist Macht, doch was nützt Wissen, wenn die Unwissenden
    die Mächtigen und die Wissenden die Ohnmächtigen sind?
     
  15. Convenant

    Convenant Haarfestiger

  16. Macci

    Macci ausgewandert.

    Selbstverständlich.
     
  17. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Hey! Wisch dir bitte dieses ironische Grinsen aus dem Gesicht!
     
  18. Macci

    Macci ausgewandert.

    Du siehst aber auch alles :embar:
     

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