Der Selbsmord der deutschen Gewerkschaften

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von macullli, 31. Dezember 2006.

  1. macullli

    macullli New Member

  2. BigBoogie

    BigBoogie Gast

    Auch nur eine weitere Folge der Globalisierung.
    Und glaubt mir, es wird noch viel schlimmer...
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Von Selbstmord kann ich nichts erkennen. Das ist doch nur die folgerichtige Antwort auf die Globalisierung. Auch wenn es schwierig wird.
     
  4. Macziege

    Macziege New Member

    Die Gewerkschaften haben sich schon damit disqualifiziert, indem sie den eigenen Mitarbeitern den Schutz, den sie für Mitarbeiter anderer Betriebe fordern, ja sogar mit Streiks erzwingen, nicht gewähren.

    Zum Anderen haben sie bewiesen, dass sie von wirtschaftlichen Dingen so gut wie nichts verstehen. Die Pleiten Ihrer Firmen, wie Konsum und Wohnungsbau und Verwaltung (der Name ist mir im Moment nicht gegenwärtig) beweisen das.

    Außerdem haben gerade in letzter Zeit, hohe Gewerkschaftsfunktionäre den Nachweis erbracht, dass viele dieser Spitzenkräfte nicht weniger bestechlich sind, als solche, die in der Wirtschaft auf hohen Positionen tätig sind. Gute hört man eher von denen, die auf unterster Ebene, schlecht bezahlt, ihre Pflicht tun.

    Ich finde, da müsste mal ordentlich ausgemistet werden.
     
  5. macullli

    macullli New Member

    Was hatt man eigentlich von den amerikanischen und englischen Gewerkschaften letztlich gehört? Irgendwelche Erfolge? Oder sind Sie nicht komplett in der Bedeutungslosigkeit versunken?
    Wo kommen Sie denn her die "Heuschrecken"? Vielleicht aus den Ländern mit den besten Gewerkschaften??? Wohl kaum?

    UND MIT DIESEN LOSERN VERBÜNDET SICH JETZT DIE IG METALL!!!!!

    Na wenn das keine Selbstaufgabe ist. Da hängen sich die totalen Loser aneinander und die IG Metall will freiwillig dabei sein :eek: . Ich hatte ja bisher den Eindruck das Dland Gewerkschaften noch nicht von solchen Versagern geführt wird.
     
  6. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich kann trotzdem keinen Selbstmord darin erkennen, eher den hilflosen Versuch, mit einem Putzlappen eine Überschwemmung beseitigen zu wollen.

    @Macziege: Ich gebe Dir in fast allem recht, was Du über die Gewerkschaften schreibst. Es ist leider so, daß alle großen Institutionen irgendwann entgegen ihren eigenen Maximen handeln, das geht nicht nur den Kirchen oder der SPD so. Wasser predigen – Wein trinken!
    Nur bringt es nichts, sich dann zurückzulehnen und zu meinen, daß die Gewerkschaften eh nichts mehr erreichen können. Wir alle haben davon partizipiert, daß es Gewerkschaften gibt (ich bin mehr als 44 Jahre Mitglied). Sehr selten wurde freiwillig etwas von den Arbeitgebern herausgerückt – alles mußte erkämpft werden.

    Möchtest Du, wenn Du noch arbieten würdest, alleine zum Chef rein und um mehr Urlaub, Lohn oder was auch immer betteln? Welche Chancen hättest Du wohl? Die Schwachen würden ganz durchs Rost fallen, sie hätten keine Lobby mehr. Um die Gewerkschaften wieder mehr auf Kurs zu bringen, müßten die verbliebenen Mitglieder auf den Tisch hauen. Da ich seit mehr als 11 Jahren selbständig bin und nur noch solidarisch den Mindestbeitrag zahle, kann ich das nicht tun. Gaaanz früher war ich Hefe im Gewerkschaftsteig.
     
  7. macullli

    macullli New Member

    Aber nur wenn man blind auf beiden Augen nur das Gute sehen will. Offensichtlich hat hier die IG Metall das Sommerloch mit Sylvester verwechselt. Im Sommerloch darf man versuchen sich mit dummen Sprüchen bemerkbar zu machen, zum neuen Jahr sollte man strategisch planen und nicht einfach nur scheinbar großes für ein scheinbar dummes Volk verkünden.

    Aber das ist ja mittlererweile typisch. Haben die Mitbestimmung erkämpft aber genehmigen dann die größten Schweinereien als Aufsichtsratsmitglieder in den Entscheidungsgremien. Hinterher schicken se dann die Trottel mit den Trillerpfeifen raus. Ich könnt einfach nur kotzen.

    Na wie auch immer viel können se jetzt ja auch nicht mehr von den Amis lernen: Sex und Bestechungsskandale gibt es jetzt ja auch im großen Maße bei der IG Metall. Mitbestimmung haben und hatten die Amis nicht bzw. nie wirklich und den Heuschrecken wird weder in den USA noch in Dland etwas von Gewerkschaftsseite entgegengesetzt.
     
  8. Macziege

    Macziege New Member

    Ich habei einmal bei der Gewerkschaft um Unterstützung gebeten, damals hatte ich gerade mein kaufm. Lehre beendet, musste aber in dem Betrieb, wie in der Lehre, als Arbeiter im Lager arbeiten. Man hat mich ausgelacht. Damals bin ich ausgetreten, und habe danach die Gewerkschaften sehr kritisch beobachtet und nie wirklich Gutes erfahren.

    Ein Beispiel, ist es gerechtfertigt, dass Metaller immer Spitzenlöhne bekommen, eine Verkäuferin, die zeitlich mehr und oft auch schwerer arbeiten muss, deutlich weniger Lohn bekommt? Die Schere zwischen den Beschäftigten verschiedener Sparten wurde mit der Zeit immer größer. Die Schuld dafür, liegt eindeutig bei den Gewerkschaften.

    Für mich persönlich war das der Hauptgrund, dass ich mich sehr früh selbständig gemacht habe und damit alle Risiken alleine getragen habe. Damit hat das miese Verhalten der Gewerkschafter für mich persönlich doch noch Gutes bewirkt. Soll ich mich trotzdem dafür bei denen bedanken?
     
  9. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Nicht jede Arbeit ist gleich, Macziege. Von daher finde ich es schon gerechtfertigt, zu differenzieren, was die Löhne angeht. Du bist aber jetzt keiner dieser Urkommunisten, die gleichen Lohn für alle fordern? ;-)

    Klar war die eine oder andere Gewerkschaft stärker und setzte egoistisch die Interessen ihrer Mitglieder mehr durch als andere. Etliche Gewerkschaften waren sich nicht grün, manche sogar der Komplizenschaft mit den Arbeitgebern verdächtig.

    Aber wie gesagt, was wäre gewesen, wenn es keine Gewerkschaften gegeben hätte? Wir hätten eine noch viel stärkere Wolfsgesellschaft als wie sie eh schon haben.
     
  10. Macziege

    Macziege New Member

    Ich weder Kommunist noch Ur, nicht einmal Sozialist, aber ich kann gut beurteilen, was arbeiten heisst:

    In chronologischer Folge....

    Schulbildung: 5 Jahre Volksschule bedingt durch 2. Weltkrieg

    Lehre als kaufm. Angestellter
    Kaufmännischer Angestellter
    Hilfsarbeiter in einer Brauerei
    Bergmann
    Ausbildung und Dienst bei der Bundesmarine
    Programmierer
    Systemanalytiker
    IT-Projektleiter
    IT-Projektmanager
    Selbständig als IT-Unternehmensberater

    Fast jede Tätigkeit nebenbei mit Studium und Weiterbildung.

    Als Bergmann habe ich zwar hart arbeiten müssen, die richtige Arbeit pro Tag war aber nur ca. 6 Stunden begrenzt, der Rest zu 8 Std. waren Wegezeiten Untertage. Es gab damals Spitzenlöhne, mehr als die Metaller bekamen. Damals begann man die Arbeit der Bergleute, wie auch die der Metaller mehr und mehr zu automatisieren. Die eigentliche Arbeit bestand und besteht auch heute noch in der Überwachung der Automaten.

    Worin liegt da noch die Berechtigung zu den sehr viel höheren Löhnen anderer Berufe? Wenn ich heute z. B. die Wahl hätte, zwischen den Berufen Krankenpfleger und Bergmann, ich würde Bergmann wählen.
     
  11. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Uiii, Du hast ja einiges gemacht im Leben. Was ja nicht schlecht ist und heutzutage fast von jedem verlangt wird. Also keine Karriere der Art: mit 15 beim Daimler angefangen und mit 63 aufgehört. Bei den Bergleuten kann ich die Spitzenlöhne schon verstehen, das war ja nicht gerade ungefährlich. Ich habe einen Großkunden, der viel Gerätschaften zum Schutz der Bergleute ersinnt und baut. Krankenpfleger werden oder wurden meiner Meinung nach unterbezahlt. Gerade in Relation zu Ärzten. Aber vielleicht ist das ja heute nicht mehr so, wenn man sieht wer da protestiert.

    Ich habe 8 Jahre die Volksschule besucht und danach 3 Jahre Schriftsetzer gelernt. Ich war knapp 4 Monate 17 Jahre alt, da hatte ich schon ausgelernt. Aber auch ich mußte im Leben einige Male umlernen, obwohl ich faktisch noch Setzer bin. Warst Du 12 Jahre bei der Marine?
     
  12. Macziege

    Macziege New Member

    Ja, ich war 12 Jahre dabei und habe dort sehr viel lernen können, das geht da allerdings nicht ohne eigenen Antrieb.
     

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