Die Chinesen sind uns wieder mal vorraus

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von batrat, 22. Januar 2011.

  1. batrat

    batrat Wolpertinger

    http://www.sueddeutsche.de/karriere...rziehung-laut-gebruellt-tigermutter-1.1049095

    "Was würde man von einer Mutter halten, deren Kinder das Folgende niemals machen dürften: Woanders übernachten. Sich mit Freunden zum Spielen treffen. Im Schultheater mitspielen. Sich darüber beschweren, dass sie nicht im Schultheater mitspielen. Fernsehen oder Computerspielen. Sich selbst aussuchen, was sie neben der Schule noch unternehmen wollen. Etwas schlechteres als eine Eins schreiben. Etwas schlechteres als den ersten Platz in jedem Fach zu belegen - außer in Sport und Theater."

    "Ein solcher Erziehungsentwurf erscheint auf den ersten Blick als diametrales Gegenteil zum populären "Attachment parenting", jener verständnisvollen, auf die Bedürfnisse des Kindes für das Kind eingehenden Erziehungswolke, auf der es sich ein Großteil der westlichen Welt gerade gemütlich gemacht hat..."

    "Was tatsächlich eine wunderbare Idee ist - wäre da nicht diese Unsicherheit, ob das wirklich der richtige Weg ist. Wäre da nicht die jüngste Pisa-Studie, in der die Schüler von Shanghai mit Abstand am besten abgeschnitten haben. Wäre da nicht die wachsende Sorge, mit dem Wirtschaftswunderland China bald nicht mehr mithalten zu können. Wäre da nicht, vor allem in den USA, die damit einhergehende Angst vor dem Abstieg des Landes in die Bedeutungslosigkeit.

    Was nützt es, fragen sich wohl nicht wenige Eltern der amerikanischen Middle Class, wenn sie nachts wach liegen, was nützt es, dass meine Kinder einmal kreativ sind und mitfühlend und sozial kompetent, dass das richtig so ist und gut, wenn ihnen diese kleinen Leistungsmaschinen so weit voraus sind?"


    Der Kampf um die Meinungshoheit über die richtige Erziehung von Kindern bekommt da doch eine neue Note. :augenring
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Ich kenne die chinesischen Erziehungsprinzipien nicht. Wenn ich mal annehme, dass sie ähnlich sind wie die chinesischen Prinzipien zur Aufzucht von Spitzensportlern und Spitzenmusikern, dann muss man, um "mithalten" zu können, am besten auch bei uns gleich auf gnadenlosen internierten Drill umschalten. Diejenigen, welche das nicht aushalten und dran zerbrechen tritt man in die Tonne. Die paar top-Performer werden von den Herren des Kapitals gerne zur Mehrung desselben eingestellt. Alles, was dazwischen liegt, findet als seelischer Krüppel eine einfache oder gehobene Sklavenarbeit – je nach ranking-Position.
     
  3. batrat

    batrat Wolpertinger

    Das ist das, was an der Sache irgendwie verstörend ist.
     
  4. vulkanos

    vulkanos New Member

    Wenn diese kleinen Leistungsmaschinchen nur produzieren und konsumieren können, können sie einem Leid tun - einerseits ...

    ... aber andererseits wird Chinas Milliardenbevölkerung mit seinen Wachstumsraten nicht nur wirtschaftlich, sondern politisch recht bald eine Bedrohung. Wenn das Reich der Mitte erst genügend technisches know-how zusammengeklaut hat - wer oder was würde es daran hindern, einmal in einem Nachmittagsspaziergang Taiwan einzusacken? Oder andere ihm nicht genehme Völker oder Staaten zu erpressen? Schon jetzt wird an einem Tarnkappenbomber herumgebastelt.

    Den ersten Vorgeschmack haben wir schon. Die moderne Hi-Tech-Industrie ist dringend auf Seltene Erden angewiesen, die hauptsächlich in Chinas Bergwerken unter fürchterlichen Bedingungen abgebaut werden. "Wie hätten wir es denn gerne - du gibst mir dein know-how und du bekommst (vielleicht) unsere Rohstoffe ... "
     
  5. McDil

    McDil Gast

    Wir brauchen eben dringend einen Weltkrieg, am besten mit B&C-Waffen, damit die Spezies homo "sapiens" kräftig ausgedünnt wird. Danach können neue "Eliten" und neues Eigentum entstehen, sodass es vielleicht wieder ein paar Jahrhunderte lang escalieren kann.
     
  6. batrat

    batrat Wolpertinger

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,742440,00.html


    "Für ihre harten Erziehungsmethoden wurde die amerikanische Professorin Amy Chua heftig kritisiert. Nun bekommt die Tochter chinesischer Einwanderer Zuspruch von Deutschlands umstrittenstem Autor: Thilo Sarrazin empfiehlt, die positive Effekte des Drills zu beachten."

    :crazy:
     

Diese Seite empfehlen