die digitale welt von morgen (off topic)

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Macsimize, 13. August 2001.

  1. Macsimize

    Macsimize New Member

    hallo zusammen!

    wie einige von euch vielleicht wissen, schreibe ich gerade an meiner diplomarbeit. hierbei geht es u.a. um das künftige medien-verhalten in einer digitalen welt, in der wir von überall auf informationen aller art zugreifen können. so wird es in einigen jahren, spätestens mit einführung von umts, möglich sein, informationen (privater,beruflicher natur, also musik, spielfilme, online-games, allgemeine oder spezielle news,etc.) an nahezu jedem ort der welt (interaktiv) zu empfangen. auch die kommunikationsmöglichkeiten, z.b. mobile bildtelefonie oder echter mobiler dateienaustausch, werden stark verbessert sein.

    im rahmen dessen würde mich interessieren, was ihr, als teil der kleinen, aber feinen, multimedial verwöhnten, mac-gemeinde
    a) von diesen entwicklungen haltet!?
    b) welche (mobile&stationäre) angebote könntet ihr euch für euren persönlichen gebrauch vorstellen oder für sinnvoll halten?
    c) seid ihr bereit für solch einen dienst zu zahlen, falls ja wieviel? (nicht die anschaffung der hardware, sondern der preis für das empfangen von solchen inhalten/informationen)
    d) warum würdert ihr euch niemals einen premiere-dekoder anschaffen?

    würde mich sehr freuen, eure positive & negative meinungen hierzu kennenzulernen!

    vielen dank, schonmal im voraus!
    macsimize
     
  2. eman

    eman New Member

    a) Alles läuft darauf hinaus, dass Information bzw. Kommunikation Geld kostet. Das ist sehr traurig, zumal der Mensch sich gerade durch seine Kommunikationsfähigkeit von allen anderen Lebewesen abhebt. So gesehen sind diese Bestrebungen einerseits eine "Finanzielle Betrafung" von Info-Tausch, andererseits aber auch nur "Onanie", wenn man bedenkt wie sich die soziale Lage global entwickelt. Dann erhalten wir eine immer kleiner werdende Elite auf der Geld- und KnowHow-Seite, die sich dieser Spielzeuge als Amusement bedient. Wärend der Rest in den Ofen schaut.

    b) Mir reichten stationäre Kommunikationstools völlig aus. Das erschreckende an der "Mobilisierung" ist, dass man mehr und mehr zu einm Cyborg mutiert, der wichtige Körperteile in Form von unabdingbarer Technik mit sich trägt. Spätestens wenn wir ohne Remote-Controll die Haustür nicht mehr aufbekomme wir es zu spät sein. Von den Überwachungsmöglichkeiten möchte ich erst gar nicht reden.

    c) Nein.

    d) Ich schaue keinen Sport. Und der restliche Schrott wird nicht dadurch besser, dass man ihn kostenpflichtig macht!
     
  3. MacELCH

    MacELCH New Member

    a) UMTS ist doch jetzt schon ueberholt, ausserdem halte ich Elektrosmog fuer bedenklich, zumindest muesste eine echte Regulierung diesbezueglich getroffen werden. Der Formel die Eman aufstellte stimme ich zu: Information kostet Geld, nur wieviel ist die Frage und haben wir nicht alle ein Recht auf freie Wahl des Transportmediums ? Antwort: Nein , weil es Geld kostet. Lieber in den Ofen schauen und etwas drinn haben zum Essen, siehe dritte Welt, halte ich fuer sinnvoller als ein vielfaches redundantes Funknetz

    b) trotz Elektrosmog wuerde ich mir Airpot gut fuer mich vorstellen koennen

    c) sollte auch nicht wesentlich mehr kosten als ein normaler Anruf bei den Call-by-Call Anbietern, eventuell mit einer Grundgebuehr, damit man auch die Gewaehrleistung hat Mobil mit dem Laptop wo man will ins Netz zu kommen

    d) Premiere deckt sich nicht mit meinen Anspruechen an Fernseh. Was aber nicht heissen soll, dass ich nicht eventuell bereit waere eine Art Movie-on-Demand Dekoder mal zu kaufen. Ohne Grundgebuehr versteht sich, nur das was man tatsaechlich anschaut wird bezahlt.

    Gruss

    MacELCH
     
  4. eman

    eman New Member

    >Lieber in den Ofen schauen und etwas drinn haben zum Essen....

    Sehr schöner Vergleich. Die Zahl derer, die sich von Müllkippen ernähren wird auch immer größer. Manche haben noch nicht mal eine Müllkippe! Aber ich will hier nicht auf die moralische Tränendrüse drücken. Es ist aber nun mal so, dass der Begriff "Globales Dorf" nur auf einen kleinen Teil der Weltbevölkerung zutrifft und somit reine Augenwischerei ist.
     
  5. MacELCH

    MacELCH New Member

    Was schaetzt Du wieviele in Afrika einen Internet Zugang haben (nein kein DSL oder gar Breitband, ich meine Modem) ?

    Ich schaetze vielleicht 1 % der Bevoelkerung, ABER wieviele von diesen Nutzern sind Europaer, Amerikaner etc. etc. 80% ?

    Falls einer weiss, wo man so eine Statistik findet, dann bitte hier posten, Danke.

    Gruss

    MacELCH
     
  6. TuX

    TuX New Member

    Ich habe leider keine Statistik gefunden, aber ich finde deine 1% sehr realistisch! Leider denken viele Leute einfach nicht daran, dass es nicht "normal" ist einen Rechner geschweige denn einen Internetzugang zu haben! Den Leuten in den armen Ländern ist das auch nicht wichtig! Die müssen ums Überleben kämpfen und versuchen etwas Essbares zu bekommen und nicht überlegen ob sie noch chatten sollen und ob ihr Rechner mehr Mhz hat als der Rechner vom Nachbarn..
    Klar, dass ist aus unserer Lage her schwer vorzustellen, aber dass sollte man, meine ich, immer im Hinterkopf behallten! Denn nicht alle Menschen leben wie wir! Besser gesagt: Die wenigsten! Und im prinzip ist es eine Lüge, wenn man beim Internet vom "Globalen Dorf" spricht! Oder ist "Global" schon nur noch Amerika und Europa??? Der Rest ist wohl schon so "verloren" da brauchen wir ihn nicht mir mit zur Welt zu zählen...

    TuX
     
  7. Macsimize

    Macsimize New Member

    ich stimme euch absolut zu, die leider sogenannte 3.welt erhält, wie so oft, nicht einmal die chance sich neue technologien zu nutze zu machen..
    hier ein paar zahlen, welche ich aus einer studie bezüglich der entwicklung und notwendigkeit des internets für afrikanische länder mal vor ein paar monaten aus dem netz gezogen hab: quelle weiß ich leider nicht mehr, auf jeden fall ist das eine studie der vereinten nationen.

    "-4,5% (entwicklungsländer) bzw.0,5% (afrika/sahara) der Bevölkerung haben überhaupt einen telefonanschluß (1995)
    -internet gibt es in 42 der 54 afrikanischen länder
    -internet host sites stiegen von 290 in 5 ländern (1995) auf 6510 in 32 ländern (1998)
    die größten probleme, denen afrika bezüglich des internets ausgesetzt ist:
    Infrastructure -- Telecom and Electricity
    Computers -- Cost and Maintenance
    Costs of connectivity
    Access to connectivity
    Relevant Content
    Training -- Awareness of Internet and benefits, computer literacy, effective use of Internet, Technical maintenance/trouble shooting -- 98% of Ethiopian user are University educated.
    Low level of government awareness -- Ethiopia -- only 1% are government employees according to CABECA study"

    macsimize
     

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