Die Kosten für die sogenannten "Lohnnebenkosten" zu senken,

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Morgenstern, 12. April 2012.

  1. Morgenstern

    Morgenstern Active Member

    wäre das völlig falsche Signal. Aber die über 10-jähige Lohnrückgangsphase rächt sich jetzt immer mehr. Dazu kommt, dass die südeuropäischen Länder immer weniger importieren. Davon wird die exportorientierte Wirtschaft betroffen sein. Wie oft hat man denen gesagt, dass die einseitige Ausrichtung auf Export unter Vernachlässigung des Binnenmarktes sich mal rächen wird.

    Aber erstmal die Abgabensteigerung für Arbeitnehmer. Das wird hier noch richtig weh tun. Die Folgen von einfältiger BWL, wenn man sie über Volkswirtschaften stülpt.
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Für jeden denkenden Mitmenschen müsste eigentlich klar sein, dass Beiträge zu Solidarsystemen eine unverzichtbare Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander in einer staatlichen Ordnung sind.

    Nur ganz blöde Menschen oder Profiteure der Entsolidarisierung können dieses FDP-Geschmarre von "Senkung der Lohnnebenkosten" nachplappern. Das Problem ist tatsächlich in der Hauptsache die Abkopplung der Löhne abhängig Beschäftigter von der gestiegenen Produktivität und damit die immer stärkere Verschuldung von Privathaushalten bzw. Konsumverzicht der Privathaushalte.
     
  3. maclin

    maclin New Member

    Ei, Schuld ist nicht die Lohnzurückhaltung. Schuld ist die Nebenkostenpolitik.
    So muss man im neoliberalen Steuerstaat denken.
     

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