Diese Vertriebenen...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maximilian, 6. Januar 2010.

  1. maximilian

    maximilian Active Member

    ... sind doch eigentlich schon vertrieben. Es würde doch also völkerrechtlich und so weiter keinen Unterschied machen, wenn man sie nochmal vertreiben würde. Oder sehe ich da was falsch? :teufel:

    Jedenfalls hätte dann das elende Generve ein Ende: FDP fordert Aufklärung über Größe des Vertriebenen-Bundes

    War nur so ein Gedanke, weil sich diese Ewiggestrigen mal wieder in die Medien drängeln.
     
  2. thebeas

    thebeas New Member

    Mehrfach-Vertriebene lt. Völkerrecht gibts AFAIK nich, ein Aufwasch :teufel:

    ... dass der BdV (und assoziierte Verbände) beeindruckende und publikumswirksame Veranstaltungen stemmen kann, war mir bekannt, der politische Einfluß (vorrangig) außerhalb der CSU hat sich mir nie erschlossen (abgesehen vom Kanzlerinnen-Draht per Netzwerk), weswegen ich die Breite der aktuellen Steinbach-Debatte eher verwundert verfolgt habe, allerdings auch sehr am Rande...

    ... nachvollziehbar wird das bei den behaupteten Zahlen... 2 Millionen BdV-Mitglieder?:crazy: Ähem, ähem...
     
  3. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Sind wir nicht alle irgendwo Vertriebene?
     
  4. maximilian

    maximilian Active Member

    Sind wir. Aber nerven wir deswegen? Wollen wir deswegen Hunnenland oder Gallierland oder Römerland zurückhaben? Oder wer uns halt sonst vertrieben hat. Ich nicht.

    Ausserdem: Die (damals) jüngsten Vertriebenen müssen jetzt alle über 70 sein. Was wollen die denn noch mit Pommern groß anfangen?
     
  5. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Erika Steinbachs Vater kam 1941 als Luftwaffenoffizier und Eroberer nach Polen. 1943 erst kam ihre Mutter nach und brachte dort (in Rahmel) zwei Mädchen zur Welt, Erika und ihre Schwester. Schon 18 Monate später floh die Mutter mit ihren zwei Kindern vor der Roten Armee nach Westen. So gesehen ist Erika Steinbach eigentlich keine echte Vertriebene, denn diese waren mit ihren Familien sehr viel länger in diesen Gebieten verwurzelt.
    Erika Steinbach ging später in die Politik. Sie ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages und stimmte 1991 im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze.
    Von daher ist es verständlich, dass die Polen sie nicht besonders mögen. (Quelle Wikipedia :klimper:)
     
  6. maximilian

    maximilian Active Member

    Das neue Jahr hat kaum angefangen und schon geschehen Zeichen und Wunder: Die Polen und ich sind einer Meinung ! :)
     
  7. McDil

    McDil Gast

    Meine Familie wurde 1946 aus Nordmähren vertrieben. Für meine Eltern und Großeltern war es damals eine harte Zeit. Ich selber weiß nichts davon, und habe es bis heute keinen Tag bedauert, dass ich nicht in der "alten Heimat" aufgewachsen bin.

    Diese Berufsvertriebenen sind nichts als Profiteure der Hitler-Erbschaft und die Steinbach ist ihre ekelhafteste Repräsentantin.
     
  8. pewe2000

    pewe2000 New Member

  9. McDil

    McDil Gast

  10. thebeas

    thebeas New Member

    "Hätte man damals den Begriff Kollateralschaden schon gekannt, müsste man sich heute nicht über Erika Steinbach unterhalten..." (H. Rether)

    Wobei die spätberufenen, hauptamtlichen Erbwalter indirekter oder behaupteter Betroffenheit ja nicht gerade selten sind... die zweite Reihe der Funktionäre wird nicht angenehmer...
     
  11. McDil

    McDil Gast

    Denen geht es auch nur noch um die Erhaltung der Pfründen. Der Rest sind Lügen zur Rechtfertigung ungerechtfertigter Ansprüche.
     
  12. thebeas

    thebeas New Member

    Macht sie das letztlich nicht gefährlicher?
    Wer auch immer auf dem falschen Ticket daherkommt, ein REST an "involvement" macht doch im Zweifel den Unterschied. Was bleibt sonst? Bessere Karriereplanung?
    Es mag seltsam klingen, aber LÜGNER vor einer Weltanschauung sind mir lieber als Funktionäre, deren Weltanschauung per se die LÜGE ist. Erstere sind kalkulierbar...

    Oder birgt das Steinbach-Theater irgendwelche Überraschungen, lobby- und partei-politisch gesehen? ;-))
     
  13. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Meine Eltern sind Donauschwaben und wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges aus Jugoslawien vertrieben. Meine Vorfahren sind Ende des 18. Jahrhunderts nach dorthin ausgewandert. Der Grund war die hiesige Armut. Der österreichische Kaiser versprach solchen Auswanderungswilligen Land, wenn sie im Gegenzug dafür als Wehrbauern die Grenze zum Osmanischen Reich sichern halfen.
    Aus diesem Grund waren diese Menschen ziemlich autark, denn die Einheimischen sahen sie als Fremdkörper an - aber auch die Donauschwaben blieben lieber unter sich.

    Als meine Eltern nach dem Krieg in Deutschland Fuß fassen mussten, taten sie das, was sie von klein auf kannten: sie arbeiteten hart und bauten sich eine Existenz auf. Was ihnen tatsächlich half und wofür sie von den "Volksdeutschen" teilweise gehasst wurden, war der so genannte Lastenausgleich, eine Zahlung der Bundesregierung für verlorenen Besitz in der alten Heimat. Wenn ich es richtig weiß, hatten alle Vertriebenen mit früherem Landbesitz diese Möglichkeit und wollen wohl doppelt absahnen, wenn sie jetzt immer noch Ansprüche stellen. Mit dem Bund der Vertriebenen und ewig Gestrigen hatten meine Eltern nie etwas am Hut, das Land, das sie einst in Jugoslawien besessen hatten, betrachteten sie als verloren, denn es war an Einheimische abgegeben worden.

    Ich selbst hatte und habe zu dieser "alten Heimat" keinerlei Bezug. Meine Eltern sind später mal hingefahren, um zu sehen, wie sich alles entwickelt hat, auch um ihr altes Elternhaus zu besuchen. Mich hat es nie dorthin gezogen.

    Lastenausgleichsgesetz
     
  14. McDil

    McDil Gast

    Da haben wir das Problem mit der Integration . . .

    War bei uns ganz ähnlich, bis auuf den regionalen Unterschied. An den "Lastenausgleich" kann ich mich noch erinnern. Meine Großeltern erhielten damals ca. 5.000Mark (wenn ich's recht weiß) für das enteignete Grundstück mit Haus. Eine Eigentumswohnung hat damals so ca. 40.000Mark gekostet.
     
  15. McDil

    McDil Gast

    Da haben wir das Problem mit der Integration . . .

    War bei uns ganz ähnlich, bis auf den regionalen Unterschied. An den "Lastenausgleich" kann ich mich noch erinnern. Meine Großeltern erhielten damals ca. 5.000Mark (wenn ich's recht weiß) für das enteignete Grundstück mit Haus. Eine Eigentumswohnung hat damals so ca. 40.000Mark gekostet.
     

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