Drucken mit Epson - Leid und Freud

Dieses Thema im Forum "How to..." wurde erstellt von maiden, 14. November 2005.

  1. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Leid und Freud liegen, wie so oft im Leben, meist dicht beieinander.
    Bezogen auf die Drucker Epsons bedeutet das, man darf sich zwar über hervorragende Qualität beim Drucken freuen, muß sich aber über meiner Meinung nach völlig überzogene Tintenkosten ärgern. Irgendjemand rechnete mal den Preis bezogen auf 1 Liter aus und kam auf über 1700 Euro.

    Vollends gesteigert wird der Ärger aber, wenn man von Epson unverhältnismäßig gegängelt und bevormundet wird. So manch einer greift in seiner Verzweiflung über allzu oft ausgetrocknete Druckdüsen, hohe Tintenpreise und starken Verbrauch beim Reinigen der Düsen zu Fremdtinten, was aber auch nicht immer der goldene Weg ist. Leider machen Fremdtinten auch durch Austrocknung, schlechtes Druckbild und schlechte Haltbarkeit (Lichtechtheit) der Farben von sich reden. Aus eigener leidvoller Erfahrung werde ich deshalb keine mehr einsetzen.

    Was bleibt einem aber angesichts der oben genannten Minuspunkte noch übrig, wenn man sich nicht gleich einen Drucker eines anderen Herstellers anschaffen will? Für mich habe ich folgenden Weg gefunden. Dabei will ich einen kleinen Fall aus der Praxis von vor etwa 15 Minuten schildern.

    Nach einer Standzeit von etwa einer Woche machen wieder mal einige Düsen des Epson Stylus Photo 1290 durch Eintrocknen auf sich aufmerksam. Um die drei, vier Düsen freizubekommen, ist ein Reinigungsdurchgang angesagt. Allerdings hat Epson irgendwann die glorreiche Idee gehabt, an die Patronen außen einen kleinen Chip hinzupappen, der nach einer gewissen Anzahl an Drucken, abhängig vom Deckungsgrad der Farben auf dem Papier die Patrone sperrt. Genaugenommen wird nicht die Patrone gesperrt, da der Chip den Patroneninhalt aufgrund fehlender Verbindung zum Patroneninneren nicht messen kann, sondern der Druckertreiber erhält den Befehl, die Patrone als "fast leer" und schließlich "leer" zu markieren. Selbst dann, wenn der Patroneninhalt noch für eine Reihe weiterer Ausdrucke oder für einen Reinigungsdurchgang reichen würde. Die Gängelung, oder sollte man besser sagen Geschäftstüchtigkeit (ich nenn es einfach mal Verarsche) Epsons geht so weit, daß bei "fast leerer" Patrone auch keine Reinigungsdurchgänge mehr durchgeführt werden können. Die Patrone muß also, unabhängig vom Restinhalt entsorgt werden. Daß das mitunter eine Verschwendung sondergleichen ist und eine Sauerei obendrein, braucht hier eigentlich nicht extra erwähnt werden.

    Nun kann man an dieser Stelle aber auch einen anderen Weg gehen. Man besorgt sich bei ebay einen sogenannten Resetter. Das ist ein kleines Plastikkästchen für ein paar Euro, das mit Kontakten und einer Elektronik versehen, die Tintenpatrone wieder auf Null zurück setzt. Wird diese Patrone also wieder in den Drucker eingesetzt, erkennt dieser sie als voll an.

    In meinem angesprochenen Beispiel aus der Praxis bedeutete das, daß ich nicht nur einen Reinigungsdurchgang durchführen konnte, sondern hinterher auch noch 6 weitere Ausdrucke A4 mit etwa 50% Deckungsgrad aus dem Drucker holte. Daran ist leicht zu erkennen, welche Verschwendung das vorzeitige Entsorgen(müssen) der Patrone darstellt.

    Und aus einer Erfahrung aus Vor-Chip-Zeiten erinnere ich mich, daß nach Nullsetzung der Patrone noch mindestens 10 weitere A4-Bilder aus dem Drucker geholt werden konnten. Damals wurde die Patrone einfach aus dem Drucker entnommen und wieder eingesetzt und er erkannte sie als volle Patrone an. Schaden hat der Drucker dabei auch nie genommen.
     

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