DV => DVD ; wie geht das?

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von nemo, 20. März 2003.

  1. nemo

    nemo Gast

    Kürzlich habe ich meinen ersten Film auf iMovie3 kreiert. Lief fast problemlos, außer dass iMovie immer wieder abstürzte (scheint mein iMac G3 stark zu strapazieren).

    Alles wurde von einer DV-Kamera importiert und brauchte daher mächtig viel Platz auf meiner HD. 5 Minuten Film nehmen fast ein Gigabyte platz.

    Wie kriege ich also diese 1 1/2h komplett auf eine DVD?
    Mir ist klar, dass ich die Bilder komprimieren muss. Nur, welches Programm ist dafür geeignet und evt. kostenlos? Oder macht das iDVD automatisch? Es geistern so viele Programme im Netz herum, bei den meisten verstehe ich nur Bahnhof, da muss man Ton und Bild synchronisieren, Formate wählen und andere magische Rituale vollziehen. Geht das auch einfach?

    (Nebenbei: welche Auflösung hat eigentlich ein DV-Bild? Nähme mich schon wunder...)
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    iDVD macht genau das, was Du möchtest: Eine DVD erstellen. Einzige Einschränkung: Mehr als 90 Minuten geht nicht mit iDVD, da hat Apple willkürlich eine Grenze gesetzt. Willst Du mehr als 90 Minuten auf eine DVD bringen, musst Du Dir wohl oder Übel DVD Studio Pro besorgen. Es geht zwar auch mit ffmpegX und Sizzle, eine damit erstellte DVD hat aber keine Menus.

    Gruss
    Andreas
     
  3. nemo

    nemo Gast

    Also nochmals: iDVD komprimiert den Film von 90 Minuten (18Gb) auf 90 Minuten (4,5Gb)?
    Wenn ich Exportieren wähle, kann ich es aber direkt an iDVD schicken, ohne Umrechnung?
     
  4. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Was Du mit "komprimieren" meinst, ist das MPEG2-Encoding, das "rendern", wie es in iDVD heisst.

    In iMovie2 exportierst Du zuerst in eine DV-Datei, die iDVD2 einliest und ins MPEG2-Format wandelt. Mit iMovie3 entfällt dieser zeitaufwändige Export nach iDVD3, weil iDVD3 direkt auf die internen iMovie-Projektfiles zugreifen kann. Die Funktion, die Du in iMovie3 wählen musst, um das Projekt an iDVD3 zu übergeben, heisst aber immer noch "Export an iDVD".

    Letztendlich kommt aber immer eine DVD heraus, die iDVD im letzten Schritt auch gleich brennt.

    Gruss
    Andreas
     
  5. nemo

    nemo Gast

    Ah so ist das...
    Vielen Dank, gell, hilft mir weiter

    herzliche Grüsse

    Nemo
     
  6. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    im übrigen hat es einen Sinn das Apple iDVD auf 90min bregrenzt. Die Qualität von selbstgedrehtem Material ist nicht so doll, es rauscht. Wenn man mehr auf eine DVD packt dann wird das Bild schlechter, 90min sind schon ein guter Wert. Außerdem ist der Apple mpeg2 Codec auch nicht der beste.

    Also in iMovie schneiden und mit iDVD auf DVD brennen, da braucht man nix extra. Wozu hast Du sonst die beiden Programme ? Noch nie das ReadMe gelesen wozu die gut sind ?
     
  7. AndreasG

    AndreasG Active Member

    So, wie Du das beschreibst, müsste die 90-Minuten Limite als Bevormundung der Benutzer angesehen werden. Das glaube ich nicht, sonst hätte Apple in iTunes gerade so gut Bitraten unter z.B. 192kB sperren können, weil die Qualität andernfalls nicht mehr so gut ausfallen würde.

    Apple will wohl eher keine Konkurrenz zu DVD Studio Pro, das dürfte der eigentliche Grund sein.

    Ob selbstgedrehtes DV-Material rauscht oder nicht, sei dahingestellt, das hängt wohl auch massgeblich von der Qualität des Camcorders ab - da ich keinen digitalen habe, kann ich das nicht beurteilen.

    Gruss
    Andreas
     
  8. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    Das ist sicher keine Bevormundung, sondern hilft unerfahrernen Benutzern. Apple will da nur ein Mindestmaß an Qualität haben und dem Benutzer ein Erfolgserlebnis geben.

    Der Apple Codec ist das Problem, da er relativ simpel ist und daher keine gute Qualität bei geringen Bitraten kann. Dafür ist er recht fix.

    Studio Pro ist nicht gefährdet, das ist für ganz andere Benutzer gedacht. Außerdem gibt es da dasselbe Problem mit zu geringen Bitraten und dem Apple Codec.

    Selbstgedrehtes Material rauscht immer, egal wie teuer die Cam ist. Nur wenn Du z.B. DVD Rohmaterial hast, kannst Du die Datenrate kleiner stellen, da dieses fast rauschfrei ist.

    Natürlich würde ich mir auch mehr Freiheiten in iDVD wünschen, aber mehr als 90min würde ich wegen der Bildqualität nie selber draufpacken. Außerdem ist es ein echtes Anfängerprogramm das von der Bedienung einfach sein soll.
     
  9. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Ok, die unerfahrenen Benutzer sind die eine Benutzergruppe. Aber es gibt auch die erfahrenen bzw. man wird ja immer erfahrener, je länger man sich mit der Video-Materie beschäftigt - mir ist es jedenfalls so ergangen. Und für die wäre ein "Expert-Modus" schon wünschenswert, bei dem man die Bitrate etwas freier wählen könnte. 120 statt 90 Minuten bedeuten bestimmt keine massiven Qualitätseinbussen...

    Oder ev. gibt es auch einen simplen anderen Grund: Der Apple-Codec für iDVD ist vielleicht so programmiert, dass er nur gerade diese beiden Bitraten für 60Min und 90Min beherrscht, diese dafür aber optimiert auf Geschwindigkeit.

    Wenn dem aber so wäre, wäre ich etwas enttäuscht von Apple's Fähgkeiten. Der Codec in ffmpegX ist nicht langsamer als der von iDVD, bietet aber das Maximum an Flexibilität. Und das bei einer Qualität, die der von iDVD um nichts nachsteht - zumindest wie ich selber das beurteilen kann.

    Gruss
    Andreas
     
  10. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    Also Apple hat nur einen mpeg2 codec, der wird in allen Programmen verwendet. Der kann aber nur I-Frames, also Vollbilder ohne Bewegungserkennung. Das macht es schnell, aber nur mit fester Datenrate und relativ groß.

    Der Codec in ffmpeg ist wesentlich besser. Der kann Bewegungsabhängig, also auch mit variabler Datenrate. In Punkto Geschwindigkeit sind die aber gar nicht gleich (sofern man nicht feste Datenrate in ffmpeg wählt). Der Apple Codec ist bei mir Echtzeit oder schneller, ffmpeg eher so 1:10 (bei hoher Qualität).

    Apple hat sich wieder für die 1-Knopf Bedienung entschieden :) Brauchbar für viele, aber zu wenig möglichkeiten für User mit mehr Anspruch.
     
  11. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Was hast Du für einen Mac?

    Auf meinem G4/933 codiert ffmpegX (VBR, encode hi freq, bicubic scaling) 2h in 9h, also 1:4.5.

    iDVD3 codiert 90 Minuten in ca. 3h, was 1:2 entspricht. Ok, iDVD ist etwas schneller, aber der Unterschied ist nicht so dramatisch, wie bei Dir. Woran könnte das liegen?

    Das mit dem Codec: Du willst aber nicht etwa sagen, dass der iDVD-Codec der gleiche ist, wie der Encoder, der mit DVD SP als QuickTime-Komponente installiert wird? Letzerer bietet doch alle Freiheiten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe?

    Gruss
    Andreas
     
  12. nemo

    nemo Gast

    Kürzlich habe ich meinen ersten Film auf iMovie3 kreiert. Lief fast problemlos, außer dass iMovie immer wieder abstürzte (scheint mein iMac G3 stark zu strapazieren).

    Alles wurde von einer DV-Kamera importiert und brauchte daher mächtig viel Platz auf meiner HD. 5 Minuten Film nehmen fast ein Gigabyte platz.

    Wie kriege ich also diese 1 1/2h komplett auf eine DVD?
    Mir ist klar, dass ich die Bilder komprimieren muss. Nur, welches Programm ist dafür geeignet und evt. kostenlos? Oder macht das iDVD automatisch? Es geistern so viele Programme im Netz herum, bei den meisten verstehe ich nur Bahnhof, da muss man Ton und Bild synchronisieren, Formate wählen und andere magische Rituale vollziehen. Geht das auch einfach?

    (Nebenbei: welche Auflösung hat eigentlich ein DV-Bild? Nähme mich schon wunder...)
     
  13. AndreasG

    AndreasG Active Member

    iDVD macht genau das, was Du möchtest: Eine DVD erstellen. Einzige Einschränkung: Mehr als 90 Minuten geht nicht mit iDVD, da hat Apple willkürlich eine Grenze gesetzt. Willst Du mehr als 90 Minuten auf eine DVD bringen, musst Du Dir wohl oder Übel DVD Studio Pro besorgen. Es geht zwar auch mit ffmpegX und Sizzle, eine damit erstellte DVD hat aber keine Menus.

    Gruss
    Andreas
     
  14. nemo

    nemo Gast

    Also nochmals: iDVD komprimiert den Film von 90 Minuten (18Gb) auf 90 Minuten (4,5Gb)?
    Wenn ich Exportieren wähle, kann ich es aber direkt an iDVD schicken, ohne Umrechnung?
     
  15. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Was Du mit "komprimieren" meinst, ist das MPEG2-Encoding, das "rendern", wie es in iDVD heisst.

    In iMovie2 exportierst Du zuerst in eine DV-Datei, die iDVD2 einliest und ins MPEG2-Format wandelt. Mit iMovie3 entfällt dieser zeitaufwändige Export nach iDVD3, weil iDVD3 direkt auf die internen iMovie-Projektfiles zugreifen kann. Die Funktion, die Du in iMovie3 wählen musst, um das Projekt an iDVD3 zu übergeben, heisst aber immer noch "Export an iDVD".

    Letztendlich kommt aber immer eine DVD heraus, die iDVD im letzten Schritt auch gleich brennt.

    Gruss
    Andreas
     
  16. nemo

    nemo Gast

    Ah so ist das...
    Vielen Dank, gell, hilft mir weiter

    herzliche Grüsse

    Nemo
     
  17. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    im übrigen hat es einen Sinn das Apple iDVD auf 90min bregrenzt. Die Qualität von selbstgedrehtem Material ist nicht so doll, es rauscht. Wenn man mehr auf eine DVD packt dann wird das Bild schlechter, 90min sind schon ein guter Wert. Außerdem ist der Apple mpeg2 Codec auch nicht der beste.

    Also in iMovie schneiden und mit iDVD auf DVD brennen, da braucht man nix extra. Wozu hast Du sonst die beiden Programme ? Noch nie das ReadMe gelesen wozu die gut sind ?
     
  18. AndreasG

    AndreasG Active Member

    So, wie Du das beschreibst, müsste die 90-Minuten Limite als Bevormundung der Benutzer angesehen werden. Das glaube ich nicht, sonst hätte Apple in iTunes gerade so gut Bitraten unter z.B. 192kB sperren können, weil die Qualität andernfalls nicht mehr so gut ausfallen würde.

    Apple will wohl eher keine Konkurrenz zu DVD Studio Pro, das dürfte der eigentliche Grund sein.

    Ob selbstgedrehtes DV-Material rauscht oder nicht, sei dahingestellt, das hängt wohl auch massgeblich von der Qualität des Camcorders ab - da ich keinen digitalen habe, kann ich das nicht beurteilen.

    Gruss
    Andreas
     
  19. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    Das ist sicher keine Bevormundung, sondern hilft unerfahrernen Benutzern. Apple will da nur ein Mindestmaß an Qualität haben und dem Benutzer ein Erfolgserlebnis geben.

    Der Apple Codec ist das Problem, da er relativ simpel ist und daher keine gute Qualität bei geringen Bitraten kann. Dafür ist er recht fix.

    Studio Pro ist nicht gefährdet, das ist für ganz andere Benutzer gedacht. Außerdem gibt es da dasselbe Problem mit zu geringen Bitraten und dem Apple Codec.

    Selbstgedrehtes Material rauscht immer, egal wie teuer die Cam ist. Nur wenn Du z.B. DVD Rohmaterial hast, kannst Du die Datenrate kleiner stellen, da dieses fast rauschfrei ist.

    Natürlich würde ich mir auch mehr Freiheiten in iDVD wünschen, aber mehr als 90min würde ich wegen der Bildqualität nie selber draufpacken. Außerdem ist es ein echtes Anfängerprogramm das von der Bedienung einfach sein soll.
     
  20. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Ok, die unerfahrenen Benutzer sind die eine Benutzergruppe. Aber es gibt auch die erfahrenen bzw. man wird ja immer erfahrener, je länger man sich mit der Video-Materie beschäftigt - mir ist es jedenfalls so ergangen. Und für die wäre ein "Expert-Modus" schon wünschenswert, bei dem man die Bitrate etwas freier wählen könnte. 120 statt 90 Minuten bedeuten bestimmt keine massiven Qualitätseinbussen...

    Oder ev. gibt es auch einen simplen anderen Grund: Der Apple-Codec für iDVD ist vielleicht so programmiert, dass er nur gerade diese beiden Bitraten für 60Min und 90Min beherrscht, diese dafür aber optimiert auf Geschwindigkeit.

    Wenn dem aber so wäre, wäre ich etwas enttäuscht von Apple's Fähgkeiten. Der Codec in ffmpegX ist nicht langsamer als der von iDVD, bietet aber das Maximum an Flexibilität. Und das bei einer Qualität, die der von iDVD um nichts nachsteht - zumindest wie ich selber das beurteilen kann.

    Gruss
    Andreas
     

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