DVD Camcorder sony DCR-TRV900E unter OSX

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von MAC_NIK, 17. Januar 2005.

  1. MAC_NIK

    MAC_NIK New Member

    Hi Leute

    Habe vor Kurzem DVD Camcorder von Sony gekauft (Sony DCR-201E)... Man kann das nur an USB 2.0 anschließen lassen. (übrigens alle DVD Camcorder ob Sony, Panasonic o. Hitachi - werden nur mit USB Anschlüßen geleiefrt!!!)
    Leider habe ich mich nicht vorab erkundigt ob es am MAC läuft... Dachte "selbstverständlich" - das war Fehler...
    Also Habe bei Sony angerufen - sagen sollte ohne weiteres funktionieren... Habe bei Apple Support angerufen - sagen man kann Camcorder nur an FireWire anschließen lassen.
    Meiner Meinung nach: das Gerät sollte einfach als externes DVD Brenner b.z.W. Laufwerk erkannt werden. System Profiler erkennt auch das Gerät und zeigt wichtige Informationen an wie DVD Wechselmedium, Hersteller, und die Größe sowie die Übertragungsgeschwindigkeit der DVD... Will aber trotzdem am Schreibtisch nicht zeigen.
    Frage:
    Habe ich noch die Hoffnung, dass irgendwie hinzukriegen, oder soll ich am PC Daten erstellen und brennen - da geht es ohne Probleme... Ist sowas von blöd.
    Was soll ich machen??
    Bitte um Hilfe!
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Dein Camcorder ist kein DV-Camcorder, weil er ja nicht im DV-Format aufzeichnet, sondern direkt nach MPEG2 codiert und das auf DVD brennt.

    FireWire bzw. iMovie funktioniert aber ausschliesslich mit DV-Material. Das einzige, was Du machen kannst, ist, die fertig gebrannten DVDs mit dem Mac einzulesen und nachzubearbeiten - wobei das bei MPEG2 bzw. DVDs nicht zu empfehlen ist, weil sich dieses Material eh nur ganz schlecht schneiden lässt. Hinzufügen von Übergängen etc. hätte sogar eine erneute Codierung nach MPEG2 zur Folge, was die Qualität des eh schon nicht berauschenden Materials weiter reduzieren würde.

    Gruss
    Andreas
     
  3. Holloid

    Holloid New Member

    kannst du das ding nicht umtauschen??Es gibt kein grund warum man schon bei der Filmaufnahme Komprimieren sollte....Eine 1 Std. DV Cass. kostet auch nicht viel...warum also da schon Komprimieren...Ganz zu schweigen von der Schlechten Bearbeitung (Schnitt etc.) Nur bei DV hast du 25 Bilder die Sek.
     
  4. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Genau meine Meinung. DVD klingt zwar gut, die Hersteller verscheigen aber die ziemlich krassen Nachteile dieser Geräte.

    Gruss
    Andreas
     
  5. Alvysinger

    Alvysinger New Member

    Die Geräte laufen schon als externe Brenner oder Laufwerke, momentan jedoch wohl nur unter XP. Auf der beiliegenden CD sind die entsprechenden Treiber.
    Wie das alles mit USB gehen soll ist mir jedoch ein Rätsel. Das sollte doch mindestens USB 2.0 sein.
     
  6. wm54

    wm54 New Member

    Kurze Anmerkung: Die Headline stimmt nicht, TRV900E ist die 3Chip DV-Kamera von Sony (sehr geile Kamera übrigens).
     
  7. MAC_NIK

    MAC_NIK New Member

    Vielen Dank...
    Jetzt weiß ich nicht wie ich weiter vorgehen soll. Camcorder zurükzugeben kann ich nicht, ist schon zu spät. Will aber trotzdem mindestens die Daten von der CD holen. Die Camera hat natürlich USB 2.0.
    Gibt es doch die Mögligkeit die Camera einfach so an USB einzuschließen???
    Was Qualität betrifft - hoffe für private Anwendung sollte es reichen?
    Was ich noch festgestellt - MPEG daten von der DVD muß ich erst MAC-fahig machen (sprich konvertieren, da die Sony- Software, was nur am PS läuft, MPEG schreibt, was nicht direkt in FinalCut importiert werden kann)... und nur dann kann ich die Datei in FinalCut öffnen.
    ...ist alles ungünstig...

    P.S.
    das ist richtig, die Bezeichnung habe ich irgendwie übersehen.
     
  8. AndreasG

    AndreasG Active Member

    FinalCut? Du willst doch nicht etwa MPEG2-Material zurück nach DV konvertieren, bearbeiten und erneut nach MPEG2 codieren? Genau das passiert aber, wenn Du es in FCP importierst.

    Das kommt gar nicht gut. MPEG2 ist eine verlustbehaftete Komprimierung und sollte genau wie MP3 nicht mehr weiter verarbeitet werden.

    Das ist der grösste Nachteil der DVD-Camcorder...

    Gruss
    Andreas
     
  9. Alvysinger

    Alvysinger New Member

    Die DVD einlesen sollte keine Probleme bereiten. Das funktioniert mit jedem Ripper. Eventuell könnte ein Slot-in Laufwerk schwierigkeiten machen - wegen der Größe der DVD. Es gibt auch die Möglichkeit die DVD direkt zu schneiden und in verschiedenen Formaten wieder abzuspeichern (natürlich auch wieder als DVD) Das Programm heißt "mpeg Streamclip" (http://www.apple.com/downloads/macosx/video/mpegstreamclip.html). Damit kann man auch Vob's direkt schneiden. "Was Qualität betrifft - hoffe für private Anwendung sollte es reichen? " das denke ich auch. Und nochmal zum Thema "erst Mac-fähig machen" : Also wenn der MAC nicht DVD fähig ist ? Was oder wer dann ?? Probleme gabs es anfangs (damals) mit den "möchtegern" Standards wie VCD oder SVCD. Aber Apple hat da schon DVD Laufwerke in die Rechner verbaut - lange vor all den anderen.
     
  10. wm54

    wm54 New Member

    final cut PRO ? für beste qualität empfehle ich dir folgendes:

    dann wäre es am besten, wenn du nicht in DV arbeitest, sondern mit foto-jpeg (75%). also mit streamclip zu einem .mov mit dem foto-jpeg-codec wandeln. in fcp bei den sequenzen dann ebenfalls foto-jpeg einstellen.

    das müsste am schluss besser aussehen als DV, allerdings hast du beim schneiden weniger echtzeiteffekte.
     
  11. MAC_NIK

    MAC_NIK New Member

    ... genau das ist das. Ich habe ein PowerBook mit SlotIn-DVD Brenner - und ich muß die Daten von einem 8cm-Rohling holen, was Probleme bereitet (geht nicht) - deswegen muß ich den Camcorder ans PB mit Hilfe von USB anschließen, was sich als problematisch erweist...

    Vielen Dank für die Software-Tipps... muß mal austesten
     
  12. mac_sebastian

    mac_sebastian New Member

    @holloid
    DV ist besser zum schneiden, aber DV komprimiert auch, ist also genauso ein verlustbehafteter codec:
    reduzierte Farbaufzeichnung (4:2:0), Kompressionsrate 5:1.
    Und Mpeg2 macht sehr wohl 25fps.
     
  13. AndreasG

    AndreasG Active Member

    DV kann komprimieren, muss aber nicht, das kommt auf die Einstellung an. In jedem Fall sind es aber 25 Vollbilder pro Sekunde.

    MPEG2 hat hingegen nur 2 Vollbilder pro Sekunde, dazwischen sind lediglich Differenzinformationen. Wer jemals ein Standbild eines MPEG2-Videos betrachtet hat, sieht sofort den Unterschied zu DV.

    Ein MPEG2-Encoder setzt als Eingangsmaterial aber Vollbilder voraus. Sind diese Vollbilder künstlich aus dem decodierten MPEG2-Stream entstanden, kommt das Resultat ganz schlecht heraus. Nach meiner Erfahrung braucht eine solche Recodierung etwa die doppelte Bitrate, um Vergleichbare Resultate zu erzielen - oder anders gesagt: Bei gleicher Bitrate ist das Resultat unbrauchbar.

    Kommt hinzu, dass die MPEG2-Encoder in den Kameras, die in ECHTZEIT komprimieren müssen, eine relativ schlechte Qualität liefern. Kein Wunder: Echtzeit-MPEG2-Komprimierung ist auch heute noch kein einfacher Job. Die Chips sind deshalb auf maximale Geschwindigkeit optimiert.

    Gruss
    Andreas
     
  14. mac_sebastian

    mac_sebastian New Member

    hallo andreas,
    eine dv-kamera (z. b. die sony TRV900) nimmt ja in dv auf,
    bei uncompressed wäre die datenrate wohl zu hoch, oder?
    wenn ich über eine entsprechende karte das material in den mac schaufle, hätte ich dann echtes 10bit-uncompressed-
    material in einem höherwertigen farbraum (bei den entspr.
    einstellungen)?

    mir ist schon klar, daß DV jedes einzelne Videobild komprimiert,
    während temporäre Codecs, z. b. Sorenson3, 3ivx, mpeg1/2/4 in einem festgelegten Abstand Keyframessetzen und nur die
    Änderungen der Zwischenbilder in Abhängigkeit zum vorherigen
    und nächsten Keyframe speichern. dennoch hat mpeg2 nach PAL-norm 25 fps...

    und standbilder einer in FCP importierten mpeg2-datei sehen tatsächlich gruselig aus, während sie auf dem apple dvd-player
    (wenn dieser auf pause steht) sehr gut aussehen...

    warum kommen den solche consumer-cams überhaupt auf den
    markt, wenn viele user die damit erzeugten filme nicht in iMovie (oder ähnlichen tools) weiterverarbeiten können?

    grüsse
     
  15. wm54

    wm54 New Member

    uncompressed reinspielen bringt insofern nichts, da das material nicht besser wird als es ist. das bringt dir nur für eine weiterverarbeitung etwas, da dann "in besserer qualität gerendert wird", um es mal einfach auszudrücken. im consumer-bereich lohnt sich das aber nicht.
     
  16. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Kann sein, dass DV komprimiert wird, bevor es aufs Band gesichert und/oder über FiWi übertragen wird. Jedenfalls ist die Komprimierung pro Bild, ähnlich JPEG - oder vielleicht ists JPEG, das weiss ich nicht.

    Die Komprimierung bewegt sich aber höchstens im Bereich von Faktor 2. Das müsste ich mal genauer ansehen.

    Das mit den DVD-Camcordern ist so eine Sache: Der einzige Vorteil ist der, dass man die Scheiben gleich in jedem DVD-Player abspielen kann. Sie lassen sich auch leicht duplizieren und so an Freunde und Bekannte weitergeben.

    Die Nachteile - und davon sprechen die Hersteller natürlich nicht - sind aber m. E. deutlich in der Überzahl:

    Das mit dem Nachbearbeiten und der relativ schlechten Bildqualität hatten wir schon. Dazu kommt, dass Mini-DVDs relativ teuer sind. Brennt man auf DVD-RW kann man die zwar mehrfach beschreiben, aber dann muss man die Scheiben danach ebenfalls zeitaufwändig sichern und neu zusammenstellen.

    Ein weiterer gewichtiger Nachteil ist, dass die Aufnahmedauer bei einigermassen vernünftiger Bitrate im Vergleich zu DV-Bändern (80 Minuten in voller Qualität) sehr kurz ist: Bei guter Qualität passen viellecht 20 Minuten auf eine Scheibe. Bei 60 Minuten soll das Bild dann wirklich echt unansehlich werden.

    Dass DVDs nicht unbedingt ein idealer Datenträger fürs Archiv sind, kommt dazu, da muss man allerdings sagen, dass die DV-Bänder auch nicht eben optimal sind, vor allem, wenn sie mehrfach beschrieben werden (was man eh nicht tun sollte).

    Worauf ich persönlich hoffe, sind DV-Cams mit Harddisk (ev. zusätzlich zum DV-Band). Das käme meinen Bedürfnissen am nächsten. Diese Mini-Harddisks müssen aber noch etwas dicker werden, denn 1h DV nimmt ja bekanntlich ca. 13GB in Anspruch. Ich denke mal, wenn die so 120GB zu vernünftigen Preisen erreichen, kommen solche Geräte auf den Markt.

    Gruss
    Andreas
     
  17. Holloid

    Holloid New Member

    Ich find das DV-Band eigentlich gut .Klein und billig.Die Haltbarkeit ist ausreichend.Die Orginale bleiben alle erhalten.Eine Festplatte musst du immer mal überspielen..und wo hast du das Matrial dann??Auf einer weiteren Festplatte,oder auf einer DVD....beide Medien traue ich nicht so ein lange haltbarkeit zu, wie ein Magnetband...Ich finde die Mechanik in einen Camcorder so schon erstaunlich(und vielleicht durch seine größe auch anfällig) wenn ich mir da noch eine Festplatte vorstelle...und wie wäre es mit dem Stromverbrauch,der ist ja jetzt schon nicht zu verachten..
     
  18. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Ich halte es mit meinen DV-Bändern auch so: 1x bespielen. Film auf Harddisk zwecks Weiterverarbeitung zur DVD, dann kommt das Band in mein Archiv. Die DVD verbleibt zusätzlich auf meiner externen Backup-Platte.

    So habe ich meine Filme auf 3 unterschiedlichen Medien. Eines davon wird sich hoffentlich auch in 20 Jahren noch lesen lassen, wobei ich die Daten auf der Harddisk natürlich jeweils auf zukünftige Disks überspielen werden. Ach die DVDs werden früher oder später zusätzlich auf BluRays überspielt ;)

    Was aber die Robustheit angeht, denke ich, dass eine HD da im Vorteil ist. Wenn ich mir die filigrane Mechanik meines Camcorders ansehe, die viele Plastik-Teilchen enthält, frage ich mich jedes Mal, wie das möglich ist, dass sowas überhaupt funktioniert.

    Gruss
    Andreas
     
  19. Holloid

    Holloid New Member

    Was aber die Robustheit angeht, denke ich, dass eine HD da im Vorteil ist. Wenn ich mir die filigrane Mechanik meines Camcorders ansehe, die viele Plastik-Teilchen enthält, frage ich mich jedes Mal, wie das möglich ist, dass sowas überhaupt funktioniert.

    Ja das denke ich auch immer....aber eine Festplatte die Ständig bewegt wird und das bei 7200 Umdrehungen..??Schon in einen normalen Rechner werden die Festplatten mit der Zeit lauter..und das nicht ohne grund..
    Aber vielleicht gibt es ja irgendwan Speichermöglichkeiten (in der größe ) ohne Mechanische belastung..
     
  20. mac_sebastian

    mac_sebastian New Member

    danke für eure ausführungen... ;-)
    @wm54
    genau, das habe ich mir gedacht. deshalb rendere ich alle projekte zum schluss in 10bit-uncompressed raus, bevor ich
    das ganze dann in versch. formate bringe.
     

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