DVD verkleinern

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Kissmekate, 15. Dezember 2004.

  1. Kissmekate

    Kissmekate New Member

    Nur aus Neugier:
    Was passiert eigentlich bei diesem Vorgang, wenn man eine DVD "verkleinert"?
    Wenn so eine 9 GB z.B. mit DVD2One auf 4 GB geschrumpft wird - wo/was sind da die Einbußen? Wird das Bild schlechter? Die Auflösung? (Bei einem TV kann man da doch wohl keinen Unterschied merken oder???) Sorry, wenn das mal wieder die Expertenmänner aufregt .....

    KmK
     
  2. macbike

    macbike ooer eister

    Bei der schnellen Variante (bis 30 min/DVD) werden die ?Qualitätsparameter? der Original DVD etwas herunter gesetzt, man kann aber auch komplett neu codieren, dauert dann natürlich sehr viel länger. Zum Schluss hat man eine DVD, die, bis etwa halbe Originalgröße, gut aussieht, daruter wirds aber echt nicht mehr schön. Kommt aber auch darauf an, wie gut die DVD codiert wurde. Im Allgemeinen macht sich die Größenänderung nur in mehr Böcken im Bild bemerkbar. Es wird also die Bildqualität schlechter.
     
  3. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Früher Rekomressoren dekodierten einfach die MPEG2-Datei und codierten sie erneut mit tiererer Bitrate - mit starken Einbussen an Qualität.

    Moderne Transcoder, sogenannte DCT-Transcoder, konvertieren nur die Makroblöcke neu bzw. stärker, lassen aber die Bewegungsverktoren unberührt. Letzere tragen massgebend zur Bildqualität bei, denn das Ermitteln dieser Vektoren ist bei weitem die aufwändigste und schwierigste Aufgabe bei der MPEG2-Encodierung.

    Hier geht es nämlich darum, Bildelemente wie z.B. ein Auto aus dem Hintergrund rauszulösen und die Bewegungsrichtung durch mathematische Beschreibung, eben Vektoren, zu beschreiben.

    Keine Sorge also: Moderne Transcoder wie z.B. DVD2OneX rekomprimieren fast ohne sichtbare Verluste.

    Gruss
    Andreas
     
  4. Apfelbaum

    Apfelbaum New Member

    Es sei denn man codiert ein Konzervideo. Schnelle Bewegungen, schnelle Umschaltungen von Hell auf Dunkel und umgekehrt. Da beißt sich sogar DVD2One die Zähne aus. Habe mal ein Konzert aus dem Fernsehen aufgenommen von 2 1/2 Stunden und dann mit DVD2One passend gemacht. Wenn rotes oder blaues Licht auf der Bühne scheint sieht es grausam aus. Auf einem 8,5GB Rohling sieht es wieder gut aus, wenn man das Rohmaterial noch hat. :D
     
  5. kawi

    kawi Revolution 666

    Da beißt man sich bereits die Zähne aus wenn man so ein Konzert schneidet und als DVD produziert, selbst wenn man das original Material von Kamera zur verfügung hat Wenn ich da an die Zillo DVD denke, da sind 90% des Materials sogar noch bei tageslicht und lediglich mit "etwas" nebel und trotzdem sieht man schon geringe artefakte (okay, man muss schon stark drauf achten, aber das macht man schließlich auch wenn anschließend der eigene Name drunter steht)
    Da bedarfs dann schon richtig guter MPEG2 Encoder. Hab den Film mit einer Bitrate von 7000 kbit/s gerechnet und trotzdem bei 2 Bands das nicht komplett vermeiden können ;-(
     
  6. CosmicAlien

    CosmicAlien New Member

    So oder so wird das Bild bei der "Schrumpfung" schlechter. Wie schlecht hängt vom persönlichem Empfinden ab. Auf einem kleinen TV kann man schon mal 50% schrumpfen. Wer einen größeren, bzw. schärferen Schirm hat, oder gar einen Projektor, wird sich wohl kaum einfallen lassen eine DVD zu verkleinern. Bei >30% Verkleinerung sieht man da schon Unterschiede.

    Ohne Verlust kann man Verkleinern wenn man Überflüssiges Material wegläßt, also Menüs, Extras, zusätzliche Sprachen.

    Eine Sprache (Audio) kann ca. 300MB groß sein, bei DTS Ton auch gerne mal 600MB. Untertitel kosten ca. 3-5MB pro Sprache.

    Viele Filme sind netto mit z.B. nur einer Sprache oft ca. nur 4-5GB groß, der Rest geht für Menüs&Extras drauf.

    Einige DVD´s lassen sich nicht praktikabel schrumpfen, da das Bild darauf bereits sehr grottig und schon stark komprimiert ist. Z.B. bei Serien á la Star Trek...etc.


    Die beste Methode ist also sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und so viel wie möglich wegzulassen, bevor man an der Bildqualität dreht. Leider geht das komfortabel nur mit wenigen Tools.
     

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