Elektronikbewanderte oder besser gesucht...

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von affenschwanz, 21. Juli 2005.

  1. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    Hab hier 16 LEDs für 3 Volt.

    Will das ganze an 12Volt hängen.. also hab ich immer 4 zusammen in Serie zusammengelötet..

    Das gibt dann 4 Gruppen zu je 4 LEDs die dann Parallel an die 12Volt kommen..

    Hab das nun mal testweise bei nem 12 Volt Halogenstrahler angeschlossen.. und die LEDS werden VERDAMMT heiss! 2 Sek. am Strom..und da verbrennst dir schon die Finger.

    Das ist doch nicht normal!?

    Hab ich da was vergessen bzw. irgendwo nen Gedankensprung zu früh gemacht? Oder geht dat gar nicht (und ich hab einst in der Schule Mist gelernt?)

    Gruss
     
  2. Schnuffel

    Schnuffel Proletenhanswurscht

    Muss da nicht immer ein Widerstand mit rangelötet werden?
     
  3. graphitto

    graphitto Wanderer

    Ja. Weil es nicht nur um die Spannung geht, sondern auch um den Stromfluß. Um den zu begrenzen, brauchts den Widerstand. Der nimmt Strom weg und schützt die LEDs damit vor Überhitzung. Oder so. :D

    gruß
     
  4. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    Meines Wissens brauchts nen Vorschalt-Widerstand nur, wenn ich eine LED an 12 Volt hänge.. bei vier 3Volt Leds summiert sich doch die Volt-Zahl (sofern sie in Serie geschalten sind).. wäre das ganze Parallel, müsste der Widerstand hin.

    Lernte ich zumindest mal so
    Gruss
     
  5. Schnuffel

    Schnuffel Proletenhanswurscht

    Ich hatte mal ne 3V-LED bei mir zuhause, hab die mal testweise an EINE 1,5V-Mignon-Batterie angeschlossen. Zuerst hat sie weiß geleuchten, dann in allen möglichen Farben, dann hat's das Teil auseinandergesprengt. :augenring
     
  6. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    kann das möglicherweise auch ne 0.3V Led gewesen sein? :)

    Also ich hab hier bereits diese Leds in Betrieb.. die sind aber Parallel geschaltet und hängen an nem Adapter, der ihnen GENAU 3V ausspuckt..
    werden nix warm..

    Kanns auch daran liegen, dass der Halogen-strahler ja seine 35Watt saugt.. und die dann auch durch die LEDs gehen?
    Gruss
     
  7. Pahe

    Pahe New Member

    Das mit dem Vorschaltwiderstand ist schon richtig. LEDs neigen zur Selbstvernichtung durch den Lawineneffekt der einen Heissleitereffekt entspricht. Man nimmt Dioden oft auch als Sicherung her weil dieser Effekt ausgenützt werden kann.
    Man könnte allerdings, um die Helligkeit gleich zu halten einen Kaltleiter in thermischen Kontakt zu den Leuchtdioden vorschalten. Dabei gleichen sich die Effekte dann aus.

    Der Spannungsabfall einer LED liegt im zulässigen Betriebsbreich übrigens zwischen 1,9 und 2,3V. Das heißt, dass bei 12 V gut und gern 6 Dioden in Reihe betrieben werden können. Nur in diesem Fall kann der Vorschaltwiderstand wegfallen.
     
  8. maccie

    maccie New Member

    LEDs nie in Reihe schalten, wenn eine defekt ist, bleiben die anderen auch dunkel. Zum Betrieb von LEDs brauchst Du eine Reihenschaltung aus Widerstand und einer sog. Z-Diode, die die Spannung an der an ihr parallel angeschlossenen LED konstant hält, während der Widertand den Strom begrenzt. Theoretisch kannst Du mehrere LEDs an diese Schaltung hängen (alle parallel), besser ist es, jede LED einzeln wie oben beschrieben zu versorgen (hoffentlich stimmt da noch mein etwas vorhandes Wissen).
     
  9. Pahe

    Pahe New Member

    Wenn sie nur dunkel blieben. Bei einem Abschuß einer LED sind die anderen durch den obern beschiebenen Effekt ebenfalls den Tod geweiht.
    Wenn es 3V-LEDs sind, dann bedeutet das noch nicht, dass sie 3,1 V überleben. 3 V sind er Grenzwert, der möglichst nicht überschritten werden darf und weil die Produktstreuung auch noch vorhanden ist, ist das eben mehr als grenzwertig.
    Eine Zenerdiode wirkt übrigens wie ein Kaltleiter und kann ebenfalls der Regelung dienen.
     
  10. polysom

    polysom Gast

    LED's werden normal nicht heiß.
    Das is ja das tolle an einer LED, das sie Licht macht ohne heiß zu werden.
    Wichtig ist zuerstmal der Stromverbrauch (meist so 20mA) und die Spannung der LED (meist so 1,2-4V).
    Und mit der Versorgungsspannung lässt sich dann der Vorwiderstand berechnen.
    Wichtig is natürlich noch ob die LED's in Reihe oder parallel geschaltet werden.
     
  11. elitehomax

    elitehomax New Member

    der gute alte URI :)
    das mit dem vorwiderstand stimmt schon und sollte nieeeeeeeeeeeeeeeeeeee vergessen werden!!! Begrenzt 1. den Strom und 2. fällt Spannung ab. 2 sehr beliebte Phänomene :)

    Also du weisst was an der LED an Spannung abfällt und du weisst wieviel Strom das arme Ding verbraucht.

    Beispiel 5V Betriebsspannung, 0.7V Spannungsabfall an der Diode, 10mA Strom durch die Diode -> Am Widerstand müssen 4.3V abfallen und ebenfalls 10 mA Strom fliessen (na no na ned in serie).

    man nehme U = R * I -> R = U/I -> R = 4.3V/0.01A -> 430 V/A entsprechen 430 ohm :)

    das ganze mit deinen werten und du hast eine gleichleuchtende gesicherte LED, die theoretisch bis in alle ewigkeit leuchtet.

    lg,
    elitehomax
     
  12. affenschwanz

    affenschwanz @ffenschwanzerl

    Vielen Dank für eure Antworten. Das ganze ist ja dann doch noch ein bissrl komplexer, als ich das gelernt hab!

    Werd' mir für das nächste Projekt mal noch n'Buch darüber kaufen.. irgendwelche Tipps?

    die LEDs sind verbaut.. und da die vielleicht jede Woche knapp 1Minute brennen, macht das nicht viel.. ausserdem werden die an der richtigen Stromquelle nicht mehr heiss.
    Denke das war daran, dass der Halogen-Trafo zuviel Power rausgibt..

    Und das man Leds besser nicht in Serie schalten soll, weiss ich.. dass die sich dann aber gegenseitig alle auslöschen wusste ich nicht :crazy:

    naja.. jedenfalls funktionierts jetzt ganz schön.. und bei "DER" minimalen Anwendung sollte das auch schon ein Weilchen halten..
    Gruss
     
  13. Pahe

    Pahe New Member

    Na mit dem Halogentrafo ist nicht nur "die Power" das Problem.
    Die 12V sind 12V effektiv und das bei Nennstrom veranschlagt. Die Spitze, die die LEDs abbekommen beträgt demnach 12V * Wurzel aus 2 und nachdem die LEDs erheblich weniger Strom brauchen als z.B. 5 Halogenlampen, kann man gut und gern in der Spitze noch 20% drauflegen. Das ergibt dann rund 20V - daraus folgt dann 20/4 = 5V für die Leuchtdioden.
    Wenn nicht die negative Halbwelle und der sinusförmige Spannungsverlauf bei der Erholung geholfen hätte, wäre das in Mikrosekunden ein LED-Grab gewesen.
     

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