Elster/Skandal

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von benjii, 19. November 2004.

  1. benjii

    benjii New Member

    Was machen eigentlich die Mac-Unternehmer jetzt? Die Anbindung ans Finanzamt über ELSTER läuft ja nur unter Windows? Schon ein Skandal, dass die Staatsbehörden da noch das MS-Monopol fördern - Systemunabhängigkeit wäre in diesem Bereich doch Pflicht.
     
  2. TOCAMAC

    TOCAMAC Alles wird gut.

    Keine Sorge. Das funktioniert auch unter Windows nicht wirklich...
     
  3. benjii

    benjii New Member

    Wirklich nicht? Hast du damit Erfahrung? Ich wäre schon froh, wenn ich einen bequemen Weg finden könnte, als Freiberufler meine Einnahme-Überschuss-Rechnung papierlos ans Finanzamt zu leiten. Bisher macht das ein Steuerberater für mich - aber ich finde den heftig teuer.
     
  4. TOCAMAC

    TOCAMAC Alles wird gut.

    Nix da papierlos. So war das jedenfalls, als ich das mal probiert habe. Ausdrucken muß man den Krempel trotzdem und ans Finanzamt schicken. Dafür gibts auch Steuersoftware und die funktioniert wenigstens...

    Geht ja wohl doch papierlos mittlerweile. Sorry für die Fehlinformation...

    Aber ich bleib bei meinem Steuerberater.
     
  5. macKnall

    macKnall Halbtagsphilosoph

    "Wirtschaftliche Gründe" seien schuld daran, dass die Entwickler der Elster-Software sich fast nur mit Windows-Rechnern befasst hätten.


    Sind das wirtschaftliche Gründe, wenn diese Deppen zu dämlich waren?

    Solches Gesocks sollte man jeden Morgen eine halbe Stunde lang mit dem Ochsenziemer feinmassieren. Das sind ja alles skrupellose Pfuscher.
     
  6. mac-christian

    mac-christian Active Member

    Wenn genug Mac-Benutzer konsequent ihre Steuererklärungen handschriftlich einreichen, werden die wirtschaftlichen Gründe wohl bald anders aussehen...

    Aber wenn natürlich alle VPC kaufen oder ihren Steuerberater damit beauftragen, sieht's böse aus.

    Christian
     
  7. Didi2002

    Didi2002 New Member

    Ich finde das Verhalten des Finanzministeriums diesbezüglich zum kotzen. Was kann man verflixt nochmal dagegen machen, damit die auch was spüren???
     
  8. ab

    ab New Member

    Ich weiss gar nicht, was ihr euch alle für Sorgen macht. Ab dem ersten April des kommmenden Jahres kann Herr Eichel direkt auf sämtliche eurer Konten zugreifen. Da müsst ihr euch um nichts mehr kümmern. ein Blick genügt, und die Schuldigen sind überführt:

    "Ab April 2005 erhalten die Finanzämter Zugriff auf die Kontodaten aller Bürger. Bei der Frankfurter Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) können sie dann jederzeit abfragen, wer wo Geld liegen hat. Der Abruf offenbart, welche Konten, Wertpapierdepots, Ander- oder Treuhandkonten sowie Verfügungsberechtigungen ein Steuerzahler unterhält. Im Fachjargon wird diese Kontenübersicht als Stammdatensatz bezeichnet."

    Link:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,328199,00.html

    ab
     
  9. benjii

    benjii New Member

    Na ja, Hans Eichel hat das aber sicher nicht gemacht, damit dir die Steuererklärung leichter fällt...

    :)

    P.S. Sind noch Freiberufler hier? Wie macht Ihr das mit der Steuererklärung? Selbst? Oder die ganzen Belege zum Steuerberater? Was kostet der denn so bei Euch?
     
  10. graphitto

    graphitto Wanderer

    Ich mach meine Buchhaltung selber. Ist auch kein wirkliches Problem, wenn man sich ein wenig mit der Materie beschäftigt und ne ordentliche Software hat.

    Bei mir heißt die Software übrigens GS-EAR und ist ein Windows-Programm. Da ich in meinem Netzwerk sowieso einen PC eingebunden hab, mach ich die Buchhaltung halt darüber.

    So lässt mich die ganze Elster-Diskussion ziemlich kalt. Ich übermittle meine Formulare seit einem halben Jahr elektronisch und hatte bisher kein Problem damit.

    gruß
     
  11. Kissmekate

    Kissmekate New Member

    Vielleicht hans.eichel@bmf.bund.de anmailen?
    Ob M$ was für die Entwicklung der Elster beigesteuert hat?? :party:
     
  12. benjii

    benjii New Member

    Hmm, graphitto, ich habe mir gerade mal die GS-EAR-Software näher angeschaut. Wie sieht das aus, wenn du deine Steuererklärung machst? Du drückst aufs Knöpfchen, lässt das Programm die E-Ü-Rechnung machen und klickst dann auf "Senden" zum Finanzamt? Wie lange brauchst du dazu?

    Ich komme wirklich ins Grübeln. Zurzeit mache ich meine Kontoverwaltung über MacGiro mit HBCI. Aber einmal im Jahr ist Belege sortieren angesagt, was aufwändig ist, und dann wird das Ganze dem (wirklich teuren) Steuerberater gebracht.

    Tja... Aber ich werde mir doch nicht noch einen PC für die Buchhaltung anschaffen müssen?

    :rolleyes:

    Grüße,

    benjii
     
  13. Didi2002

    Didi2002 New Member

    also werde ich dieses Wochenende eine Mail an diese Adresse senden und mal schauen was für Buha-Software es so alles für den Mac gibt. Ergebnisse und Reaktionen folgen hier.
     
  14. benjii

    benjii New Member

    Nun ja, ELSTER-tauglich ist wohl noch nichts...
     
  15. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    Kommt aber >>KLICK<<

    Gruß
    Kalle
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    was wollen die Finanzämter denn machen, wenn man sich strikt weigert, die Ausgabe für einen Windows-PC zu tätigen und seine Formulare auch künftig in Papierform einreicht?

    Wird man dann mißachtet? Wird man bestraft weil man nicht abgegeben hat?
    Will das Finanzamt sich stur stellen, wenn man denen die Kosten für den PC aufs Auge drückt?
    Wollen sie die Bearbeitung der Steuererklärung verweigern?

    So weit ich weiß, gibt es kein Gesetz, das den Zwang zur Anschaffung eines Windows-PC rechtfertigt. Denn dann könnte der Steuerpflichtige unter Umständen argumentieren, daß sämtliche Kosten: Anschaffung der Hardware, Anschaffung der Software (Windows, Antivirensoftware, Firewall), stetige Aktualisierungen, PC-Notdienst usw usw, steuerlich geltend gemacht werden können. So wie Steuerberater und Steuerberatungs-Literatur. Kann der PC, der ausschließlich für die Steuererklärung angeschafft werden mußte, wie ein Dienstwagen behandelt werden, der dem Finanzamt aufs Auge gedrückt wird?
    Was macht einer, der keinen Internetanschluß hat und auch keinen bekommt?
    Was macht einer, der zu doof für den PC ist?
    Was, wenn die fristgerechte Abgabe der Steuererklärung an PC-Problemen scheitert? Was, wenn der PC gehackt wurde?
    Ich denke mal, daß wenn solche Bestimmungen kommen sollten, sie in eine ganze Reihe von persönlichen Rechten eingreifen. Schließlich kann mich niemand zwingen, einen Steuerberater aufzusuchen. Und ich denke auch, daß bei einiger Ausdauer, man durchfechten kann, daß man nicht zur Anschaffung von Computerhardware gezwungen werden kann, die man zu nichts anderem braucht, als für die Steuererklärung.
     
  17. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    ELSTER doch für Mac ?

    Kalle
     
  18. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Denkbar wäre als Argument gegenüber dem Finanzamt auch ein Verstoß gegen das Gebot des steuerlichen Gleichbehandlungsprinzips.

    Schließlich sind Mac-User gegenüber anderen Steuerzahlern dann benachteiligt, wenn sie sich im Gegensatz zu PC-Usern, für die es die behördeneigene Software ELSTER kostenlos gibt, eigens eine kostenpflichtige Software wie VPC o. a. zulegen müssen.

    Alternativ könnte man dem Fiskus die USt-V. auch per Mail als PDF senden. Ist ja auch eine „elektronische Übermittlung“.
     
  19. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    Und was machen erst die, die gar keinen Computer oder Internetanschluss haben ;)

    Gruß
    Kalle
     
  20. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Ganz einfach: Das umsatzsteuervoranmeldepflichtige 90-jährige Großmütterchen mit gewerblichen Nebeneinkünften aus Sockenstopferei kauft sich für 3.000 € die entsprechende Hard- und Software, schließt einen DSL-Providervertrag ab und belegt einen sechswöchigen VHS-PC-Crashkurs für noch mal schlappe 500 €.

    Widrigenfalls drohen wegen unterlassener Mitwirkungspflichten im Besteuerungsverfahren natürlich mindestens drei Jahre Frauenknast.

    Was tut man/frau nicht alles für Papa Staat. :rolleyes:
     

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