Erfahrungsbericht Epson AcuLaser C900

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von phil-o, 27. April 2004.

  1. phil-o

    phil-o New Member

    Nachdem ich nu das Pausenbrotproblem während des Druckens gelöst habe (nein, nicht dadurch, dass ich mir nun regelmäßig welche schmiere, damit ich mir beim Drucken nicht die Fingerspitzen wund trommle, sondern, indem ich reichlich Druckerspeicher nachgerüstet habe), hier der angefragte Erfahrungsbericht (nen Testbericht zu dem Teil gibt's bei Chip-Online). Hat man den Drucker bestellt, so sollte man bei Auslieferung dem Lieferanten tunlichst zur Hand gehen, sonst droht großes Gerumpel und Fluchen im Treppenhaus - das Teil wiegt 30Kilo und ist ziemlich unhandlich. Ausgepackt präsentiert er sich wie die meisten Produkte seiner Art: eher hässlich als hübsch. Signifikant ist dabei, dass die linke Seite des Druckers reines Blech zeigt - nur die rechte Seite ist mit Plastik verkleidet. Nach dem Entfernen zahlreicher Transportsicherungen (ansonsten ist aber bereits alles an seinem Ort- auch die Tonerkartuschen) und dem Anschließen an den Mac mittels eines extra gekauften Kabels der besseren Güte - Epson liefert nämlich keins mit), geht's daran, die Treiber zu installieren. Hierbei zahlt sich das Surfen in diesem genialen Forum aus, von dem ich nämlich weiß ;), dass die mitgelieferten Epson-Treiber Schrott sind und unter 10.3.3. nicht funktionieren (übrigens weist Epson auf seiner Homepage selbst dezent darauf hin, indem sie darauf verweisen, den Treiber von der 3. Panther CD (Package 2) zu installieren). Also: Treiberpaket installiert (mit Onyx vorher die unsichtbaren Dateien auf der CD sichtbar gemacht- Paket ist unter System/Softwarepaktet zu finden, auch auf den mitgelieferten Mac-CDs beim neuen Mac), Drucker eingeschaltet und *schwupps* hat Print-Center ihn auch schon erkannt. Als nächstes der Test: Foto aus iPhoto ausdrucken. Erstes langes Gesicht: der Druckauftrag verschwindet nach einer Weile einfach aus der Warteschlange und es tut sich nix. Das Utility sagt: zuwenig Speicher. Ich sage: Scheiße. Na gut, nächster Versuch: Foto nicht auf ganzer Seite, sondern kleiner drucken. Funktioniert. Der Ausdruck zeigt nur leichte Rasterung, die Farben sind gut, aber nicht so brillant wie bei einem Tintenspotzer - dies ist wohl aber generell bei Laserdruckern der Fall. Ich bin angetan über die Qualität. Nächster Test: Dokument aus Word drucken. Ergebnis: mehrfaches Üiöööh, Üiöööh, bis die erste Seite eingezogen ist, nochmehr Üiöööhs, bis die zweite Seite usw. Ich: Scheiße. Frage man Forum: das weiß aber keine Lösung. Da ich den Kampf noch nicht aufgeben will und mit meinem letzten Drucker ähnliche Probleme hatte, folge ich der Druckerspeicher-Fährte und klappere sämtliche näher gelegenen Pc-Höker ab, um welchen aufzutreiben - erfolglos. Die Suche im Internet zeigt mir überteuerten Epson-Speicher bei Cyberport. Bei "speichermarkt.de" finde ich dann aber den 128MB Riegel für 59 Euronen. Weil ratlos, bestelle ich. Über den ERfolg habe ich ja schon berichtet: seitdem die Megabytes sich im Drucker tümmeln, fluppt das Drucken wie geschmiert. Das Druckbild ist gut, die Buchstaben im Text werden relativ dick gedruckt (was ich aber einem zu dünn deutlich vorziehe). Sowohl Text als auch das Foto werden angenehm schnell gedruckt (wenn er auch beim Foto erstmal ein paar Üiöööhs einlegt, bevor er die Seite ausspuckt). Was die Ausstattung des Druckers angeht, so ist sie, wie der Chip-Test richtig schreibt: spartanisch, was mich aber nicht weiter stört, denn über den Druckertreiber lässt sich das Drucken schnell unterbrechen, wenn das Ding Blech druckt. Etwas nervig ist die Lautstärke des Geräts: der Lüfter pustet ordentlich (und zwar, wie bei neuen Laserdruckern üblich, am Anfang ziemlich stinkig) und der Drucker bleibt auch beim Nicht-Drucken verhältlnismäßig laut, bis er nach langer, langer Zeit einmal in den Standby-Modus verfällt und man ihn endlich nicht mehr hört. Ich schalte ihn daher fürs Drucken an und dann schnellstmöglich wieder aus. Fazit: ein Drucker, der gute und schnelle Ausgabe liefert, aber unter OSX auf jeden Fall zusätzlichen Druckerspeicher benötigt (wieviel genau, um reibungslos zu laufen, weiß ich nicht, ich habe ihn bis zum Maximum von 144MB hochgerüstet). Insgesamt muss man also für den Mac-Betrieb mit 66 Euro mehr (soviel kostet der zusätzliche Speicher mit Versand) und dem Kauf eines ordentlichen USB-Kabels rechnen. Aber selbst damit ist er für einen Farblaser noch konkurrenzlos günstig. Ich würde mir das Ding wohl wieder kaufen, wenn es anstünde. Deutliche Minuspunkte sind wie gesagt der zu geringe Speicher und die Lautstärke. Wer das verkraften kann, kann meiner Meinung nach getrost zulangen.

    Gruß
    Olli
     

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