etwas tiefer im südosten

Dieses Thema im Forum "Macwelt" wurde erstellt von starwatcher, 19. Juni 2004.

  1. starwatcher

    starwatcher New Member

    EDIT: falsches brett

    auch auf die gefahr hin, einigen auf den wecker zu fallen, aber in diesen dingen bin ich hartnäckig... wer kann, bitte spende...
    kommentare zu diesem thread diesmal unerwünscht...danke!


    yahoo, heute...

    Bagdad (AP) Im Kampf gegen den Tod hatte Ali von Anfang an nur wenig Chancen: Im Kinderkrankenhaus von Bagdad, in das der kleine Junge im Mai eingeliefert wurde, mangelt es am Allernötigsten. Ali starb in der vergangenen Woche im Alter von drei Monaten, wie die Ärzte am Samstag bekannt gaben. Sein Schicksal hatte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP über die Not in der Kinderklinik auch in Deutschland eine Welle der Betroffenheit und der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

    Zuletzt wog Ali gerade noch drei Kilogramm. Seit er im Krankenhaus lag, nahm er ständig weiter ab, litt an Durchfall und Austrocknung. «Die Überlebenschance wäre viel, viel größer gewesen, wenn er in einem europäischen Krankenhaus gelegen hätte», sagt der Mediziner Haidar Hadi. «Höchstwahrscheinlich hätte er überlebt.» Dem Krankenhaus fehlte bereits die nötige Ausrüstung für die Diagnose, was genau für den Durchfall des kleinen Jungen verantwortlich war. Aber auch die Medikamente sind in Bagdad knapp. Eine Blutvergiftung besiegelte schließlich Alis Schicksal.

    Im Kinderkrankenhaus in Bagdad gibt es «viele, viele Probleme», sagt Hadi. «Wir arbeiten unter unvorstellbaren Bedingungen.» Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, Geräte und Medikamente fehlen, das Personal ist miserabel ausgebildet. Viele Kinder ziehen sich im Krankenhaus eine neue, oft tödliche Infektion zu. 15 bis 20 Todesfälle beklagt die Klinik jeden Monat. «Wir haben keine Antibiotika, um die Infektionen zu behandeln», beklagt Hadi. Auch Blutkonserven fehlten. «Patienten könnten verbluten. Ich betrachte es als Verbrechen, dass ein Kind verblutet und wir ihm nicht helfen können.»

    Nachdem das Ringen des kleinen Ali mit dem Tod in Deutschland bekannt wurde, meldeten sich zahlreiche Menschen mit Hilfsangeboten. Apotheken boten an, Arzneimittel zu schicken, einige Anrufer hofften auch, den Jungen zur Behandlung nach Deutschland holen zu können. Vor allem die schlechte Sicherheitslage und Vorschriften erschweren aber solche privaten Aktionen.

    In Irak kümmert sich jedoch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF um die betroffenen Kinder. «All diese Kinder brauchen Hilfe», erklärt David Tarantino, Mitarbeiter der Besatzungstruppen und Berater des irakischen Gesundheitsministeriums, und weist auf einen Stapel von Akten. «Ohne Behandlung sterben sie.»
     
  2. starwatcher

    starwatcher New Member

    EDIT: falsches brett

    auch auf die gefahr hin, einigen auf den wecker zu fallen, aber in diesen dingen bin ich hartnäckig... wer kann, bitte spende...
    kommentare zu diesem thread diesmal unerwünscht...danke!


    yahoo, heute...

    Bagdad (AP) Im Kampf gegen den Tod hatte Ali von Anfang an nur wenig Chancen: Im Kinderkrankenhaus von Bagdad, in das der kleine Junge im Mai eingeliefert wurde, mangelt es am Allernötigsten. Ali starb in der vergangenen Woche im Alter von drei Monaten, wie die Ärzte am Samstag bekannt gaben. Sein Schicksal hatte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP über die Not in der Kinderklinik auch in Deutschland eine Welle der Betroffenheit und der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

    Zuletzt wog Ali gerade noch drei Kilogramm. Seit er im Krankenhaus lag, nahm er ständig weiter ab, litt an Durchfall und Austrocknung. «Die Überlebenschance wäre viel, viel größer gewesen, wenn er in einem europäischen Krankenhaus gelegen hätte», sagt der Mediziner Haidar Hadi. «Höchstwahrscheinlich hätte er überlebt.» Dem Krankenhaus fehlte bereits die nötige Ausrüstung für die Diagnose, was genau für den Durchfall des kleinen Jungen verantwortlich war. Aber auch die Medikamente sind in Bagdad knapp. Eine Blutvergiftung besiegelte schließlich Alis Schicksal.

    Im Kinderkrankenhaus in Bagdad gibt es «viele, viele Probleme», sagt Hadi. «Wir arbeiten unter unvorstellbaren Bedingungen.» Die hygienischen Bedingungen sind katastrophal, Geräte und Medikamente fehlen, das Personal ist miserabel ausgebildet. Viele Kinder ziehen sich im Krankenhaus eine neue, oft tödliche Infektion zu. 15 bis 20 Todesfälle beklagt die Klinik jeden Monat. «Wir haben keine Antibiotika, um die Infektionen zu behandeln», beklagt Hadi. Auch Blutkonserven fehlten. «Patienten könnten verbluten. Ich betrachte es als Verbrechen, dass ein Kind verblutet und wir ihm nicht helfen können.»

    Nachdem das Ringen des kleinen Ali mit dem Tod in Deutschland bekannt wurde, meldeten sich zahlreiche Menschen mit Hilfsangeboten. Apotheken boten an, Arzneimittel zu schicken, einige Anrufer hofften auch, den Jungen zur Behandlung nach Deutschland holen zu können. Vor allem die schlechte Sicherheitslage und Vorschriften erschweren aber solche privaten Aktionen.

    In Irak kümmert sich jedoch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF um die betroffenen Kinder. «All diese Kinder brauchen Hilfe», erklärt David Tarantino, Mitarbeiter der Besatzungstruppen und Berater des irakischen Gesundheitsministeriums, und weist auf einen Stapel von Akten. «Ohne Behandlung sterben sie.»
     

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