Fahrenheit 9/11

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von sandretto, 1. November 2004.

  1. sandretto

    sandretto Gast

    Auf mehreren Sendern läuft gerade Fahrenheit 9/11. Unbedingt ansehen.
     
  2. Schnuffel

    Schnuffel Proletenhanswurscht

    Also bei mir kommt der nur auf Pro7.

    Guter Film. :sabber:
     
  3. RaMa

    RaMa New Member

    wirklich guter film und einfach gestrickt.
    man nehme einen riesigen berg voller fakten.
    subtrahiere davon den teil der einem nicht zusagt.
    den rest stöpsle man einfach aneinander.
    und fertich.
     
  4. graphitto

    graphitto Wanderer

    Viel besser war heute abend arte mit »Wag the dog«. Endlich mal die Wahrheit. :D

    gruß
     
  5. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Jetzt machst du es dir ein wenig zu einfach. Ganz klar ist der Film eine Polemik. Nur, gäbe es nicht dermassen viele dunkle und dunkelste Stellen auf der Weste dieser Marionette auf den Präsidentenstuhl, wäre dieser, dir zu einfach gestrickte Film, gar nicht möglich. Auch, so willkürlich mehr als die Hälfte aller aufgedeckten FAKTEN (Ja, da finden sich einige in diesem Machwerk) herausgestrichen werden würden, bleibt doch noch genügend über, um diesen finsteren Präsidenten nachhaltig zu dikreditieren. Nur hilft das leider nichts, weil der Mensch belogen werden will. Er möchte hören, dass alles gut wird und er so weiter machen kann wie bisher. Und auch die Angst des uninformierten und deemanzipierten Durchschnittswählers vor der bösen Welt wird diesen christlichen Fundamentalisten im Amt bestätigen.
     
  6. Wubbo Ockels

    Wubbo Ockels New Member

    Die einzige Stelle, die mir sauer aufgestoßen ist, war die mit den Szenen von lachenden, fröhlichen Menschen im Irak vor der Invasion. Mit ein bisschen Suchen wird man sicher auch in Nordkorea lachende Menschen finden oder sogar in den Fünf Neuen Bundesländern.

    Aber wer nach der geballten Ladung an belegten Fakten über die Machenschaften der Bush-Neocon-Clique immer noch nicht gemerkt hat, wohin es geht, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
     
  7. maccie

    maccie New Member

    Im Kino ist dieser Film wirklich beeindruckend gewesen. Die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft sind im Bush-Regime *uuuuhhhhh* schon beängstigend. Auf PRO7 habe ich mir diesen guten Doku-Film nicht antun wollen, denn wenn die Werbetrailer 'reinbrüllen…

    ;( ;( ;( ;(
     
  8. Krikri

    Krikri New Member

    schade bekommt ihr sf drs nicht rein... da ist das ganze ohne werbeunterbrechung gelaufen.
     
  9. maiden

    maiden Lever duat us slav

    vergebliche Müh, fürchte ich
     
  10. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Also ich fand Farenheit 9/11 ganz schön bescheiden.
    Nicht als Polemik, völlig dumpfsinnige Allgemeinplätze und auf niedrigstem Boulevard-Niveau aus dem Zusammenhang gerissene Videoschnipsel.

    Bowling for Columbine fand ich ja noch eine wirklich gelungene Sozialstudie, aber um sich mit einer Regierung auseinanderzusetzen reicht es m.E. nicht, wildeste "Fakten" zu präsentieren und irgendwelche dahergelaufenen Durchschnitts-Amis zu Wort kommen zu lassen. Das hat nun gar nix mehr mit Journalismus zu tun, das ist eher eine Art verfilmte Bild-Zeitung.
     
  11. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Natürlich ist diese „Dokumentation“ sehr plakativ aufbereitet. Ja, sie lässt sich auch ein Stück weit der Kategorie „verfilmte BILD-Zeitung“ zuordnen. Doch das ist auch wieder nur die halbe Wahrheit. Selbstverständlich ist die Präsentation der Fakten manipulativ, natürlich wurde auch mit entsprechender Musik untermalt. Ganz klar kamen darin Durchschnittsamerikaner zu Wort. Dahergelaufene Durchschnittsamerikaner. Und genau für diese Menschen wurde diese Polemik gebastelt. Hier stand kein Akademiker als Zielgruppe im Weg herum, da waren keine Schöngeister im Visier von Herrn Moore. Dieser Film sollte genau diese Menschen abholen, die ihre Informationen aus der bunten Fernsehwelt bezogen. Und mitnichten über deine Scharfsinnigkeit verfügen. Deswegen brauchst du dich auch nicht zu ärgern, dass dir diese „Doku“ nicht gefallen hat.
    Ich selbst fand darin einige Details, die auch völlig aus dem Zusammenhang gerissen, im nackten Licht einer 60 Watt Birne betrachtet noch genügend Aussagekraft besitzen, um für mich zu entscheiden zu können, dass dieser feine Herr Busch ein benutzter christlicher Fundamentalist ist, der unserer Welt viel, viel mehr Schlechtes als Gutes gebracht hat.
     
  12. McXoX

    McXoX Gast

    Fahrenheit 9/11 ist wirklich absolut übelster Propaganda-Müll.

    Das ist ja schon regelrechte Hetzpropaganda im Stil des "Stürmer". Der Moore ist anscheinend sowas wie der amerikanische Julius Streicher. Selten so einen Dreck und so eine totale Verarsche gesehen. Wer das ernst nimmt ist an Blödheit nicht mehr zu unterbieten.

    Eigentlich ist es eine Art inverse Wahlpropaganda für Bush, denn so schlecht wie in diesem Machwerk, kann Bush nun wirklich nicht sein.

    Warum findet sich nicht ein deutscher Filmemacher, der einen "Fahrenheit 110" über Schröder und Konsorten dreht ? Diese Rot-Grün Mafia verarscht und belügt die Leute hier, daß es eine wahre Freude (für Schröder-Fischer-Eichel) ist. So ein Machwerk über Schröder würde in Deutschland sowieso nie in die Kinos kommen, weil hier längst Zensur und Einschränkung der Pressefreiheit gelten.

    Deutschland wird zum totalen Polizei- und Überwachungsstaat und da kommt Moore genau richtig um davon abzulenken. Echt toll.
     
  13. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Soso. Na, du musst es ja wissen.
     
  14. McXoX

    McXoX Gast

    Wahrscheinlich war es so, daß Bush zu Moore gegangen ist und ihn gegen ein Millionenhonorar beauftragt hat, einen Film über ihn zu drehen, der ihn als totalen Deppen hinstellt, aber dermaßen übertrieben, daß jeder, der den Film sieht sagt, Mensch, so blöd kann der Bush doch gar nicht sein, wie er diesem üblen Machwerk dargestellt wird.

    Bush steht als das arme Opfer da, wird natürlich wiedergewählt und lacht sich morgen in seinem Oval Office halbtot.

    Anders kann es eigentlich nicht sein denn es ist auch merkwürdig, daß der Bush-Clan nicht das geringste dagegen unternommen hat, daß der Film in die amerikanischen Kinos kommt.

    So einen Film könnte man in Deutschland niemals drehen und so ein "Schröder 110" Film würde in Deutschland niemals in die Kinos kommen, das würde die Rot-Grün-Mafia verhindern. Schröder geht ja sogar gegen Journalisten vor Gericht, die behaupten, seine Haare wären getönt.

    Fahrenheit 911 ist Wahlpropaganda FÜR Bush und wird mit dazu beitragen, daß Bush die Wahl gewinnen wird.
     
  15. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ja, in Amerika, in Amerika, da ticken die Uhren schon ganz anders als hier. Das kannste ma’ glauben!
     
  16. mac_the_mighty

    mac_the_mighty New Member

    Irgendwie ein klassischer Moore-Film, wie ich finde. Klar, daß jetzt die Bush-Fraktion wieder drüber herfällt. Moore hat den Film doch so plakativ wie möglich gehalten um genau die Leute anzusprechen, die sich sonst mit FOX News zufrieden geben.

    Mit Sicherheit weit von der Realität entfernt, aber auf jeden Fall deutlich näher dran als die Propagandamaschine, gegen die er angetreten ist.

    Hauptsache man spricht drüber, und die Amis haben über diesen Film gesprochen.
     
  17. lemming

    lemming New Member

    Natürlich wird er wiedergewählt. Aber nicht wegen Moore. Nein, dieser Film war den Hillbillis immer noch zu schwer zu kapieren.

    Ach ja. Einen Judenhetzer mit einem Anti-Konservativen zu vergleichen ist mehr als geschmacklos von dir.
     
  18. Ich war von dem Film enttäuscht vor einigen Monaten. Ich finde ihn ziemlich schlecht, voller Klischees und nach dem bekannten Strickmuster. Einige nette Einfälle sind darin, wie die mit den Abgeordneten, welche ihre Kinder in den Krieg schicken sollen. Ansonsten war ich enttäuscht.

    Kein Vergleich zu "Bowling for Columbine". Der ist viel besser.
     
  19. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Alles schon dagewesen: Als Helmut Schmidt und F.J.Strauss gegeneinander angetreten sind, sollten in den Kinos die Filme "Der Kandiat" und "Das Ende der Legende vom Macher Schmidt" die Wähler gegeneinaner aufhetzen. Hat nicht so recht geklappt, weil nicht viele ins Kino gegangen sind, und wahlentscheidend ist es bestimmt nicht gewesen.

    Zu F. 9/11: Habe ein bichen reingezappt, es aber nicht lange ausgehalten.

    Der Film hat meine schlimmsten Befürchtungen bei weitem übertroffen. Sämtliche der "sensationellen Fakten" sind schon immer - bei uns zumindest! - bekannt gewesen, platte, noch dazu platt präsentierte, Gemeinplätze sozusagen ("Bush ist eine Marionette der Öl- und Rüstungsindustrie" ... welcher US Präsident ist das denn nicht gewesen? ... "Im Irak sterben lauter unschuldige Menschen" ... in welchem Krieg sind jemals Schuldige gestorben? ... "Bush hat Geschäfte mit der Familie Bin Laden gemacht" ...(zum Glück gibt es noch keine Sippenhaft in den USA!) "Der Irak-Krieg ist ein Verstoss gegen das Völkerrecht", ...).

    Und dann dieser unertäglich selbstgerechte, widerliche Kotzbrocken von Moore (dabei dachte ich immer, Stefan Raab sei an Ekelhaftigkeit nicht zu übertreffen). Mit dem Lautsprecherwagen durchs Regierungsviertel fahren und "hier spricht Michael Moore" brüllen, Oh My God!, wie tief kann ein Mensch sinken?

    Ich bin bestimmt der letzte Mensch auf der Welt, der Bush wählen würde, aber wenn ich mich zwischen Bush und Moore entscheiden müßte, dann würde ich schwer ins Grübeln kommen. Einen Bärendienst hat der Mann seiner Sache erwiesen, und die Demokraten wären gut beraten gewesen, wenn sie ihm seinen Film rechtzeitig abgenommen und vernichtet hätten.

    Grüße, Maximilian
     
  20. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Puuuh! Watt 'ne fiese Charakter ihr habt! So über unsere lieben, amerikanischen Freunde zu reden, wie dat manche hier tun!
    Mich wundert, dass das macixus und akiem noch nicht auf die Palme gebracht hat. :party:


    Ansonsten eine interessante, kontroverse Diskussion hier. Ich habe den Film vor einiger Zeit im Kino gesehen. Gestern habe ich ihn nur nebenbei, während ich vor dem Mac saß, gesehen.
    Ab dem letzten Drittel kann man ihn eh ausmachen. Die ersten 30 Minuten finde ich allerdings richtig gut. Klar - über manche Stilmittel kann man sich schon aufregen. Aber wie will man Amerikaner sowie unsere Jugend anders erreichen? Normale Reportagen verstehen die doch nicht mehr und ohne Musik bringen sie keine Emotionen zu stande.

    Bsonders gestört haben mich die Szenen, in denen Bush und andere in den Minuten VOR ihrer eigentlichen Fernsehansprache gezeitgt werden. Ein billiges Stilmittel, den "Gegner" herbazusetzen (ähnlich wie es die USA seinerzeit mit Saddam nach seiner Festnahme gemacht hat).
    Ansonte glaube ich, dass dies ein relativ wichtiger Film für die Amerikaner ist – fürchte jedoch, dass es immer noch nicht gereicht hat, die Amerikaner wachzurütteln.
     

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