farbmanagement

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von bee, 13. Oktober 2005.

  1. bee

    bee New Member

    hallo forum,

    also ich hab folgendes zur verfügung:
    1 stk powerbook
    1 stk oki c5400n
    1 stk eye-one display

    kann ich mit diesem set den oki dazu bringen, so ungefähr zu drucken, wie in indesign cs die farben auf meinem display aussehen und wenn, wie?
    grau wird immer rosa gedruckt...

    vielleicht gibt es ja kleine workshops im netz?

    gruss,
    bee
     
  2. bill gehts?

    bill gehts? New Member

    das eye-one stellt ein monitorprofil her.
    für erfolgreiches farbmanagement brauchst du außerdem noch ein druckerprofil.

    ein standard-druckerprofil sollte vom hersteller mitgeliefert werden. eigentlich sind laser-drucker da auch immer relativ "genau". starke abweichungen von grau nach rosa sollten eigentlich nicht vorkommen. benutzt du originaltoner?

    sinnvoll ist natürlich auch eine software, die farbmanagement-einstellungen unterstützt (profil, rendering intent) - z.b. photoshop (edit: uups, ja. du hast ja indesign, alles klar).

    im "hilf-dir-selbst.ch" forum gibts einen eigenen bereich zum farbmanagement. ein blick dort rein kann nicht schaden, ich meine, dort sind auch diverse fm-tutorials gelinkt.
     
  3. Macci

    Macci ausgewandert.

  4. bill gehts?

    bill gehts? New Member

  5. chieferson

    chieferson New Member


    Da muss ich dir leider wiedersprechen! Die Herstellerprofile sind meist ziemlich sch...
    Das haben wir mit einigen Druckern bei uns an der HDM getestet!

    Vorallem ist mit Profilen das Farbmanagement nicht gegessen. Da haben Papier und v.a. Betrachtungsbedigungen auch Einfluss. Stichwort Metamerie!
     
  6. bill gehts?

    bill gehts? New Member

    "betrachtungsbedingungen"
    right!
    ich hab mir jetzt 2 tageslichtlampen zugelegt. als nacht-arbeiter absolut notwendig *grins*. bei normaler neon-röhre oder glühbirne brauchst du den drucker sonst gar nicht erst anschmeissen.

    das mit dem papier find ich beim laser nicht so dramatisch. o.k., beim tintendrucker macht das einen riesenunterschied.
     
  7. bee

    bee New Member

    soso, sehr interessant.
    also bearbeite ich meine bilder, zeichnungen etc in Photoshop oder wo auch immer unter meinem neuen monitorprofil (von eye-one), dann kann ich softproofs erstellen indem ich das icc-profil des druckers vorschalte. soweit klar.
    und wenn ich drucke, wie bestimme ich dann das profil? der softproof sieht gut aus, der druck nicht. steht das in der indesign anleitung? *fürcht* werde mir die dann nochmal ansehen.
    es gibt so viele einstellungsorte, erst in photoshop, dann das monitor profil, dann layoutprogramm, dann druckerprofil, druckertreiber, colorsync dienstprogramm......
    toner sind noch die mitgelieferten, also original. papier kein spezielles, aber es geht auch nicht um farbverbindlichkeit, sondern um das rosane grau!

    danke für die super links!

    gruss,
    bee
     
  8. Macci

    Macci ausgewandert.

    so, wie du deinem Monitor durch ausmessen ein Profil verpasst hast, musst du das auch mit dem Drucker tun. Dazu brauchst du ein anderes (teures) Messgerät, oder einen Dienstleister (30-50€). Schau dir mal printfab an, da bekommst du sowas auch.
    Und den Programmen musst du dann sagen, dass sie diese Profile verwenden sollen. That's all ;)
     
  9. Lou Kash

    Lou Kash New Member

    Abgesehen vom aktuellen 15" PowerBook habe ich kürzlich den Oki c5450n gekauft.

    Die Farbtreue variiert halt je nach Einstellung im System-Druckdialog > Druckeroption (im "Kopien & Seiten" Popup-Menü) > Optionengruppen: Farbe, und je nach dem abhängig auch von Optionengruppen: Qualität > Schwarzerzeugung.

    Wenn dein PB-Bildschirm halbwegs gut auf D50 kalibriert ist -- und dafür brauchte ich mit den Panther-Systembordmitteln Stunden, weil die PB-Bildschirme einen Rosa-Stich haben, der nicht kompensiert wird! -- dann kannst du in InDesign das Color Management einschalten. (InDesign CS und CS2 kenne ich allerdings nicht, ich arbeite immer noch mit ID2.)

    Wenn du mit Panther arbeitest:
    Öffne ColorSync Dienstprogramm und setze die Standardprofile auf AdobeRGB und Euroscale Coated v2. Dann kannst du in allen Adobe Programmen in den Farbeinstellungen einfach den ColorSync-Workflow aktivieren.

    Wenn du mit Tiger arbeitest:
    In Tiger kannst du die globalen Profile nicht mehr definieren (keine Ahnung warum).
    Du wählst in den Adobe Programmen halt einzeln "Standard für Druckvorbereitung - Europa".

    Nun sollten CMYK-Dokumente einigermassen farbtreu auf dem Bildschirm dargestellt werden, allerdings ist der Powerbookbildschirm halt kein Weltmeister in Farbtreue. Für Bildbearbeitung hängt bei mir immer noch ein Radius CRT dran...

    Beim Druck aus ID musst du darauf achten, dass unter Farbmanagement im Druckdialog der Quell- und Druckfarbraum auf "Dokument" eingestellt sind. Dann sollte Oki die Farbwerte 1:1 übernehmen. Natürlich sind dann die Farben satter als beim Offsetdruck...

    Für einen CMYK-Proof auf dem Oki (System-Druckdialog > Druckeroption (im "Kopien & Seiten" Popup-Menü) > Optionengruppen: Farbe > CMYK-Farbsimulation: Euroscale) kannst du zunächst eine globale Druckeinstellung speichern (System-Druckdialog > Einstellungen > Sichern unter).
    Diese kannst du dann im ID auswählen, indem du im ID-Druckdialog den "Drucker..." Knopf drückst und die Einstellung auswählst, bevor du den "Drucken" Knopf drückst. (Zumindest in ID2 ist es so.)

    Falls du mein PowerBook-Bildschirmprofil ausprobieren willst:
    www.machata.ch/download/albook_d50_v04.icc.zip
     
  10. bee

    bee New Member

    na, sauber!
    danke für die vielen Tipps, werde das morgen nachmittag ausprobieren können.

    gruss,
    bee
     
  11. bee

    bee New Member

    tach,

    also ich habe jetzt feststellen können, dass das alles so wie beschrieben funktioniert. aber: wenn ich auf dem oki c5400n ein graustufenbild drucke, dann hat es einen deutlichen rosastich. der softproof sieht im übrigen genauso aus... das klappt also.
    wie kriege ich das denn jetzt eingestellt? colorsync irgendwie? da wird der oki auch garnicht aufgeführt, obwohl ich das profil habe?

    ratlos,
    bee
     
  12. Lou Kash

    Lou Kash New Member

    Bee, mail mir doch mal dein Graustufenbild. Meine Adresse findest du hier:
    www.machata.ch/de/contact/

    Falls es ein TIFF oder PSD ist, bitte zippen!
     
  13. bee

    bee New Member

    cool!
    schon passiert, you've got mail.

    bee
     
  14. Lou Kash

    Lou Kash New Member

    Also, ich bekomme komplett graue Ausdrucke, wie auch Bildschirmanzeige. D.h., die Bildschirmanzeige am Powerbook ist so grau wie sie nur sein kann, denn der "eingebaute" Rosastich des Bildschirms lässt sich nicht 100% "wegretuschieren" via die eingebaute ColorSync Kalibrierung, ohne andere Farbbereiche zu verändern. Mein ICC-Profil oben ist "as close as I can get" ohne teure Soft- und Hardwarekalibrierung.
    Am Radius CRT (5000°K) ist das Ding auch schön grau.

    Folgendes ist zu beachten:
    - Meine System- und Programm-Farbeinstellungen sind wie oben beschrieben (Panther).
    - Ich habe dem Bild kein Profil zugewiesen.
    - Im Photoshop (7) Drucken-Dialog (Datei > Drucken mit Vorschau) habe ich "Weitere Optionen" > Farbmanagement > Quellfarbraum: Dokument (also ohne Tags) > Druckfarbraum: Wie Quelle. Wir machen ja keinen Proof, wir wollen die Graustufen so wie sie sind.
    - Es gibt lediglich kleine Unterschiede in den Graustufenwerten, je nach dem ob ich im System-Druckdialog > Druckeroptionen > Farbe > Farbanpassung mit: "Oki"/"kein"/"Graustufen" wähle, wobei restliche Optionen auf "Auto" eingestellt waren. Was da genau vor sich geht, verstehe ich auch nicht; ich bin Grafiker, kein Druck(er)experte... :)

    Falls du das Bild in ein anderes Programm importierst, würde ich es als Graustufen-TIFF oder -PSD speichern. Einige Programme sind nicht besonders gut auf Graustufen- oder CMYK-JPEGs zu sprechen...
     
  15. bee

    bee New Member

    alles klar, danke. werde das ausprobieren.
    gruss,
    bee
     
  16. bus

    bus New Member

    Vom Farbmanagement an Laserdruckern darf man sich längst nicht so viel erhoffen wie bei Tintenpissern. Das einzige, was den Toner dazu bewegt, auf das Papier zu wandern und dort zu bleiben, ist die das Papier durchdringende, von der Belichtertrommel ausgehende Ladung. Diese kann wiederum nur leitendes, also feuchtes Papier durchdringen. Ein Feuchtwerk ist im Laserdrucker jedoch nicht vorhanden. Das Papier bezieht seine Leitungsfähigkeit aus der umgebenden Raumluft, deren relative Feuchte stark schwankt, meist zu gering ist oder durch eine Klimaanlage geregelt wird. Das Hersteller-Profil repräsentiert darüber hinaus eine bestimmte Papiersorte, die verwendet werden sollte, sowie die durchschnittlichen Geräteeigenschaften der ganzen Serie, für die es veröffentlicht wird. Liegt dein Drucker mitten in deren Streuung oder ist diese nicht sehr groß, dann passt es einigermaßen unter Beachtung der empfohlenen raumklimatischen Bedingungen.

    Wenn Graustufen im Spiel sind und grau bleiben sollen, muss leider alle eigentlich notwendige Umrechnung von Farben in den OKI-Ausgabe-Farbraum unterbleiben, zumindest mit den gegebenen Mitteln. Es gibt separationserhaltende Umrechnungsmethoden, die jedoch nicht Bestandteil einer gewöhnlichen Anwendung-Betriebssystem-Treiber-Kombination sind sondern die von RIPs oder Color Servern. Im Hausgebrauch findet immer eine Umrechnung vom vorliegenden Arbeitsfarbraum über das dreikanalige Lab in den 4c-Ausgabefarbraum statt. Dabei werden alle Kanäle neu gemischt, und auch Schwarz wird neu errechnet und bunt ausgegeben. Dein Ausgabefarbraum ist für reine Graustufen gleich deinem 4c-Arbeitsfarbraum ohne Rücksicht auf bunte Bilder, wenn der OKI nicht selbst RIPpen kann.
     

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