ffmpeg-Fachmann gesucht

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von kickboard2000, 10. August 2003.

  1. kickboard2000

    kickboard2000 New Member

    hi,
    möchte mein VHS-Archiv in DVD's umwandeln. Benutze Formac-Karte und iMovie. Klappt bis dahin alles wunderbar.
    Wegen des iDVD-Schwächelns (mehr als 60min geht nicht)
    exportiere ich den 100min Film aus iMovie nach QT, erhalte .mov-Datei, die ich dann mit ffmpeg als hi-bitrate-DVD (preset) umwandele. Auch das geht,- aber wie...

    Probleme:
    der Vorgang dauert 20 Stunden - ist das normal?
    als Ergebnis des Enkodierens erhalte ich einige meiner Meinung nach "unnütze" Dateien:

    1. Film.DVD-Ordner mit AUDIO_TS + VIDEO_TS-ORDNER
    (2,87GB) (der einzig nötige - oder?)
    2. Film.dvd.img (2,87GB)
    3. Film.m2v (2,66GB)
    4. Film.mp2 (154 MB)
    5. Film.mpg (2,87GB) (nicht abspielbar)
    Dauert das Enkodieren womöglich deshalb so lange? Muss ich bei ffmpeg etwas voreinstellen, damit es die "unnützen" Dateien erst garnicht erstellt?

    Danke für Antworten
    Jörg
     
  2. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Auf meinem G4/933 ist das Verhältnis 1:4, d.h. 2h Video braucht ca. 8h Rechenzeit. Da Du leider nicht angibst, was für einem Mac Du hast (das Profil oder die Signatur wäre der Richtige Ort dafür...), kann ich nicht abschätzen, ob bei Dir ev. ein anderes Problem vorliegt.

    Die "unnötigen" Dateien sind temporäre Zwischendateien. Die werden immer erstellt. Man kann sie zwar automatisch löschen lassen (keep elemtary streams abhaken), aber schneller dauert das umrechnen deswegen aber nicht.

    Die MPG-Datei ist übrigens schon abspielbar, z.B. mit VLC oder mit QT Pro und installiertem MPEG2-Decoder-Plugin (Apple, kostenpflichtig).

    P.S: Damit die DVD einigermassen voll wird, kannst Du mit einer Bitrate von 4000kBit/s bei 120Minuten rechnen. Andere Variante: Du gibts in ffmpegX eine viel zu hohe Bitrate an, z.B. 9000kBit/s und lässt die zu grosse MPEG-Datei anschliessend mit Minx Transcoder exakt auf DVD-R-Grösse runterrechnen. Das erspart Dir die Experimente mit der Bitrate, braucht aber nochmals einiges an Rechenzeit.

    Gruss
    Andreas
     
  3. kickboard2000

    kickboard2000 New Member

    Danke für die Infos!
    Habe G4/533/768/10.2.6
    Vielleicht ist der Prozessor ja einfach zu lahm.
    Oder wirkt es sich auch verlangsamend aus, wenn man, wie ich das aus Platzgründen tue, die mov-Datei auf einer externen Firewire-Festplatte auslagere um sie dann auf die interne zu kodieren?

    Ciao
    J.
     
  4. AndreasG

    AndreasG Active Member

    Da Du wie ich auch eine G4 hast aber mit etwa halber Taktfrequenz, dürfte sich die Rechenzeit bei Dir im Vergleich zu mir etwa verdoppeln. Ev. ist Dein Systembus noch etwas langsamer, ist aber schwer zu sagen, ob das einen spürbaren Einfluss hat.

    Somit würde ich in Deinem Fall von einem Verhältnis 1:8 ausgehen, was bei 120 Minuten auf 16 Stunden hinausläuft. Dann noch das Erstellen der Images etc. Ich würde also sagen, ffmpegX verhält sich auf Deinem Mac vollkommen normal.

    Ob externe oder intene Festplatte, das hingegen dürfte überhaupt keine Rolle spielen. Die Leistung reicht auf jeden Fall, denn Zeit braucht das Rechnen, nicht das Speichern bzw. Lesen der Files auf die Harddisk.

    Übrigens ist iDVD auch nur deshalb schneller (bei mir etwa Faktor 2), weil Apple hier einen Codec verwendet, der aus (Marketinggründen) hauptäschlich auf Speed ausgelegt ist. Die Qualität des resultierenden Films ist hingegen nur bei Filmen unter 60 Minuten als zufriedenstellend zu bezeichnen. Ab 60 bis 90 Minuten bekam die Leistung in einem Test der c't die Note "sehr schlecht". ffmpegX hingegen ist zwar auch nicht Spitze, aber immerhin im oberen Mittelfeld. Sehr gut abschneiden tun leider im Moment nur Codec's für Windows :(

    Gruss
    Andreas
     

Diese Seite empfehlen