Filbinger hat sich klar von Öttinger distanziert

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von maiden, 16. April 2007.

  1. maiden

    maiden Lever duat us slav

    damit ist alles gesagt.
     
  2. joke31

    joke31 New Member

    Mir sagt das relativ wenig
     
  3. maiden

    maiden Lever duat us slav

    nun, man könnte es auch so ausdrücken:
    nach den wiederholten Äußerungen Öttingers, Filbinger sei kein Nazi sondern ein Gegner des Naziregimes gewesen, und Öttingers wiederholten Bekräftigungen seiner Aussagen, hat er sich nun schweren Herzens und nach immer lauter werdenden Protesten dazu entschlossen, das Gesagte, nie gesagt zu haben, oder nie gesagt haben zu wollen. Oder so.
     
  4. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Alles Mißverständnisse!

    Hier würde auch Münteferings Wunsch passen, daß man doch die Politiker nicht danach bemißt, was sie im Wahlkampf sagen.
     
  5. maiden

    maiden Lever duat us slav

    wer tat das je?
     
  6. benqt

    benqt New Member

    Ich hab immernoch nicht geschnallt, warum sich Filbinger von Oettinger distanziert hat. Hast du dich beim Threadtitel verhauen oder steh' ich nur auf der Leitung?
     
  7. maiden

    maiden Lever duat us slav

    das sollte eine satirische Umschreibung dafür sein, daß ’s Öttingerle sich im Grunde gar nicht distanziert hat, sondern nur seine Ruhe vor den Kritikern will und deshalb Distanz simuliert. Und da ’s Öttingerle ja nun Distanz feststellt und die Riege der christlich-demokratischen Parteimitläufer auch, muß sich ja wohl der Herr Filbinger vom Öttingerle distanziert haben, wenn dieser es schon tatsächlich nicht getan hat. Irgendwie muß die Distanz ja zustandekommen.
     
  8. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Am Samstag war Pofalla schon zufrieden mit dem (Nicht)Entschuldigungsschreiben, heute ist er es wieder. Ich wundere mich, daß die CDU sich einen solchen tumben Sekretär hält. Da kam mir Hintze ja noch cleverer vor und das heißt schon was.
     
  9. maiden

    maiden Lever duat us slav

    alle wollen nur, daß endlich Ruhe im Karton herrscht.

    Wenn einer derart dummes Zeug spricht wie’s Dommschwätzerle, er es mehrfach wiederholt und bekräftigt und dann nach immer stärker über ihn hereinbrechender Kritik bis hin zu Rückstrittsforderungen plötzlich alles nicht so gemeint haben will und sich von allem distanziert, dann ist das nicht nur nicht glaubwürdig, sondern der nächste Schlag ins Gesicht wahrer Gegner des Naziregimes.

    Es ist doch überdeutlich, daß ein Herr Öttinger sich mal komplett in der Einschätzung der Reaktionen auf sein G’schwätz hin verkalkuliert hat und nun seinen Kopf retten will. Nach all den Bekräftigungen kann man ihm seine angebliche Distanzierung nicht mehr abnehmen.

    Daß dabei seine Parteikollegen diesen heuchlerischen und absurden Kurs mitfahren und nun ein Ende der Diskussion fordern, spricht Bände. Sogar der dumme Herr Beck ist's nun zufrieden.
     
  10. joke31

    joke31 New Member

    Ist es nicht eine Schande, dass sich die ganze BRD um eine Trottel kümmert, als ob es in der Welt nichts wichtigeres gibt als eine Grabrede.

    Jeden Tag sterben durch den Nestle-Konzern weltweit 4.000 Babys, weil er den unaufgeklärten Müttern einredet ihre Kinder nicht zu stillen sondern ihnen die Nestle Milchpulver-Milch zu geben. Da das Wasser, mit dem die Milch aufgelöst wird verunreinigt ist, sterben jeden Tag tausende von denen weltweit.
    Doch das wird von der Europafixirten Pressse nicht beachtet.

    http://www.babynahrung.org/Archiv/Nachrichtenarchiv.htm#Tod aus der Flasche -

    In Jean Zieglers Buch "Das Imperium der Schande" nachzulesen

    http://www.amazon.de/exec/obidos/se...&results-process=default?tag2=de-de-google-21
     
  11. juenger_gutenberg

    juenger_gutenberg Active Member

    Was hat des Ministerpräsidenten vielgeachtete Grabrede jetzt damit zu tun? :confused: Muss ich den Zusammenhang verstehen? Bitte um Aufklärung!
     
  12. joke31

    joke31 New Member

    Ich kritisiere die Wahl der Probleme, mit denen sich die Öffentlichkeit seit einigen Tagen aueinandersetzt. Ist die Presse wirklich so kleingeistig, dass sie nicht weis was sonst noch alles auf der Welt passiert?
     
  13. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Also, wenn ich der Geist vom Filbinger wäre, würde ich mich jetzt auch von Öttinger distanzieren. Erst sagt er aus Opportunismus, der Filbinger sei ein Gegner des Naziregimes gewesen, dann lässt er sich eine Weile von Angie und anderen ins Gemächte treten und schließlich widerruft er, dass Filbinger ein Gegner der Nazis gewesen sei. Ich würde mich da im Grabe umdrehen und denken: "Was für ein Weichei, der kann mich mal!"
    Der Öttinger hat ein Paradebeispiel dafür geliefert, wie man sich ohne Not zwischen alle Stühle setzt. :biggrin:
     
  14. D_Stahl

    D_Stahl Active Member


    Wüürrrggg. Jetzt verfolgt mich der Hintze auch noch hier im Forum.
    Aber einen gewissen Unterhaltungsfaktor hatte der schon - im negativen Sinne.
     
  15. joke31

    joke31 New Member

    Na klar.
    In diesen Ländern hat sich die Gesellschaft in zwei Klassen geteilt.
    Die Mächtigen und die Unmächtigen (Reiche und Arme oder Dreißte und Gutherzige)
     
  16. maiden

    maiden Lever duat us slav

    Filbinger hat sich klar von Öttinger distanziert.

    Wie? Der Filbinger ist doch tot! Ja, isser. Aber er war kein Nazi!

    Gut, er war wohl Mitglied in NSDAP und SA, er war Marinerichter, der Todesurteile gegen Deserteure beantragte oder unterschrieb, sogar noch kurz vor Kriegsende, wo es für einen echten Nazi nix mehr zu gewinnen gab, vor seinem Herrn. Aber was damals Recht war, war Recht und kann heute nicht Unrecht sein. Sagte sogar der olle Filbinger und blieb bis an sein Lebensende ein verstockter uneinsichtiger Gegner des Naziregimes. Sagt der Öttinger. Das Dummschwätzerle aus Baade-Wirddebärg. Würg. Seines Zeichens Minischterpräsident und CDU-Jockel.

    Die anderen aus seiner Partei, der CDU aus Baade-Wirddebärg (für des Schwäbischen nicht Mächtige: Baden-Württemberg) sehen das genau so. Okay, nicht alle, aber viele. Und deshalb waren sie alle da und haben dem verstorbenen Marinerichter und NSDAP-Mitglied Filbinger das letzte Geleit gegeben und seine Verdienste gewürdigt. Die Verdienste für das mörderische Naziregime haben sie nicht gewürdigt. Das tut man nicht. Jedenfalls nicht laut. Also hat man ein wenig Reden gehalten und um den heißen Brei herumgeredet.

    Und so hat des Dommschwätzerle Öttinger dem Marinerichter a. D. Filbinger bei der Trauerfeier in Freiburg am Mittwoch bescheinigt, er sei "kein Nationalsozialist" gewesen, sondern "ein Gegner des NS-Regimes". Und: es gebe kein Urteil von Filbinger, "durch das ein Mensch sein Leben verloren" habe. Man hielt also eine traurige Rede und salbte den versorbenen huldvoll.

    Dem Filbinger wurde schon zu Lebzeiten übel mitgespielt. Nachdem bekannt wurde, daß er an mehreren Todesurteilen gegen Deserteure mitgewirkt hatte, mußte er als Ministerpräsident seinen Hut nehmen. Der arme alte Mann wurde diesem Makel nie los und hat sich daran bis zuletzt aufgerieben.

    Nun endlich, nach seinem Tode sollte er reingewaschen werden. ’s Öttingerle begab sich dazu in die Tradition anderer Dommschwätzer der Südwest-CDU und nahm das NSDAP- und SA-Mitglied Filbinger liebevoll in den Arm. Verbal.

    Das hat dann aber ohe Wellen geschlagen im In- und Ausland. Vertreter der Juden in Deutschland fassten sich an den Kopf und konnten es nicht fassen, daß einer so dumm daherschwätzt. Hinterbliebene und noch lebende Gegner des Naziregimes, also die echten, fassten sich auch an den Kopf und kommen sich ziemlich verarscht vor.

    Das hat’s Öttingerle nicht bedacht. Hätte er es bedacht, hätte er zwar trotzdem so saudomm dahergschwätzt, aber leise und hinter verschlossenen Türen. Denn daß er es so gemeint hat, wie er's dumm dahergschwätzt hat, hat er ja mehrfach bekräftigt. Überlegt hat er erst, nachdem sie sich alle an den Kopf gefaßt haben und man uns aus dem Ausland schon komisch angeschielt hat. So aus dem Augenwinkel und mit mißstrauischem Blicke. Des kennt dr Schwob. Das ist so vernichtend wie der Blick der einen trifft, der seine Kehrwoche nicht gemacht hat.

    Und dann hat’s Öttingerle angefangen, sich zu verteidigen. Das hat ihm aber nix genützt. So wenig wie den Deserteuren, die der Filbinger mit zum Tode verurteilt hat.

    Aber ’s Öttingerle lebt noch. Also hat er sich weiter verteidigt. Dann ist ihm aber irgendwann, nachdem was von Rücktritt gerufen wurde, kurz mal in den Sinn gekommen, sich wohl auch bei anderen Leuten zu beraten und einen Rückzieher zu versuchen.

    Und so richtig davon gelaufen vor seinem eigenen dummen Geschwätz ist er erst nachdem man ihm in der Bundes-CDU erzählt hat, daß man es für besser hielte, wenn die Vergangeheit nicht auf diese Weise aufbereitet wird. Schließlich könnte es Stimmen kosten. Das will man aber nicht. Und deshalb sagt des Öttingerle jetzt, daß er alles gar nicht gesagt hat, oder zumindest nicht gesagt haben wollte. Oder so. Es fällt das Zauberwort "Distanzierung".

    Damit ist dann auch schon alles gesagt und man sollte die Sache jetzt aber endlich ruhen lassen und zur Tagesordnung übergehen, meinen die Aufatmer in der CDU. Endlich ist es vorbei. Alle sind zufrieden. Sogar der Herr Beck. Und der ist nicht von der CDU. Aber trotzdem ein Dummschwätzer. Der gibt sich nämlich auch damit zufrieden, daß einer, der dumm rausgschwätzt hat und das dumm Rausgschwätzte sogar stur und weiter dumm über mehrere Tage bekräftigt und bestätigt hat, jetzt plötzlich von allem nix mehr wissen will und sich "distanziert".

    ’s Öttingerle ist ja nicht dumm, denn er isch Schwob, und deshalb weiß er auch, daß man am besten seine Ruhe wiedergewinnt, wenn man sich distanziert, oder, im anderen Fall: seine Kehrwoche rechtzeitig macht. Sich distanziert, selbst wenn man das Gesagte genau so meinte und über mehrere Tage das Dummgeschwätz verteidigt hat.

    Des Öttingerle kann nämlich zumindest mir und vielen anderen in diesem Lande nicht erzählen, daß er nicht wußte, von was er redet, und daß er nicht wußte, was der Herr Filbinger für einer war.

    Also wird es wohl so sein, daß er einfach nur seine Ruhe haben will, und weiterhin Ministerpräsident bleiben. Und deshalb gibt es jetzt zwischen ihm, dem Öttingerle und dem von ihm reingewaschenen Marinerichter, NSDAP-Mitglied und bekannten Gegner des Naziregimes Filbinger eine Distanz.
     
  17. Lila55

    Lila55 New Member

    Am besten wäre es wohl, man würde die Politiker überhaupt nicht danach bemessen, was sie sagen - egal wann. :cool:
     
  18. maiden

    maiden Lever duat us slav

    nana. Du urteilst unfair. Jeder weiß doch, daß die Minischterpräsidenten Banden-Württembergs immer und seit je her schon automatisch Mitglied im genannten rechten Kreise sind. Und wenn man das automatisch ist, ist man noch lange kein Nazi.

    Nur ein wenig gedankenlos und dumm vielleicht.
     
  19. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Erst hat er sich von Hans Filbinger teilweise distanziert, jetzt vom Weikersheimer Studienkreis, von dem sich bisher noch kein Ministerpräsident vor ihm distanzieren musste ... mir will scheinen, Oetti würde sich im Augenblick von allem und jedem distanzieren, nur nicht von der Macht seines Amtes - dafür täte er wahrscheinlich alles. :kotz:
     
  20. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich habe heute deswegen schon hämisch gelacht.

    :D
     

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