Filesharing: Eltern müssen ihre Kinder nicht überwachen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Komponist, 16. November 2012.

  1. Komponist

    Komponist Gast

    klasse... jetzt kann ich meine Kinder darüber aufklären daß es verboten ist beim Nachbarn die Äpfel zu klauen .. und brauch nur einfach nicht hinschauen :) ...so können die ihr Taschengeld aufbessern :D
     
  2. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Wie sollen sie die Kinder überwachen, um so etwas zu verhindern? Das ist schier unmöglich.
     
  3. @Komponist,
    du vergleichst Nachbars Äpfel mit Mutters Birnen.
    Die meisten Eltern wissen noch nicht einmal was eine Tauschböres ist und was man dagegen tun oder lassen kann/soll. Außerdem ist eine Tauschbörse nur bedingt als aktiver Diebstahl zu betrachten. Da ja "nur" Daten "getauscht" werden und hier gegen das Urheberrecht verstoßen wird. Also kein Apfel in die Hand genommen wird ;)
    Was willst du tun, wenn du deinem Nachwuchs sagst, klau keine Äpfel und er macht es doch. Das Recht ist hier schon eindeutig, Eltern haften nicht immer für Ihre Kinder ;)
     
  4. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Viel spannender ist doch der Umkehrschluss:
    Das nach derzeitiger Rechtslage verbotene Filesharing wird ab sofort nicht mehr geahndet wenn der/die Täter minderjährig sind. D.H. der Geschädigte kann den Rechtsbruch nicht mehr anklagen und keinerlei Ansprüche durchsetzen wenn die Täter minderjährig sind!
    Und das weil die Eltern ihre unter 14 jährigen Kinder nicht überwachen können? Zuviel verlangt? Unmöglich? Wirklich? WTF!?

    Tut mir leid, aber das ist in totaler Irrsinn! Ist jetzt also jede Raubkopie legitimiert solange sich im Haushalt ein minderjähriges Kind aufhält (Dem Papi das gemein-geheime Filesharing in die Schuhe schieben kann)?

    Prima, dann saug ich mir jetzt die komplette Filmographie von Ron Jeremy!
     
  5. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Was ja auch ein strafbewehrter Rechtsbruch sein soll, wie ich gehört habe....

    Eben doch, das was du vielleicht nicht willst, aber doch tust, ist, für deine Schrazen zu haften! Und das ist, wenn man nur 1,5 sekunden drüber nachdenkt auch ganz gut so...
     
  6. VideoRain

    VideoRain Gast

    Ja genau, wo doch eh alle im Überwachungsrausch sind und Apple da kräftig mit mischt und alle das ganz dolle finden, schreien hier dann auch einige: Ja, genau, überwacht gefälligst eure Kinder !
    Alles potentielle kleine Ganoven, oder wie?
    Nur noch krank..........
     
  7. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Herr Schmeiss Hirn vom Himmel!
    Man kann das schöne Wort Kinderüberwachung auch als Sorgfaltspflicht interpretieren. Wenn ich also den Internet konsum meines 11 Jährigen überwache dann tu ich das nicht nur um diesen minderjährigen, in der Entwicklung befindlichen, und noch sehr feucht hinter den Ohren befindlichen Buben daran zu hindern sich selbst kriminell zu betätigen sondern auch um zu verhindern das er in die kriminellen Handlungen von anderen verwickelt wird, sich Fotos von zerplatzen Gehirnen irgendwelcher Selbstmordattentäter ansieht oder seine sich in der zarten Blüte befindliche Sexualität von 45cm langen Prachterektionen und melonengroßen Dudelnnachhaltig in eine ungesunde Richtung geprägt wird.
     
  8. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Praktische Tipps dazu würde ich gerne hören. Es ist ja nicht so, dass ich das verteidige aber man müsste den Kids schon die Computer wegnehmen, um so etwas zu verhindern.
     
  9. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ah, da kommen wir der Lösung schon recht nahe! Ist inzwischen ein Gesetz erlassen werden dass Minderjährige eigene internetfähige Computer besitzen müssen? Keine Frage, der Rechner gehört dazu und die Kids lernen den Umgang damit schon im Kleinkindalter – aber warum sollte man die Online Zeit nicht begrenzen? Oder gar ab und zu dabei sitzen, bzw. einen Blick über die Schulter riskieren?

    Mir ist klar das die Freiheit des Netzes Eltern einiges abverlangt (z.B.seine Kinder in allen Einzelheiten aufgeklärt zu haben bevor der erste Porno auf dem Schulhof die Runde macht – was heute in einem Alter ist in dem sich die Kinder von sich aus noch gar nicht für Sexualität interessieren, bzw. das eigentlich gar nicht so genau wissen wollen), und ja, die lieben kleinen werden schnell wissen wie sie an die interessanten Seiten kommen und sich entsprechend austoben – trotzdem kann man als Erzieher nicht einfach schulterzuckend aufgeben – dann kannst du das Kinder groß ziehen ja gleich ganz bleiben lassen – nur ein bisschen Grundschule, anschliessend gibts Wikipedia?
     
  10. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Die Kinder werden wohl kaum auf entsprechende Seiten, seien es Porno oder Tauschbörsen oder eine Kombination davon gehen, wenn die Eltern über die Schultern schauen. Und wenn sie das tun, werden sie es so machen, dass sie blitzschnell ein anderes Fenster anklicken, wenn sie die Tür aufgeht.

    :crazy:
     
  11. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Prima, die Scham von einem Elternteil beim Wixen überrascht zu werden ist vielleicht auch eine Erfahrung...

    Aber Spass und Erziehung beiseite: Ich wundere mich das hier ein Gericht zwar einen Gesetzesbruch anerkennt, gleichzeitig aber bestimmt das es in einem bestimmten Fall (Rechtsbruch wurde von Minderjährigen begangen) niemanden gibt der dafür verantwortlich ist. der Minderjähriger nicht (ist klar), seine gesetzlichen Vertreter aber auch nicht – jetzt stellt sich mir die Frage was das Gesetz eigentlich wert sein soll wenn es faktisch unwirksam ist?
     
  12. pewe2000

    pewe2000 New Member

    In den USA werden sogar Kinder festgenommen. Bei uns fehlen halt kleine Handschellen, das wäre doch ein Geschäftsfeld für die Zukunft.

    :augenring
     
  13. maximilian

    maximilian Active Member

    Also in den Filmen und Fernsehserien nehmen sie schon lange keine Handschellen mehr, sondern Kabelbinder. Vielleicht deswegen?

    Als Vater eines 13-jährigen Kindes kann ich die Entscheidung dieses Gerichtes aber nur begrüssen. Es ist wirklich so gut wie unmöglich, zu kontrollieren was ein Kind an seinem PC macht (ja, ich habe gesündigt und unserem Kind einen PC gekauft und keinen Macintosh, der Preisunterschied von 1500 Euro hat da irgendwie den Ausschlag gegeben...). Natürlich redet man ihm gut zu und gibt ihm genug Taschengeld, damit er sich die Musik kaufen kann, die er hören will - aber sicher sein kann man sich trotzdem nicht. Und da mir das Spitzelgen fehlt, wäre es für mich eine schlimme Zumuting, dauernd auf seiner Festplatte nach verdächtigen Dateien suchen zu müssen.
     
  14. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ja, alles Raubmörderkopierer!
     
  15. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ich find’ das schon arg, dass man hier seinen Kindern hinterher spionieren sollte. Bisschen DDR-like. Wer kann so was auch nur ansatzweise gut finden?!
     
  16. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Das kennt man doch, die ziehen sich dann Mörderspiele runter, spielen die wie blöd und dann wolln se selbst so was machen ...

    :crazy:
     
  17. fiedellos

    fiedellos Gast

    Hahaha...ich finde die Industrie soll ihren shit selber beaufsichtigen. Politisch kritische seiten werden zensiert bis zum abwinken, aber da wo man noch durch irgendwas geld machen kann ( wie z.b. abmahnvwerfahren etc ) ist es unmöglich.......? schon ganz nette verarsche.
    musik ist kulturgut und sollte jedem zur verfügung stehen, dann sollen sie die cds und dvds für jeden ( auch die vielen verleugneten armen im land die keine kohle für aktuelle cds und kino haben) erschwinglich machen und mal gesetzlich differenzieren: arme düfren downloaden, schon als sozialer ausgleich ( und was durchaus überprüfbar ist / wäre). die preise für die musikmafia gesetzlich begrenzen ( weil kulturgut ) und dann kann jeder künstler selber sagen: meine musik ist rein kommerziell und nicht als künstlerisch wertvoll zu betrachten ( werden auch mal endlich klare positionen bezogen). und endlich aufhören, alles auf die leute abzuwälzen, was sollen sie noch alles machen? schlagen sich eh schon alle mit gesetzlich tolerrieten alltags betrügereien in form von hinterhältigen verträgen und endlos vielen anderen neppereien rum, dann solln sie sich bei mindestlöhnen auch noch bis zum umfallen abrackern, damit die misswirtschaft des staates aufgefangen werden kann.
     
  18. Brösel

    Brösel Gast

    Ich finde es auch Idiotisch, wie alles auf die User abgewälzt wird.Das es effektive verfahren zum blocken von Torrentseiten gibt, kann man bei den Chinesen lernen. Was also machen unsere gesetzes Hüter eigentlich, wo selbst 12 und 13 jährige die illegalen Downloads finden? Kaffee trinken? Es gibt auch eine verführungsklausel, was bei minderjährigen ja wohl eindeutig der Fall ist. Die greift nur nicht weil das online Gesetzt so unklar gehalten wird weil, wie vorher schon gesagt, da einige Leute ganz gut verdienen.
    Das nachsehen hat allein der Künstler, weil der interessanterweise auch nichts von den abmahngebühren bekommt...wo es doch seine Kunst war !
     
  19. HirnKastl

    HirnKastl Alt-68er

    Ich kann dieses Argument nicht mehr hören, der Musikindustrie entgingen durch Filesharing und Raubkopien Millionen und Milliarden Dollars oder Euros. Das ist doch gar nicht wahr. Das ist doch nur eine theoretische Hochrechnung, die vorgibt, jedes heruntergeladene oder nicht bezahlte Lied sei ein Verlust. Irgendwann fangen die auch noch an zu berechnen, was das für ein Verlust ist, wenn beispielsweise zehn Kids auf einer privaten Party eine CD hören, die nur einer bezahlt hat. Die CD kostet meinetwegen zehn Euro - ergibt also einen Verlust von 90 Euro, wenn die neun Mithörer nicht zahlen. :biggrin:
     
  20. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    @Hirnkastl: Was willst du uns nun mit diesem Ausbruch sagen? Und was hat die Schadenshöhe (in der Tat höchst spekulativ) mit der Rechtsbeugung zu tun?

    Nach dem der Piratenspuk ja nun fast schon gänzlich vorrüber ist, haben sich nahezu alle Parteien zum Urheberrecht Gedanken gemacht und sind, oh wunder, zum Schluss gekommen, dass der Schutz des Urhebers doch ein gar nicht mal so schlechte Sache ist... Ist das nun Ausdruck der verurteilenswerten ein-Parteien-Demokratie oder ein Zeichen das das, entgegen dem Lustempfinden eines Teils der Netzgemeinde, ein gar nicht so unvernünftiger Gedanke sein könnte?
     

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