Film-Tip "Bowling for Columbine"

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von sandretto, 8. November 2004.

  1. sandretto

    sandretto Gast

    Aber leider nur für die, die das schweizer Fernsehen empfangen können.

    SF2 20.00 Uhr
     
  2. p.i.t.

    p.i.t. Ural-Silber

    oh mann, und ich muss arbeiten...
     
  3. goaconmactor

    goaconmactor New Member

    genehm. das ist wirklich ein guter film vom moore. gefällt mir ausgesprochen und wollt ich schon lange in meiner sammlung haben.

    aber schade dass ich sf2 so beschissen rein krieg
     
  4. baumpaul

    baumpaul New Member

    der ist immerhin besser als Fahrenheit 9/11
     
  5. sandretto

    sandretto Gast

    Was den Wahrheitsgehalt angeht, kann er nicht besser sein als 9/11. Denn mehr als Tatsachen dokumentieren, kann man nicht.
     
  6. friedrich

    friedrich New Member

    Näjä, Wahrheit setzt sich nicht nur aus ein paar Tatsachen zusammen.
     
  7. baumpaul

    baumpaul New Member

    Hätte ich nicht besser sagen können.

    Sind 2 Filme mit unterschiedlichen Inhalt. Ich fand den Kegelfilm eben besser aber liegt eben immer im Auge des Betrachters.
     
  8. sandretto

    sandretto Gast

    Der Typ macht wirklich gute Dokumentarfilme. Habe den Film gerade gesehen, kann jedem nur empfehlen sich mal das Ding reinzuziehen.

    Die "Botschaft" in beiden Filmen ist die Gleiche, dass wir durch Interessengruppen von A-Z manipuliert werden. Und die "Wahrheit" richtet sich dann nach der Profitgier dieser Gruppierungen.

    :angry: :angry: :angry:
     
  9. friedrich

    friedrich New Member

    Michael Moore ist und vertritt übrigens auch eine Interessengruppe, und er manipuliert gnadenlos zurück. Als einer der wenigen gegen eine fast übermächtige Phalanx zwar, und durchaus auch in meinem Interesse, aber trotzdem ist er niemand, der das ganze Bild zeigt.
     
  10. sandretto

    sandretto Gast

    So, wo oder wie manipuliert er denn ?
     
  11. friedrich

    friedrich New Member

    Er zeigt nur das, was seiner Meinung entgegenkommt, er erwähnt nur die Fakten, die seine Haltung stützen, und er inszeniert das Geschehen so, daß er Bilder erhält, die das aussagen, was er aussagen möchte.
    So wie es alle Politiker, jedes Wirtschaftsunternehmen, jede Lobbygruppe auch machen.

    Der Begriff »Dokumentarfilmer« führt leicht in die Irre. Er dokumentiert Realität, aber eben nur einen Ausschnitt der Realität und ist auch überhaupt nicht darum bemüht, beide Seiten oder besser alle Seiten zu Wort kommen zu lassen.

    Sicher zeigt er die Reaktionen seiner »Opfer«, aber er zeigt nur einige und er zeigt nur Ausschnitte. Er zeigt praktisch nie Dinge, die seine Position anzweifeln könnte.

    Seine Filme wie Bücher sind höchst tendenziös, und wenn Du das nicht so siehts, liegts wohl daran, daß Du allzusehr seiner Meinung bist.
     
  12. Jana_aus_Berlin

    Jana_aus_Berlin New Member

    Dann guck ihn doch am 24. 11. auf ARD.
     
  13. sandretto

    sandretto Gast

    Die kann er auch nicht zeigen, weil es die nicht gibt, allenfalls bösartige Verleumdungen. Wie üblich, wenn einer in's Wespennest gestochen hat.
    Und selbst wenn es so wäre, dass alles was er so dokumentiert tendenziös ist, dann kann es aber gar nicht tendenziös genug sein, wenn er gegen das korrumpierende System der Waffen und Rüstungs-Lobby wettert, die alles immer schön unter dem Deckmäntelchen der Selbstverteidigung verpackt. Bestes Beispiel der Irak-Krieg, mit zehntausenden von Toten, wenn nicht noch mehr. Das ist fast so schlimm, wie ein "höchst tendenziöser" Dokumentarfilm. Sorry, da hast du wirklich recht, das habe ich schlicht übersehen.
    :ring: :ring: :ring:

    In beiden Filmen, in 9/11 wohl noch besser als in Bowling for Columbine, zeigt er sehr gut die Hintergründe und Zusammenhänge, die solche "Ereignisse" überhaupt erst möglich machen. Was aber am meisten erstaunt ist die Tatsache, wie viele Leute immer noch auf diese Despoten reinfallen, und dann dummdreist über diejenigen herziehen, die solche Verbrechen erst bekannt machen.

    Aus der Geschichte des Menschen kann man lernen, dass der Mensch aus der Geschichte nichts gelernt hat.
     
  14. friedrich

    friedrich New Member

    Deine Weltwahrnehmung ist mir zu selektiv.
    Erhobene-Zeigefinger-Dogmatik.
    Hab ich keinen Bock drauf, ich habs probiert. Tschüß.
     
  15. sandretto

    sandretto Gast

    Tschüß friedrich, schlaf friedlich ein.
     
  16. RaMa

    RaMa New Member

    hihi. ja super film. was mußte ich lachen. der peinlichste und dämlichste filme in meiner kinogeschichte war bisher klapperschlange II, aber das hat sich jetzt geändert, ist jetzt nur mehr nummer 3.
     
  17. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    *unterschreib*

    Gruß
    Kalle
     
  18. ks23

    ks23 Ohne Lobby

    Danke! Wollte ich gerade fragen ;)

    Kalle
     
  19. goaconmactor

    goaconmactor New Member

    prinzipiell muss ich friedrich in allen punkten recht geben. trodtzdem mag ich diesen film sehr gern, weil er einfach sehr amüsant ist. er zeigt nichts, was wir nicht schon wüssten. allerdings glaube ich nicht, dass alle kanadier ihre türen offen stehen lassen und keine angst vor überfällen haben usw.

    man darf nicht alles glauben, was herr moore so von sich gibt, allerdings ist er die antwort auf georg bush und das ist gut so. ausserdem hat er uns mit seinen filmen gezeigt, wie einfach man doch manipulierbar sein kann. also jungs und mädels: immer schön die nachrichten hinterfragen und peinlich genau aufpassen.

    trotz allem: einige szene im film sind wirklich sehr gut und auch wirkungvoll, nimmt doch z.b. diese kaufhauskette (zumindest für die kamera) die munition aus ihrem sortiment.
    oder das interview mit charlten hesten: unglaublich geil, oder.

    solche szenen machen diesen film wirklich interessant. und das fehlte leider bei fahrenheit 9/11
     
  20. friedrich

    friedrich New Member

    Ich hab nie gesagt, daß ich den Film resp. Moores gesamtes Œuvre schlecht finde.
    Es ist äußerst unterhaltsam, eben gerade weil es es polemisch ist.

    Ich finde seine Chuzpe beeindruckend, und seine Methoden überraschend und erfrischend. Und ich finde es gut, daß er dem Establishment die Breitseite gibt.

    Alle, die ihn als Bush-Gegner lieben, sollten aber nicht vergessen, daß er in »Stupid White Men« Bill Clinton kräftig vermöbelt.
     

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