Freie Fahrt für freie Bürger!

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Schaumberger, 9. Dezember 2008.

  1. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Juhuhh! es darf wieder gependelt werden!
    Jeder der mag kann nun wieder bedenkenfrei aufs Land ziehen und jeden Tag hunderte von steuerbefreiten Kilometern abspulen!
    Es lebe die Freiheit, es lebe das Automobil!
    :augenring
     
  2. edwin

    edwin New Member

    Wo sollen sich die Leute denn sonst Treffen? Auf der Arbeit? In der Kneipe? Nein! Auf der Straße.

    Und jeder ist ein Teil des Staus. Man muss sich nur hinten anstellen.
     
  3. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Ja, willst du etwa bei dem Verkehr in der Stadt wohnen?!
     
  4. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Wer zuhause arbeitet ist selber schuld! :D;)


    Gruss GU
     
  5. Holloid

    Holloid New Member

    jetzt würde ich auch wieder was kriegen....wenn da nicht der Freibetrag wäre...
     
  6. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Du Ketzer! Verkehr bedeutet Konsum und ist somit in der gottgegebenen Wirtschaftsordnung unseres Landes heilig. Jeder motorisierte Bürger im Strassenverkehr leistet Wertvollstes für die Blüte unserer Nation!
     
  7. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ich geh sofort los, Opel kaufen! –*Kommt alle mit!
     
  8. Holloid

    Holloid New Member

    aber über die VW-Bank Finanzieren ...
     
  9. Wir schreiben das Jahr 2019, der Straßenverkehr hat sich beruhigt, es gibt nur noch 2 Verkehrstote im Jahr, Leichtverletzte gibt es schon seit Jahren nicht mehr, ja selbst die Zahl der Schwerverletzten ist auf unter 2000 im Jahr gesunken. Dank einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf Autobahnen und Landstraßen gibt es keinen Verkehrsstau mehr. ................................................

    Schreckensmeldung vom Arbeitsmarkt, Steigende Arbeitslosenzahlen bei Unfallchirugen, Krankenschwestern, Pflegediensten, usw.

    Zum Erhalt der Arbeitsplätze wird darum eine Lotterie eingeführt deren Teilnahme kostenlos ist und für jeden Bürger im Alter von einem Tag bis 99 Jahren verpflichtend ist.

    1 bis 1000 Preis - ein Sprung aus der vierten Etage
    1001 - 2000 Preis - ein Sprung aus der dritten Etage
    2001 - 10000 Preis - ein Sprung aus der zweiten Etage
    10001 - 500000 Preis - ein Sprung aus der ersten Etage

    auf freiwilliger Basis dürfen die Teilnehmer vor dem Sprung zu erheiternden Mitteln greifen.
     
  10. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Tu mal ’nem alten Forumskumpel ’nen Gefallen und bring mir den Insignia mit. Geld kriegste später wieder. Der Sprit ist so billig geworden, dass man sich auch wieder 12-Liter-Wagen leisten kann.

    :augenring
     
  11. Convenant

    Convenant Haarfestiger

    Dass die Zersiedelung der Landschaft durch Eigenheimprämie und Pendlerpauschale gefördert wird, ist für mich eine Tatsache. Dass ÖPNV durch die Förderung des Individualverkehrs immer weiter rückgebaut wurde ist für mich ebenfalls eine Tatsache. Dass die größere Mobilität der Menschen zu einem Rückgang der Freiheit geführt hat steht für mich auch fest.

    Jeder Soziologe wird dir bestätigen, dass sich die Wegezeit in den letzten hundert Jahren trotz geschwindem Automobil verlängert – und nicht verkürzt hat. Es wurde uns nämlich keine Mobilität geschenkt, es wurde uns Flexibilität abgepresst. Zum Glück steht da auch kein starker Staat im Wege, der gegensteuern könnte.
     
  12. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Siehste, ich mag beides gerne: urbanes Treiben in hipper Multikulti-Atmossphäre und bierseelige Überschaubarkeit auf biologisch einwandfreien Misthäufen. Dank Steuerbefreiung kann ich jeden Tag beides haben –*Und als Bonus gibt es die tägliche Prise gelebte Gasfuss-Freiheit auf der Bundesstraße noch oben drauf!
     
  13. Hop Singh

    Hop Singh New Member

    Das die Pendlerpauschale nur ab dem 20. Kilometer bezahlt wurde, benachteiligte doch gerade die, die ihre Wohnung nah am Arbeitsplatz wählten. Ich wohne zwar in der Stadt, konnte aber 15 km pro Tag absetzen.
    Die, die ihr Schlößchen im Grünen haben, konnten doch weiter den Steuervorteil ab dem 20. km in Anspruch nehmen.
    In die Eifel oder ins Bergische sind es locker 30-50 km.
    Warum sollten also die Eigenheimbesitzer im Grünen weiter gefördert werden, wenn die "armen" Städter nix für ihren Weg zur Arbeit bekamen?
     
  14. Holloid

    Holloid New Member

    http://www.sueddeutsche.de/politik/256/450972/text/

    "Warum nun soll der Staat den Landbewohner, der zur Arbeit in die Stadt fährt, steuerlich subventionieren, seinen Arbeitskollegen aber nicht? Müsste dann nicht auch der Stadtbewohner seine höheren Mietkosten von der Steuer absetzen können, die er auf sich nimmt, um sich die Dauerpendelei zu ersparen? Und was ist mit dem Arbeitnehmer, der mit Anzug und Krawatte im Büro erscheinen muss? Auch er blitzt beim Finanzamt ab, selbst wenn er nachweist, dass er in seiner Freizeit nur Jogginganzüge trägt."
     
  15. Die Idee hatte ich auch schon, Förderung der Stadtbewohner durch einen Einkommensunabhängigen Mietausgleich, gleiches muss es auch für den Kauf eines Baugrundstücks in der Stadt geben.
     
  16. edwin

    edwin New Member

    Der allgemein durchschimmernde Gerechtigkeitssinn ist bewundernswert.
     
  17. Steht doch schon im Grundgesetz.
     
  18. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    So, jetzt ganz im Ernst:
    Freilich verstehe ich das Urteil des Verfassungsgerichts – die völlig willkürliche Einschränkung dieser Pauschale war verfehlt und unzureichend.

    Trotzdem, ganz grundsätzliche wäre es weitaus gerechter alle diese Steuerbefreiungen abzuschaffen und die Sorge um mit der Arbeit verbundenen Aufwendungen denen zu überlassen die es betrifft, dem AN und dem AG.
    Wer Anzüge tragen muss braucht eben ein gehalt verdienen von dem er diese bezahlen kann – wer meint 100km täglich fahren zu müssen soll eben sehen das er genug verdient um diesen Irrsinn finanzieren zu können. Genauso wie die Entlohnung von Feiertags oder Nachtarbeit nicht Sache der Allgemeinheit ist sondern eine ganz private Regelung zwischen den Arbeitsvertragspartnern.
    Die PP ist ein exzellentes Beispiel das eine Regelung die vermeintlich gerechten Ausgleich schaffen will nur weitere Gerechtigkeitslücken aufreisst und, ausser Verwaltungsaufwand keinen nennenswerten Mehrwert bringt.
    Und natürlichzeigt sie die Verzweifelte Wut der einfachen Leute wenn es darum geht diese paar Kröten gegen den Staat zu verteidigen – wenn alle die die so vehement auf die PP pochen mal ausrechnen würden was sie sich sparen würden wenn sie die Entfernung zur Arbeitsstelle reduzieren würden....(und ja, es gibt hier und da, ein paar Menschen die aus verschiednesten gründen dann und wann weit fahren müssen – was gehts mich an? und was gehts die Frisöse aus Meck-Pomm an die das mit ihren Steuergelderen bezahlen soll?)
     
  19. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Aus Jux und Dollerei nehmen die wenigsten Leute lange Fahrten zum Arbeitsplatz auf sich. Es gibt strukturschwache Gegenden in ganz Deutschland, die die Bewohner zwingt, woanders ihr Brot zu verdienen. Wären sie konsequent, würden sie dicht an den Arbeitsplatz ziehen. Das würde aber das Herausreißen aus einer vertrauten Umgebung bedeuten, eventuell den Verkauf des von den Eltern geerbten Häuschens und das fällt vielen schwer. Letztlich würden noch gigantischere Ballungsräume entstehen. Ich weiß nicht, ob das der Weisheit letzter Schluss ist. Wobei ich die Pendelei nun auch nicht so toll finde.
     
  20. 50 Jahre Deutschland - 50 Jahre Subventionen als Wahlgeschenke getarnt, dem Bürger freut´s, es sollte viel öfters Wahlen geben. Ein Leben auf Pump ist zum Normalzustand für Staat und Volk geworden, und jetzt wo der freie Fall begonnen hat sollen noch mehr Geschenke den freien Fall aufhalten. Gab es nicht mal den Satz,
    Die Politik kann nicht die Wahrheit sagen und der Bürger würden sie nicht hören wollen.
    Also weiter machen wie bisher, denn nur der gemeinsame Untergang ist ein gerechter Untergang.
     

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