@ Freie: was kostet euer Steuerberater?

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von iGelb, 29. September 2004.

  1. iGelb

    iGelb New Member

    Hi liebe Mitfreien,

    ich habe das Gefühl, dass mein Steuerberater zu teuer ist. Eigentlich berät er mich auch gar nicht, er füllt nur die Böglein aus (alle Quittungen, Rechnungen, etc. sind natürlich von mir vorher schön sortiert, ausgerechnet und zusammengeheftet worden) und kassiert dann ca. 1% des Jahresumsatzes.

    Wie sieht's bei euch aus? Könnt ihr günstigere Alternativen empfehlen?

    Danke!
     
  2. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Mein Steuerberater kostet nix - mache seit Betriebsgründung (1985) alles selber. Einzige Steuerprüfung war 1988 mit 2000 € Nachzahlung wegen Anfängerfehlern, seitdem keine Probleme mehr mit`m Ämtle.

    Wenn dir die Einarbeitung ins Thema zum Selbermachen zu kompliziert und zeitraubend sein sollte: Einen guten Steuerberater erkennst du daran, dass er dir viele Fragen zu Beruf, Betrieb sowie Art und Höhe der Einnahmen und Ausgaben stellt. Ein reiner Belegverbucher ist zu wenig.

    Schließlich muss der Steuerberater 100%ig im Bilde sein, was du beruflich so treibst, um dir sagen zu können, was es zu beachten gilt, was du absetzen kannst und was nicht und und und.

    Ansonsten gibt`s die Gebührenordnung, vergleichbar der BRAGO bei Anwälten, aus der du die Gebühren ablesen und vergleichen kannst. Die Gebührensätze müssen auf der Rechnung deines Beraters stehen.
     
  3. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    In welcher Branche bist du denn tätig? Vielleicht fällt uns dazu noch was ein. :rolleyes:
     
  4. immi666

    immi666 New Member

    ich schulde meinem noch geld,
    daher ist er echt günstig...

    :rolleyes:
    ;)
     
  5. iGelb

    iGelb New Member

    Freier Journalist. Eigentlich könnte ich das auch alles selber machen, wennn ich das so ansehe. Vielleicht beim nächsten Mal ...
     
  6. Macziege

    Macziege New Member

    Der Steuerberater ist dann nicht zu teuer, wenn er mehr herausholt, als er kostet.

    Alternative: Mit der eigenen Zusammenstellung der Einnahmen und Kosten zum Finanzamt gehen und dort um Beratung bitten. Meistens füllen die dabei sofort die Erklärung aus, die du dann nur noch unterschreiben brauchst. Das kostet nichts.
     
  7. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Ah, dann sind wir ja Kollegen. :)

    Kennst du den "Ratgeber Freie" von Goetz Buchholz, ISBN 3-932349-06-7, herausgegeben von verdi? Auf knapp 500 Seiten wird darin leicht verständlich beschrieben, worauf man in Sachen Unternehmensgründung, Recht, Sozialversicherung, Kundenaquise und -pflege etc. achten sollte.

    Zum Thema Steuern und wie man seine Einnahme/Überschuss-Rechnung leicht selber machen kann, steht da auch etliches drin. Der Kauf lohnt auf jeden Fall (für ver.di-Mitglieder ermäßigt).

    Gibt`s inzwischen evtl. auch online, weiß ich aber nicht genau.
     
  8. gratefulmac

    gratefulmac New Member

    Wir hatte jahrelang unsern Krempel einem Steuerberater übergeben.
    Irgendwann haben wir uns mal rangesetzt und alles nachgerechnet.
    Das Ergebnis dieser Recherche war, das der Profi doch einiges vergessen hatte gegenüber dem Finanzamt für uns geltend zu machen.
    Jetzt machen wir (naja mein Weib) das wieder selbst.

    -
    Wenn man alles was man braucht so halbwegs gut geordnet hat, geht die Steuererklärung relativ fix voran und man hat einmal im Jahr ein langes Wocheende Arbeit damit.
    Und die Kosten für den Steuerberater gespart.
     
  9. petervogel

    petervogel Active Member

    ist das 1% nur für die buchungen oder auch für den jahresabschluss?

    meiner bekommt knapp 2% des jahresumsatzes für den kompletten krempel inkl. jahresabschluss.
    ich habe ihm schon zwei mal gesagt, dass ich bei seinem posten in der buchhaltung ein einsparpotential sehe. darauf meinte er, dass ich laut seinen gebührenordnungen schon am untersten ende der preisklasse liegen würde.
    hatte mir auch schon überlegt das alles selber zu machen, aber das möchte ich mir nicht auch noch antun. ist ja immerhin auch eine absetzbare ausgabe, die den gewinn schmälert. wenn man es selber macht bekommt man nichts dafür, investiert viel zeit und erhöht dadurch noch seinen gewinn.
    letztednlich trägst du dadurch auch dazu bei arbeitsplätze zu erhalten;-)
     

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