Garantiezeit bei Digitalkamera -> letztes Jahr gekauft

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von christiane, 4. Juni 2004.

  1. christiane

    christiane Active Member

    Hallo,

    meine HP Photosmart 812 hat im Urlaub den Geist aufgegeben. Nun habe ich die Kamera letztes Jahr im Januar gekauft. Meine Frage: Gibt es ein oder zwei Jahre Garantie? Die von Saturn sagten ein Jahr. Meine Kollegen sagen zwei Jahre.

    Das Objektiv fährt nicht mehr raus, hat sonst noch jemand das Problem? Die hat letztes Jahr 400 Euro gekostet, also kein Billigteil.

    Gruß
    Christiane
     
  2. oli

    oli New Member

    2 jahre herstellerhaftung. wieviel garantie der verkäufer gibt ist unterschiedlich.
     
  3. christiane

    christiane Active Member

    ja, ich habe gerade gelesen, dass bis zu einem halben Jahr der Kunde nichtst beweisen muss, aber ab einem halben Jahr muss ich als Käufer beweisen, dass die Ware schon beim Kauf mangelhaft gewesen ist. Wie ist das zu interpretieren?

    Muss ich darauf bestehen, dass die Kamera schon kaputt war, obwohl sie mir tolle bilder geliefert hat? Hm.
     
  4. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Als Unterschied zwischen Gewährleistung (Händler) und Garantie (Hersteller).

    Was genau steht denn in der Garantiekarte des Herstellers und auf der Rechnung des Händlers?

    An deiner Stelle würde ich Verbindung mit Hewlett-Packard aufnehmen und eine kulante Reparatur "einklagen", was beim Alter der Kamera und ihrem Preis nicht unverschämt ist.
     
  5. christiane

    christiane Active Member

    Gute Idee, danke. Ich werde mal nachgucken und HP fragen.
     
  6. macNick

    macNick Rückkehrer

    Wenn ich nicht irre, ist das so:

    Garantie gibt der Händler, meist 6 Monate oder ein Jahr. Innerhalb dieser Frist muss er Dir Ersatz oder (!) Nachbesserung (zunächst seine Entscheidung) leisten, wenn Deine Kamera den Geist aufgibt.

    Gewährleistung ist eine viel zu früh bejubelte, 24 Monate währende EU-Krücke, die Dich dem Wohlwollen des Herstellers ausliefert, dem Du in der Tat beweisen musst, dass sein Produkt bereits beim Kauf fehlerhaft war und dieser Fehler nunmehr zum Defekt geführt hat. Der Händler hat damit juristisch nichts zu tun und wird meist einen Teufel tun, Dir beim Durchsetzen etwaiger Anprüche zu helfen.

    Das Stichwort »Saturn« lässt in diesem Zusammenhang nicht unbedingt einen günstigen Ausgang erwarten, probieren würde ich es aber trotzdem. Es geschehen ab und zu Wunder...
     
  7. Hodscha

    Hodscha New Member


    Ich muss mich mal dazu äussern.
    Garantie ist das, was du vom Hersteller bekommst und du kannst deine Ansprüche direkt an ihn wenden. Garantiezeit liegt im Ermessen des Herstellers.

    Gewährleistung bekommst du direkt von deinem Vertragspartner und diese beträgt 24 Monate.
    Der Vertragspartner ist der, mit dem du den Kaufvertrag abgeschlossen hast, sprich Saturn, dein Einzelhändler um die Ecke, wer auch immer.

    Normalerweise sollte man sich bei Defekten immer an den Vertragspartner wenden, denn der ist gesetzlich zu 24 Monaten Gewährleistung verpflichtet. Viele Händler/Verkäufer wollen die Gewährleistungsansprüche auf den Hersteller abwälzen und verweisen auf den. DAS ist aber nicht richtig. Er, als Verkäufer, muss für alle Fehler und Probleme einstehen.

    Der Händler hat dann die Möglichkeit selber den Hersteller in Haftung zu nehmen, doch das spielt eigentlich keien Rolle.
     
  8. Hodscha

    Hodscha New Member

    Du hast also bei deinem Vertragspartner 24 Monate Gewährleistung!
     
  9. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member

    so isses. c'est ca. !!!!!
     
  10. Hodscha

    Hodscha New Member

    Da fällt mir noch etwas ein:

    Bei gebrauchten und reparierten (welche wieder in den Verkauf gehen) Gegenständen, Ausstellungsstücken und ähnliches beträgt die Gewährleistungszeit nur 12 Monate.
     
  11. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Und hier die Langfassung ... :crazy:

    GEWÄHRLEISTUNG


    Diese ist gesetzlich genau geregelt und umfasst folgende Punkte:

    Wenn man nach dem Kauf einer Ware einen Mangel bemerkt, kann man gegenüber dem Händler (nicht dem Hersteller) Gewährleistungsansprüche anmelden. Wenn der Mangel behebbar ist, haben Sie die Wahl zwischen der kostenlosen Reparatur des Fehlers oder einer Preisminderung. Beispiel: Bei einem Fernseher funktioniert die Kopfhörerbuchse nicht. Sie können selbst entscheiden, ob Sie diese herrichten lassen wollen oder mit einer Preisminderung einverstanden sind. Jede Reparatur, die in die gesetzliche Gewährleistung fällt, muß kostenlos durchgeführt werden. Wenn ein wesentlicher Fehler nicht repariert werden kann und auch ein Austausch gegen ein neues (gleiches) Gerät nicht möglich ist, können Sie den Kaufpreis zurückverlangen und die Ware wieder zurückgeben. Beispiel: Der schöne Glastisch war ein Einzelstück und hat wegen innerer Materialspannungen plötzlich einen großen Riss. Der Verkäufer kann den gleichen Tisch nicht mehr besorgen. Sie müssen keinen anderen nehmen und können Ihr Geld zurück verlangen. Wenn ein Mangel nur unwesentlich ist, können Sie nur auf einer Preisminderung bestehen. Beispiel: Ein Einbaukühlschrank hat einen Kratzer auf der später nicht sichtbaren Seitenwand. Hier haben Sie nur auf Preisminderung Anspruch.

    Besonders wichtig ist die Frist innerhalb derer Sie solche Mängel dem Verkäufer bekanntgeben müssen: bei unbeweglichen Gütern, wie zum Beispiel einer Hausmauer sind dies drei Jahre, bei beweglichen Gütern sechs Monate ab Übergabe an den Käufer, ab 1.1.2002 beträgt diese Frist 2 Jahre

    Die Gewährleistungsanprüche können auf keinen Fall durch einen Vertrag ausgeschlossen oder eingeschränkt werden. Die Ge-währleistung greift aber nur dann, wenn der Mangel bei der Übergabe der Ware schon vorhanden, aber nicht zu bemerken war. Fehler, die Sie selbst verursacht haben, fallen nicht unter die Gewährleistung. Ab 1. Januar 2002 wird die Gewährleistung neu geregelt. Das neue Gesetz gilt aber nur für Produkte und Dienstleistungen, die nach diesem Datum gekauft oder übergeben wurden. Neu ist die Verlängerung der gesetzlichen Gewährleistung bei beweglichen Produkten von 6 Monaten auf 2 Jahre. Weiterhin gilt die Gewährleistung nur für Mängel, welche bei der Übergabe schon vorhanden waren. Jedoch muss nun während eines Zeitraums von 6 Monaten ab Übergabe der Übergeber (der Verkäufer) beweisen, dass bei der Übergabe keine Mängel vorgelegen sind. Diese Beweislastumkehr ist neu und verbessert den Rechtsstand der Konsumenten erheblich. Ausgenommen sind natürlich weiterhin verderbliche Waren und Produkte, die sich typischerweise abnutzen. Bevorzugt wird aber im Gewährleistungsfall nunmehr die Verbesserung. Die Frist bei der Gewährleistung von unbeweglichen Sachen bleibt unverändert bei 3 Jahren. Bei gebrauchten Waren kann die Frist bis auf 1 Jahr verkürzt werden. Bei Kraftfahrzeugen ist eine solche Verkürzung nur dann wirksam, wenn seit dem Tag der ersten Zulassung mehr als ein Jahr verstrichen ist. Unser Tipp: Überprüfen Sie Waren bei der Übergabe sehr genau. Wenn Sie einen offensichtlichen Mangel nicht sofort reklamieren und dies erst später machen, könnten die Gewährleistungsansprüche zu einem Streitfall werden. Wenn Sie ein Paket geschickt bekommen, überprüfen Sie den Inhalt sofort, ehe Sie den Lieferschein unterschreiben. Falls das nicht möglich ist, unterschreiben Sie mit dem Zusatz »mit Vorbehalt«.

    Die fünfjährige Gewährleistungsfrist bei Kauf von Baumaterialien ist einerseits nicht abdingbar, andererseits eröffnet diese Regelung viele Möglichkeiten zur Austragung von Rechtstreitigkeiten bei durch Mangelhaftigkeit des Materials verursachten Schäden. Neu ist in Zukunft, daß der Käufer einen Nachlieferungs- oder Nachbesserungsanspruch hat und diesen Anspruch auch geltend gemacht haben muß, ehe er einen Anspruch auf Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz geltend machen kann.
    Durch die neuen Vorschriften wird auch geregelt, daß falsche Werbeaussagen Gewährleistungsansprüche auslösen können.


    GARANTIE

    Diese ist eine freiwillige Leistung des Herstellers oder Importeurs und ist vereinfacht gesagt, ein freiwilliges Versprechen, nach vereinbarten Bestimmungen ein fehlerhaftes Gerät zu reparieren oder auszutauschen. Grundlage dafür ist eine Garantieurkunde, die mit Datum und Unterschrift versehen sein muß. Die Garantieleistung des Unternehmers wird in den Garantiebedingungen geregelt. Diese können von Hersteller zu Hersteller verschieden sein. Auch die Garantiedauer kann unterschiedlich lang sein. Beispiel: Sie kaufen einen Kühlschrank mit einer Garantieurkunde über ein Jahr. Nach vier Monaten wird das Gerät defekt. Eine Reparatur muß der Verkäufer nach der Gewährleistung kostenlos durchführen. Wenn der Fehler nach sieben Monaten auftritt haben Sie Anspruch auf Reparatur nach der Garantieurkunde. Hier können, je nach Garantiebedingungen, beispielsweise Materialersatz kostenlos sein, Arbeitskosten aber von Ihnen zu bezahlen sein. Unser Tipp: Lassen Sie dem Gerät beiliegende Garantieurkunden unbedingt abstempeln und unterschreiben und heben Sie diese während der Garantiedauer auf. Bei der Auswahl eines Produktes sollten Sie auch eine längere Garantiedauer bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen.
     
  12. Hodscha

    Hodscha New Member

    Sag ich doch und mein Text ist kürzer :tongue:
     
  13. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Ich hatte aber weeeeeniger Aaaaarbeiiiiit - wozu hat man schließlich Apfel, C und V ... :klimper:
     
  14. Hodscha

    Hodscha New Member

    Jaja, fauler Sack :cool: :D Du hast doch schon für das Suchen den halben Tag gebraucht.
    :cool:
     
  15. Macmacfriend

    Macmacfriend Active Member

    Dafür haben wir doch einen schlecht bezahlten Knecht namens Google. :cool:
     
  16. aoxomoxoa

    aoxomoxoa New Member


    ...also wenn die schlecht bezahlt sind, dann möchte ich ab sofort auch google sein. :D :D
     
  17. christiane

    christiane Active Member

    Hallo,

    meine HP Photosmart 812 hat im Urlaub den Geist aufgegeben. Nun habe ich die Kamera letztes Jahr im Januar gekauft. Meine Frage: Gibt es ein oder zwei Jahre Garantie? Die von Saturn sagten ein Jahr. Meine Kollegen sagen zwei Jahre.

    Das Objektiv fährt nicht mehr raus, hat sonst noch jemand das Problem? Die hat letztes Jahr 400 Euro gekostet, also kein Billigteil.

    Gruß
    Christiane
     
  18. oli

    oli New Member

    2 jahre herstellerhaftung. wieviel garantie der verkäufer gibt ist unterschiedlich.
     
  19. christiane

    christiane Active Member

    ja, ich habe gerade gelesen, dass bis zu einem halben Jahr der Kunde nichtst beweisen muss, aber ab einem halben Jahr muss ich als Käufer beweisen, dass die Ware schon beim Kauf mangelhaft gewesen ist. Wie ist das zu interpretieren?

    Muss ich darauf bestehen, dass die Kamera schon kaputt war, obwohl sie mir tolle bilder geliefert hat? Hm.
     
  20. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Als Unterschied zwischen Gewährleistung (Händler) und Garantie (Hersteller).

    Was genau steht denn in der Garantiekarte des Herstellers und auf der Rechnung des Händlers?

    An deiner Stelle würde ich Verbindung mit Hewlett-Packard aufnehmen und eine kulante Reparatur "einklagen", was beim Alter der Kamera und ihrem Preis nicht unverschämt ist.
     

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