Generalüberholung MacBook Pro 15,4" - MacWelt 11_2012, S. 82 ff

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von vulkanos, 4. Oktober 2012.

  1. vulkanos

    vulkanos New Member

    In dem besagten Artikel wird beschrieben, wie mit Ausbau des optischen LWs und Einbau einer SSD, einer HDD in ein Hardwrk-Gehäuse und 4x 2 GB RAM das MacBook Pro 15,4" (Ende 2008) unter Mountain Lion schneller gemacht werden kann.

    Mein MacBook Pro (Ende 2008, 15,4") hat schon seit Monaten insgesamt 8 GB RAM und eine 124 GB SSD. Unter 10.6.8 läuft alles sehr glatt und reibungslos.

    Unter Mountain Lion war in allen Bereichen eine spürbare Verlangsamung aller Prozesse unübersehbar.

    Gemäß der Anleitung von iFixit und MacWelt baute ich das optische LW aus und startete der Rechner neu.

    Alles, was schneller wurde, war lediglich das Erscheinen des Apfels. Die übrigen Programm-Prozesse waren aber genauso lahm wie vor dem Ausbau des LWs. Ganz krass langsam war die Entleerung des Papiereimers. Und wie gehabt sprangen recht früh die Ventilatoren an - unter 10.6.8 eine Seltenheit, und wenn, dann beruhigen die beiden sich schnell wieder, trotz voller USB-Auslastung.

    Angesichts dieser Null-Verbesserung verzichtete ich auf den Einbau des Hardwrk-Caddy mit einer 160 GB HDD, weil dieses ja noch mehr Resourcen beansprucht als der leere Platz des optischen LWs.

    Der Hardwrk-Artikel geht postwendend an Amazon zurück.

    Bedenklich ist auch gemäß dem MW-Artikel die Verwendung einer hochgiftigen Wärmeleitpaste MX 4 von Arctic (Schweiz).

    Vielleicht hat ja die "Generalüberholung" bei anderen funktioniert - bei mir war nur Fehlmeldung angesagt.

    Man soll eben nicht alles glauben, was so geschrieben steht - egal wo.
     
  2. vulkanos

    vulkanos New Member

    Nun habe ich doch entgegen aller Vernunft und besseren Wissens dieses SSD/HDD Caddy eingebaut. In dem Adapter befand sich eine 3fache partitionierte HHD 160 GB - eine Partition leer, die beiden anderen jeweils mit 10.6.8 (Backup von SSD) und 10.8.2 bestückt.

    Den Rechner startete ich wie üblich von der internen SSD-Platte. Geschwindigkeit wie immer zufriedenstellend, doch dann kam es: Nur nach wenigen Minuten sprangen die Lüfter an, und die HDD brummte unüberhörbar vor sich hin - unglaublich, wie so ein klappriger IKEA-Holztisch als Resonanzkörper dienen kann.

    Die ganze Prozedur noch einmnal, doch diesmal 10.8.2 von der HDD hoch gefahren. Es dauerte keine Minute, und schon rauschten die Ventilatoren und das Gebrumme der HDD ... nun ja, siehe oben.

    Man muss den Tatsachen ins Gesicht schauen. Berglöwe hat wegen vielen überflüssigen Schnickschnacks übermäßig hohen Ressourcenverbrauch. Daran ändert eine interne SSD und der Ausbau des optischen LWs bzw. der Einbau einer HDD in ein Caddy gar nichts - ich wiederhole: gar nichts. Mein MacBook Pro 15,4" (Ende 2008) ist trotz seiner 2,53 Ghz Intel Core 2 Duo und 8 MB RAM für 10.8.2 zu schwach.

    Warnen möchte ich auch all jene, die trotz ifixit.com ohne Schrauber-Erfahrung wegen Auftragen der Wärmeleitpaste sich an die Demontage der Hauptplatine (Mutterbrett) heranwagen. Einige Steckverbindungen sind mehrpolige, dünne Folien, die nur durch winzige, sehr zerbrechliche Klemmverschlüsse fixiert werden. Bei iFixit wird deswegen auch genau unterschieden, ob eine Steckverbindung von unten nach oben oder horizontal, also zu sich selber hin, herausgezogen wird. Der hierbei verwendete "spudger" (eine Art Kunststoffstab mit einer flachen Kante - es gibt meines Wissens keine adäquate Übersetzung dafür) ist unerläßlich. Man kann auch ein Stückchen Hartholz entsprechend zurecht feilen.

    MacBook Pro, SSD und 10.6.8 ist imho die bestmögliche Kombination. Kein HDD-Brummen, keine nervigen, übersensiblen Lüfter und ein OS, dass zuverlässig und stabil läuft - und vor allem: Alle alten Programme funktionieren besser denn je.
     
  3. MacS

    MacS Active Member

    Wenn Gründe sucht, um auf 10.6.8 zu blieben, wird man die immer finden. Spätestens dann, wenn die Hardware gegen neue austauschen muss, wird das Gejammer noch größer, weil dann auf einmal auch die Software erneuert werden muss.

    Auf meinem Mac Pro kann ich absolut keine Performance-Unterschiede feststellen, aber der Rechner braucht im Idle rund 20 Watt weniger Leistung. Das sind rund 15% weniger...
     
  4. vulkanos

    vulkanos New Member

    Kein Gejammer, nur eine sachliche Feststellung, dass mit Löwe und Berglöwe kaum etwas gewonnen wurde. Und ich wüsste nicht was. Launchpad, Missioncontrol, neues Mail- und Adresslayout etc. pp und nun diese imho völlig überflüssige Diktierfunktion unter 10.8.x - alles - wie ob erwähnt - Ressourcenfresser.

    Meine Löwen-Aversion besteht nicht nur darin, dass die neuen Betriebssysteme mein MaxBuch Für spürbar verlangsamen, sondern - und das ist Apples große Frechheit - die alten, und teilweise ziemlich teuren Programme darauf nicht mehr lauffähig sind.

    Die in meinem zweiten Betrag oben erwähnte Rechner-Konfiguration ist das Beste, was ich je hatte. Warum sollte ich mich mit 10.7 bzw. 10.8 spürbar verschlechtern und oben drein noch viel Geld für neue Programm-Updates bezahlen? Wer wird denn so blöd sein?

    Apple's wachsende Unkenntnis über die wirklichen Bedürfnisse seiner Kunden trägt zu der Entfremdung bei. Rechner und iPhone haben bei mir lediglich den Status von praktischen Alltagsgeräten - Kultobjekte, wie sie von anderen gottesdienstartig gefeiert werden, sind sie bei nüchterner Betrachtung nun wirklich nicht.

    Mac-Nutzer dürfen sich auch mal fragen, ob sie nicht schon längst zu unheilbaren Apple-Junkies geworden sind. Es herrscht ein regelrechter Hardware- und Software-Update bzw. Upgradezwang, der durch dieses Zwitterding, weder Fleich noch Fisch, namens iPad noch verstärkt wird. Man siehe nur die Schlangen vor den Apple-Stores, wenn wieder ein neues iPhone oder iPad auf den Markt geworfen wird. Abhängiger geht es ja kaum noch.

    Last not least: Wegen etlicher Leistungsunterschiede sollest du nicht dein Mac Pro mit meinem MacBook Pro auf gleiche Stufe stellen.
     
  5. pasing

    pasing New Member

    Was hast du denn für »alte Software«, die mit Lion nicht mehr läuft? Ich habe relativ viele Programme, wie z.B. Adobe CS, Quark XPress, Final Cut, Numbers/Pages 8 und v.a.m. Dabei hatte ich nur mit Quark 8 ein kleines Problem, das durch einen Tipp vom Nachbar-Forum gelöst wurde. Alle anderen haben gleich funktioniert. Beim Update auf Mountain Lion brauchte ich nur ein Update auf VMWare Fusion wegen Windows. Sonst lief alles sofort. Abgesehen von einigen Uralt-Programmen, wie z.B. für den Palm, der aber natürlich längst nicht mehr in Betrieb ist.
     
  6. vulkanos

    vulkanos New Member


    Derer sind es gar viele:

    RagTime 5.6.2 (nahezu unbekanntes Schreib- und Layoutprogramm aus deutscher Software-Schmiede)

    fast die ganze Adobe CS Suite (Photoshop, GoLive, Illustrator, Adobe Acrobat)

    Microsoft Office 2004 (wesentlich bedienerfreundlicher als MSOFF 2008)

    Fetch 4.0.3 (FTP-Programm und sicherer als Cyberduck etc.)

    Renamer4Mac (für die Umbenennung und Sortierung diverser Dokumente und Fotos)

    Roxio Toast Lite 6.0.7 (ich kenne keine so stabile Brennsoftware)

    Sound Studio 2.2.4
    (Recording Software, intuitiver zu bedienen als Audacity)


    Nach heutigen Preisen - ganz grob geschätz - würde mich der Ersatz all dieser Programme an die € 2000 kosten. Hinzu kommt, dass ich mich über Jahre an diese alten Arbeitsgäule gewöhnt habe. Ihr Funktionsumfang ist gerade noch überschaubar, und es gibt keine Scherereien mit ihnen. Mit meiner oben erwähnten Rechnerkonfiguation laufen sie optimal. Ja, sakramentzefixnoamoi, was wui i denn mehra?

    Unter Löwe und Berglöwe läuft mein MacBook Pro viel zu langsam. Die in dem besagten MacWelt-Artikel beschriebene Beschleunigung hat auf meinem Rechner nicht funktioniert.
     
  7. MacS

    MacS Active Member

    Na denn verabschiede ich mich bei dir von Gegenwart, lebe wohl in der Vergangenheit!

    (Office 2011 ist gegenüber der Windows-Variante immer noch bedienerfreundlich geblieben, nur mal für Leute, die auch mal über den Tellerrand gucken (müssen). Halte Interarchy mittlerweile für den besten an die Mac GUI angepassten FTP-Client. Rename4Mac brauche ich nicht oder übernimmt der GraphicConverter, aber die Fotoverwaltung überlasse ich iPhoto. Warum auch mehr Zeit investieren als notwendig, wobei die Sortierung nach Ereignissen eh besser ist. Und zu guter Letzt Toast, habe Version 10 und läuft auch stabil)

    Ich habe damals zu lange an 10.4 auf dem 2005 gekauften Power Mac G5 festgehalten und weiss, wie es ist, wenn man sich der Entwicklung entzieht. Weil es dann Leo nicht mehr zu kaufen gab, konnte ich auch dann auch keine neuen iOS-Geräte mehr in Betrieb nehmen, weil dazu ein neueres iTunes benötigt wurde, als Tiger zuließ. Hab dann 2010 einen Mac Pro mit 10.6 gekauft und jetzt auch alle Systemschritte mitgemacht, damit die Hardware noch lange nutzbar bleibt, wenn man um den Mac herum auch neuere Hardware (wie bald ein iPhone 5). Und was ich noch erwähnen möchte: der Schritt von 10.4 auf 10.6 brachte auch mit sich, dass im Grunde die gesamte Software erneuert werden musste und teilweise neu gekauft werden, weil es kein Update-Pfad mehr gab. Und das wird für dich also richtig teuer, wenn du mal einen neue Mac kaufen willst, weil es für dich auch keine günstigen Update-Pfade mehr gibt.

    Ich sage voraus, dass du mit deinem Inseldasein auf Dauer nicht glücklich wirst! Das wird auch nicht besser, wenn du es noch weiter trotzig und laut in die Welt posaunst! :shake::shake::shake:
     
  8. pasing

    pasing New Member

    @vulkanos: Also, Adobe CS läuft zumindest in Version 4, 5 und 6 in Lion. Aber eine Version mit GoLive muss ja von dunnemal sein. Es ist natürlich deine Sache, wie du es mit Updates hältst, aber wenn man sehr veraltete Software benutzt, sollte man auch die Hardware belassen, wie sie ist. Zugegeben, wer mit Macs arbeitet, ist praktisch gezwungen, sein System wesentlich aktueller zu halten, als ein Windows-Anwender. Aber das ist halt Geschmackssache.
     
  9. vulkanos

    vulkanos New Member

    Es gibt so etwas wie das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens - bis zu dem Punkt, wo er gleich Null ist. Die S-Kurve veranschaulicht das: Am ihrem höchsten Punkt hat die Steigung der Tangente den Nullwert, das Optimum. Jede zusätzliche Einheit auf der x-Achse danach schafft weniger Nutzen. Es geht also bergab. Die Steigung der Tangente wird negativ.

    Würde ich tätsächlich in der Vergangeheit leben oder gar ein Inseldasein führen - ich hätte mich erst gar nicht mit Löwe und Berglöwe auseinandergesetzt. Deine Antwort zeigt auch, das du entweder meinen Text nur oberflächlich überflogen bzw. seine Kernaussage nicht verstanden hast.

    Also nochmal langsam zum Mitdenken: Warum zu Löwe bzw. Berglöwe kein Umstieg erfolgt ist, hängt mit der Hardwarekonfiguration meines MacBook Pro (Ende 2008) zusammen. Die Installation eine der beiden Raubkatzen verschafft mir einen negativen Grenznutzen. Ein Mehr an Funktionen generiert erhebliche Verlangsamung der Prozesse sowie die Unbrauchbarkeit von mir benötigter Programme - kurz, eine allumfassende Verschlechterung der Rechnertätigkeit,

    Vor ca. 2000 Jahren predigte ein Wander- und Wunderrabbi in Galiläa ein neues Denken, dass die Welt bis heute nicht verstanden hat. Joshua (lat. Jesus) sagte unter anderem: "Prüfet alles, das Gute behaltet." Mit anderen Worten, aber mit völlig gleichem Sinn raten dazu auch die Buddhisten.

    Und nichts anderes mache ich als genau das. Ein Rest von selbständigem Denken und (Be-)Urteilen habe ich mir noch bewahrt - ganz im Gegensatz zu all den Apple-Lemmingen, die sich auf Geheiß von Jobs, Cook und Ive jubelnd in den Abgrund stürzen würden.
     
  10. John L.

    John L. Active Member

    Wie oft wurde dieses Thema denn schon in wie vielen Foren diskutiert..? Irgendwie kann ichs echt nicht mehr hören...

    Vulkanos, ich kann Dein Schimpfen nachvollziehen...aber wenn Du mal nen Kaffee und ne Zigarette lang darüber nachdenkst, wirst Du mir mit meinem folgenden Text evtl./hoffentlich Recht geben...

    Dein MBP ist 4 Jahre alt und läuft in seiner jetzigen Konfiguration sauber und stabil. Meine erste Frage wäre, warum willst Du daran etwas ändern..? Aus Deinen Aussagen über "Apple-Lemminge" schließe ich mal, dass Du nicht zu den Leuten gehörst, die immer alles Neue sofort haben müssen. Also, welchen Grund hast Du für ein Update..? :cool:

    Nehmen wir mal an, es gibt einen Grund, warum ML auf Deinen Laptop drauf muss. Dein MBP wurde vermutlich mit 10.5 ausgeliefert. Wir sind jetzt vom OS 3 Versionen neuer, da ist es imho nur logisch, dass gewisse Software einfach nicht mehr läuft. Ich vergleich das mal mit Windows: Du möchtest, dass alle Programme, die auf Windows XP gelaufen sind, auch auf Windows 8 laufen. Schön wärs ja an sich, aber das ist nun mal nicht die Realität.
    Und weil wir grad beim Vergleich mit Windows sind, versuch mal auf nem 4 Jahre alten Laptop Windows 8 zu installieren...ich habs noch nicht versucht, aber ich bin mir sicher, dass Du hier Dein blaues Wunder erleben würdest...

    Das nächste Thema ist, dass es imho schlicht falsch ist, hier die Schuld nur bei Apple zu suchen. Man könnte ja genauso die Softwareanbieter dazu "verdammen", dass ihre Versionen auf den letzten x Versionen eines Betriebssystems laufen müssen. Das wäre das gleiche Wunschdenken. Oder denkst Du, dass ne CS6 auf Mac OS 10.5 läuft..? Ich geh mal vorsichtshalber nicht davon aus...

    Zu Deinen Performance-Erfahrungen: Dazu wärs mal interessant, zu wissen, ob Du ein Update von 10.6.x auf 10.8 oder nen Clean-Install gemacht hast. Ich hatte auf meinem alten MBP ("Late 2007", 2,4 GHz, 4 GB, HD mit 7200/UMin) von 10.5 bis 10.8 alles drauf, jeweils mit Clean-Install. Meine Erfahrungen decken sich nicht mit Deinen. Gut, nach dem ersten Reboot nach der Installation läuft das Teil ne Weile auf Volllast weil die ganzen Indexe, etc. angelegt werden, da reagiert das MBP schon ne Weile arg träge. Wenn das aber mal durch ist, lief es einwandfrei.
    Hast Du mal Deine Lüfter, etc. gereinigt als Du das MBP offen hattest..? Wenn da Staub und Dreck drin ist, führt das auch ganz schnell zu erhöhtem Lüfteraufkommen...

    Um nun zu einem Fazit zu kommen (ich muss jetzt auch wieder mal etwas arbeiten): Wenn Dein MBP jetzt Deine Anforderungen erfüllt, behalte die Konfiguration, so wie sie ist, bei. Sei Dir aber sicher, dass bei einem Hardwarewechsel ein Stück Migrations- und Geldaufwand für Dich anstehen wird. Wenn Du sowas vernünftig planst, lässt sich aber meiner Erfahrung nach der Frust in Grenzen halten...

    Jm2C,
    John L.
     
  11. vulkanos

    vulkanos New Member

    John L, in der Tat trinke ich jetzt einen Nestlé InstantEspresso, aber seit 22 3/4 Jahren bin ich als ehemaliger Kettenqualmer nun ein militanter Nichtraucher.

    Was ich alles mit Lion & ML ausprobiert habe, kann als gigantische Zeitverschwendung umschrieben werden. Du nennst es Clean Install, ich die "nackte Installation": SSD-Festplatte mit Nullen überschrieben und dann ML sozusagen frisch aus der Dose darauf geklatscht.

    Im Gegensatz zu Lion lief der Berglöwe anfangs recht flott. Aber nach der Installation der nur allerwichtigsten Programme erlahmte er zusehendst. Als überzeugter iFixit-Schrauber habe ich nicht nur die Wollmäuse regelmäßig aus den Lüftern entfernt, sondern auch die Hauptplatine entfernt und gründlichst entstaubt wie auch den Rest des Innern des MBP.

    Die Annahme aufgrund meiner vielleicht etwas zu kritischen Beiträge, ich sei ein innovations-avers, trügt. Sonst hätten weder Lion noch ML niemals auch nur in die Nähe meines MBP kommen dürfen. Und es ist mir auch klar, dass möglicherweise mein Alu-Rechner in absehbarer Zeit obsolet sein wird. Aber ich werde darauf vorbereitet sein.

    ML hat m.E. einen sehr großen Vorteil: Der Berglöwe zwingt geradezu, sich von alten Programmen zu verabschieden, die man wegen ihrer Zuverlässigkeit schon aus Pietätsgründen von OS zu OS mitschleift, ohne sie noch wirklich zu nutzen. Da ist eben auch etwas Sentimentalität mit im Spiel. Und: Wenn vor dem Kauf lauffähiger Upgrades oder -dates zurück geschreckt wird, kann man entweder mit den Bordmitteln auskommen oder sich nach preisgünstigen Alternativen umschauen, um so die Aufstiegskosten in höhere OS-Gefielde in Grenzen zu halten.

    Aber wie du sagst: Solange der ausgereifte Schneeleopard (10.6.8) friedlich vor sich hin schnurrt, besteht kein Anlass zum Einlass des Berglöwen.
     
  12. Ghostuser

    Ghostuser Active Member

    Hallo vulkanos

    Im Grundsatz bist du sicher nicht der einzige Mac Benutzer, der immer wieder vor einem Upgradeproblem steht! Selber kämpfe ich seit der Zeit der "Knudel-Mac", also ca. 20 Jahre mit den "Problemen des Fortschritts". Einerseits ist klar, dass die Technik immer komplexer wird, also immer grössere, schnellere Hardware hervorbringt und entsprechend neue und umfangreichere Software zur Folge hat. Andererseits wollen die Firmen, welche Hardware und Software entwickeln und verkaufen kontinuierlich ihre Produkte absetzen. Das Führt unweigerlich dazu, dass du dich als Konsument mit dem Problem von Hardware- und Software-Upgrade mehr oder weniger permanent auseinandersetzen musst! Dabe sollte man 2 Gesichtspunkte nicht ausser Acht lassen:

    1.) Geschäftliche Anwendung

    Wer seinen Mac (PC) rein geschäftlich einsetzt muss diesen als Werkzeug betrachten. Das kostet zwar bei Anschaffung und Unterhalt, bringt aber durch die Anwendung auch Einkünfte. Kosten und Ertrag muss sich da natürlich im Gleichgewicht halten. Andererseits wird man mit veralteten Werkzeugen auf dem Markt mehr und mehr ins Hintertreffen kommen und die Konkurrenzfähigkeit schwindet zusehends. Es bleibt also nicht viel anderes übrig, als innerhalb nützlicher Frist seine Werkzeuge anzupassen.


    2.) Privater Einsatz

    Beim privaten Einsatz des Mac läuft das eher unter dem Motto "Hobby", auch wenn die eine oder andere Tätigkeit auf dem Mac auch im privaten Umfeld Richtung geschäftlich, also zur Effizienzsteigerung eingesetzt wird. Hier ist es in erster Linie das mögliche Kapital, das man bereit ist dafür einzusetzen. Je mehr man an Möglichkeiten verlangt, desto grösser wird auch der finanzielle Aufwand. Wenn man mit einer bestimmten Anwendung (z.B. Photobearbeitung) zufrieden ist, möchte man nicht alle Jahre einen grösseren Betrag für Upgrades von Programmen auslegen müssen. Auf der anderen Seite braucht es auch hier ab und zu eine grössere Ausgabe, da die Hardware halt mit der Zeit veraltet und ersetzt werden muss, was normalerweise auch mit grösseren Anpassungen bei der Software verbunden ist.


    In beiden Fällen ist ein Uprade von Hardware und Software in einem bestimmten Zyklus angebracht. Bei der geschäftlichen Anwendung sind die Abstände dafür normalerweise kürzer als im privaten Umfeld. So oder so sollte man sich immer ein Packet zusammenstellen, das zusammenpasst! Da wird es immer wieder neueste Anwendungen geben, die auf dem alten Packet nicht mehr laufen und beim Umsteigen auf ein neues Packet wird man immer auf einige liebgewordene Dinge Stossen, die sich nicht herüberretten lassen.


    Selber habe ich 2004 einen G5 und einige Software erstanden. Im 2010 bin ich dann auf den iMac umgestiegen. Aber mit dem Löwen ist dann Rosetta weggefallen, so dass viele meiner Software nur unter 10.6.8 zu betreiben ist und ich den Upgrade nicht mitmachte.( Die wichtigsten Anwendungen nur mit 10.6.8 unter Parallels in einem virtuellen 10.6.8 laufen zu lassen ist nicht mein Ding, solange die Hardware noch mit 10.6.8 läuft.) Irgendwann in 2...5 Jahren werd ich wohl auch einmal ein neues Packet zusammenstellen müssen.


    Gruss GU
     
  13. dimoe

    dimoe New Member

    Die Hardware und Software-Industrie will eben unser Geld!

    Ich habe z.B. Ragtime 6 im Windows-Büro und Ragtime 6.5 Zuhause auf dem Mac:
    Wenn ich eine Datei mit etwa 1,5 Millionen Höhenpunkten importiere brauche ich im Büro eine Stunde und Zuhause 5 Minuten: die 64bit-Architektur des Programms leistet deutlich mehr.
    ArchiCAD 14 läuft auf dem Mac nur mit 32bit, da gibt es Fehlermeldungen wegen Speichermangel. Unter Win7 geht es auch mit 64bit und solche Probleme treten nicht auf.
    Artlantis 2 war 32bit, Artlantis 4 ist 64bit. Das Programm nimmt sich jetzt schon mal 7GB RAM von 8 eingebauten.

    Der Mini 2011 mit dem i7 Prozessor ist bei Geekbench (und meinen Render-Vergleichen) doppelt so schnell wie der Mini 2010 mit Core2Duo.

    Ich bin also gerne bereit Upgrades zu machen, wenn ich davon mehr Leistung oder Zeitersparnis bekomme.

    Lion habe ich drei Monate mit dem 2011er Mini benutzt, bis ich einen Trick gefunden habe, ihn mit 10.6.8 (SnowLeo) laufen zu lassen - es ist jetzt etwa 5% schneller als mit Lion.
    Mich hat das fehlende Rosetta, die sich "von alleine" öffnenden Fenster, die unübersichtlichkeit/farblosigkeit des Finders und vor allem die mit Netzlaufwerken falsch funktionierenden "Versionen" in Vorschau und Textedit genervt

    Mountain Lion habe ich auch ausprobiert, das System ist etwa 5% schneller als mit SnowLeo, einige der oben genannten "Fehler" wurden behoben, trotzdem arbeite ich weiter mit SnowLeo.
    Es ist nur ein Bruchteil meiner Arbeit, der nicht mehr so funktioniert wie ich möchte, aber es reicht von dem System genervt zu sein.

    Apples Interesse scheint mir seit MacOS 10.7 und 10.8 zu sehr auf das eigene Online-Geschäft fixiert zu sein:
    iTunesStore, AppStore, MacAppStore, iCloud und die Synchronisierung der iphones und ipads

    Sinnvolle Neuerungen für den Computer-Gebrauch habe ich leider keine gefunden.
     
  14. vulkanos

    vulkanos New Member

    Heute habe ich zum letzten Mal Berglöwe als "nackte Installation" auf meine interne SSD übertragen. Es war nichts zu machen. Dem MBP (late 2008) ist der Ressourcenverbrauch einfach zu hoch, und deswegen reagiert der Rechner mit Langsamkeit. Was in MacWelt 11_2012 S. 82 ff als Methode zur Beschleunigung des MBP beschrieben wurde, hält meinen Erfahrungen in keiner Weise stand.

    10.8.x kommt mir nur auf einen Rechner ab Ende 2011. Aber bis ich mir den anschaffe, wird noch viel Wasser den Lech herunter fließen.

    Stimmt. Die Seitenleiste sowie der Oberbalken der Ordnerfenster und von Vorschau bei 10.7 und 10.8 sind eine farblose Tristesse im Gegensatz den bunten und somit schnell unterscheidbaren Symbolen von 10.6.8. Wurde hier wieder an der falschen Stelle gespart?

    Weder bei Löwe noch bei Berglöwe habe ich irgendeine Funktion gefunden, die mich vom Hocker riss. Auch nerven mich diese ständigen Authentifizierungsaufforderungren, wenn ich Dateien von meiner externen Festplatte nach ML übertragen will.

    Die einzige wirklich brauchbare Software-Innovation der letzten Jahre war und ist Time Machine.

    Im MacAppstore habe ich nie eingekauft, der AppStore zwar ist erheblich günstiger, aber ich möchte zunächst ein Demoprogramm ausprobieren, bevor ich zum Kauf schreite. iWolke ist mir zu unsicher, das iPad ist weder Fleisch noch Fisch, und Ende 2013, wenn der Telefon-Vertrag ausläuft, heißt es auch Ade zum iPhone.

    Seit genau 20 Jahren nutze ich Apple. Begeistert war ich nie von den Produkten - ich fand sie nur praktisch und intuitiv bedienbar. Deswegen kam für mich ein Systemwechsel nie in Frage - nach dem Sprichwort, dass während des Galopps die Pferde nicht ausgetauscht werden.

    Aber mit der zunehmenden Degeneration der Artikel aus Cupertino zu Kult- und Hype-Objekten (Fetische), sowie deren abnehmenden Reparaturfähigkeit wächst auch meine Distanz zu dieser Firma.

    Trotz der Lächerlichkeit ihrer gottesdiensthaften Produkvorstellungen versteht sie es noch, ihre JüngerInnen zu blenden. Noch.

    Aber langam bin ich dieser Diskussionen über Upgrades - ja oder nein - überdüssig geworden.
     
  15. MacS

    MacS Active Member

    Ich schrieb ja schon, wenn so negativ eingestellt ist, wird man an allem etwas auszusetzen haben!

    Meinem Vater habe ich ML auf einen iMac aus 2010 mit Core2Duo 3 GHz installiert. Mit 6GB RAM läuft das Teil nicht langsamer als vorher! Und über das Design, ob quitsche bund oder dezent in grau, ist halt Geschmackssache.

    Und was das iPad angeht, so finde ich das Teil einfach genial praktisch und werde es nie mehr missen wollen. Nur mal so als Gegenmeinung! Da kannst du uns, die nicht deiner Meinung sind, die Sache noch so schlecht reden, wir werden deiner Meinung nicht folgen!

    Und so langsam geht mir das Genörgle auf den S**k!
     
  16. vulkanos

    vulkanos New Member

    1. Es gibt wahrscheinlich mehr Forumsmitglieder, die genauso kritisch eingestellt sind wie ich. Nach deinen eigenen Worten zu schließen, scheinst du nicht dazu zu gehören und ziehst eher eine Gemeinschaft vor, wo man sich nur in seinen eigenen Ansichten bestätigt. So etwas nennt man eine "Sekte".

    2. Deine Entscheidung, ob du meine Beträge liest oder nicht. Niemand zwingt dich dazu. Und wenn sie dich nerven, hat das mehr mit dir als mit mir zu tun - wahrscheinlich kannst du es nicht ertragen, wenn deine liebgewordenen Spielzeuge mal nicht so hochgelobt werden, wie du es gerne hättest.

    3. Ende dieser sinnlosen Diskussion
     
  17. MacS

    MacS Active Member

    Menschen, die sich auf diesem Wege Vorurteile bilden, sind nicht minder abwärtend zu beurteilen! Daher nicht Ende der Diskussion! So einfach nicht! Wer nicht deiner Meinung ist, gehört nicht automatisch einer Sekte an. Was für'n abstruser Quatsch den du verzapfst. Damit schießt du dich wirklich ins Abseits!
     
  18. dimoe

    dimoe New Member

    Ganz verstehe ich Euren Zoff nicht.
    Natürlich gibt es "ewiggestirge" und auch "Fanboys"
    Es gibt aber auch ehemalige "Fanboys" die nicht jede Biegung mitmachen, weil die Liebe eventuell an Funktionen hängt, nicht an dem Logo.

    Wenn Apple immer alles richtig machen würde, gäbe es dieses (und andere Foren) doch wohl nicht.
    Wenn wir unseren Ärger nicht aussprechen würden, wären viele BugFixes von Apple nicht vorgenommen worden.

    Da ich im Apple-Support-Forum an dem Thread "Can I install Snow Leopard on the new Mac Mini " (550 Beiträge, über 100.000 Besucher in 14 Monaten) beteiligt bin, weiß ich, daß viele Probleme mit Lion und Nachfolger haben.

    Andere merken keine Verschlechterung oder finden es sogar besser - ok
    Einige Leute können sogar mit dem iPad ihre Arbeit verrichten - toll

    Ich kann das nicht.
    Wenn das MacOS für eine bessere Kompatibilität mit dem iPad angepasst wird, finde ich das grundsätzlich nicht schlecht,
    wenn dann aber die Übersichtlichkeit leidet oder sogar Funktionen wegfallen, die mir lieb waren ärgere ich mich.

    Ich bin mir sicher, daß ein MacOS-Upgrade für 16€ oder 25€ nicht rechtfertigt hunderte von Euros für neue Software auszugeben.

    Leider ist die Apples Hardware aber mit den neusten Betriebsystemen gekoppelt: Friß oder stirb!
     
  19. vulkanos

    vulkanos New Member

    siehe Punkt 3

    oder willst du weiter streiten?
     
  20. vulkanos

    vulkanos New Member

    Brauchst du auch nicht. Die Diskussion hat einen Punkt erreicht, wo es gar nicht mehr um die Sache geht, sondern anfängt, in das Fahrwasser persönlicher Beleidigungen abzudriften.
     

Diese Seite empfehlen