GENIAL: Sprinter Drummond streikt auf der Bahn

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von nanoloop, 24. August 2003.

  1. nanoloop

    nanoloop Active Member

    Seht ihr das gerade im TV: Leichtathletik-WM - 100m der Männer.
    Drummond wird disqualifiziert wegen Fehlstarts, legt sich auf die Bahn, das Publikum applaudiert.....
    viel zu spannend jetzt zu schreiben, dass muss ich gucken.
     
  2. macNick

    macNick Rückkehrer

    Der Lauf wurde vertagt und hat letztendlich ohne ihn stattgefunden.

    Also hat die Bürokratie mal wieder gewonnen... :angry:
     
  3. nanoloop

    nanoloop Active Member

    Drummond lag alle Viere von sich gestreckt vor seinem Startblock. Das Publikum applaudiert minutenlang. Ein Kampfrichter stellt sich direkt zwischen seine Beine,zeigt ihm die rote Karte und zeigt ihm mit ausgestrecktem Arm an, er soll das Stadion verlassen. Das Publikum buht und pfeift. Jeder auf dem TV oder auf der Stadionleinwand kann bei den zahlreichen Wiederholungen sehen, daß Drummond nicht als Erster gestartet ist. Die Startelektronik zeigt aber an, daß er ist. Der Jamaikaner der neben ihm ist, so ist deutlich zu sehen, kommt als Erster aus den Startblöcken hoch. Auch er wird disqualifiziert. Der Jamaikaner verlässt die Bahn. Drummond ist nicht von der Bahn zu bekommen. Schließlich nach 15 Minuten streift er das Trikot ab und geht zum Ausgang. Das Publikum applaudiert stehend. Nach 60 Metern dreht er sich plötzlich wieder um, zieht sein Trikot hoch und stellt sich in die Startblöcke. Dann kommt auch der Jamaikaner zurück, stellt sich auch in die Startblöcke. Die Kampfrichter wissen nicht was sie machen sollen. Der Lauf wird nicht gestartet.
    Dann verlassen alle Läufer geschlossen die Bahn. Das Rennen wird verschoben. Die anderen 4tel-Final Läufe finden statt. Das Sportgericht tagt. Das Rennen wird erneut in Angriff genommen. Drummond fehlt, der Jamaikaner ist dabei. Das Publikum buht und pfeift, immer wieder gehen die Läufer aus den Startblöcken. Die Regie blendet Bilder von Drummond in der Aufwärmzone ein, wie er weinend, kopfschüttelnd von seinem Trainer und anderen getröstet wird. Das Publikum tobt.
    Die Kampfrichter nehmen sich jeden Läufer einzeln vor. "Wollt ihr laufen oder nach Hause gehen?" so hört man. Schließlich, nach gut einer halben Stunde findet das Rennen statt. Boldon, der Trainingspartner von Drummond, siegt mit Wut im Bauch. Nach dem Lauf zieht er sein Trikot runter und verlässt wutentbrannt zetternd das Stadion, kein Wort, keine Interviews. Gut daß man nicht Lippenlesen kann.

    In Grossaufnahme von Drummonds Startblock war zu sehen, daß er einen zittrigen Fuß hatte. Als Erster hochgekommen ist er keinesfalls.
    Die Regeln sind wohl so, daß der, der einmal zuckt, auch wenn er im Block bleibt, sobald die Elektronik anspricht, disqualifiziert wird. Obwohl dies für den Läufer sogar ein Nachteil ist, da er seine Startreaktion über den Startschuss hinweg verlagert. Er startet später, da er sich nochmal zurücknimmt.
    Da sollten sich die Verantwortlichen endlich mal was besseres einfallen lassen, technisch wird auch wohl anderes möglich sein.

    Nun ja, weltbewegend war das ganze nicht, aber spannend alle mal.

    nano
     

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