Geplante Obsoleszenz bei Apple

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von Strider, 20. Oktober 2011.

  1. Strider

    Strider Member

    In "Kontrovers", dem Politikmagazin des Bayerische Rundfunks, gab es gestern einen Beitrag mit dem Titel "Gebaut für den Müll - Wie Hersteller den Konsum ankurbeln":
    http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kontrovers/index.xml

    Als Beispiel wurde u. a. der iMac G5 gezeigt, in dem temperaturempfindliche Kondensatoren direkt neben dem Prozessor verbaut wurden, die dann aufgrund der Hitze früher oder später platzen. Weniger empfindliche Kondensatoren hätten angeblich nur ein paar Cent mehr gekostet. Was meint Ihr dazu?

    In 18 Jahre als Apple-User habe ich bisher fast nur gute Erfahrungen mit der Langlebigkeit der Geräte gemacht, auch wenn das Gehäuse meines MacBooks von 2007 ein paar Sollbruchstellen aufweist - funktionieren tut es noch.
     
  2. McDil

    McDil Gast

    Und? Sind sie geplatzt? . . . Sicher nicht als Sollbruchstelle, falls ja.

    Na siehste! Es muss doch nicht verwundern, wenn jetzt die Konkurrenz von Apple aus den Startlöchern kriecht.
    Im übrigen bezog sich die Kritik gegen den Mac von Seiten der "großen Welt" schon immer auf technische Details oder mangelnde Performance in bestimmten Teilbereichen.
     
  3. maximilian

    maximilian Active Member

    Ein All-In-One-Gerät ist ohnehin der größte Wegwerfschwachsinn, den man sich vorstellen kann, da kommt es auf ein paar Kondesatoren gewiß nicht an. iMac G5. Was ist das letzte Betriebssystem, das darauf noch läuft? 10.5? Welche aktuelle Software läuft auf einem G5-Prozessor? (Brauchst nicht antworten, habe selber G4 Macs für die dasselbe gilt...) Das Ding steht lange in der Ecke, bevor der erste Kondensator plazt.
     
  4. maclin

    maclin New Member

    Nach vier Jahren fing mein Monitor direkt nach dem Einschalten das Flackern an. Dies hielt am Anfang eine Minute an. Es wurde mit der Zeit aber immer länger. Und nervender.
    Im Netz fand ich Infos dazu. Das passiert nicht nur bei einem bestimmten Monitor eines bestimmten Herstellers.
    Fehler ist, dass gepolte Kondensatoren generell keine hohe Lebenszeit haben. Vier Jahre ist ein guter Durchschnittswert. Die Garantiezeit betrug bei diesem Monitor drei Jahre.
    Ich habe meinen Monitor geöffnet, mir die Werte der möglichen Kondensatoren abgeschrieben und dabei mich schon über die Werte gewundert. Gibt es die nur extra zu bestellen. Zum Standartverkauf gehörten sie nicht. Beschädigt sah keines aus.
    Also leicht größere Werte notiert. Kondensatoren besorgt. Gerundet gesagt zwei Euro ausgegeben. Die Kondensatoren ausgetauscht. Bis auf einen, der war zu selten. Der müsste erst bestellt werden.
    Kondensatoren ausgetauscht, eingeschaltet und Problem behoben. Mit zwei Euro.

    Das passierte mir schon mit ein paar Geräten so. Kaum ist eine gewisse Zeit um,...
    Und das finde ich absolut nicht in Ordnung.
    Ich mag deswegen in der Regel auch keine Geräte, die hoffnungslos kompakt kombiniert sind. Ist daraus nur ein Teil defekt, eine Reparatur nicht machbar,...

    Solange die meisten Geräte Bauteile enthalten, die Austauschbar sind, kann ich mir noch eventuell helfen. Aber der Trend geht in die Miniatur.
     
  5. Schaumberger

    Schaumberger Wurschthaut, alte

    Ha, das hab ich auch gesehen. Und ich hab mich etwas gewundert: Ausgerechnet Apple, deren Hardware, nach meiner Erfahrung, eeeewig und noch drei Tage hält, hier wegen ein paar Kondensatoren anzuführen erscheint mir seltsam. Vor allem weil es bei Computer/Elektronik Hardware andere Dinge gibt die sehr viel deutlicher unter die sog."Obsoleszenz" (Schönes Wort, ich hab es gerade erfahren) fallen:
    Vor allem anderen kommt da die Weiterentwicklung von Software die die Nutzung einer technisch einwandfreien aber eben älteren Hardware nicht erlaubt. (G5/PowerMac und Adobe-User können das vielleicht besonders gut nachvollziehen) . Ebenfalls wären da die nicht-austauschbaren Akkus zu nennen: Deren lebensdauer ist deutlich begrenzt und weitaus kürzer als die der anderen Hardware – ich denke diejenigen die nach zwei Jahren ihren Akku vom Fachhändler tauschen lassen anstatt gleich eine neues Handy/iPod Modell zu kaufen sind eine verschwindend kleine Minderheit.

    Es wurde im Bericht ja genannt, der wohl größte Faktor ist der der psychische: generell ist der Wunsch nach etwas neuem weitaus größer als die Notwendigkeit – Der "haben-will-Faktor" lässt wohl alle anderen, technischen Vorkehrungen die die Lebensdauer eines Elektronik-Gadgets begrenzen, verblassen. (Das trifft natürlich nur auf wirklich begehrenswerte Gadgets zu, ich kenn kaum jemanden der immer die neueste Glühbirne haben muss ;-))
     

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