Geschichte Palästinas

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von CChristian, 16. September 2001.

  1. CChristian

    CChristian New Member

    Geschichte:
    Zum Altertum Philister, Israel, Juda, Judäa, Judentum. - Nach dem blutigen Aufstand 132-135 unter Führung von Bar Kochba wurde der Prov.name Judäa in Syria Palaestina (unter Kaiser Diokletian geteilt) geändert. Der Aufstieg des Christentums im 4.Jh. und dessen Interesse am Hl Land verschoben die Mehrheitsverhältnisse im Land, gefördert durch rechtl. Einschränkungen für die Juden (nach 425/426 Aufhebung des Patriarchats). Die arab. Eroberung (ab 634) versetzte auch die Christen in den Status einer begrenzt geduldeten Minderheit neben den Juden. Ab 878 gehörte P. (mit Unterbrechungen) zu Ägypten. 1099 eroberten die Kreuzfahrer Jerusalem, was die jüd. Gemeinden hart traf. Erst mit dem Untergang des christI. Kgr. Jerusalem (1291) und unter der folgenden Mameluckenherrschaft besserte sich die Lage der Juden wieder. Unter der Toleranz und Dynamik des aufstrebenden osman. Reiches nach 1517 wuchs auch die jüd. Bev. in P. sprunghaft an. Anfang des 18. Jh. folgten neue Zuwanderungen aus osteurop.-chassid., im 19.Jh, auch aus anderen orth. Kreisen. Zugleich erwachte ein neues christl. Interesse am Hl. Land. Ab 1882 begann die osteurop. jüd. P.-besiedlung; der Zionismus verursachte mit seiner Forderung (seit 1897), eine "öff.-rechtlich gesicherte Heimstätte in P." für das jüd. Volk zu schaffen, ab 1905 eine grössere Zuwanderung (v a. aus O-Europa).
    Die Balfour-Deklaration vom 2. Nov. 1917 (Zusicherung des brit Aussenmin. Balfour, bei der Gründung einer jüd. "Heimstatt" in P. behilflich zu sein) leitete nach der Eroberung des Landes durch die Briten 1917/18 eine verstärkte zionist Aufbauphase ein, während der sich bereits Widerstand unter den arab. Palästinensern bemerkbar machte, Grossbritannien erhielt 1920/22 das Völkerbundsmandat für P. und trennte vom Gesamtgebiet das O-Jordanland als eigenes Emirat Transjordanien ab. Es kam zu wachsenden Konflikten zw. Arabern und Juden, die mit der Forderung nach einem unabhängigen arab. Staat P. in einen arab. P.aufstand (1936-39) mündeten und bes. in den letzten Jahren auch zu Auseinandersetzungen zw.
    Juden und brit Verwaltung ( Israel [Staat], Geschichte) führten. Schliesslich brachte Grossbritannien die Palästinafrage vor die UN, deren Vollversammlung am 29. Nov.
    1947 die Zweiteilung P. in einen jüd. und arab. Staat bei wirtsch. Einheit und Internationalisierung Jerusalems empfahl Diese Teilungsempfehlung - von der Jewish Agency angenommen, von den Arabern abgelehnt- führte mit Erlöschen des brit. Mandats und nach Abzug der brit Truppen aus P. zur Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948. In der Folge des I. Israel-Arab. Kriegs (1948/49) fiel das nach dem UN- Teilungsplan für den arab. palästinens. Staat vorgesehene Gebiet an mehrere kriegführende Mächte; Israel hatte sein Gebiet beträchtlich erweitert und sprach seitdem den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat ab, Ost-P. wurde 1950 Jordanien angegliedert ( West-Jordanien, auch als Westjordanland bzw. West Bank bezeichnet, auf das Jordanien aber 1974 zugunsten der Palästinenser verzichtete); der Gasastreifen kam unter ägypt Treuhandverwaltung. Die palästinens. Araber ( Palästinenser) wurden vertrieben bzw. flohen vor den israel Truppen. Im 3. Israel-Arab. Krieg 1967 besetzte Israel die Halbinsel Sinai, den Gasastreifen, das Westjordanland und die GoIanhöhen. Auf der 7. arab. Gipfelkonferenz im Okt. 1974 wurde die auf dem I. Palästinens. Natkongress in Jerusalem 1964 gegr. Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) als alleinige legitime Vertreterin der Palästinenser anerkannt, die UN-Vollversammlung im Nov. 1974 räumte der PLO fortan einen Beobachterstatus ein.
    Da verschiedene Entflechtungsabkommen und auch das im Gefolge des ägypt.-israel Friedensvertrags vom März 1979 vereinbarte Autonomiekonzept für die israelisch besetzten Gebiete zu keiner Lösung der P.frage und des Nahostkonfliktes führten, blieb das Gebiet des ehem. P. weltpolitisch eine der brisantesten Krisenregionen. Im Dez. 1987 brach in den durch Israel besetzten Gebieten ein v. a. von jugendl Palästinensern getragener Aufstand aus ( Intifada). Nachdem Jordanien im Juli 1988 seine rechtl. und administrativen Bindungen zum Westjordanland abgebrochen und es faktisch an die PLO abgetreten hatte, rief diese im Nov. 1988 einen unabhängigen Staat P. aus (Ernennung von J. Arafat zum provisor. Staatsoberhaupt). Im Dez. 1988 anerkannte Arafat das Existenzrecht des Staates Israel; obwohl die PLO ein direktes Rederecht für P. beim Weltsicherheitsrat besitzt, gestanden die UN P. Ende 1989 nicht den Status eines autonomen staates zu. An der Weigerung Israels, die PLO als Verhandlungspartner zu akzeptieren und an seiner fortgesetzten Siedlungspolitik scheiterten 1989/90 verschiedene Bemühungen um Friedensverhandlungen seitens der USA, -ankreichs, der UdSSR und Ägyptens. Nach dem 2. Golfkrieg 1991, in dem die Palästinenser und die PLO vorbehaltlos Saddam Husain unterstützt hatten, erlangte die P.frage und der Nahostkonflikt für die Befriedung der Region vorrangige Bedeutung.
    Diplomat Bemühungen v.a. der USA und der UdSSR führten ab Okt 1991 erstmals seit 1947 zu direkten Gesprächen zw. Israel, arab Staaten und Vertretern der PLO (Nahostfriedenskonferenz).

    Quelle: Meyers grosses Taschenlexikon, Ausgabe 1992
     
  2. CChristian

    CChristian New Member

    Palästina [»Land der Philister«], historische Landschaft an der Ostküste des Mittelmeers, mit vielen dem Christentum, Judentum und Islam heiligen Orten, daher auch
    Heiliges Land genannt.

    Geschichte.
    In das schon zur Altsteinzeit besiedelte Palästina wanderten um 2200 v. Chr. die semitischen Amoriter, später die Kanaaniter ein, denen die Israeliten folgten. Nach der Eroberung Babyloniens durch Persien kehrten die Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft zurück (6. Jahrhundert v. Chr.); seitdem gehörte Palästina zum Perserreich, seit 332 v. Chr. zum Reich Alexanders des Großen; nach 320 v. Chr. kam es zum Ptolemäerstaat, 198 v. Chr. zum Seleukidenreich. Nach der Befreiung durch die Makkabäer wurde Palästina 63 v. Chr. abhängig von Rom. Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. bildete Palästina eine römische Provinz (Judäa), nach 395 gehörte es zu Ostrom (Byzantinisches Reich). Seit 634 unter dem Einfluss des Islam, war Palästina 1517 bis 1918 türkisch, 1920 bis 1948 britisches Mandatsgebiet. Ab 1882 (Pogrome in Russland) verstärkte jüdische Besiedlung Palästinas, die durch den Zionismus zunahm; 1948 wurde der jüdische Staat Israel ausgerufen, der östliche Teil Palästinas fiel an Jordanien (Westjordanland; 1967 von Israel besetzt). Der Kampf zwischen Israel und den arabischen Staaten um Palästina eskalierte ab 1948/49 zum Nahostkonflikt. Die palästinensischen Araber, 1948/49 weitgehend vor den israelischen Truppen geflohen oder von diesen vertrieben, wurden in den arabischen Nachbarländern in Lagern angesiedelt. Durch Guerillakrieg, Terrorismus, Aufstände (seit 1987 Intifada) und auch auf diplomatischem Weg (v. a. seit den 1980er-Jahren) suchen die Palästinenser einen eigenen Staat in Palästina zu erkämpfen. Die politische Führung erlangte die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO). Nach der Grundsatzerklärung vom September 1993 (Gaza-Jericho-Abkommen über den schrittweisen Übergang zur Autonomie in den von Israel besetzten Gebieten bis 1999) trat im Mai 1994 die vorläufige palästinensische Teilautonomie im Gazastreifen und im Gebiet von Jericho in Kraft (1995 auf weitere Gebiete im Westjordanland ausgedehnt); es begann der Abzug der israelischen Truppen in »Sicherheitsgebiete« beziehungsweise zu den jüdischen Siedlungen. Bei der Wahl des Palästinensischen Autonomierats (1996) setzte sich die PLO durch und stellte mit J. Arafat dessen Präsidenten. - Die israelische Regierung unter E. Barak (1999 bis 2001) nahm die überfälligen Verhandlungen über den Endstatus auf, u. a. ergebnislos in Camp David, Juli 2000; Absicherung einer palästinens. Staatlichkeit gescheitert v. a. an Frage des Status von Jerusalem. Ab 2000/2001 palästinensischer Widerstand gegen die israelische Hinhaltetaktik, Infragestellung des Nahostfriedensprozesses (>zweite Intifada<, israelische Armeeoffensiven in palästinensisches Autonomiegebiet).

    Quelle: www.brockhaus.de
     
  3. CChristian

    CChristian New Member

    Kurzinfos:
    Palästina, seit Jahrhunderten von Arabern bevölkert, wurde im 16. Jh. Teil des osmanischen Reichs. Während des Ersten Weltkriegs rebellierten die Araber gegen die osmanischer Herrschaft. 1917/18 besetzten britische Truppen Palästina und warfen mit Hilfe der Araber die Türken aus dem Heiligen Land. Am 2. November 1917 erklärte der britische Außenminister Arthur Balfour die Unterstützung Großbritanniens für die "Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina". 1922 erhielt das vereinigte Königreich das Völkerbundmandat über das "Territorium Palästina". Aufgrund von Pogromen, insbesondere in Osteuropa, wanderten viele Juden nach Palästina ein, dessen Bevölkerung 1919/20 überwiegend arabisch war. Zwischen der jüdischen Minderheit und der arabischen Mehrheit kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. 1937 schlug die britische Regierung mit dem Peel- Plan vor, Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Während die Juden dem Plan widerstrebend zustimmten, lehnten ihn die Araber ab. 1939 schränkte das "Weißbuch über Palästina" die Einwanderung und den Landkauf von Juden ein. Die Judenverfolgung Nazi- Deutschlands im Zweiten Weltkrieg mit insgesamt 6 Millionen Toten ließen die Zuwanderung dennoch anschwellen, dass die Zionistenführer 1942 die Errichtung eines jüdischen Staates in Palästina forderten. Nach dem Krieg lehnten die palästinensischen Juden die weitere britische Besatzung ab. Ihre paramilitärische Selbstschutzorganisation Haganah sollte die Juden vor arabischen Übergriffen schützen, die radikale Untergrundgruppe Irgun machte mit Terrorakten gegen die britischen "Besatzer" Druck. Am 29. November 1947 befürwortete die UNO den Plan einer Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat. (Der jüdische Staat sollte dabei 56% des Territoriums umfassen.) Der Plan wurde von den palästinensischen Arabern- und den arabischen Staaten- abgelehnt. Noch vor Erlöschen des britischen Mandats und dem Abzug der britischen Truppen am 15. Mai 1948 hatte der Nationalrat der Juden in Palästina am 14. Mai den unabhängigen Staat Israel ausgerufen, der unmittelbar darauf von den USA und der Sowjetunion anerkannt wurde. David Ben- Gurion wurde Israels erster Premierminister. Der daraufhin am 15. Mai 1948 beginnende erste israelisch- arabische Krieg dauerte bis Januar 1949. Die Waffenstillstandsabkommen überließen Israel die Souveränität im Negev sowie über West- Jerusalem; Israel umfaßte nun knapp 6000 km² mehr als im Teilungsbeschluß vorgesehen. Der Gaza- Streifen kam unter ägyptischer Kontrolle, Jordanien behielt die Herrschaft über das Westjordanland und Ost- Jerusalem. Das arabische Palästina existierte nicht mehr. Durch die Flucht von rund 900.000 palästinensischen Arabern (im Lande blieben 160.000) aus Israel entstanden in den angrenzenden arabischen Staaten große Flüchtlingslager. Auch während der Kampfhandlungen hielt die Masseneinwanderung von Juden an, wodurch die jüdische Bevölkerung (1948 ungefähr 650000) 1951 auf mehr als das Doppelte stieg. Am 11. Mai 1949 wurde Israel Mitglied der Uno. Das "Recht der Rückkehr" aus der Diasporta, im Juli 1950 in der Knesset angenommen, verwirklichte das Immigrationsrecht aller Juden. Die Außenpolitik blieb bestimmt durch das Verhältnis zu den arabischen Staaten und das Problem der palästinensischen Flüchtlinge. 1956 folgte der zweite israelisch- arabische Krieg (sogenannter Suez- Krieg). Israel eroberte den Gaza- Streifen und die ägyptische Sinai- Halbinsel. Unter dem Druck der Uno und der USA verließen die israelischen Truppen diese Gebiete, eine Uno- Friedenstruppe wurde entlang der ägyptisch- israelischen Grenze stationiert. 1958 gründeten Exil- Palästinenser in Kuwait die Befreiungsbewegung Fatah, zu deren Gründungsmitgliedern auch Jassir Arafat zählte und die bis 1967 etwa 100 Guerilla- Aktionen gegen Israel durchführte. Dem Aufmarsch arabischer Armeen kam Israel im Juni 1967 zuvor: Im Sechs- Tage- Krieg siegte Israel, besetzte den Gaza- Streifen, das Westjordanland, Ost- Jerusalem, die Golanhöhen und den Sinai, ein Territorium, das um ein Vielfaches größer war als das eigene Staatsgebiet. Dem Waffenstillstand folgte auch diesmal kein Frieden; statt dessen verschärfte sich das Palästinenserproblem: Hunderttausende kamen nun unter israelische Besatzung und Militärverwaltung. 1968 übernahm Jassir Arafat den Vorsitz der 4 Jahre zuvor gegründeten Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO). Am 6. Oktober 1973 begann durch einen ägyptisch- syrischen Überraschungsangriff der vierte israelisch- arabische Krieg (Jom- Kippur- Krieg), dessen unentschiedener Ausgang das arabische Selbstbewußtsein stärkte. Dadurch und durch den Druck der USA kam es zu Friedensbemühungen zwischen Israel und den arabischen Staaten (1974 und 1975 Entflechtungsabkommen mit Ägypten; 1987 Camp David; 1979 Friedensvertrag mit Ägypten; im April 1982 Rückgabe des Sinai an Ägypten). Zurückgeworfen wurden die Aussöhnungsbemühungen durch Israels Angriff auf den irakischen Atomreaktor Osirak 1981, die Annexion der Golanhöhen 1981, den Beginn der umstrittenen Libanon- Invasion 1982 oder auch den Angriff auf das PLO- Hauptquartier in Tunis 1985. Eine Änderung in den Beziehungen zwischen Israel und der PLO trat erst am 19. Januar 1993 ein, als die Knesset Kontakte zur PLO legalisierte. Einen Tag später begannen die monatelangen Geheimverhandlungen in der Nähe von Oslo. Im September 1993 schlossen Israel und die PLO zunächst einen Interimsvertrag; 1994 unterzeichneten sie dann eine Vereinbarung über die Autonomieregelung von Gaza und Jericho. Nach fast 30 jährigen Exil traf Arafat am 1. Juli 1994 in Gaza ein. Im September 1995 vereinbarten Israel und die PLO die palästinensische Selbstverwaltung für den größten Teil des Westjordanlandes. Nach der Ermordung des israelischen Premiers Rabin durch einen rechtsradikalen jüdischen Studenten (1995) kamen die Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern ins Stocken, da in Israel im Juni 1996 der konservative Likud- Block mit Premier Benjamin Netanjahu die Macht übernahm. Trotz der Bemühungen der vergangenen Jahre (Konferenz in Madrid 1991, Oslo- Verhandlungen 1994) hat der Nahost- Friedensprozeß keine dauerhafte Entspannung zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten schaffen können. Die Ermordung des auf Ausgleich bedachten Rabin warf den Friedensprozeß zurück; seit der Wahl von Netanjahu, insbesondere seit dem Baubeginn der jüdischen Siedlung Har Choma im März 1997, sind die Verhandlungen festgefahren. Der größte Teil des zuvor von Israel besetzten Gebietes des Gaza- Streifens sowie die Städte Ramallah, Hebron, Nablus, Dschenin, Jericho, Betlehem stehen inzwischen unter palästinensischer Verwaltung; andere Gebiete des Westjordanlands werden von Israelis und Palästinensern gemeinsam verwaltet. Die Golanhöhen sind weiterhin von Israel besetzt, israelische Truppen patrouillieren in der 1985 von ihnen eingerichteten "Sicherheitszone" im Südlibanon. Die Siedlungspolitik Israels in den besetzten Gebieten sorgt für anhaltende Konflikte: Die von der Rechtskoalition gebilligte Expansion soll nach Willen der oft religiös motivierten Juden "Tatsachen schaffen" und damit einen künftigen Rückzug Israels verhindern oder zumindest erschweren. Amnesty International beklagte auch für 1997 die an Willkür grenzende "Verwaltungshaft" von 1900 Palästinensern (Inhaftierung ohne richterliche Prüfung oder Anklageerhebung), unfaire Militärgerichtsprozesse gegen mindestens 1450 Palästinenser, die Praxis der von offizieller Seite geduldeten Folter ("gemäßigter physischer und psychologischer Druck"), mindestens 18 möglicherweise illegale Hinrichtungen oder ungesetzliche Tötungen. Im gleichen Zeitraum kamen 28 israelische Zivilisten durch Anschläge palästinensischer Terrorgruppen ums Leben, mehr als 200 wurden verwundet. Die israelische Regierung von Ministerpräsident Ehud Barak (57) stimmte am 8.9.1999 dem Beginn des Truppenabzugs aus weiteren Teilen des besetzten Westjordanlandes mit überwältigender Mehrheit zu. Bei nur einer Enthaltung und einer Gegenstimme votierten 17 Minister für die Umsetzung der am 5.9.1999 getroffenen Übereinkunft mit den Palästinensern, in einer ersten Stufe weitere 7% des Westjordanlandes an die palästinensische Autonomiebehörde zu übergeben. Das »Wye II« genannte Abkommen sieht den Abzug israelischer Truppen aus weiteren 11% des Westjordanlandes in drei Phasen bis Januar 2000 vor. Das israelische Kabinett unter dem damaligen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu (Likud, 49) hatte im Oktober 1998 auf dem Gipfel in Wye Plantation (Maryland/USA) zugestimmt, seine Armee aus weiteren 13% des besetzten Teils des Westjordanlandes zurückzuziehen, jedoch bis Ende 1998 nur 2% des Gebietes geräumt. Nach schweren Unruhen in den Autonomie-Gebieten hat Israel am 21. Mai 2000 Friedensgespräche mit den Palästinenser in Stockholm ausgesetzt. Zudem schränkte die Regierung die Reisemöglichkeiten für Israelis und ausländische Touristen in den palästinensischen Gebieten ein. Ministerpräsident Ehud Barak sagte auch seine geplante Reise in die USA ab. Die schwersten Kämpfe und bewaffneten Auseinandersetzungen seit dem Osloer Frieden erschüttern den ganzen Nahen Osten. Nach dem Besuch eines israelischen rechtsgerichteten Politikers in Jerusalem und den Protesten der Araber dagegen kommt die Region nicht mehr zur Ruhe.Der Friedensprozess ist in weiter Ferne gerückt. Eine Analyse der Ereignisse im Nahen Osten folgt an dieser Stelle in Kürze. Der israelische Oberrabbiner Israel Meir Lau hat am 27.07.2001 die gezielte Ermordung angeblicher palästinensischer Terroristen durch Armee und Polizei Israels gerechtfertigt. Israel befinde sich in einem "Krieg der Gebote", der von Gott gebilligt werde, und sei für dessen Dauer von der Einhaltung anderer Gebote befreit. Zuletzt hatte die israelische Armee am Mittwoch einen Hamas-Aktivisten erschossen.

    Quelle: www.erdkunde-online.de
     
  4. nero

    nero New Member

    WARUM????
     
  5. CChristian

    CChristian New Member

    Sorry, hätte ich vielleicht auch hier dazu schreiben sollen.

    Im Hard-/Software-Forum gibts eine Diskussion zum Thema des Flugzeugattentats in den USA, wo ich entsprechende Links hierher gesetzt habe.
    Dazu waren diese Geschichtsabrisse gedacht:
    1.) tragödie in ny
    2.) Die Freiheitsstatue steht (NY 2)

    CChristian
     
  6. nero

    nero New Member

    danke schon hat es einen sinn
     
  7. D3000

    D3000 New Member

    ja, so small talk halt.
     
  8. Singer

    Singer Active Member

    Info statt Tirade - gute Sache, CChristian.

    Singer
     
  9. MacELCH

    MacELCH New Member

    Lob CChristian, auch für die beiden anderen Links. Vielleicht werden die ja auch von ein paar mehr Leuten im Forum gelesen.

    Gruß

    MacELCH
     
  10. maiden

    maiden Lever duat us slav

    da habt Ihr Euch mächtig Arbeit gemacht.
     
  11. charly68

    charly68 Gast

    auf der israel seite kannste das alles genau durch lesen
     
  12. CChristian

    CChristian New Member

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