Gone fishing *g* oder auch Urlaub !

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von MacELCH, 15. Mai 2002.

  1. MacELCH

    MacELCH New Member

    Moin liebe Gemeinde,

    hiermit verkündige ich mein offizielles Fernbleiben für die nächsten drei Wochen.

    Ich verkrümel mich nach Canada, viel Spaß hier und bis in drei Wochen.

    Gruß

    MacELCH
     
  2. Singer

    Singer Active Member

    Klasse! Viel Spaß!

    Und nimm Dich vor den Bären sowie Holzfällern in Frauenkleidern in acht!

    Singer
     
  3. RaMa

    RaMa New Member

    na dann wünsch ich dir viel spaß..

    grüß deine tramplerkollegen aber hütte dich vor den bären ;-))

    g.
    ra.ma.
     
  4. Singer

    Singer Active Member

  5. terkil

    terkil Gast

    Du hast's gut ! Ich wünsch dir viel Spaß.
     
  6. grufti

    grufti New Member

  7. Singer

    Singer Active Member

    ...danke...

    ;-)

    Singer
     
  8. terkil

    terkil Gast

    @singer, dir wünsch ich natürlich auch viel Spaß
     
  9. MacELCH

    MacELCH New Member

    Vielen Dank !

    @grufti,

    irgendwie erinnert mich das an eine Schweizer Begebenheit - irgendso ein Dorf mit einer Fahne die man Grüßen sollte ....

    Gruß

    MacELCH
     
  10. Haegar

    Haegar New Member

  11. Patrick Peters

    Patrick Peters New Member

    Viel Spaß und schön aufpassen, ich hab von einem Gesetz drüben gehört, wo es Elchen verboten es, sich auf den Straßen innerorts zu paaren.....

    Gruß Patrick
     
  12. MacELCH

    MacELCH New Member

    Danke für den Link.

    Mein Lachslieferant wurde aus der Connemara bei Cliffden vertieben, weil sich der "Gestank" neben einem 5 Sterne Hotel nicht so gut gemacht hat. Es waren Bretonen, die sich vor 25 Jahre ursprünglich auf Lachszucht stürzen wollten, da aber einer der Besitzer Mirkobiologe war und es nicht eingesehen hat Zuchtlachse zu ziehen (wie 90% der Norwegeischen Lachse), hat dieser einen Verband aus etwa 20 Fischern in Donegal gegründet, die ihm den Fisch in der Fangzeit (Juni/Juli) liefern.

    Der Lachs wurde dort kalt geräuchert über Eiche (dauert länger etwa 10 Tage schmeckt aber deutlich besser), Salz wurde ebenfalls nicht verwendet um dem Fisch Wasser zu entziehen (damit das Räuchern nicht so lange dauert)

    Dies führte zu einem exzellenten Lachs, der bislang nicht getoppt werden konnte - egal in welchem Restaurant (Mövenpick, Feinkost Käfer etc.) oder Feinkost Laden, seitdem bin ich verdorben und weigere mich anderen Lachs außer diesen zu essen. Der Kilopreis lag im übrigen bei 45 ¬ inklusive Transport per DHL (24 Stunden gekühlt).

    Hast Du von Deinem genannten Link genauere Informationen, bzw. hast Du dort schon mal etwas bestellt ?

    Mein Bretone hat sein Geschäft wie gesagt aufgeben müssen und versucht sich irgendwo in Nordfrankreich niederzulassen und ein neues Geschäft zu Gründen.

    Gruß

    MacELCH
     
  13. Haegar

    Haegar New Member

    muß gestehen: der link war aus der "hüfte geschossen"...

    mein lieferant ab und zu: http://www.minimal.de

    > der Öko-Lachs von Füllhorn ;-)
     
  14. macixus

    macixus Hofrat & Traktorist

    Hochverehrter Birkenvernichter und Elchknödelproduzent,

    auch von mir einen erhosamen Urlaub. Bitte ernähre dich bewusst und vitaminreich! Du weißt, uns steht ein großes Fest mit einem wohlschmeckenden ELCH in's Haus, da wollen wir mit jedem Bissen in reine Natur beissen. Wenn du leckeren Bacon findest, bitte mitbringen zum Umwickeln und Spicken deines Rückens! Komm gesund und gut durchwachsen wieder!
     
  15. 2112

    2112 Raucher

    Und nimm viel Sonnenöl mit.
    Elchöl geht glaube ich auch.
    Gruß 2112
     
  16. danilatore

    danilatore Moderatore Mitarbeiter

    nach canada?

    ... grüss mir die dayglo abortions wenn du sie triffst.
    wir haben 3 gigs mit denen gespielt und jedesmal haben
    die uns untern tisch gesoffen.

    ;-)
    gruss dani
     
  17. Kevin

    Kevin New Member

    Jawoll, viel Vergnügen und viel lecker Ahornsirup!
     
  18. hakru

    hakru New Member

    Ja, super! Viel Spass beim "early bird special: 2 eggs - sunny or over'n easy - with Canadian bacon, homefries ...

    Take care!!

    hakru
     
  19. MacELCH

    MacELCH New Member

    Moin Leute,

    vielen Dank nochmals fuer Eure Gruesse.

    Ich sitze gerade im sonnigen Vancouver, Ortszeit 20 Uhr in einem Internet Cafe mit lauter Macs !

    Nein, das war ein Witz, natuerlich sind es PC, aber fuer diesen Zweck, kann ich auf der ausgelkeiherten Tastatur doch ein wenig reinhacken.

    Also kurzum, bisher hat alles geklappt. Die Zugfahrt quer durchs Land hat bis auf eine 5 stuendige Verspaetung einwandfrei funktioniert (Gesamtzeit 77h) von Toronto nach Vancouver. Wir hatten in Frankfurt das Problem, das wir auf Warteliste fuer unseren Flug waren, wir konnten sie aber dann doch ueberzeugen uns mitzunehmen, der Flieger war vollgestopft, vermutlich bis auf den letzten Platz.

    Vancouver ist eine Klasse Stadt, leider steht sie bisher nicht auf unserer "Jobliste", aber Seattle wird vermutlich aehnlich sein.

    Nun zurueck zu unserer Reise, dies wir das einzige Mal sein, dass ich ins Forum schauen werden, da wir morgen uns per Auto in die Rockies aufmachen werden und wirklich besseres zu tun haben, als in einem Internet Cafe mit Heizlueftern zu verbringen. Also in diesem Sinne, haltet die Ohren steiff (was macht eigentlich unser neuer Server ? Laeuft er oder wurde das Budget gestrichen ?)

    Wir wuenschen Euch allen viel Spass in der Arbeit und im verregneten Deutschland - ich hoere gerade von meiner besser unterrichteten Haelfte, dass Deutschland nicht verregnet sei, naja egal arbeiten muesst ihr trotzdem.

    Gruss

    MacELCH
     
  20. MacELCH

    MacELCH New Member

    Back again !

    Moin liebe Gemeinde,

    es folgt ein winziger Kurzbericht des Urlaubs, da ich mich schon wieder abmelden muß (zwecks Doktorarbeit beenden und Prüfung etc.)

    Ich glaube insgesamt hatten wir etwa einen halben Tag Regen, der Rest war entweder vollkommen wolkenfrei oder leicht bewölkt. Hier ein chronologischer Abriß:

    Abflug (Donnerstag 16.5.) München - Frankfurt (pünktlich), allerdings konnten keine Bordkarten für den Flug von Frankfurt nach Toronto ausgestellt werden (komisches Gefühl beschlich uns). Ankunft in Frankfurt, das übliche von einem Ende des Gebäudes zum anderen hetzen, rechtzeitig am Gate (1h vor Boarding, keiner da, immer noch keine Bordkarten). Mit Verspätung erscheinen dann doch ein paar von Lufthansa (Star Alliance mit Air Canada), auf meine Frage, ob wir den eine Bordkarte bekommen könnten folgt die freundliche Antwort, sie stehen auf der Warteliste.
    Das ist aber nicht möglich, da ich zugesicherte Plätze (inklusive Sitzplatznummer bereits von meinem Reisebüro CRD - Canada Reisedienst Deutschland), bereits im November 2001 gebucht und bestätigt bekommen habe. Tut mir Leid, da kann ich nichts anderes machen, erst wenn wir borden wird sich feststellen lassen, ob Sie mit dem Flieger mitkommen können oder nicht.

    Schöne Bescherung dachten wir uns, vor allem weil wir am Samstag um 9 Uhr von Toronto aus mit dem Canadian (Ein Zug, der quer durch Kanada fährt) nach Vancouver fahren wollten und eine Umbuchung nicht möglich ist, da dieser bereits 6 Monate im vorraus ausgebucht ist. Somit wäre der Urlaub gleich von Anfang an gescheitert gewesen, ganz zu schweigen von den Kosten. Der Grund für die Warteliste war scheinbar die gängige Praxis der Fluglinien, daß sie möglichst voll zu fliegen sollen, so wurden in unserem Fall drei Flüge zu einem vereinigt und gehofft, daß ein paar Leute gegen ein gewisses Entschädigungsgeld zu einem späteren Zeitpunkt fliegen würden. Eine Auswirkung des Preiskampfes zwischen den Fluglinien zu Lasten des Kunden. Durch Zufall habe ich auch von einem Passagier vor mir mitgehört, daß dieser ein ermäßigtes Ticket habe und mit Sicherheit heute nicht auf der Maschine mitgenommen werden könne, da diese Tickets beim Kauf diese Klausel im Kleingedruckten enthalten.

    Irgendwie sind wir dann doch noch auf den Flieger gekommen, nach zwei Filmen (A Beautiful Mind, Ocean Eleven) und etwas Futter - wenigstens war der Rotwein trinkbar sind wir bei Regen in Toronto angekommen. Da uns Toronto nicht so wahnsinnig angelacht hat und ursprünglich nur als Start für die Reise mit dem Zug gedacht war, beschloßen wir am nächsten Tag kurzerhand per Greyhound Bus die Niagara Fälle zu besuchen (bei strahlendem Sonnenschein).

    Samstag um 8 Uhr standen wir am Bahnhof um quer durch das Land (4500 km) zu reisen. Wir hatten uns die mittlere Klasse (Blue Class) mit Liegeabteil gegönnt inklusive Essen an Bord - unserer Meinung nach reicht dies völlig aus, die Silver Class hat ein Absperrbares Abteil mit eigenem Klo (im Abteil) und ansonsten keinen weiteren Unterschied. Eigentlich hatten wir erwartet, daß eine 72 stündige Reise mit dem Zug langweiliger sein würde, dementsprechend hatten wir uns auch ein bißchen was zum arbeiten mitgenommen - wir sind allerdings nicht dazu gekommen auch nur einen wissenschaftlichen Artikel zu lesen. Das Essen an Bord war Klasse, alkoholische Getränke waren nicht im Preis inbegriffen aber die Auswahl war durchaus akzeptabel. Vor allem um die eigenen Weinanbaugebiete zu unterstützen gab es eine gewisse Auswahl von Weinen aus dem Okanagan Valley (BC), die die ich probiert habe haben zumindest mir sehr gut geschmeckt.

    Nach diversen kleineren Stopps unter anderem auch in Winnipeg (ca. 2500 km) waren wir immer noch pünktlich, dort erfuhren wir, daß wir eine andere Route fahren müßten, da sich ein Unfall auf unserem Gleisabschnitt ereignet hätte (große Strecken des Schienennetzes sind einspurig, mit Ausweichgleisen für den entgegenkommenden Verkehr), dieser Umweg führte zu einer Verzögerung von 5 h, daß hat aber nicht weiter gestört, dadurch kamen wir am frühen Nachmittag in Vancouver an. Nachdem wir unser Gepäck untergebracht hatten, haben wir uns auf Entdeckungsreise per pedes durch Downtown und Granville Island gemacht. In Granville haben wir uns den Markt angeschaut und soviel Appetit bekommen, daß wir nicht besonders weit gekommen sind. Gegessen haben wir dann in der Sand Bar in Granville Island, anderes ausgedrückt direkt unter der Brücke (Granville Bridge). Es gab hervorragendes Essen Lachs bzw. Merlin lachte uns von der tagesfrischen Fangkarte an.

    Am nächsten Tag haben wir uns Räder am Stanley Park gemietet und sind durch den Park geradelt, dabei lief uns auch der erste Weisskopfseeadler vor die Linse, anschließend sind wir ins Aquarium. Später, gerade noch rechtzeitig zum Abendessen sind wir durch Gastown und Chinatown gelaufen, dort haben wir ein leckeres Abendessen zu uns genommen (Durch Finger deuten bestellt, da mein Chinesisch so wahnsinnig schlecht ist - das Englisch der Landenbesitzer war sicherlich besser als mein chinesisch aber es blieb mir dennoch nicht verständlich - dies führte dazu, daß wir eine Riesenportion bekammen). Leider ist auch die Dorgenszene in dieser Ecke zu finden, am Zen Garten ist wohl der Umschlagsplatz, dort wird am hellichten Tage gespritzt, folglich haben wir uns aus dieser Gegend bei Anbruch der Dunkelheit verzogen.

    Am nächsten Morgen haben wir unseren Mietwagen abgeholt und haben uns auf den Weg durch die Rockies aufgemacht. Wir sind zunächst über Brakendale (höchste Dichte an Weisskopfseeadlern, wenn man zur richtigen Zeit dort ist) über Whistler nach Kamloops gefahren. Aufgrund der Regenfälle des Vortages, war das sogenannte Trinkwasser trüb gefärbt und ungenießbar, genauer gesagt sogar gesundheitsgefährdend (aus diesem Grunde decken sich die Einwohner mit 20 Liter Trinkwasser Kanistern ein), da wir sowieso nur eine Übernachtung geplannt hatten, hat uns dies nicht weiter interessiert. Am nächsten Morgen sind wir dann in Richtung Jasper National Park aufgebrochen. Der "Eintritt" in den Park kostet pro Tag und Auto 10 Can $, für 75 Can $ erhält man ein Jahreskarte, die zum Eintritt in alle National Parks in Canada gilt. Wir haben uns die Jahreskarte geholt, da wir mit Sicherheit noch vor Ablauf des Jahres wieder einen Kurzurlaub in einer der Parks unternehmen werden, außerdem wäre es uns sonst noch teurer gekommen, wenn wir pro Tag bezahlt hätten.

    In Jasper haben wir uns drei Tage aufgehalten, Jasper liegt auf knapp 1000 m. Um einen Überblick über die Region zu bekommen (und weil das Wetter schon wieder so gut war), sind wir mit einer Gondelbahn auf den Whistler Mountain gefahren 2464 m. An den folgenden zwei Tagen haben wir uns mindestens jeweils 14 Stunden im Freien aufgehalten ohne Regen (in Kombination mit dem Auto). Es folgen jetzt nur ein paar Stichpunkte der Orte die wir uns angeschaut haben etc. Medecine Lake, Maligne Lake (leider noch gefroren), Miette (Hot Springs - die nicht nach Schwefel riechen, kaum Touris da, weil sie relativ weit weg vom Schuß sind. Von allen Hot Springs die wir uns angeschaut haben bzw. ausgetestet haben, hat diese den Spektakulärsten Ausblick) Man schaut im Prinzip auf ein Stück Boden, der vor ein paar Jahren (Millionen) um 80 ° nahezu aufrecht hingestellt wurde, durch Erosion wurden die jüngeren Lagen bereits abgetragen und ältere wieder freigegeben - eine echte Fundgrube für Leute die gerne Dinos ausgraben oder Geologie Freaks sind etc. (Die andere Hot Spring die wir ausprobiert haben war die Canyon Hot Spings bei Revelstoke - später mehr dazu).

    Jasper hat sich sehr gut zum beobachten von Tieren geeignet hier eine kurze Liste: Schwarzbär, Wapitis, Kariboos, Bieber, Mama-Elch und zwei Baby-Elche, Papa-Elch haben wir nur akustisch wahrgenommen, viele Vögel, Erdhörnchen und anderes.

    Da das Wetter laut Vorhersage schlechter werden sollte, beschloßen wir kurzerhand 100 km südlich zu den Athabasca Glacier zu fahren, um dort auf dem Gletscher freie Sicht zu haben, es hat sich gelohnt. Mit einem Snowcoach (Pistenfahrzeug in Busgröße) wird man auf den Gletscher gefahren und kann sich ca. 20 Minuten auf dem Gletscher tummeln - oder wie unser Fahrer sich ausdrückte "Das tun was man schon immer tun wollte auf einem Gletscher, ohne zu vergessen das auch Kinder mit an Bord sind". Ein sehr gutes Visitor Centre befidet sich am Fuße des Gletschers - hat immer rund um die Uhr offen, da auch ein Hotel in diesem Gebäude ist. Auf dem Rückweg nach Jasper haben wir uns noch diverse kleinere Sachen angeschaut und auch kürzere Wanderungen unternommen (1-5 km Fußweg)

    Da wir nun südlich von Jasper die meisten kürzeren Trials abgelaufen hatten, konnten wir am nächsten Morgen direkt entlang des Icefield Parkway zum Visitor Center am Gletscher fahren und uns dort genauer informieren. Unser nächster Halt war in Lake Louise geplannt, vorher haben wir eine ungeplannte Schneewanderung auf einen Aussichtspunkt auf den Peyto Lake mit einem Paar aus Waschington unternommen. Mein Gewicht zu Schuhfläche Verhältnis deckte sich leider nicht ganz mit der maximalen Belastbarkeit der langsam antauenden Schneedecke, so daß ich in regelmäßigen Abständen fußtief (bayerische Definition des Fußes: bis zum Hintern rauf) einsank. Belohnt wurde dieser lustige Ausflug mit einem wunderschönen Blick auf den gefrorenen Peyto Lake.

    In Lake Louise war bereits der Touristen Gradient deutlich zu erkennen (Jasper befindet sich vom nächst größeren Flughafen (Calgary) etwa 450 km weg), je näher zum Flughafen, desto mehr Touris und High Snobiety. Zum Glück sind wir vom Norden nach Süden gefahren, so daß auf unserer Spur kaum Verkehr war - es macht wenig Spaß hinter mehreren Wohnmobilen zu fahren, wenn man nicht selber in einem sitzt - und das war in der Vorsaison (Am Gletscher sagte man uns, daß momentan etwa 1000 Personen pro Tag auf den Gletscher gefahren werden, zur Hochsaison sind es etwa 15000 - 18000 Personen), ich glaube in der Hauptsaison macht es keinen Spaß die Strecke zu fahren - auch wenn nur 90 km/h offiziell im Park erlaubt sind (100-110 km/h werden noch toleriert, schneller sollte man nicht fahren, da es sonst richtig teuer wird 200 Dollar aufwärts heißt es)

    Banff ist ein reiner Touri-Nepp, die Übernachtungskosten sind höher als in Downtown Vancouver, aber die erbrachte Leistung entspricht nicht dem was man in Vancouver bekommt. Positiv zu bemerken ist das Visitors Centre, dort haben wir eine ausführliche Information ca. 70 Minuten über die besten Vogelbeobachtungsplätze von einem Vogelbeobachter bekommen. Und wir haben die Gelegenheit genutzt in Star Wars zu gehen - keine Vorreservierung Walk in and buy your Ticket. Sehenswert sind die Banff Caves and Basin mit dem Historischen Museum. Da wir dem Touri-Strom entkommen wollten, beschloßen wir einen Tag nach Calgary zu fahren und uns dort ein wenig umzuschauen (Calgary Zoo, Historical Village, Bird Sanctuary, Downtown). Nach dem leckeren Abendessen ging es wieder zurück nach Banff. Im übrigen war das Wetter wieder einmalig, so daß die Rockies über eine geschätzte Entfernung von 80 km deutlich sichtbar waren.

    Von Banff aus sind wir weiter in den Süden gefahren in Richtung Fairmont Hot Springs. Und dann wieder in Richtung Norden auf der 95 über Golden nach Revelstoke gefahren. Dabei fährt man auf der 1 (Transkanada ca. 8000 km lang) durch den Glacier National Park (der leider bis auf einen kurzen Walk wegen dem Schnee noch immer geschlossen war - wir hatten aber auch keine Lust auf längere Wanderungen mehr) und dann durch den Revelstoke National Park, dabei sind zwei kurze Walks sehr empfehlenswert. Bei einem läuft man durch einen Wald aus 600 Jahre alte Zedern durch - quasi dem Urwald, und bei dem anderen läuft man über sumpfigen Gebiet auf einem Holzweg entlang. Im Sommer sicherlich kein Spaß wegen der ganzen Mücken. Etwa 35 km vor Revelstoke in Richtung Osten liegt der Canyon Hot Springs, ebenfalls eine nicht nach Schwefel riechende heiße Quelle 42° C Wassertemperatur (Banff und Radium Hot Springs riechen beide nach Schwefel und sind von Touris überfüllt).

    Unser Rückweg führte uns über Penticton (im Okanagan Valley) zurück nach Vancouver. Dabei konnte ich unter anderem bei Sumac Ridge eine Weinprobe machen - ich konnte mich nicht zurückhalten und mußte ein paar Flaschen mitnehmen. Besonderes Highlight ist der Eiswein gewesen (60 Can $ für 375 ml Flasche), er schmeckt fast wie ein guter Tannenhonig - ich muß mal spaßeshalber Absoluten Ethanol mit Tannenhonig und einem leichten Schuß Zitronensaft mischen und den Geschmack vergleichen.

    Unseren letzten Tag in Vancouver verbrachten wir im Vancouver Museum und im Museum of Anthropology. Abschließend sind wir noch einmal, diesmal mit dem Auto durch den Stanley Park gefahren um noch einen Blick auf den Ozean zu werfen. Abendessen war diesmal Mongolischer Topf "Eat as much as you can 9.95 $", daß Prinzip ist schnell erklärt Fleisch (Lamm, Schwein, Rind und Huhn extrem dünn geschnitten) mit verschiedenen Gemüsen ca. 20 mit einer Soße nach eigener Wahl aus etwa 16 verschiedenen Grundsoßen. Das so zusammengestellte gibt man dem Küchenchef, der das ganze dann innerhalb von 30 Sekunden auf dem heißen Topf gart, dazu ißt man etwas Reis oder Nudeln.

    Dann war der Urlaub auch schon wieder vorbei, jetzt müßen wir unsere Doktorarbeiten beenden. Irgendwann, werde ich es auch schaffen ein paar Urlaubsbilder auf meine Webpage zu packen, dies könnte aber unter Umständen noch ein paar Wochen dauern.

    Also in diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen sonnigen Sommer und viel Spaß wo auch immer Ihr Euren Urlaub verbringen werdet.

    Gruß

    MacELCH
     

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