Googles Geschäftsbedingungen

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von hapu, 22. April 2008.

  1. hapu

    hapu New Member

    Habt ich euch mal die Geschäftsbedingungen angesehen, die Google einem bei der Anmeldung bei Picasa "unterjubelt" (einen derart langen Text in einer nur 5 cm hohen Scrollbox darzustellen, kann ich nur so bezeichnen!)?

    Da steht im Punkt 11:

    11. Von Ihnen gewährte Lizenz für Inhalte

    11.1 Ihre Urheberrechte sowie alle anderen Rechte, die Sie bezüglich der von Ihnen in den oder über die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte innehaben, verbleiben bei Ihnen. Durch Übermittlung, Einstellung oder Darstellung der Inhalte gewähren Sie Google eine dauerhafte, unwiderrufliche, weltweite, kostenlose und nicht exklusive Lizenz zur Reproduktion, Anpassung, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Wiedergabe oder öffentlichen Zugänglichmachung und Verbreitung der von Ihnen in oder durch die Services übermittelten, eingestellten oder dargestellten Inhalte. Diese Lizenz dient ausschließlich dem Zweck, Google in die Lage zu versetzen, die Services darzustellen, zu verbreiten und zu bewerben; sie kann für bestimmte Services, wie in den Zusatzbedingungen für die entsprechenden Services festgelegt, widerrufen werden.

    11.2 Sie stimmen zu, dass diese Lizenz Google auch das Recht einräumt, entsprechende Inhalte anderen Gesellschaften, Organisationen oder Personen, mit denen Google vertragliche Beziehungen über die gemeinsame Erbringung von Diensten unterhält, zugänglich zu machen und die Inhalte im Zusammenhang mit der Erbringung entsprechender Dienste zu nutzen.




    Na Hoppla - wie groß war denn der Aufschrei, als Adobe für sein Adobe Photoshop Express genau diese Lizenzübertragungen übernommen hatte? Google kann tun was es will und Adobe wird geschlägert, wenn es das gleiche macht?
     
  2. maiden

    maiden Lever duat us slav

    die werden schon wissen warum die Box, in der das alles zu lesen ist, so klein gemacht wird. Es soll ja keiner lesen. Und die meisten tuns auch nicht.

    Solchen Diensten stelle ich jedenfalls nichts ein.
     
  3. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Ich sehe schon gravierende Unterschiede, halte das aber auch nicht für in Ordnung. Bei Google stellen Menschen Bilder von Orten ein, die dann mit einem Kamerasymbol an eben jenen Ort plaziert werden. Bei Adobe sollte man ja seine Bilddatenbank, also ALLE Bilder die man darin hat, von denen verwalten und ausnutzen lassen. Ich habe noch keine Bilder bei Google eingestellt, es aber schon erwogen zu tun, weil es Orte ohne Bilder gibt und ich welche gemacht habe.
     
  4. hapu

    hapu New Member

    Achtung: Hier geht es um Picasa, das zwar auch von Google kommt, aber genau so wie Photoshop Express oder iPhoto ein Bilderalbum darstellt, das auch einfache Bildbearbeitungen schafft.

    Ich ärgere mich heut' noch über diese AGBs - vor allem über den Punkt 11.2, nach dem Google meine Bilder an Bilddatenbanken o.ä. Bildverwerter VERKAUFEN DARF! (dürfte, um genau zu sein: ich habe die Anmeldung abgebrochen).
     
  5. pewe2000

    pewe2000 New Member

    Tschuldigung, ich hatte nur flüchtig gelesen.

    Dann spinnen die wirklich genauso. Eine Frechheit!
     
  6. batrat

    batrat Wolpertinger

    Google und der Datenschutz

    http://www.zeit.de/2008/19/Interv_-Fleischer
    http://www.netzeitung.de/internet/998497.html

    "Netzsurfer tragen selbst Verantwortung, sagt der oberste Datenschützer von Google. Peter Fleischer über die Spuren, die Nutzer hinterlassen – und über das, was der amerikanische Internetkonzern damit anstellt"

    "Menschen werden in dieser Zeit einen immer größeren Teil ihres Alltags ins Internet verlagern. Privat und geschäftlich. Deshalb müssen Menschen besser lernen, ihre Privatsphäre in der digitalen Welt zu managen. Sie müssen lernen, wann sie anonym bleiben wollen und wann sie identifiziert werden möchten. Ich als Datenschützer bei Google wünschte mir, mehr Menschen würden die Möglichkeiten zum detaillierten Schutz ihrer Privatsphäre kennen und bewusst nutzen. Nehmen Sie die sozialen Netzwerke, zu denen auch unser Dienst Orkut gehört. Junge Leute ärgern sich später darüber, welche Partyfotos sie ganz öffentlich ins Netz gestellt haben. Sie sollten von vornherein die Datenschutz-Einstellungen nutzen, denn dafür wurden sie gemacht!"
     

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