HILFE! CDs lösen sich in NIX auf!

Dieses Thema im Forum "Hardware" wurde erstellt von meisterleise, 1. Oktober 2003.

  1. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Der ein oder andere mag es nicht glauben, aber ich habe hier CDs der Marke »SK«, gebrannt Mitte 2000 in meinem Archiv, die sich auflösen!
    Gestern musste, bzw. wollte ich auf alte Daten aus dem Jahr 2000 zugreifen. Doch als ich die CD in die Hand nahm, zerbröselte mir die silberne Schicht der Beschriftungsseite unter den Händen. Zum Vorschein kam eine nun quasi transparente CD, die - ich ahnte es bereits - vom Laufwerk nicht mehr lesbar war.
    Das CDs nicht ewig halten, haben wir ja alle schon gehört. Aber drei Jahre!?!

    1. Hat jemand ebenfalls schon diese Erfahrung gemacht?
    2. Hat jemand eine Ahnung, ob sich die CD noch »restaurieren« lässt?
    3. Finger weg von der Marke »SK«
    und von allen Herstellern, die für die Silberschicht eine Art Folie verwenden, die irgendwann abblättert.
     
  2. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    Hallo,
    zu1) Bis jetzt noch nicht. Meine ältesten sind von ca. 5/2000; waren "conmark" --ich glaube von ConradElectronic.
    zu2) Das stelle ich mir schwierig bis unmöglich vor. Aber wenn die abgelösten Teile sich nochmal exakt fixieren lassen, wäre es nat. einen Versuch wert.

    Dazu (zur Haltbarkeit bzw. Lesbarkeit) habe ich mal irgendwo vor Zeiten einen Artikel gelesen, könnte in der MacWelt gewesen sein. Man schrieb, dass es dazu eben noch keine Langzeit-Erkenntnisse gibt und wirklich wichtige Daten nach wie vor nur auf magneto-optischen oder magnetischen Trägern (Bänder) gut aufgehoben sind.
    Alte CD R oder verbrannte Rohlinge hatte ich vor dem wegschmeißen mit einem "spitzen Gegenstand" unleserlich gemacht. Die Schicht saß da mitunter sehr fest. Beim Versuch die Scheibe zu zerbrechen splitterte die Trägerschicht nat. auf. Aber selber ablösen ... konnte ich mir bisher nicht vorstellen.
    Woran sollte man "eine Art Folie" denn erkennen? Im Prinzip sind all die dünnen, aufgebrachten Schichten doch Folien. Die Qualität der Verbindung mit dem Untergrund ist wahrscheinlich der springende Punkt dabei.
    Gruß H.
     
  3. morty

    morty New Member

    hi,
    man sollte nicht die billigsten Rohlinge verwenden, ich habe mit nem Audiobrenner vor 7 Jahren schon Aufnahmen gemacht, die heute auch noch alle problemlos funktionieren, allerdings auf TDK oder Audiomaster (Mutsui) Rohling ...

    wenn die Silberschicht weg ist, dann hast du jetzt ein unlösbares Problem, denn darin ist ja alles gespeichert

    lagerung von gebrannten CDs immer nur im Dunklen und trocken ...

    gruß, morty
     
  4. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    ...man könnte ja als Haltbarkeits-Sicherheits-Einstufungs-Prüfungs-Kategorie "VKZ" einführen: Vor dem Kauf Zerbrechen. :D
    ..oder english BBB -brake before buying ;.)
     
  5. Tambo

    Tambo New Member

    schon scheisse...

    hoffe dass meine Verbatim gut halten, in den tests waren die immer vorne dabei...

    aus diesen Gründen habe ich angefangen, meine wichtigen Sachen nebst CD/DVD auch auf externe Wechselplatten zu speichern...
     
  6. meisterleise

    meisterleise Active Member

    > man sollte nicht die billigsten Rohlinge verwenden

    Auf diesen Satz habe ich natürlich gewartet. Aber woran machst du eine CD mit Qualität und langer Lebensdauer aus? Nur weil da ein bestimmter Name draufsteht und sie 20 Cent mehr kostet? Meine Levis Jeans ist am Arsch grad durchgeschlissen, die von MultiTrend sieht immer noch gut aus.
    Wer sagt dir, dass sich eine von deinen Qulitäts-CDs nicht auch nächstes Jahr auflösen?

    > wenn die Silberschicht weg ist, dann hast du jetzt ein unlösbares Problem, denn darin ist ja alles gespeichert

    Nein - sowiet ich weiß, sind die Daten nicht in der Silberschicht gespeichert. Sie dient nur zu Reflektion des Laserstrahls. Die Daten stecken in der transparenten Kunststoffschicht.

    Es funktioniert also wie ein Spiegel. Könnte man also eine neue Silberschicht aufbringen, müsste es wieder funktionieren (theoretisch).
     
  7. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Stichwort Test. Da ist genau das Problem. Ich frage mich, nach welchen Kriterien CDs getestet werden. Bin mir aber fast sicher, dass Langlebigkeit da nicht unbedingt eine Rolle spielt, da nicht testbar.
     
  8. Tambo

    Tambo New Member

    eigentlich könnte man mit erhöhtem UV-Anteil sowie höherer Temp/feuchtigkeit schon ne Alterung simulieren, bei den bubbleprints wird das ja so gemacht... und es tauchen riesige Unterschiede auf, die ich mit sehr wenig Erfahrung nur bestätigen kann.
    www.wilhelm-research.com


    Hast Du denn Deine CD's richtig getoasted - mit Butter drauf :)

     
  9. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    Leider ist es nicht so, wie Du denkst. Die Schicht beinhaltet die Information. Der Rest (PolyCarbonat-Körper) läßt das Licht nur durch.
    siehe z.B. hier (nur so auf die Schnelle gefunden):
    http://www.fl-electronic.de/modifikation/cd+cd-player.html

    mfg

    P.S. obiges bezieht sich auf "Selbstgebrannte(n)"
     
  10. maximilian

    maximilian Active Member

    Hallo!

    Klar kann man das auch testen, aber mit relativ hohem Aufwand, weshalb es nicht viele machen (kurz gegooglet, schon was gefunden:
    )http://www.itl.nist.gov/div895/carefordisc/disc_care/longevity.html

    Meine ältesten selbstgemachten CDs dürften etwa von 1996 sein und sind noch alle OK, trotz oftmaligem Gebrauch im Autoradio. Damals waren die Rohlinge auch noch golden und haben pro Stück 15 DM gekostet, weswegen die Qualität wohl etwas besser war.

    Und zum weiter oben angesprochenen sicherern Vernichten von CDs habe ich auch noch einen TIP: Ein paar Sekunden in den Mikrowellenherd legen, am besten auf ein umgestülptes Glas. Sehr sehenswertes Feuerwerk!

    ciao, maximilian
     
  11. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    @maximilian
    Von Barometersuppe habe ich bei Mark Twain ja schon gelesen.....aber CD-Auflauf in der Microwelle? :tongue:

    Hier noch griffigere Infos zu CD-Technologie (sowie, wenn man will, zu anderen interessierenden Fragen rund um HiFi, High-End, Audio uvm.)
    http://www.elektronikinfo.de/audio/cd.htm#Grundlagen
     
  12. morty

    morty New Member

    also noch einmal ...
    gespeichert wird in der aufgebrachten schicht, nicht in carbonat.
    habe auch an einigen Billigrohlingen mal Ablösungen gehabt oder an manchen war die Deckschicht so dünn, das sie bei mehrmaligem Abspielen so durchsichtig geworden ist, das da auch nix mehr ging.
    Eine Freundin hat mal die gebrannten direkt ans fenster hochkannt, hingestellt und auch die sind da, wo die Sonne draufgeschienen hat, völlih unbrauchbar.
    gehe mal auf die mitsui HP und lese dort mal durch ... solche Test werden mit den Billigrohlingen nicht gemacht, und Qualität hat seinen Preis oder denkst du, das Gerricom die gleichen Materialien verwendet wie Toshiba , Sony oder Apple bei den Rechnern ???

    ich habe auch schon mal Probleme mit TDK Rohlingen gehabt, die sich auch abgelöst haben ... nutze jetzt auch die verbation ... werde mir aber demnächst wohl mal 100 mitsui gönnen, für wirklich wichtige Daten, denn die Audiomaster gehen mir jetzt so langsam aus und auf Aldirohlingen mag ich nichts brennen, was ich noch brauchen könnte.

    ... aber ich weis nicht, was du mit deiner Hose machst, wie wäre es mit stillsitzen, dann halten auch deine Hosen länger *fg*

    grüße, morty

    andere Tips bitte wenigstens beachten ...
    ansonsten gibt es auch andere Foren, glaube www.brennmeister.de wo das ausführlicher besprochen wird ...
     
  13. Rotweinfreund

    Rotweinfreund + Jevers Liebhaber

    ....schön, dass du an Freund Caspari denkst :wink:
    ich lasse auch kaum eine passende Gelegenheit aus, um auf seine Seiten zu verweisen :)
     
  14. tom7

    tom7 New Member

    Ausserdem soll man keine wiederbeschreibaren Cds zur Archivierung benutzen. Haben angeblich eine "weichere" Schicht.
    Stand auch in besagtem Artikel...(??), s.o. - (schon länger her).

    Gruss - tom
     
  15. Zack2002

    Zack2002 Active Member

    hat jemand erfahrungen mit ednet cd rohlingen. habe mir jetzt nämlich gleich 2x 25 pack für zusammen 13,00 euro gekauft. ist schon seeehr billig für 50 stück...
     
  16. meisterleise

    meisterleise Active Member

    Der ein oder andere mag es nicht glauben, aber ich habe hier CDs der Marke »SK«, gebrannt Mitte 2000 in meinem Archiv, die sich auflösen!
    Gestern musste, bzw. wollte ich auf alte Daten aus dem Jahr 2000 zugreifen. Doch als ich die CD in die Hand nahm, zerbröselte mir die silberne Schicht der Beschriftungsseite unter den Händen. Zum Vorschein kam eine nun quasi transparente CD, die - ich ahnte es bereits - vom Laufwerk nicht mehr lesbar war.
    Das CDs nicht ewig halten, haben wir ja alle schon gehört. Aber drei Jahre!?!

    1. Hat jemand ebenfalls schon diese Erfahrung gemacht?
    2. Hat jemand eine Ahnung, ob sich die CD noch »restaurieren« lässt?
    3. Finger weg von der Marke »SK«
    und von allen Herstellern, die für die Silberschicht eine Art Folie verwenden, die irgendwann abblättert.
     
  17. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    Hallo,
    zu1) Bis jetzt noch nicht. Meine ältesten sind von ca. 5/2000; waren "conmark" --ich glaube von ConradElectronic.
    zu2) Das stelle ich mir schwierig bis unmöglich vor. Aber wenn die abgelösten Teile sich nochmal exakt fixieren lassen, wäre es nat. einen Versuch wert.

    Dazu (zur Haltbarkeit bzw. Lesbarkeit) habe ich mal irgendwo vor Zeiten einen Artikel gelesen, könnte in der MacWelt gewesen sein. Man schrieb, dass es dazu eben noch keine Langzeit-Erkenntnisse gibt und wirklich wichtige Daten nach wie vor nur auf magneto-optischen oder magnetischen Trägern (Bänder) gut aufgehoben sind.
    Alte CD R oder verbrannte Rohlinge hatte ich vor dem wegschmeißen mit einem "spitzen Gegenstand" unleserlich gemacht. Die Schicht saß da mitunter sehr fest. Beim Versuch die Scheibe zu zerbrechen splitterte die Trägerschicht nat. auf. Aber selber ablösen ... konnte ich mir bisher nicht vorstellen.
    Woran sollte man "eine Art Folie" denn erkennen? Im Prinzip sind all die dünnen, aufgebrachten Schichten doch Folien. Die Qualität der Verbindung mit dem Untergrund ist wahrscheinlich der springende Punkt dabei.
    Gruß H.
     
  18. morty

    morty New Member

    hi,
    man sollte nicht die billigsten Rohlinge verwenden, ich habe mit nem Audiobrenner vor 7 Jahren schon Aufnahmen gemacht, die heute auch noch alle problemlos funktionieren, allerdings auf TDK oder Audiomaster (Mutsui) Rohling ...

    wenn die Silberschicht weg ist, dann hast du jetzt ein unlösbares Problem, denn darin ist ja alles gespeichert

    lagerung von gebrannten CDs immer nur im Dunklen und trocken ...

    gruß, morty
     
  19. hekarl

    hekarl frisch nanophil

    ...man könnte ja als Haltbarkeits-Sicherheits-Einstufungs-Prüfungs-Kategorie "VKZ" einführen: Vor dem Kauf Zerbrechen. :D
    ..oder english BBB -brake before buying ;.)
     
  20. Tambo

    Tambo New Member

    schon scheisse...

    hoffe dass meine Verbatim gut halten, in den tests waren die immer vorne dabei...

    aus diesen Gründen habe ich angefangen, meine wichtigen Sachen nebst CD/DVD auch auf externe Wechselplatten zu speichern...
     

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