Hochschulrahmengesetz gefährdet Forschun

Dieses Thema im Forum "Small Talk" wurde erstellt von MacELCH, 13. September 2001.

  1. MacELCH

    MacELCH New Member

    Mit der Bitte um Weiterleitung an betreffende Personen

    Gruß

    MacELCH

    >forwarded message:
    >Eine Bitte an alle Doktoranden, postdocs, Gruppenleiter und Professoren.
    >
    >Mit besten Grüßen
    >>
    >Michael Schleicher
    >
    >
    >>>>>Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    >>>>>
    >>>>>das neue Hochschulrahmengesetz gefährdet die internationale
    >>>>>Konkurrenzfähigkeit der deutschen Forschung -- Bitte beteiligen Sie
    >>>>>sich an der Unterschriftenaktion!
    >>>>>
    >>>>>Am 27./28. September geht das neue Hochschulrahmengesetz in die
    >>>>>erste Lesung im Bundestag. Während wir die grundlegende Absicht des
    >>>>>Gesetzes begrüßen, die Leistungsbezogenheit der deutschen
    >>>>>Hochschulen zu verstärken, die deutsche Forschung konkurrenzfähiger
    >>>>>und vor allem für junge Wissenschaftler attraktiver zu machen,
    >>>>>befürchten wir, dass absurde Fristen im Gesetzesentwurf das
    >>>>>Gegenteil erreichen werden.
    >>>>>
    >>>>>Der Zugang zur neu eingerichteten Juniorprofessur (später
    >>>>>Standardzugang zur vollen Professur) soll nur innerhalb einer Frist
    >>>>>von sechs Jahren nach Erhalt des Diploms möglich sein. Diese Frist
    >>>>>wird zumindest in den Biowissenschaften der angestrebten Zielgruppe
    >>>>>den Zugang zur Juniorprofessur und damit zur akademischen Laufbahn
    >>>>>versperren. Die strikte Umsetzung der Sechs-Jahres-Frist wird
    >>>>>folgende Konsequenzen haben:
    >>>>>
    >>>>>* Betonung von Geschwindigkeit gegenüber Qualität
    >>>>>* de facto-Abschaffung der international bewährten
    Postdoktoranden-Phase
    >>>>>* starke Abhängigkeit der DoktorandInnen von Doktorvater/mutter
    >>>>>* schlecht qualifizierte ProfessorInnen mit Erfahrung aus nur einem
    >>>>>Arbeitskreis
    >>>>>* sichere und langweilige statt innovativer und riskanter Forschung
    >>>>>
    >>>>>
    >>>>>Wenn Sie weitere Informationen wünschen und diese Aktion eventuell
    >>>>>unterstützen wollen, klicken Sie auf diesen Link.
    >>>>>
    >>>>>http://www.zmnh.uni-hamburg.de/jentsch/unterschriften/
    >>>>>
    >>>>>Bitte schicken Sie diese mail an möglichst viele andere
    >>>>>Wissenschaftler weiter! Die absurde Frist betrifft alle,
    >>>>>Doktoranden, Postdoktoranden, Nachwuchsgruppenleiter und
    >>>>>Professoren. Daher hoffen wir auf möglichst breite Unterstützung aus
    >>>>>allen diesen Gruppen. Die Zeit drängt.
    >>>>>
    >>>>>
    >>>>>Für das Organisationskomitee,
    >>>>>
    >>>>>Thomas Jentsch, Valentin Stein
    >>>>>
    >
    >
    >---------------------------------------------------------------
    >Prof. Dr. Michael Schleicher
    >Inst. f. Zellbiologie; Ludwig-Maximilians-Universitaet
    >Schillerstr. 42; 80336 Muenchen, Fed.Rep.Germany
    >Tel/Fax: +49-89-5996-876; Fax: +49-89-5996-882;
    >e-mail: schleicher@bio.med.uni-muenchen.de
    >
     
  2. Kevin

    Kevin New Member

    Würd ich ja gern unterstützen, aber ich bin kein Wissenschaftler oder dergleichen...

    Soll ich trotzdem die Aktion unterstützen ?

    Was sagst du ?

    Ja: Dann gib einen Elch rRÖHRr Ton von Dir
    Nein: Dann Mach mir vor die Haustür *schiiit*
     
  3. MacELCH

    MacELCH New Member

    Hat eigentlich nur Sinn für Leute die eine akademische Laufbahn einschlagen wollen. Am meisten trifft es die Naturwissenschaftler (Chemie, Biologie und Physik - Mediziner sind keine Naturwissenschaftler !!), da die 6 Jahre nach dem Diplom bis zur ersten unabhängigen Arbeitstelle fast so gut wie unmöglich ist.

    In der Regel promoviert man in 3 Jahren (bis 5 Jahre in manchen Fällen), dann soll man ins Ausland gehen für mindestens 2 Jahre, dann soll man wieder zurückkommen und nochmals einen 2 jährigen Postdoc machen, dann hat man bereits 7 Jahre auf den Buckel. Damit wird es nichts mit der akademischen Laufbahn. Es wird damit der Druck verschärft schneller fertig zu werden - was eigentlich jeder von uns sowieso will, man kann es aber leider nicht beeinflußen, da es manche Projekte in der Forschung gibt die eben nicht so einfach gehen wie andere.

    Sprich erst führen wir ein Schmalspur Abitur ein, und dann machen wir in der Hochschule weiter. Na dann gute Nacht Deutschland.

    Neulich hörte ich in B5 Aktuell eine Meldung, daß die Politiker überrascht seien, warum die deutschen Forscher ins Ausland gehen und bleiben. Naja, wenn es eben keine Perspektive gibt und im Ausland schon, sind selbst Forscher nicht so blöd wieder nach Hause zu kommen um vor der Arbeitslosigkeit zu stehen.

    Für die meisten Studiengänge ist dieses Gesetz sehr gut anwendbar, für die Naturwissenschaften leider nicht.

    Sollte das Gesetz so durchgehen, prognostiziere ich eine Forscherflucht nach USA, Großbritannien und Schweiz (zumindest in den oben genannten Bereichen) und dann schaun mer mal wo Deutschland im Ländervergleich steht.

    Ein nicht unerheblicher Teil der amerikanischen Forschung wird im übrigen durch deutsche Stipendien finanziert, die meisten Forscher die nach Amerika gehen bringen ihr eigenes Geld mit um dort Forschung zu betreiben, prinzipiell ist das auch in Ordnung, nur gibt es umgekehrt ganz wenige Amerikaner, die ihr Geld mitbringen.

    Dies ist eine Diskrepanz, die gerne von den beteiligten Nationen übersehen wird.

    Also wer jemanden kennt, der irgendwie im Studium ist oder bereits fertig ist schickt ihm / ihr das posting per Mail.

    Schönen Dank

    MacELCH
     
  4. Kevin

    Kevin New Member

    Tja, die Welt ist zuweilen stumpf...

    Wir sehen uns dann im "NY Thread"...
     
  5. Walli

    Walli New Member

    Ich hab's geahnt: So weltfremd kann nur ein ein XY-Student sein.
    Über dreißig und noch Student - hart, hart hart. Schlimm!!!
     
  6. Walli

    Walli New Member

    Ist echt Scheiße, mußt auch mal arbeiten, was ?!!
     

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